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Lilo Linke (* 31. Oktober 1906 in Berlin; †27. April 1963 auf einem Flug von Athen nach London) war eine Schriftstellerin und Reporterin.
Seit 1925 war Lilo Linke Mitglied der Berliner Jungdemokraten und der DDP. Ihre Tätigkeit als Angestellte der Jungdemokratengeschäftsstelle brachte sie in Kontakt mit vielen demokratischen Politikern der Reichshauptstadt. 1930 war sie Gründungsmitglied der Radikaldemokratischen Partei. 1932, als das Scheitern einer eigenständigen linksdemokratischen Partei offensichtlich war, schloss sie sich der SPD an.
1931 unternahm Lilo Linke eine Reise nach England. Beim Besuch des Parteitages der Labour Party in Scarborough lernte sie die englische Schriftstellerin Margaret Storm Jameson kennen. Zwei Jahre später, mitte 1933, folgte sie einer Einladung Storm Jamesons und ging ins Exil nach England.
Der Erfolg ihres autobiographischen Schlüsselromans Restless flags, die amerikanische Ausgabe führte den Titel Restless days, und ihre englische Übersetzung von Wolfgang Langhoffs Buch Die Moorsoldaten machte sie im Kreis des politischen und literarischen Exils in London bekannt. Hieraus erwuchs ihre lebenslange Freundschaft mit Robert Neumann.
Im Mai 1939 verließ Lilo Linke London Richtung Panama. 1945 erwarb sie die Staatsbürgerschaft Ecuadors.
Sie starb im April 1963 an Herzversagen auf einem Flug von Athen nach London und wurde am 22. November in Quito/Ecuador beigesetzt. Fast alle ihre Bücher erschienen in englischer Sprache. Der einzige in Deutsch verfasste Roman „Wo ist Fred?“ erschien 1963 postum in Hamburg.
Lilo Linkes Urgroßnichte ist die Hamburger Autorin André Linke.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Linke, Lilo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin und Reporterin |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1906 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 27. April 1963 |
| STERBEORT | auf dem Flug von Athen nach London |