Diese Tabelle listet die Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates seit 1848 auf.
Amtszeiten
Die folgende Tabelle zeigt die Amtszeiten der schweizerischen Bundesräte. Deren Parteizugehörigkeit wird durch die Hintergrundfarbe dargestellt. Dabei bedeuten:
Statistiken
Seit der Gründung des modernen schweizerischen Bundesstaates im Jahre 1848 waren insgesamt 115 Bundesräte 1141 Jahre ( (2011 - 1848) * 7) lang im Amt. Durchschnittlich war also ein Bundesrat rund zehn Jahre (genau: 1141 Amtsjahre / 115 Bundesräte = 9.922 Jahre) im Amt. Dies führt zu einer grossen Kontinuität der Regierung und trägt zur im internationalen Vergleich sehr hohen Stabilität des politischen Systems der Schweiz bei. (Stand nach 161 Jahren Bundesrat am 16. November 2009)
Parteien der Bundesräte
Bundesräte pro Kanton
Die Herkunftskantone der derzeitigen Bundesräte sind fett angezeigt.
| Kantone
|
Anzahl Bundesräte
|
| Zürich |
20
|
| Waadt, Bern |
14
|
| Neuenburg |
09
|
| Tessin |
07
|
| Solothurn |
06
|
| Aargau, Luzern, Genf, St. Gallen |
05
|
| Graubünden, Freiburg |
04
|
| Thurgau, Wallis |
03
|
| Zug, Basel-Stadt, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden |
02
|
| Basel-Landschaft, Obwalden, Glarus |
01
|
| Uri, Schwyz, Nidwalden, Schaffhausen, Jura |
00
|
Längste Amtsdauer
Kürzeste Amtsdauer
| Jahre
|
Name
|
| 1 |
Louis Perrier, Rudolf Friedrich
|
| 2 |
Gustave Ador, Jean Bourgknecht, Max Weber, Victor Ruffy
|
| 3 |
Eugène Borel, Joachim Heer, Josef Anton Schobinger
|
| 4 |
Alphons Egli, Elisabeth Kopp, Josef Escher, Ruth Metzler-Arnold, Christoph Blocher
|
| 5 |
Ernst Wetter, Fridolin Anderwert, Fritz Honegger, Giuseppe Lepori Hermann Obrecht, Paul Cérésole, René Felber, Thomas Holenstein
|
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Alter bei der Wahl
Alter bei Rücktritt, Nichtwiederwahl oder Tod im Amt
Jahre vom Rücktritt bis zum Tod
Bundesräte mit der längsten Lebensdauer
Frauen im Bundesrat
Nicht wiedergewählte Bundesräte
Normalerweise werden Bundesräte ersetzt, wenn sie zurücktreten. Eine Nichtwiederwahl ist äusserst unüblich. In der Geschichte des schweizerischen Bundesstaates ist dies erst vier Mal vorgekommen, wobei zwischen 1873 und 2002 kein Mitglied des Bundesrates nicht wiedergewählt wurde.
Alphabetisch
- Gustave Ador
- Fridolin Anderwert
- Pierre Aubert
- Johannes Baumann
- Simeon Bavier
- Alain Berset
- Christoph Blocher
- Roger Bonvin
- Eugène Borel
- Jean Bourgknecht
- Ernst Brenner
- Ernst Brugger
- Didier Burkhalter
- Micheline Calmy-Rey
- Felix-Louis Calonder
- Enrico Celio
- Nello Celio
- Paul Cérésole
- Jean-Jacques Challet-Venel
- Paul Chaudet
- Georges-André Chevallaz
- Ernest Chuard
- Robert Comtesse
- Flavio Cotti
- Pascal Couchepin
- Camille Decoppet
- Joseph Deiss
- Jean-Pascal Delamuraz
- Adolf Deucher
- Ruth Dreifuss
- Numa Droz
- Daniel Henri Druey
- Jakob Dubs
- Alphons Egli
- Josef Escher
- Philipp Etter
- René Felber
- Markus Feldmann
- Constant Fornerod
- Ludwig Forrer
- Stefano Franscini
- Emil Frey
- Friedrich Frey-Herosé
- Rudolf Friedrich
- Kurt Furgler
- Jonas Furrer
- Rudolf Gnägi
- Pierre Graber
- Robert Haab
- Heinrich Häberlin
- Bernhard Hammer
- Walter Hauser
- Wilhelm Friedrich Hertenstein
- Joachim Heer
- Arthur Hoffmann
- Thomas Holenstein
- Fritz Honegger
- Hans Hürlimann
- Josef Martin Knüsel
- Karl Kobelt
- Arnold Koller
- Elisabeth Kopp
- Adrien Lachenal
- Giuseppe Lepori
- Moritz Leuenberger
- Doris Leuthard
- Ueli Maurer
- Hans-Rudolf Merz
- Ruth Metzler-Arnold
- Albert Meyer
- Rudolf Minger
- Ludwig von Moos
- Giuseppe Motta
- Eduard Müller
- Josef Munzinger
- Jean-Marie Musy
- Wilhelm Matthias Naeff
- Ernst Nobs
- Hermann Obrecht
- Ulrich Ochsenbein
- Adolf Ogi
- Louis Perrier
- Max Petitpierre
- Marcel Pilet-Golaz
- Giovanni Battista Pioda
- Willy Ritschard
- Rodolphe Rubattel
- Marc-Emile Ruchet
- Louis Ruchonnet
- Eugène Ruffy
- Victor Ruffy
- Hans Schaffner
- Karl Schenk
- Johann Jakob Scherer
- Karl Scheurer
- Leon Schlumpf
- Samuel Schmid
- Johann Schneider-Ammann
- Josef Anton Schobinger
- Edmund Schulthess
- Simonetta Sommaruga
- Willy Spühler
- Walter Stampfli
- Jakob Stämpfli
- Eduard von Steiger
- Hans Streuli
- Otto Stich
- Hans-Peter Tschudi
- Kaspar Villiger
- Friedrich Traugott Wahlen
- Max Weber
- Emil Welti
- Ernst Wetter
- Eveline Widmer-Schlumpf
- Josef Zemp
Siehe auch
Weblinks
Literatur
- Urs Altermatt (Hrsg.) Die Schweizer Bundesräte, ein Biografisches Lexikon; Artemis Verlag Zürich und München; 1991; ISBN 3-7608-0702-X
Anmerkungen und Einzelnachweise
- ↑ Die Bundesräte werden von der Bundesversammlung für vier Jahre gewählt und normalerweise wiedergewählt. Wenn der Vorgänger im Amt verstorben ist, ist dies das Datum der Wahl, sonst der erste Tag im Amt.
- ↑ a b c d Nicht wiedergewählt
- ↑ Johann Jakob Stehlin (1803–1879, BS) nahm die Wahl nicht an
- ↑ Charles Estoppey (1820–1888, VD) nahm die Wahl am 18. Dezember nicht an. Acht Tage zuvor hatte auch Louis Ruchonnet abgelehnt; letzterer wurde dann aber 1881 gewählt.
- ↑ Karl Hoffmann (1820–1895, SG) nahm die Wahl am 22. Februar 1881 nicht an
- ↑ Ab 1959 galt die Zauberformel zur Parteizusammensetzung: FDP 2, CVP 2, SP 2, SVP 1
- ↑ Francis Matthey (1941-, NE) nahm die Wahl am 3. März 1993 nicht an
- ↑ Neue Parteienzusammensetzung: FDP 2, SP 2, SVP (seit Sommer 2008 BDP) 2, CVP 1
- ↑ a b c Nach den Bundesratswahlen 2007, bei welchen Christoph Blocher nicht wiedergewählt wurde, stattdessen aber Eveline Widmer-Schlumpf gewählt wurde, schloss die SVP Eveline Widmer-Schlumpf mitsamt ihrer Kantonalsektion, der SVP Graubünden (inzwischen BDP Graubünden), aus der SVP Schweiz aus. Daraufhin kam es zur Spaltung der SVP, im Kanton Bern wurde die BDP Bern gegründet, der sich die SVP-Sektion Rüti anschloss, in welcher wiederum Samuel Schmid Mitglied ist. Er bekräftigte, neu Mitglied der BDP sein zu wollen. Diese Kantonalparteien stellen Sektionen der BDP Schweiz dar. Als Stichtag des Parteiübertritts gilt bei Eveline Widmer-Schlumpf der 16. Juni 2008, als die SVP Graubünden den Ausschluss akzeptierte und sich in BPS Graubünden umbenannte (da das Kürzel schon belegt war, erfolgte kurz darauf die Umbenennung in BDP); bei Samuel Schmid ist der Stichtag der 5. Juli 2008, als seine SVP-Ortssektion, die SVP Rüti, der BDP Bern beitrat.
