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Das Ligurische Meer ist Teil des Mittelmeeres zwischen den Inseln Korsika und Elba im Süden und der Rivieraküste (Ligurien) von Norditalien und Monaco im Norden.
Genua und La Spezia sind die Haupthäfen am Ligurischen Meer, das nach Südosten in das Tyrrhenische Meer übergeht. Der Golf von Genua an der italienischen Küste nimmt den nördlichen Teil des bis 2.615 Meter tiefen Ligurischen Meeres ein.
Inhaltsverzeichnis |
Zum Schutz der zahlreichen Meeressäugetiere wurde das Ligurische Meer 1999 von Italien und Frankreich als Specially Protected Areas of Mediterranean Importance (SPAMI) klassifiziert. Im Rahmen dieser Einordnung wurde das Heiligtum der Wale eingerichtet. Dieses Walschutzgebiet ist circa 84.000 Quadratkilometer weit und wird von der Côte d'Azur, den Regionen Ligurien und Toskana und dem nördlichsten Punkt Sardiniens begrenzt.
Die tiefste Stelle des Ligurischen Meeres befindet sich im Golf von Genua, der ein Teil des Ligurischen Meeres ist, ca. 2.615 m unter der Wasseroberfläche.[1]
Das Ligurische Meer wird im Norden von der Küste der Riviera in Italien sowie von Monaco begrenzt. Im Osten grenzt es an die italienische Toskana. Im Süden begrenzen die zu Frankreich gehörende Insel Korsika und die zu Italien gehörende Insel Elba das Meer. Im Südosten geht das Meer in das Tyrrhenische Meer über. Die Entfernung von Monaco bis zum nördlichen Spitze von Korsika, dem Cap Corse beträgt rund 160 km.[2]
Von allen Flüssen die in das Ligurische Meer münden ist der Arno sicherlich der bekannteste. Er entspringt am Berg Monte Falterona in Italien und fließt auf einer Länge von 240 km dem Ligurischen Meer entgegen. Dort mündet er in der Nähe von Pisa.[3]
Einige aus touristischer Sicht sehr interessante Inseln im Ligurischen Meer sind:
Elba ist mit einer Fläche von 224 km² die drittgrößte Insel Italiens. Neben den touristischen Highlights bietet Elba auch geschichtliches, war hier doch von 1841-1815 Napoleons Exil. Streng genommen liegt Elba nicht im Ligurischen Meer sondern begrenzt es im Süden und bildet somit den Übergang zum Tyrrhenischen Meer.
Bei Seglern ist die rund 20 km² große Insel Capraia sehr beliebt, die ca 65 km südwestlich von Livorno entfernt liegt und von dort mit der Fähre erreicht werden kann.
Eine weitere Insel im Ligurischen Meer ist das ebenfalls zu Italien gehörende 2,23 km² große Gorgona. Die Insel liegt ca. 70 km nördlich von Elba entfernt. Da sich auf der Insel eine Strafanstalt befindet kann sie nur nach Voranmeldung während der Sommermonate jeweils Dienstags in kleinen Gruppen besucht werden.[4]
Die bedeutendsten Häfen am Ligurischen Meer sind Genua, Livorno und La Spezia sind die Haupthäfen am Ligurischen Meer. Von Piombino aus gehen die Fährschiffe nach Elba.[5]
Für an Geschichte Interessierte sei erwähnt, dass Rapallo an der Küste des Ligurischen Meeres liegt. Hier wurde am 16. April 1922 der Rapallo-Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik geschlossen. Auf deutscher Seite wurde der Vertrag von dem deutschen Außenminister Walther Rathenau unterzeichnet, der wenige Monate später Opfer eines politisch motivierten Attentats wurde.
Außerdem fanden in der Umgebung der kleinen Felseninsel Meloria - wenige Kilometer vor Livorno gelegen - zwei bedeutende Seeschlachten statt: eine im Jahr im Jahr 1241 zwischen der Flotte Kaiser Friedrichs II. und der Flotte von Pisa und Genua statt, der Kaiser blieb dabei siegreich. Die zweite Schlacht war die größte Seeschlacht des Mittelalters und fand 1284 zwischen Genua und Pisa statt, sie endete mit einem Sieg der Genueser.[6]
43.49833333339.04166666667Koordinaten: 43° 29′ 54″ N, 9° 2′ 30″ O