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Liste der Stadttore in Freiburg im Breisgau

Die mittelalterliche Altstadt der Stadt Freiburg im Breisgau konnte durch fünf Stadttore in der Stadtmauer betreten werden (die fünf ersten der folgenden Liste im Uhrzeigersinn von Norden her). Zwei dieser Tore sind noch erhalten. Ergänzt wurden sie von Toren zu den Vorstädten. Außerdem ist noch ein Tor als Rest der Vaubanschen Befestigungen erhalten geblieben.

Name Errichtung Lage Nutzung Verbleib
Christoffelstor, auch Michaels- oder Diebestor[1] 13. Jahrh. nördliches Ende der Kaiser-Joseph-Straße, Eingang zur Vorstadt Neuburg, auf Höhe der heutigen Stadtbahnhaltestelle Siegesdenkmal

47,997655° N, 7,852648° O47.9976557.852648

Gefängnis und Hauptfolterstätte. Die Folterungen fanden in dem angebauten Marterhäuschen statt, welches 1603 dem Höhepunkt der Hexenverfolgung erweitert wurde.[2] 1704 abgerissen[2]
Schwabentor, auch Obertor[3] ca. 1250 Oberlinden

47,99295° N, 7,854184° O47.992957.854184

Straße in Richtung Höllental. Seit 1969 befindet sich die Zinnfigurenklause, das Museum für Freiheitsgeschichte in Dioramen mit Zinnfiguren - im Gebäude um 1900 aufgestockt, 1954 teilweiser Rückbau der Aufstockung, noch heute erhalten
Martinstor, auch Norsinger Tor[3] ca. 1200 Kaiser-Joseph-Straße, beim Bertoldsbrunnen

47,9937° N, 7,8489° O47.9936847.848868

Straße in Richtung Basel, zeitweise als Gefängnis (Hexen) benutzt. Früher befand sich im angrenzenden Gebäude ein Restaurant, heute eine Filiale der Kette Mc Donald's 1901 aufgestockt, noch heute erhalten
Lehener Tor 13. Jahrh. Kreuzung der Bertholdstraße mit dem heutigen Rotteckring[4]

47,99535° N, 7,846148° O47.995357.846148

1713 durch Pulverexplosion zerstört[5]
Predigertor 13. Jahrh.[3] beim gleichnamigen Bürokomplex an der Ecke Rotteckring/Unterlinden

47,997514° N, 7,848331° O47.9975147.848331

Turm des Dominikanerklosters 1866 für Stadterweiterung abgerissen
Schneckentor, auch Katzenturm 1314[6] am Holzmarkt, südlicher Zugang zur Schneckenvorstadt
47,992333° N, 7,848667° O47.99233333337.84866666667
BW
1842 abgebrochen
Mönchstor später auch Zähringerthor[7] Neuburg-Vorstadt[8]

48,002156° N, 7,854377° O48.0021567.854377[9]

Schultor, auch Kretzetor[10]
Peterstor[11] 1677 beim Festungsbau niedergelegt[11]
Butzentörlein[11] 1677 beim Festungsbau niedergelegt[11]
Gerbertor am Reuerinnenwinkel[11] 1677 beim Festungsbau niedergelegt[11]
Ledergerbertor oder Klötzlinstor[9]
Breisacher Tor um 1677

Ecke Rempart-/Gartenstraße
47,993311° N, 7,848583° O47.9933117.848583

Letztes erhaltenes Bauwerk der Vaubanschen Befestigungen; bis 2007 von Stadtverwaltung für Dienststellen genutzt, 2007 umfangreich saniert, Heute im Erdgeschoss Gastronomie, restliche Etagen durch die Universität genutzt[12] Ostflügel Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen, im Zweiten Weltkrieg massiv beschädigt, 1950 wiederhergestellt, Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung nach § 12 Denkmalschutzgesetz[12]

Einzelnachweise

Der Plan von Gregorius Sickinger aus dem Jahr 1589 zeigt die inneren und äußeren Stadttore Freiburgs
  1. NZ. Freiburger Höllebrut e.V.: ueber-uns, Zugriff am 14. Mai 2011
  2. a b historix-tours.de: Hexenverfolgung, Zugriff am 14. Mai 2011
  3. a b c Heiko Haumann, Hans Schadeck (Hrsg.): Geschichte der Stadt Freiburg im Breisgau, Bd. 1, S. 117
  4. Peter Kalchthaler: Freiburg Mitte: Eine Straße, die in die Breite ging, Badische Zeitung vom 14 März 2011, Zugriff am 16. Mai 2011
  5. Sybille Bock: Friburgum-Freiburg: Ansichten einer Stadt, Waldkircher Verlag, 1995, S. 33
  6. erstmals erwähnt; siehe Informationstafel mit Abbildung an der Nordwestecke des Amtsgerichts
  7. Geschichte der Stadt und Universität Freiburg im Breisgau, Heinrich Schreiber, I. Teil Freiburg 1868, Seite 24
  8. Bernhard Peter: Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1318 Freiburg (Breisgau), Zugriff am 16. Mai 2011
  9. a b Rote Frauen- / Männerbadestube
  10. Manfred Höfert: Die Grafen von Freiburg, Zugriff am 30. Mai 2011
  11. a b c d e f Korth
  12. a b badische-seiten.de: Breisacher Tor, Zugriff am 14. Mai 2011

Literatur

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