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| Basisdaten | |
| Gründungsdatum: | 1998 |
| Vorsitzender: | Alexander Vogt |
| Stellvertreter: | Thomas Steins Christian Röbcke |
| Schatzmeister: | Kai Fries |
| Bundes- geschäftsführer: |
Ronny Pohle |
| Website: | www.lsu-online.de |
Die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) ist die Organisation zur Interessenvertretung für Lesben, Schwule und Bisexuelle in der CDU/CSU und für Menschen, die den Unions-Parteien nahe stehen. Die LSU setzt sich für die Belange lesbischer, schwuler und bisexueller Menschen ein, einige Forderungen der LSU werden von den Mutterparteien allerdings nicht mitgetragen. Dazu zählt das Adoptionsrecht und die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe.
Inhaltsverzeichnis |
Die LSU ist von den beiden Mutterparteien als offizielle Gruppe anerkannt. Bundesvorsitzender der LSU ist Alexander Vogt aus Frankfurt.
Die LSU ist Mitglied im Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD).
Eine Mitgliedschaft Heterosexueller in dem 1998 in Köln gegründeten Verband, welche die Ziele der LSU unterstützen, ist möglich.
Im Dezember 2007 gelang es aufgrund der Arbeit der LSU, im neuen Grundsatzprogramm der CDU erstmals die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft aufzunehmen. Im neuen Parteiprogramm steht nunmehr:</br> „Wir respektieren die Entscheidung von Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft ihren Lebensentwurf verwirklichen. Wir erkennen an, dass auch in solchen Beziehungen Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind. Dies gilt nicht nur für nicht-eheliche Partnerschaften zwischen Frauen und Männern. Dies gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Wir werben für Toleranz und wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung“.[1]
Die LSU unterstützt die Initiative artikeldrei des LSVD, die sich die Ergänzung des dritten Artikels des Grundgesetzes zum Ziel gesetzt hat.[2]
Im Jahr 2005 unterstützte die Gruppe unter der Überschrift „Lesben und Schwule in der Union sehen Akzeptanz durch Gewalthedonie bei Folsom Europe Fest gefährdet“, die Kritik Friedbert Pflügers an dem Festival Folsom Street Fair. Dieser hatte zuvor erklärt, von ihm würde das Festival kein Grußwort bekommen, man müsse schon genau darüber nachdenken, welche Veranstaltung man mit einem Grußwort auszeichne. Pflüger betonte, er würde auch kein Grußwort für eine Erotikmesse schreiben.[3]</br> Aus Sicht der Lesben und Schwule in der Union sollte die gesellschaftliche „Akzeptanz durch Gewalthedonie bei Folsom Europe Fest gefährdet“ werden. Der damalige Vorsitzende des LSU-Landesverbandes Berlin, Jan Kayser, veröffentlichte eine Pressemitteilung in der er die These aufstellte, dass Folsom Europe mit der aggressiven Darstellung des Festcharakters und dessen potentieller Besucher die Akzeptanz der gesamten Homosexuellenszene in der Gesellschaft gefährden würde.[4] Wenige Tage später erklärte er, dass er in der Pressemitteilung falsch zitiert worden sei und niemals den friedlichen und offenen Charakter des Festes in Frage gestellt habe.[5]
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