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Die Lexikologie (auch: Wortlehre, Wortkunde, Wortschatzuntersuchung) ist innerhalb der Linguistik die Theorie vom Lexikon im Sinne von Wortschatz [1]. Sie wird definiert als "Wissenschaft vom Bestand bzw. dem System der Wörter und ihren Bedeutungen"[2]. Es geht um die interne Bedeutungsstruktur sprachlicher Ausdrücke und um die Zusammenhänge zwischen einzelnen Wörtern (Lexemen).[3] Unterschieden wird die lexikalische Morphologie und die lexikalische Semantik[4].
Inhaltsverzeichnis |
Beim Wort geht es innerhalb der Lexikologie primär um die Inhaltsseite. Die Beschäftigung mit der Wortbedeutung führt zu der Frage, wie die Verbindung zwischen Wortkörper und Inhalt zu Stande kommt und wo die Grenzen hin zum Gebrauch anderer Wörter liegen.[5]
Die erst seit den 1950er Jahren innerhalb der Linguistik eigenständig existierende Disziplin[6] untersucht die Bestandteile einer Sprache (spezielle Lexikologie) oder von Sprache allgemein (allgemeine Lexikologie) und versucht, zwischen den einzelnen lexikalischen Bestandteilen (das sind Morpheme, Wörter und feste Wortgruppen) Beziehungen und Regeln festzustellen. Im Rahmen der Quantitativen Linguistik hat sich die Quantitative Lexikologie[7][8] etabliert, die versucht, die Gesetzmäßigkeiten von Struktur und Wandel des Lexikons (zum Beispiel das Martinsche Gesetz) und seiner Verwendung in Texten zu erforschen.
"Ein praktisches Anwendungsfeld der Lexikologie ist die Lexikographie."[9]. Sie beschäftigt sich mit der Erstellung von Wörterbüchern und greift dabei auf lexikologische Ergebnisse zurück beziehungsweise liefert neue Informationen zur lexikologischen Untersuchung.
Sowohl die lexikalische Morphologie als auch die (Derivations-)Morphologie untersuchen formal die zusammengesetzten und abgeleiteten Wörter[10].
Weitere verwandte linguistische Disziplinen sind die Onomasiologie, Semasiologie, Etymologie, Wortbildung, Phraseologie und Onomastik.