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Leopoldo Fortunato Galtieri Castelli (* 15. Juli 1926 in Caseros, Provinz Buenos Aires; †12. Januar 2003 in Buenos Aires) war in den Jahren 1976 bis 1983 ein hohes Mitglied der Militärregierung Argentiniens und de facto zwischen 1981 und 1982 Präsident des Landes. Das Batallón de Inteligencia 601, eine Einheit, der Morde und schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurde, berichtete direkt an ihn.
Er war die treibende Kraft hinter der Invasion der von Argentinien beanspruchten Falklandinseln (spanisch: Islas Malvinas) im April 1982, welche zum Falklandkrieg zwischen Argentinien und Großbritannien führte. Die Hauptstadt der Falklandinseln, Stanley wurde im Juni 1982 von den Briten zurückerobert und besiegelte die argentinische Niederlage. Innerhalb weniger Tage wurde Galtieri entmachtet. Ende 1983 wurde er verhaftet und vor einem Militärgericht wegen Menschenrechtsverletzungen während der Militärdiktatur und Mismangements während des Falklandkrieges angeklagt. Der Untersuchungsbericht des argentinischen Militärs, wurde Rattenbach Report genannt, benannt nach dem untersuchenden General Rattenbach.[1] Der Rattenbach Report empfahl, Galtieri alle militärischen Ränge abzuerkennen und ihn erschießen zu lassen. 1986 wurde er zu einer 12 jährigen Haftstrafe verurteilt.[2]
1989 wurden er sowie 39 weitere Offiziere, die wegen Verbrechen während der Diktatur verurteilt worden waren von Präsident Carlos Menem begnadigt.[3]
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Carlos Alberto Lacoste | Führer des argentinischen Militärregimes 1981–1982 |
Alfredo Saint Jean |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Galtieri, Leopoldo |
| ALTERNATIVNAMEN | Galtieri Castelli, Leopoldo Fortunato |
| KURZBESCHREIBUNG | argentinischer Politiker, Mitglied der Militärregierung Argentiniens (1976–1983) |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1926 |
| GEBURTSORT | Caseros, Provinz Buenos Aires |
| STERBEDATUM | 12. Januar 2003 |
| STERBEORT | Buenos Aires |