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Lindenau-Museum

Das Lindenau-Museum (Postkarte von 1914)
Das Lindenau-Museum heute

Das Lindenau-Museum in Altenburg (Thüringen) beherbergt als kunsthistorisches Museum unter anderem die Sammlung des sächsisch-thüringischen Staatsmanns, Gelehrten und Kunstsammlers Bernhard August von Lindenau. Das Gebäude wurde im Jahr 1876 fertiggestellt.

Weitere Schwerpunkte der Sammlung bilden die frühen italienischen Tafelbilder, von denen das Lindenau-Museum die größte Sammlung außerhalb Italiens besitzt, sowie eine Anzahl von Abgüssen von Meisterwerken der Antike und der italienischen Renaissance. In der 2. Etage werden Gemälde des 13. bis zum 20. Jahrhundert sowie die bedeutende Kunstbibliothek Lindenaus präsentiert.

Der Förderkreis Freunde des Lindenau-Museums e.V. wurde 1994 gegründet und ist mit mehr als 200 Mitglieder einer der größten im Altenburger Land. Die Mitglieder kommen aus ganz Deutschland, unter anderem der Schriftsteller Ingo Schulze und der Lebensmittel-Unternehmer Arend Oetker.

Das Lindenau-Museum vergibt seit 1998 im zweijährigen Rhythmus den Gerhard-Altenbourg-Preis, der mit einer Ausstellung im Lindenau-Museum sowie einem Preisgeld verbunden ist und dem Künstler Gerhard Altenbourg gewidmet ist.

Das Lindenau-Museum wurde in das im Jahre 2001 erschienene Blaubuch aufgenommen. Das Blaubuch ist eine Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland und umfasst zur Zeit 20 sogenannte kulturelle Leuchttürme.

Nach einer baulichen Sanierung des Gebäudes und Renovierungsarbeiten in den Ausstellungssälen wurde das Museum am 5. November 2006 mit der Sonderausstellung "Paris, 158 Boulevard Haussmann" (50 italienische Meisterwerke aus dem Musée Jacquemart-André (Paris)) wiedereröffnet.

2009 kaufte das Museum mit Unterstützung der Hermann-Reemtsma-Stiftung, der Kulturstiftung der Länder, des Landes Thüringen, weiterer staatlicher Institutionen und Geldinstitute mehrere Arbeiten des Künstlers Gerhard Altenbourg im Wert von einer Million Euro. Das Museum besitzt dadurch die größte Altenbourg-Sammlung weltweit.

Ausgestellte Werke

Literatur

  • Klaus Jena, Ingeborg Titz-Matuszak, Miklos Boskovits: 150 Jahre Lindenau-Museum Altenburg, 1998, ISBN 3-86104-032-8
  • Ruth Gleisberg, Barbara John, Margit Mahn: Frühe italienische Malerei im Lindenau-Museum Altenburg, 1998 ISBN 3-363-00688-8
  • Eberhard Paul: Antike Keramik im Lindenau-Museum. Die Sammlungen des Staatlichen Lindenau-Museums Altenburg, 1992, ISBN 3-86104-015-8

Weblinks

 Commons: Lindenau-Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.991888888912.4449444444Koordinaten: 50° 59′ 31″ N, 12° 26′ 42″ O

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