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Die Hauptrouten im Fernstraßennetz Georgiens sind auf die Hauptstadt Tiflis, in der mehr als ein Viertel der Bevölkerung Georgiens lebt, ausgerichtet und verlaufen von dort in Richtung der Grenzen zu den Nachbarstaaten Aserbaidschan (2 Grenzübergänge), Armenien (3), Türkei (2) und Russland (3, davon zwei für den internationalen Verkehr geschlossen) oder zweigen von diesen ab. Von diesen Straßen gibt es zwölf durchlaufend nummerierte, die mit dem georgischen Buchstaben ს, lateinisch S markiert sind, der für Saertaschorisso mnischwnelobis gsa (georgisch საერთაშორისო მნიშვნელობის გზა, Straße internationaler Bedeutung) steht. Die Markierung der Hauptrouten ist zumeist in georgischer und Lateinschrift ausgeführt.
Mehrere der Straßen tragen zusätzlich auf ihrer gesamten Länge oder auf Teilabschnitten Nummern des europäischen Fernstraßennetzes, die auf den Straßenschildern neben den georgischen Nummern angezeigt werden. Als Autobahn oder autobahnähnlich sind nur wenige Abschnitte ausgebaut, vorwiegend im Raum Tiflis, beispielsweise der Abschnitt Tiflis–Gori der S 1. Diese Abschnitte tragen keine abweichende oder zusätzliche Kennzeichnung durch Nummern, sie werden jedoch grün anstatt blaub beschildert.
Zwei der Straßen internationaler Bedeutung (S 1 und S 10) verlaufen über das Territorium der nur von wenigen Staaten anerkannten, de facto unabhängigen Republiken Abchasien und Südossetien. Wegen des Konfliktes um diese Gebiete sind die Übergänge vom georgischen „Kernland“ dorthin geschlossen und über die entsprechenden Fernstraßen gegenwärtig kein Verkehr zwischen Zentralgeorgien und den Grenzübergängen nach Russland möglich. Diese Grenzübergänge dienen gegenwärtig nur dem Verkehr zwischen Russland und Abchasien sowie Südossetien.
Die nächsthöhere Straßenkategorie umfasst die Fernstraßen innerstaatlicher Bedeutung (georgisch შიდასახელმწიფოებრივი მნიშვნელობის გზა, Schidasachelmzipoebriwi mnischwnelobis gsa), die dementsprechend mit dem georgischen Buchstaben შ (entsprechend Sch) gekennzeichnet sind.
| Nummer | Verlauf und Anmerkungen | Europastraßen |
|---|---|---|
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Tiflis – Mzcheta – Gori – Chaschuri – Sestaponi – Kutaissi – Samtredia – Senaki – Chobi – Sugdidi – Gali – Otschamtschire – Sochumi – Achali Atoni – Gudauta – Gagra – Getschripschi (russische Grenze, weiter als M27 über Sotschi nach Noworossijsk); Westabschnitt auf dem Territorium Abchasiens, zwischen Sugdidi und Gali unterbrochen | E 60 (Tiflis–Senaki), E 117 (Tiflis–Mzcheta), E 97 (Senaki–russische Grenze) |
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Senaki – Poti – Supsa – Kobuleti – Batumi – Sarpi (türkische Grenze, in Hopa Anschluss an die D 010 Richtung Trabzon und Samsun) | E 60 und E 97 (gemeinsam Senaki–Poti), E 70 (Poti–türkische Grenze) |
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Mzcheta – Schinwali – Passanauri – Stepanzminda – Larsi (russische Grenze (weiter als R 297 nach Wladikawkas); genannt „Georgische Heerstraße“ | E 117 |
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Tiflis – Rustawi – Kiratsch Muganlo (aserbaidschanische Grenze, Übergang Ziteli Chidi/„Rote Brücke“; weiter als M 2 Richtung Baku) | E 60 |
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Tiflis – Sagaredscho – Bakurziche – Znori – Lagodechi (aserbaidschanische Grenze; weiter als M 5 Richtung Zaqatala) | |
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Tiflis – Marneuli – Bolnissi – Saatlo (armenische Grenze; weiter als M 3 in Richtung Wanadsor und Jerewan) | E 117 |
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Marneuli – Sadachlo (armenische Grenze; weiter als M 6 in Richtung Wanadsor) | E 001 |
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Chaschuri – Bordschomi – Achalziche – Wale – türkische Grenze (weiter als D 955 Richtung Ardahan) | E 691 (Achalziche–türkische Grenze) |
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Ringstraße Tiflis (თბილისის შემოვლითი გზა, Tbilissis schemowliti gsa) | E 60 (Alternativroute statt Durchquerung Tiflis) |
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Gori – Zchinwali – Dschawa – Semo Roka (russische Grenze, durch den Roki-Tunnel, weiter als A 301 nach Wladikawkas); genannt „Transkaukasische Fernstraße“; vorwiegend auf dem Territorium Südossetiens, zwischen Gori und Zchinwali unterbrochen | |
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Achalziche – Aspindsa – Achalkalaki – Ninozminda – armenische Grenze (weiter als M 1 in Richtung Gjumri) | E 691 |
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Samtredia – Lantschchuti – Supsa | E 692 (verlegt statt früherer Route über Tschochatauri und Osurgeti) |
| Nummer | Verlauf |
|---|---|
| Sch 1 | Batumi – Chelwatschauri – Keda – Schuachewi – Chulo – Adigeni |
| Sch 14 | Kutaissi – Baghdati |
| Sch 15 | Kutaissi – Zqaltubo |
| Sch 22 | Gomi – Satschchere – Tschiatura |
| Sch 27 | Tianeti – Tschinti – S 1 (E 60) |
| Sch 29 | Gori – Achalkalaki – Kawtischewi – Mzcheta – Muchatgwerdi – S 1 (E 117) |
| Sch 30 | Tiflis (Gldani) – Zwarichamia – Simoniantchewi – Tianeti |
| Sch 38 | S 5 (bei Muchrowani) – Udscharma – Otaraani – Gombori – Sch 42 (bei Wardisubani) |
| Sch 42 | Bakurziche – Gurdschaani – Welisziche – Telawi – Achmeta |
| Sch 43 | Tianeti – Gurdschaani – Welisziche – ... - Ninigori – S 5 |
| Sch 61 | S 1 – Kaspi – Kawtischewi – Sch 29 |
| Sch 63 | S 1 – Dsemo Tschotscheti |
| Sch 64 | S 1 (E60 / E 117) / Natachtari – Mzcheta – Sch 29 |
| Sch 69 | Sch 43 bei Kwareli – [[]] – [[]] – |
| Sch 70 | Telawi – Telawi Militärflugplatz – Alasani-Brücke – Sch 43 |
| Sch 129 | Achalkalaki – Tschatschubeti – Rkoni |
| Sch 130 | Kwemo Osiauri / S 1 (E 60) – Samtsewrisi – Zromi – Sch 134 |
| Sch 134 | Kareli – Kechidschwari – Kinzwisi – St. Nikolaus Kirche Kinzwisi |
| Sch 137 | Sch 29 / Chidistawi – Patara Ateni – Kwelaantubani |
| Sch 139 | Sch 29 / Chidistawi (Richtung Doesi) – Uplisziche |
| Sch 140 | Zchinwali – Azrischewi |
| Sch 148 | Otaraani (Sch 38) – Azrischewi |
| Sch 149 | Zizamuri – Sch 30 (bei Zchwaritschamia) |
| Sch 150 | Sch 64 / Mzcheta – Schiomghwime |
| Sch 160 | Tiflis – Norio – Martkopi – Achalsopeli – S 5 (bei Wasiani) |
| Sch 170 | Gurdschaani – Apeni – Giorgeti – Sch 43 (bei Kabali) |
| Sch 181 | Dsinobiani – Gawasi – Sch 69 |
| Sch 183 | Achmeta – Matani – Sakobiano – Duisi – Dschokolo – Bazara Naturschutzgebiet |
| Sch 184 | Sch 42 (bei Zemo Chodascheni) – Norio – Martkopi – Achalsopeli – Sch 43 (bei Kwemo Alawani) |
| Sch 197 | Sch 43 zwischen Eniseli und Kwareli – Nekressi |