Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Liste der im Zuge des Röhm-Putsches getöteten Personen

Der folgende Artikel bietet einen listenartigen Überblick über die im Zuge der als Röhm-Putsch bekannt gewordenen politischen Säuberungswelle der Nationalsozialisten vom 30. Juni bis 2. Juli 1934 ermordeten Personen, soweit sie namentlich bekannt sind.

Inhaltsverzeichnis

Anzahl der Ermordeten

Die exakte Anzahl der im Zuge der Röhm-Affäre Ermordeten, der genaue Ablauf der Entscheidungsprozesse und Vorbereitungsmaßnahmen im Vorfeld der Aktion, der Ablauf vieler Verhaftungen und Exekutionen, die Personalien eines großen Teils der ausführenden Täter und viele weitere Einzelheiten sind bis heute nicht geklärt. Grund hierfür war, dass die NS-Regierung unmittelbar nach Ablauf damit begann die Spuren der Aktion systematisch zu verwischen: Den die Erschießungen ausführenden Angehörigen der SS wurde ein ehrenwörtlicher Eid auferlegt, mit niemandem über die Aktion zu sprechen. Einige Quellen sprechen auch von der Androhung, dass jeder der unerlaubt seine Kenntnisse an Dritte weitergeben würde, selbst erschossen würde. Hermann Göring ordnete die Verbrennung aller mit der Röhm-Affäre in Zusammenhang stehenden Akten an, nachdem Hitler am 1. Juli den Stopp der Mordaktion angeordnet hatte.

Den Justizstellen wurden Ermittlungen über die vom 30. Juni bis 2. Juli durchgeführten Mordtaten nur in Ausnahmefällen, so im Fall Kuno Kamphausen gestattet. Grundlage für die Entscheidung, welche Mordtaten untersucht werden durften und welche nicht, war eine Anfang Juli 1934 von dem Kriminalkommissar Franz Josef Huber im Geheimen Staatspolizeiamt aufgrund der aus dem ganzen Reich einlaufenden Meldungen der untergeordneten Gestapo- und SD-Dienststellen zusammengestellte amtliche Todesliste mit 77 Namen. Nachdem Hitler diese Liste von Heinrich Himmler vorgelegt bekommen und sie gebilligt hatte, war die Ermordung aller auf ihr verzeichneten Personen der Justiz entzogen, die somit nur die Ermordung solcher Menschen untersuchten durfte, die nicht auf der 77er-Liste standen. Es ist davon auszugehen, dass die 77 Personen, die Hitler in seiner Reichstagsrede vom 13. Juli als die Gesamtzahl der Getöteten angab, mit den 77 Personen auf der von Huber erstellten Liste identisch sind.

Während des Reichsparteitags von 1934 konnte Himmler Hitler überzeugen sechs weitere getötete Personen auf die Liste der amtlich gebilligten Morde zu setzen, die somit auf 83 Personen anwuchs.

In der deutschen Presse durften aufgrund der Vorgaben des Propagandaministeriums nur wenige Opfer namentlich bekannt werden: Dies waren die sechs im Gefängnis Stadelheim erschossenen SA-Führer, des Weiteren Ernst Röhm, der Gruppenführer Karl Ernst sowie der General Kurt von Schleicher und seine Frau. Durch die Veröffentlichung des Wortlauts von Hitlers Reichstagsrede vom 13. Juli wurde außerdem der Standartenführer Julius Uhl als getötet bekannt.

Die ausländische Presse, die sich in den folgenden Monaten bemühte die tatsächliche Zahl der getöteten Personen zu eruieren, war aufgrund der Entfernung zu den Tatorten und der Schwierigkeit, aussagewillige Zeugen aus Deutschland zu finden, nur in der Lage sehr vage Angaben zu liefern. Die internationalen Presseberichte aus den Wochen unmittelbar nach den Erschießungen präsentierten überaus hohe Opferzahlen, die von der späteren Forschung weitgehend verworfen wurden. Außerdem identifizierten sie zahlreiche Personen als getötet, deren Überleben später festgestellt werden konnte, so zum Beispiel Wolf-Heinrich von Helldorf, den Grafen Guttenberg und Walther Schotte. So bezifferte etwa der Manchester Guardian vom 26. Oktober 1934 die Zahl der getöteten Personen auf „etwa 1000“, während das Neue Wiener Journal sie mit „1184“ veranschlagte. Die Autoren des im Herbst 1934 in Paris veröffentlichte Weissbuch über die Erschießungen vom 30. Juni 1934 behaupteten Gewissheit zu besitzen, dass mehr als 1000 Personen während der Röhm-Affäre umgebracht worden seien, von denen sie allerdings nur 113 namentlich aufführen[1], von denen ebenfalls einige später als definitiv nicht ermordet festgestellt werden konnten. Der Historiker Wolfgang Sauer nannte die im Ausland veröffentlichten hohen Opferzahlen in den 1950er Jahren Phantasterei. Unklar ist, inwieweit die verschiedenen überhöhten Opferzahlen, die im Ausland lanciert wurden, ehrliche Missverständnisse und Irrtümer waren oder ob es sich in einigen Fällen nicht um bewusste Falschangaben handelte, die aus politischen Gründen von NS-Gegnern zu Propagandazwecken mit dem Ziel in die Welt gesetzt wurden, die ohnehin bedenklichen Zustände im Deutschen Reich in der Wahrnehmung des Auslandes weiter zu dramatisieren, um so das Ausland in seiner Abscheu und Gegnerschaft zum NS-Regime zu bestärken.

Die Angaben zur Zahl der Getöteten in der wissenschaftlichen Forschung ist seit den 1950er Jahren sukzessive nach unten korrigiert worden: Hermann Mau schätzte die Zahl Anfang der 1950er Jahre noch auf 150 bis 230 Tote. Wolfgang Sauer ging dann 1960 „nur“ noch von eine Zahl von 150 bis 200 getöteter Personen aus.[2] Karl Martin Grass meinte 1968 dass, wie „eine genaue Analyse aller Fälle zeigt, lag die Zahl der Ermrodeten bei 85.“[3] Charles Bloch ging 1970 wie Sauer von 150 bis 200 Personen während der Röhm-Affäre ermordeten Menschen aus.[4] Peter Longerich taxierte die Zahl der Opfer in seinem 1989 entstanden Buch über die SA auf 191 ermordete Personen.[5] Otto Gritschneder konnte 1993 in seinem Buch Der Führer hat sie zum Tode verurteilt nach Überarbeitung der amtlichen Liste 90 ermordete Personen namentlich benennen.[6] Rainer Orth identifizierte 2012 neunundachzig definitiv getötete Personen sowie zwei weitere potentielle Opfer (Heimsoth und Krause), deren Tötung im Rahmen der Röhm-Affäre nicht erwiesen sei. Von Gritschneders Liste strich er eine Person (Theodor Schmidt) als definitiv nicht getötet sowie zwei weitere als nicht entscheidbar, fügte aber zugleich zwei weitere Opfer (Mosert und Oppenheim) hinzu, die auf Gritschneders Liste noch gefehlt hatten. Unter Verweis auf die Akten des Finanzministeriums zur Hinterbliebenenversorgung der Angehörigen der Opfer, in denen keine weiteren Getöteten auftauchen, geht er von einer die Zahl der 89 identifizierten getöteten Personen nur marginal übersteigenden Dunkelziffer aus.[7]

In den meisten jüngeren Arbeiten, die das Thema am Rand und nicht als zentralen Betrachtungsgegenstand behandeln, so in Ian Kershaws Hitler-Biographie, wird die Zahl der Getöteten auf 85 bis 90 veranschlagt.

Grundlage der Liste

Grundlage der Liste ist eine Aufstellung der im Rahmen der Säuberungsaktion ums Leben gekommen Personen, die die Gestapo Anfang Juli 1934 auf Anweisung Adolf Hitlers zusammenstellte - hier offizielle Liste genannt -, der sie als Grundlage für seine Reichstagsrede vom 13. Juli 1934 anforderte, in der er die Tötungen rechtfertigte. Diese und weitere Listen blieb während des Dritten Reiches geheim. Eine Replik findet sich unter anderem im Anhang von Heinrich Benneckes Buch Reichswehr und SA (1961) und im Anhang von Heinz Höhnes Buch Mordsache Röhm (1984). Die Liste umfasste ursprünglich siebenundsiebzig getötete Personen - dieselbe Zahl, die Hitler auch in seiner Reichstagsrede nannte - später wurden ihr nachträglich noch sechs weitere Namen hinzugefügt. Hitler hatte in seiner Reichstagsrede bezüglich der Anzahl der Getöteten also eine Lüge verbreitet.

In seiner Reichstagsrede nannte Hitler nur elf getötete Personen namentlich: Ferdinand von Bredow, Georg von Detten, Karl Ernst, Hans Hayn, Edmund Heines, Hans Peter von Heydebreck, Ernst Röhm, Kurt von Schleicher, Hans Walter Schmidt, Gregor Strasser und Julius Uhl. Die übrigen sechsundsechzig Personen erwähnte er nur in einer anonymisierten Einteilung der Getöteten in Sachgruppen, zu der auch die schon erwähnten elf zählten:

„Die Sühne für diese Verbrechen war eine schwere und harte: 19 höhere SA-Führer, 31 SA-Führer und SA-Angehörige wurden erschossen, ebenso drei SS-Führer als Mitbeteiligte am Komplott. 13 SA-Führer und Zivilpersonen, die bei der Verhaftung Widerstand versuchten, mussten dabei ihre Leben lassen. Drei weitere endeten durch Selbstmord. Fünf nicht SA-Angehörige aber Parteigenossen wurden wegen Beteiligung erschossen. Endlich wurden noch erschossen drei SS-Angehörige, die sich eine schändliche Misshandlung gegenüber Schutzhäftlingen zu schulden kommen ließen.“[8]

Einige weitere getötete Personen konnten später von der historischen Forschung identifiziert werden.

Klassifizierungsansätze in der Forschung

In der Forschung werden die Opfer der Säuberungs-Aktion immer wieder in verschiedene Opfer-Gruppen eingeteilt. Häufig gewählte Gruppen sind dabei:

  • I. Die höheren SA-Führer und ihr persönliches Umfeld (z. B. Karl Ernst und Ernst Röhm und ihre Adjutanten, Stabsführer und Chauffeure)
  • II. Konservative Gegner der NS-Regierung (z. B. Herbert von Bose und Edgar Jung)
  • III. Personen aus dem Bereich des politischen Katholizismus (z. B. Erich Klausener und Adalbert Probst)
  • IV. Frühere politische Gegner oder Konkurrenten höherer NS-Führer (z. B. Gustav von Kahr und Kurt von Schleicher)
  • V. Frühere, aktuelle oder potentielle zukünftige persönliche Konkurrenten von NS-Führern aus den eigenen Reihen, die nicht der SA angehörten, sowie ihr persönliches Umfeld (z. B. Gregor Strasser und sein Anwalt Alexander Glaser)
  • VI. Sonstwie unliebsame Personen,
    • Personen, die zu viel wussten und als unbequeme Geheimnisträger verschwinden sollten (z. B. Karl Ernst, Eugen von Kessel oder Ernestine Zoref)
    • Private Gegner höherer NS-Führer auf nicht-politischem Gebiet (z. B. Bernhard Stempfle)
    • Untergeordnete NS-Funktionäre, die bei höheren Stellen negativ aufgefallen waren (z. B. der SS-Mann Joachim Hoffmann, der Kriminalbeamte Karl Belding oder der Spitzel Othmar Toifl)
    • Ideologische Gegner der unteren Ebene (z. B. kommunistische oder sozialdemokratische KZ-Häftlinge wie Adam Hereth oder Fritz Häbich)
    • Juden (z. B. Erich Lindemann in Glogischdorf oder die vier Hirschberger Juden)
  • VII. Opfer von Privatfehden des die Morde ausführenden Personals, die ohne Genehmigung von oben aus Anlass der Gelegenheit mitbeseitigt wurden (z. B. Kuno Kamphausen)
  • VIII. Personen, die Verwechslungen, Unfällen oder Willküraktionen zum Opfer fielen (z. B. Wilhelm Eduard Schmid)

Es ist nicht in allen Fällen eindeutig geklärt, welcher Gruppe eine bestimmte Person zuzuordnen ist. Einige Personen lassen sich auch mehreren Gruppen zuordnen.

Julis Adler
Fritz Beck
Herbert von Bose

Liste der im Zuge des Röhm-Putsches getöteten Personen

  • Julius Adler (Rechtsanwalt), jüdischer Rechtsanwalt aus Würzburg, im KZ-Dachau erschossen
  • Otto Ballerstedt, Ingenieur, ehemaliger politischer Rivale der NSDAP in den frühen 1920er Jahren, in oder bei Dachau erschossen (offizielle Totenliste)
  • Fritz Beck, Leiter des katholischen Studentenhilfswerks in München (offizielle Totenliste)
Ferdinand von Bredow
  • Karl Belding, Gestapo-Mann und SA-Standartenführer, in Breslau erschossen; wahrscheinlich weil er für das angeblich Schorfheiden-Attentat auf Himmler vom 19. Juni verantwortlich gemacht wurde[9] (offizielle Totenliste)
  • Veit Ulrich von Beulwitz, Pressereferent der SA-Führung, verhaftet und am 1. Juli in der Kadettenanstalt Lichterfelde erschossen (offizielle Totenliste)
  • Alois Bittmann, SA-Scharführer, gelernter Schneider, in Leobschütz erschossen[10] (offizielle Totenliste)
  • Franz Bläsner, SA-Truppführer (offizielle Totenliste)
  • Herbert von Bose, Oberregierungsrat, Referent bei Franz von Papen (offizielle Totenliste)
  • Ferdinand von Bredow, Generalmajor, ehemaliger Stellvertretender Reichswehrminister, rechte Hand Kurt von Schleichers (offizielle Totenliste)
Georg von Detten
  • Kurt Charig (* 23. April 1884 in Hirschberg)[11], jüdischer Kaufmann aus Hirschberg, am 1. Juli mit Walther Förster und dem Ehepaar Zweig außerhalb von Hirschberg erschossen[12] (offizielle Totenliste)
  • Georg von Detten, SA-Gruppenführer, Mitglied des Reichstages, Abteilungschef der Obersten SA-Führung (OSAF) (offizielle Totenliste)
  • Herbert Enders, Leiter der SA-Motorsportschule Kroischwitz, wurde am Neumühlwerk erschossen, die Leiche wurde dann nach Schweidnitz zurückgebracht und vor der Stadt auf die Straße geworfen, um einen Unfall oder ein Verbrechen vorzutäuschen[13] (offizielle Totenliste)
Karl Ernst
Fritz Gerlich
Daniel Gerth
Alexander Glaser
  • Kurt Engelhardt, SA-Mann, Mitglied des Stabes von Edmund Heines, in der Nacht zum 1. Juli von einem SS-Kommando bei Breslau erschossen (offizielle Totenliste)
  • Ludwig Werner Engels, SA-Führer, stellvertretender Polizeipräsident von Breslau, in einen Wald getrieben und dort mit Schrotladungen erschossen[9] (offizielle Totenliste)
  • Karl Ernst, SA-Gruppenführer, Mitglied des Reichstages (offizielle Totenliste)
Walter Häbich
Hans Hayn
  • Erich Gans[15], Prokurist und Lagerist aus Nürnberg, Mitglied der KPD und der Roten Hilfe, 1933 in Schutzhaft genommen, nach 1,5 Jahren Haft am 1. Juli 1934 anlässlich der Aktion gegen die SA in Dachau „miterschossen“[16]
  • Fritz Gerlich, Publizist, katholischer Widerstand (offizielle Totenliste)
Edmund Heines
  • Daniel Gerth, SA-Obersturmbannführer, Adjutant von Karl Ernst (offizielle Totenliste)
  • Alexander Glaser, Rechtsanwalt, ehemaliger Mitarbeiter Gregor Strassers, ehemaliger bayerischer Landtagsabgeordneter, außerdem an Prozessen gegen Max Amann und den SD beteiligt (offizielle Totenliste)
  • Walter Häbich, Kommunist, Redakteur der Neuen Zeitung, am 1. Juli erschossen[17]
  • Hans Hayn, Mitglied des Reichstages, SA-Gruppenführer von Sachsen (offizielle Totenliste)
  • Edmund Heines, SA-Obergruppenführer, Reichstagsmitglied (offizielle Totenliste)
  • Oskar Heines, SA-Obersturmbannführer, Bruder von Edmund Heines (offizielle Totenliste)
Adam Hereth
  • Adam Hereth, ehemaliges SPD-Mitglied, Zementierer, als Schutzhäftling in Dachau am 1. Juli 1934 erschossen
Hans Adam von Heydebreck
Edgar Julius Jung
  • Edgar Julius Jung, Rechtsanwalt und Schriftsteller, Verfasser der „Marburger Rede“ Papens (offizielle Totenliste)
Gustav Ritter von Kahr
Kuno Kamphausen
  • Kuno Kamphausen, Architekt und Stadtbaurat
  • Eugen von Kessel, ehemaliger Polizeihauptmann, Leiter eines privaten Nachrichtendienstes (offizielle Totenliste)
Erich Klausener
  • Erich Klausener, Ministerialdirektor im Reichsverkehrsministerium, Leiter der Katholischen Aktion (offizielle Totenliste)
  • Willi Klemm, SA-Brigadeführer, am 1. Juli in der Kadettenanstalt Lichterfelde erschossen (offizielle Totenliste)
  • Koch, SA-Oberführer, in Breslau erschossen[12]
Hans-Karl Koch
  • Hans Karl Koch, Reichstagsabgeordneter, SA-Gruppenführer von Koblenz, SA-Brigadeführer in der Gruppe Westmark, am 30. Juni festgenommen, nach Berlin gebracht und dort erschossen[18][12] (offizielle Totenliste)
  • Heinrich Johann König, SA-Oberscharführer, Fahrer von Ernst Röhm, am 2. Juli 1934 erschossen[19] (offizielle Totenliste)
  • Kopp, Brigadeführer in Schlesien [12]
  • Ewald Köppel (* 5. Februar 1905)[20], Bergmann aus Landeshut, Kommunist, am 1. Juli im Gefängnis Landeshut erschossen[12] (offizielle Totenliste; Nachtrag)
  • Krause, SA-Standartenführer, am 1. Juli in Berlin-Lichterfelde erschossen[12]
Fritz von Kraußer
  • Fritz von Kraußer, SA-Obergruppenführer, Mitglied des Reichstages, Leiter des Führungsamtes der OSAF (offizielle Totenliste)
  • Karl Lämmermann, HJ-Führer in Plauen (offizielle Totenliste)
  • Gotthard Langer, SA-Obertruppführer, am 1. Juli 1934 von der SS in Leobschütz erschossen.[21] (offizielle Totenliste)
Friedrich Karl Lämmermann
  • Erich Lindemann, Lungenarzt und Leiter eines Privatsanatoriums in Glogau, Leiter des Jüdischen Frontkämpferbundes in Glogau, am 1. Juli auf einer Waldlichtung nahe seines Sanatoriums von der SS erschossen (offizielle Totenliste)
  • Karl Lipinski, SA-Hauptsturmführer, Führer der Reiterstandarte in Militsch, in der Nacht zum 1. Juli bei Breslau erschossen (offizielle Totenliste)
  • Ernst Ewald Martin, Leiter des Nachrichtendienstes der Gauleitung Sachsen, in Dresden erschossen[12] (offizielle Totenliste)
Hermann Mattheiß
  • Hermann Mattheiß, SA-Standartenführer und SS-Oberscharführer, ehemaliger Chef der Politischen Polizei in Württemberg (Württembergische Staatspolizei) (offizielle Totenliste)
  • Walter von Mohrenschildt, SA-Sturmbannführer, Adjutant von Karl Ernst (offizielle Totenliste)
  • Kurt Mosert (* 20. oder 25. März 1907), SA-Obersturmbannführer in Torgau, am 2. Juli im KZ Lichtenburg erschossen[22]
  • Edmund Paul Neumayer (* 8. August 1908 in München), SA-Rottenführer, gelernter Friseur, am 1. Juli in Dachau erschossen[23] (offizielle Totenliste)
  • Reinhard Nixdorf, SA-Führer (Oberst Feldjägerei), in Breslau wegen vermeintlicher Beteiligung an einem angeblichen Attentat auf Himmler erschossen[24] (offizielle Totenliste)
Adalbert Probst
  • Moritz Oppenheimer (* 12. April 1878 in Langsdorf), jüdischer Kaufmann aus Langsdorf. Er wurde in der Nacht des 30. Junis in seinem Haus von SS-Leuten überfallen und erlitt einen Bauchschuss, an dem er am 2. Juli 1934 starb[25]
  • Lamberdus Ostendorp, SA-Obersturmführer, am 1. Juli in Dresden erschossen (offizielle Totenliste)
  • Otto Pietrzok, SA-Sturmführer, am 1. Juli in Dresden erschossen (offizielle Totenliste)
  • Fritz Pleines SS-Mann, KZ-Kommandant in Stettin, erschossen [9] (offizielle Totenliste)
  • Adalbert Probst, Reichsführer des DJK-Sportverbands (Deutsche Jugendkraft) (offizielle Totenliste)
Hans Ramshorn
  • Hans Ramshorn, Mitglied des Reichstages, SA-Brigadeführer in Oberschlesien und Polizeipräsident von Gleiwitz (offizielle Totenliste)
Ernst Röhm
  • Robert Reh (* 28. November 1904)[20], Heizer aus Landeshut, angeblicher Kommunist, am Nachmittag des 1. Juli 1934 auf Befehl des SS-Brigadeführers von Görlitz aus seiner Wohnung geholt und unter dem Vorwand, er habe ein verstecktes kommunistisches Waffenlager verheimlichen wollen, von SS-Leuten mit Pistolen im Stadtwald von Landeshut erschossen[26]
  • Ernst Röhm, Hauptmann a.D., Stabschef der SA (offizielle Totenliste)
Wilhelm Sander
  • Paul Röhrbein, preußischer Hauptmann a.D., Kampfbundführer, ehemaliger Vertrauter Ernst Röhms (offizielle Totenliste)
Kurt von Schleicher
  • Wilhelm Sander (SA-Mitglied), SA-Oberführer, Stabsführer der SA-Gruppe Berlin und einer der engsten Mitarbeiter von Karl Ernst (offizielle Totenliste)
  • Martin Schätzl, Kunstmaler, Sekretär von Ernst Röhm, am 2. Juli im KZ Dachau erschossen (offizielle Totenliste)[27]
  • Erich Schiewek (* 10. August 1913 in Breslau)[28] SA-Obertruppführer, am Abend des 1. Juli 1934 im KZ Dachau erschossen[29] (offizielle Totenliste)
  • Elisabeth von Schleicher, Ehefrau von Kurt von Schleicher (offizielle Totenliste)
  • Kurt von Schleicher, General der Infanterie, ehemaliger Reichskanzler (offizielle Totenliste)
  • Wilhelm Schmid, Mitglied des Reichstages, SA-Gruppenführer Hochland, Pressechef im Bayerischen Innenministerium (offizielle Totenliste)
Wilhelm Schmid
Wilhelm Eduard Schmid
August Schneidhuber
  • August Schneidhuber, SA-Obergruppenführer, Mitglied des Reichstages, Münchner Polizeipräsident (offizielle Totenliste)
Konrad Schragmüller
  • Johann Konrad Schragmüller, Mitglied des Reichstages, Polizeipräsident von Magdeburg (offizielle Totenliste)
  • Dr. Joachim Schroedter, SA-Oberführer, am 1. Juli in Dresden erschossen (offizielle Totenliste)
  • Max Schuldt, SA-Standartenführer, in Dresden erschossen (offizielle Totenliste)
  • Walter Schulz, Stabschef der SA-Gruppe Pommern, am 1. Juli erschossen[30] (offizielle Totenliste)
  • Max Schulze, SA-Oberführer beim Stab Magdeburg, am 2. Juli im KZ Lichtenburg erschossen (offizielle Totenliste)

Hans Schweighart

  • Hans Schweighart (* 12 oder 17. Juli 1894[31] in Allach bei München), SA-Standartenführer, am 30. Juni erschossen[32]
Emil Sembach
  • Emil Sembach, ehemaliger SS-Oberführer, Mitglied des Reichstages (offizielle Totenliste)
Hans Erwin von Spreti-Weilbach
Bernhard Stempfle
Gregor Strasser
  • Gregor Strasser, ehemaliger Reichsorganisationsleiter der NSDAP, ehemaliger Reichstagsabgeordneter, Vater der Patenkinder Hitlers. (offizielle Totenliste)
  • Otto Stucken, SA-Oberführer und Stabschef von Edmund Heines, am 1. Juli 1934 bei Breslau erschossen (offizielle Totenliste)
  • Othmar Toifl, Gestapo-Mann und SS-Truppenführer, Betreiber eines Kurt Daluege nahestehenden Nachrichtenbüros; ehemaliger Kommandant des KZ Columbia. In der Nacht vom 30. Juni zum 1. Juli wahrscheinlich im Auftrag Heydrichs, über den er kompromittierendes Material gesammelt haben soll, erschossen.[33] (offizielle Totenliste)
Julius Uhl
  • Julius Uhl, SA-Standartenführer, Führer der Stabswache Röhms (offizielle Totenliste)
  • Erwin Villain, SA-Standartenführer und Standartenarzt (offizielle Totenliste)
  • Max Vogel,SA-Obersturmführer, Chauffeur und angeblicher Cousin Röhms, am 1. Juli im KZ Dachau erschossen[34] (offizielle Totenliste)
  • Gerd Voss, Rechtsanwalt, Mitarbeiter Karl Ernsts (offizielle Totenliste)
  • Eberhard Carl Freiherr von Wechmar, SA-Brigadeführer, erschossen[35] (offizielle Totenliste)
  • Karl Zehnter, Gastwirt, Wirt des Münchener Lokals Nürnberger Bratwurstglöckl, persönlicher Freund von Röhm und Heines (offizielle Totenliste)
  • Ernestine Zoref, Hausdame, Freundin des von Heydrich der Spionage verdächtigten emigrierten Schriftstellers Paul von Hahn (offizielle Totenliste)
  • Alexander Zweig, jüdischer Arzt und medizinischer Schriftsteller, am 1. Juli bei Hirschberg erschossen (offizielle Totenliste; Nachtrag)
  • Jeannette Zweig (* 1877/1878), Ehefrau von Alexander Zweig (offizielle Totenliste; Nachtrag)

Alternative Todeslisten

Kurz nach den Ereignissen des Röhm-Putsches wurden in der außerdeutschen Presse sowie in Publikationen von emigrierten politischen Gegner der Nationalsozialisten verschiedene weitere Todeslisten veröffentlicht. Außer dem engeren Erkenntniszweck der Feststellung der genauen Zahl und Identität der im Zuge der Säuberungsaktion der NS-Regierung im Juni und Juli 1934 ermordeten Personen, lag diesen Veröffentlichungen zumeist auch eine aufklärerisch-warnende Zielsetzung zu Grunde: So sollte die internationale Öffentlichkeit zum einen über das tatsächliche Ausmaß der während der Röhm-Affäre der NS-Machthaber begangenen Gräuel und zum zweiten über die, durch diese Gräuel, unter Beweis gestellte Brutalität und Mordbereitschaft dieser Machthaber informiert werden. Mehr oder weniger explizit war damit der Hinweis verbunden, dass Menschen, die im eigenen Land derartige Taten verüben lassen bei sich bietender Gelegenheit - wenn sie einmal die Machtmittel hierzu hätten - dies auch im Auslande tun würden, und dass man daher gut daran täte, sich über den „wahren Charakter“ des deutschen Regimes keinen Illusionen hinzugeben. Hieran anknüpfend wurde häufig gefordert sich für den Fall einer Auseinandersetzung mit der im Deutschen Reich regierenden „Mörderbande“ zu wappenen bzw. dieser rechtzeitig mit Gewalt das Handwerk zu legen.

Bedingt durch die ideologische Gegnerschaft, die den meisten veröffentlichten Totenlisten zu Grunde lag, waren diese häufig stark propagandistisch gefärbt, was sich insbesondere in der Angabe von - absichtlich oder unabsichtlich - stark überhöhten Opferzahlen niederschlug, die zum Teil bis in die Tausende gingen, was gut einer Verzehnfachung der heute angenommenen Opferzahlen entspricht. Dementsprechend konnte zahlreiche der von der außerdeutschen Publizistik in den ersten Jahren nach dem Röhm-Putsch als während diesem ermordet gemeldeten Personen von der zeitgenössischen Presse und der späteren Forschung als zu Unrecht als getötet gemeldet nachgewiesen werden.

„Otto-Strasser-Liste“

Otto Strasser, der Führer der Schwarzen Front und Bruder des am 30. Juni im Keller des Geheimen Staatspolizeiamtes ermordeten Gregor Strasser veröffentlichte 1934/1935 in seinem Buch Die Deutsche Bartholomäusnacht eine ausführliche Totenliste.

Weissbuch-Liste

Das 1934 in Paris von exil-kommunistischen Kreisen um Willi Münzenberg veröffentliche Weissbuch über die Erschießungen vom 30. Juni 1934 trat im Herbst 1934 mit der Behauptung an die Öffentlichkeit, dass es sichere Erkenntnisse hätte, dass mehr als 1000 Personen während der Röhm-Affäre umgebracht worden seien, von denen es allerdings nur 113 namentlich zu nennen wusste. Auch hier ist unklar inwieweit die fälschlich als ermordet angegebenen Personen aufgrund von Irrtümern (also der subjektiv ehrlichen Annahme der Weissbuch-Redaktion infolge von Meldungen aus Deutschland, diese seien getötet worden) auf die Totenliste gerieten oder ob es sich um bewusste Verfälschungen (also Angabe von Menschen als getötet von denen die Redaktion wusste, dass sie in Wirklichkeit überlebt hatten) handelte, die zwecks Erhöhung des Schockeffktes der Liste vorgenommen wurden.

  • Bechthold, SA-Führer (S. 87) = ?
  • Fritz Beck, führendes Mitglied der Katholischen Aktion (S. 84) Fritz Beck
  • Bergmann, „SA-Führer, Adjutant im Stabe des obersten Stabschefs Ernst Röhm“ (S. 75, 87) = Robert Bergmann
  • von Beulwitz, SA-Standartenführer, Adjutant des Gruppenführers Ernst, Pressechef der Berliner SA (S. 74) = Veit Ulrich von Beulwitz
  • von Bose, „Oberregierungsrat und erster Sekretär des Vizekanzlers Papen“ (S. 81) = Herbert von Bose
  • von Bredow, „Generalmajor, Chef des Minsiteramts im Reichswehrministerium unter Schleicher und dessen engster Mitarbeiter und Vertrauensmann“ (S. 79) = Ferdinand von Bredow
  • Camphausen, „Regierungsbaumeister in Waldenburg“ (S. 84) = Kuno Kamphausen
  • Dr. Charig (S. 86) =
  • Georg von Detten (S. 87) = Georg von Detten
  • Graf Du Moulin-Eckardt (S. 87) = Karl Leon Du Moulin-Eckart (tatsächlich nicht getötet)
  • Ender, SA-Stturmbannführer in Schweidnitz (S. 75) =
  • Engel, SA-Führer der Gruppe Ernst (S. 75)
  • Engel, „SA-Führer im Stabe des Obergruppenführers Heines, stellvertretender Polizeipräsident von Breslau“ (S. 75) = Ludwig Werner Engels
  • Karl Ernst, SA-Gruppenführer Berlin-Brandenburg (S. 92) = Karl Ernst (Politiker)
  • von Falkenhausen, SA-Führer der Gruppe Ernst, Berlin = Hans-Joachim von Falkenhausen
  • von Fichte (S. 87) =
  • Fiedler, „SA-Oberführer in der Gruppe Berlin-Brandenburg“ (S. 92) = Richard Fiedler (tatsächlich nicht getötet)
  • Hauptmann Fischer (S. 87)
  • Fleck (S. 87) = ?
  • Dr. Foerster, Hirschberg (S. 86) = Walter Foerster
  • Frasenhauser, SA-Führer in Sachsen (S. 75)
  • Fritz Gerlich, „Chefredakteur der Münchener Neuesten Nachrichten, veröfffentlichte im Sommer 1932 Göring schwerbelastende Dokumente, die Göring der Annahme von Bestechungsgeldern aus Industriequellen während des Weltkriegs überführten“ = Fritz Gerlich
  • Gerth, „SA-Standartenführer, Adjutant des Gruppenführers Ernst, früherer Fliegeroffizier, Ritter des Ordens Pour le mérite“ (S. 75) = Daniel Gerth
  • Freiherr von und zu Guttenberg (S. 87)
  • Dr. Glaser, „Finanzberater beim Stabe Röhm, Mitwisser dunkler Geldgeschäfte der NSDAP; Verbindungsmann zwischen der Industrie und Hitler“ (S. 82) = Alexander Glaser
  • Walter Haebich, „Mitglied der illegalen Kommunistischen Partei Deutschlands“ (S. 86) = Walter Häbich
  • Hans Hayn, SA-Gruppenführer von Sachsen, Mitglied des Reichstags (S. 75) = Hans Hayn
  • Heck, Standartenführer, Gruppe Berlin = Carl Heck (tatsächlich nicht getötet, später SA-Brigadeführer in Pommern)
  • Dr. Karl Heimsoth, „Schriftsteller und Arzt, Empfänger der sogenannten Röhmbriefe und Besitzer der Briefe vieler Naziführer, aus denen ihre homosexuelle Verablagung hervorging“ (S. 82) = Karl-Günther Heimsoth
  • Edmund Heines, SA-Obergurppenführer Schlesien, Mitglied des Reichstag und des Preußischen Staatsrats, Polizeipräsident von Breslau, gerichtnotorischer Fememörder, verantwortlich für alle ungeheuerlichen Folterungen und Morde in Schlesien seit Hitlers Machtergreifung (S. 74) = Edmund Heines
  • Hess (S. 87) =
  • Hans Peter von Heydebreck, SA-Gruppenführer Pommern Mitglied des Reichstags, ehemaliger Hauptmann, Führer eines nach ihm benannten oberschlesischen Freikorps (S. 76) = Hans Peter von Heydebreck
  • Hinzen (S. 87) =
  • Hoffmann, SA-Oberführer, Stettin (S. 77)
  • Huber (S. 87) =
  • von Humboldt (S. 84) = wahrscheinlich Alexander von Humboldt (SA-Mitglied) (tatsächlich nicht getötet)
  • Dr. Jacobson, Glogau (S. 86)
  • Edgar Jung, „Mitarbeiter des Vizekanzlers von Papen, gilt als Verfasser der Marburge Rede“ (S. 81) = Edgar Jung
  • Jurk, SA-Standartenführer Löbau, früherer Adjutant des SA-Obergruppenfürhers von Killinger (S. 76)
  • Gustav von Kahr, bayrischer Ministerpräsident und Generalstaatskommissar in Bayern (S. 81) = Gustav von Kahr
  • Kaindl (S. 87)
  • Siegfried Kasche (S. 87) = Siegfried Kasche (tatsächlich nicht getötet)
  • Keppler (S. 87)
  • Eugen von Kessel, „Polizeihauptmann, Referent im Preußischen Innenministerium“ (S. 82) = Eugen von Kessel
  • Kirschbaum, SA-Führer der Gruppe Ernst, Berlin (S. 76) = Martin Kirschbaum (tatsächlich nicht getötet)
  • Erich Klausener, „Ministerialdirektor im Reichsverkehrsminsiterium, früher Chef der Polizeiabteilung im Preußischen Innenminsiterium, Führer der Katholischen Aktion in Deutschland“ (S. 83) = Erich Klausener
  • Koch, Sturmbannführer, Koblenz (S. 76) = Hans Karl Koch
  • Ewald Köppel, „Mitglied der illeglaen Kommunistischen Partei Deutschlands“ (S. 87) = Walter Köppel
  • Krause, Sturmbannführer des Pioniersturms der Brigade 30 (S. 76) = ?
  • Fritz Ritter von Krausser, SA-Obergruppenführer, ständiger Stellvertreter des Stabschefs Röhm, Mitglied des Reichstags und des Preußischen Staatsrats (S. 76)
  • Kunze, Sturmbannführer, Gruppe Berlin (S. 76)
  • Karl Lämmermann, „neunzehnjähriger Unterführer der Hitlerjugend in Plauen“ (S. 82) = Friedrich Karl Lämmermann
  • Dr. Lindemann, Glogau (S. 86) = Erich Lindemann
  • Hans Littmann (S. 87)
  • Lönnicker, Sturmbannführer (S. 76) = Karl Lönneker (tatsächlich nicht getötet)
  • Markus, Standartenführer, Gruppe Berlin (S. 76)
  • von Marlow (S. 87) = Otto Marloh (tatsächlich nicht getötet)
  • Martin, SA-Führer der Gruppe Sachsen (S. 76) = Ernst Ewald Martin
  • Dr. Matheus (S. 87) = Hermann Mattheiss
  • Mathis (S. 87)
  • May (S. 87)
  • Merker, Sturmbannführer, Gruppe Berlin (S. 76) = Herbert Merker (tatsächlich nicht getötet)
  • von Mohrenschild, SA-Führer in der Gruppe-Berlin Brandenburg (S. 92) = Walter von Mohrenschildt
  • Dr. Morsbach (S. 87) = Adolf Morsbach (tatsächlich nicht getötet)
  • Pfarrer Mühler, „Stadtpfarrer in München, Führer der Katholischen Aktion in Bayern“ (S. 84) = Emil Muhler (tatsächlich nicht getötet)
  • Erich Mühsam, Schriftsteller (S. 84) = Erich Mühsam (tatsächlich erst nach dem Abschluss der Röhm-Aktion umgebracht)
  • Oberwurzer (S. 87)
  • Salomon Oppenheim (S. 87)
  • Oppenheims Sohn (S. 87)
  • Ose (S. 87)
  • Overhau, SA-Führer der Gruppe Ernst, Berlin
  • von Pasinsky (S. 87)
  • Adalbert Probst, „Leiter der katholischen Jugendbewegung im Rheinland“ (S. 84) = Adalbert Probst
  • Hans Ramshorn, SA-Brigadeführer in Oberschlesien, Hauptmann a.D., Mitglied des Reichstags, Schwerkriegsbeshcädigter, Polizeipräsident von Gleiwitz (S. 76) = Hans Ramshorn
  • Reblitzki (S. 87)
  • Baron Redwitz
  • Wilhelm Reh, „Mitglied de illegalen Kommunistischen Partei Deutschlands“ (S. 86) = Robert Reh
  • Reiner (S. 87) = Rolf Reiner (tatsächlich nicht getötet)
  • von Roskotten (S. 87)
  • Sander, „Standartenführer, Stabsleiter der Gruppe Berlin-Brandenburg“ (S. 92) = Wilhelm Sander (SA-Mitglied)
  • Graf Scherr-Thoss (S. 87)
  • Dr. Schiftan, Landeshut (S. 86)
  • Elisabeth von Schleicher, Ehefrau von Schleicher (S. 79) = Elisabeth von Schleicher
  • Kurt von Schleicher, „General der Infanterie, Chef des Ministeramts im Reichswehrministerium, bis 30. Mai 1932, dann Reichswehrministr im Kabinett Papen bis 10. November 1932, dann Reichskanzler und Reichswehrminister bis 30. Januar 1933“ (S. 79) = Kurt von Schleicher
  • Walter Schmidt, SA-Standartenführer, Adjutant des Obergruppenführers Edmund Heines (S. 76) = Hans Walter Schmidt
  • Willy Schmidt, Musikkritiker (S. 87; eventuell doppelt gezählt[36] ) = Wilhelm Eduard Schmid
  • August Schneidhuber, SA-Obergurppenführer, Chef der SA in Bayern, Mitglied des Reichstags, Polizeipräsident in München (S. 74) = August Schneidhuber
  • Schragmüller, Führer der SA-Gruppe Mitte, Magdeburg (S. 76) = Konrad Schragmüller
  • Schwarz, Oberführer, Gruppe Berlin (S. 76)
  • Hans Erwin Graf Spreti, SA-Standartenführer, Ordonnanzoffizier im Stabe Röhms (S. 76) = Hans Erwin von Spreti-Weilbach
  • Schröder, Standartenführer in Sachsen (S. 76) = Joachim Schröder
  • Eduard Stadler (S. 87) = Eduard Stadtler (tatsächlich nicht getötet)
  • Stefan (S. 87)
  • Leo Stein (S. 87)
  • Pfarrer Stempfle, „Leiter des Miesbacher Anzeigers und oppositioneller Katholikenführer“ (S. 84) = Bernhard Stempfle
  • Gregor Strasser (S. 81) = Gregor Strasser
  • Thomas, SA-Führer der Gruppe Ernst, Berlin
  • Trambauer, Fahnenträger beim Hitlerputsch (S. 87) = Heinrich Trambauer
  • Uhl, SA-Standartenführer, Mitglied des Obersten SA-Stabes (S. 76) = Julius Uhl
  • Villain, SA-Führer der Gruppe Ernst, Berlin (S. 76) = Erwin Villain
  • Dr. Voss, Berliner Rechtsanwalt, war während vieler Jahre der Rechtsberater Gregor Strassers (S. 82) = Gerd Voss
  • Erich Wagner (S. 87)
  • Weber, (S. 87) =
  • Weiersch (S. 87) =
  • Winkler, „Generalsekretär der Katholischen Gesellenvereine, Mitarbeiter Klauseners bei der Katholischen Aktion“ (S. 84) = August Christian Winkler (tatsächlich nicht getötet)
  • Wopfner (S. 87)
  • Prinz Ysenburg
  • Gastwirt Zehntner (S. 82) = Karl Zehnter
  • Zehnters Oberkellner (S. 82) = ?
  • Zehntners Zapfmeister (S. 82) = ?
  • Dr. Zweig, Hirschberg (S. 86) = Alexander Zweig
  • Frau Zweig, Hirschberg (S. 86) = Jeanette Zweig

Fälschlich als getötet gemeldete Personen

Weitere, von Verfolgungen betroffene Personen

Personen, die zur Ermordung vorgesehen waren, ihr aber entgingen, weil sie sich den Häschern rechtzeitig entziehen konnten oder nicht antreffbar bzw. die verhaftet aber nicht erschossen wurden, waren unter anderem:

  • Konrad Adenauer, ehemaliger Bürgermeister von Köln und Vorsitzender des Preußischen Staatsrates, wurde am 30. Juni 1934 von der Gestapo verhaftet und für ein paar Tage im Gefängnis von Potsdam festgehalten[37]
  • Werner von Alvensleben, ehemaliger Verbindungsmann des Generals von Schleicher und führendes Mitglied des Deutschen Herrenklubs; wurde verhaftet und einige Tage im KZ Lichtenberg festgehalten. Friedrich Glum berichtete in seinen Memoiren, Alvensleben sei der Erschießung nur deshalb entgangen, weil es ihm gelungen sei, Heinrich Himmler unmittelbar vor dem Zugriff des SS-Kommandos, das ihn festsetzen solle, über Telefon zu erreichen. Himmler habe sodann die dazutretenden SS-Leute, die Alvensleben den Hörer aus der Hand rissen, mit ihrem Kopf dafür verantwortlich gemacht, dass Alvensleben nichts geschehen würde.[38]
  • Heinrich Brüning, ehemaliger Reichskanzler, erhielt im Mai einen Zettel zugesteckt, der besagte, dass sein Leben in Gefahr sei, floh danach ins Ausland
  • Bernhard Wilhelm von Bülow, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, auf Veranlassung Görings von der Todesliste gestrichen
  • Rudolf Diels, der von Himmler und Heydrich verdrängte erste Chef der Gestapo gab 1949 in seinen Memoiren an, beide hätten die Gelegenheit des 30. Junis nutzen wollen, um auch ihn zu liquidieren. Nur die schützende Hand seines Gönners Göring habe ihn, Diels, vor der Erschießung bewahrt. Zur Sicherheit habe er sich außerdem am 30. Juni 1934 auf einen Jagdausflug begeben, so dass er – für mögliche Mörder unauffindbar – mit seinem Jagdgewehr auf einem Hochsitz gesessen hätte.[39]
  • Karl Leon Du Moulin-Eckart, ehemaliger Leiter des SA-Geheimdienstes, entkam, da das Flugzeug, das ihn zur Erschießung nach Berlin bringen sollte, aufgrund einer Panne nicht starten konnte. Zum Teil wird auch die Protektion Himmlers für seine Schonung verantwortlich gemacht.
  • Jenö von Egan-Krieger, ehemaliger Geschäftsführer der DNVP; wurde für einige Tage im Gefängnis von Potsdam festgehalten
  • Hermann Ehrhardt, ehemaliger Freikorps-Führer und Konkurrent Hitlers um die Führung der deutschen Rechten; das SS-Kommando zog ab, weil Ehrhardt, von bewaffneten Getreuen gewarnt und umgeben, es an einem Waldsaum nahe seines Anwesens erwartete. Er entkam in die Schweiz.[40]
  • Hellmuth Elbrechter, Berliner Zahnarzt und Redakteur der Zeitschrift Die Tat, Berater und Verbindungsmann von Schleicher, Brüning und Gregor Strasser; entkam der Ermordung, da der am 30. Juni zufällig nicht in Berlin anwesend war.
  • Edmund Forschbach, DNVP-Politiker, konnte untertauchen und später in die Niederlande fliehen
  • Theodor Groppe, Generalmajor, Kommandeur der Grenzschutzdivision in Gleiwitz, NS-Gegner und späterer Widerstandskämpfer.
  • Otto von Heydebreck, Journalist, Bruder des SA-Gruppenführers Hans Peter von Heydebreck. Als Freund des ehemaligen Kanzlers Brüning wurde er von Heydrich auf die Mordliste gesetzt, konnte aber nach rechtzeitiger Warnung untertauchen. Während Freunde ihn in wechselnden Quartieren versteckten, setzten sich Generale und hohe Beamte für ihn ein.[41]
  • Siegfried Kasche, SA-Gruppenführer, konnte Göring überreden, sein Leben zu schonen
  • Hans von Kessel, Journalist, Bruder von Eugen von Kessel. Entging der Ermordung, da er sich zum Zeitpunkt des vorgeblichen Röhm-Putsches in Stockholm aufhielt.[41]
  • Wilhelm Freiherr von Ketteler, Mitarbeiter des Vizekanzlers Franz von Papen, Mitglied der konservativen Oppositionsgruppe um Herbert von Bose; konnte bei der Besetzung der Vizekanzlei durch die SS entkommen, indem er sich als Besucher ausgab.
  • Manfred von Killinger, SA-Führer
  • Ernst Klein, Journalist
  • Bernhard Lippert, Diplomat, Neffe von Ernst Röhm, wurde verhaftet aber nicht erschossen, nachdem man feststellte, dass er nichts von der angeblichen Verschwörung wusste.
  • Franz Mariaux, Journalist, Frankreichkorrespondent der Ullstein-Presse; wurde bereits einige Tage vor dem 30. Juni von der Gestapo verhaftet, aber – wahrscheinlich wegen Berichten der Auslandspresse und eventuell nach Protesten der französischen Botschaft – der regulären Polizei übergeben und wieder freigelassen.
  • Eugen Ott, ehemaliger Mitarbeiter Kurt von Schleichers, stand angeblich auf der Todesliste, weilte aber zum Zeitpunkt des vorgeblichen Röhm-Putsches bereits als Militärattaché in Japan[42]
  • Franz von Papen, Vize-Kanzler in der Regierung Hitler, auf Veranlassung von Göring von der Mordliste gestrichen und in Schutzhaft genommen
  • Rolf Reiner, SA-Führer
  • Gerhard Roßbach, ehemaliger Freikorpsführer
  • Friedrich Carl von Savigny, Mitarbeiter der Kanzlei des Vizekanzlers, verhaftet, aber aufgrund eines Mißverständnisses nicht erschossen
  • Otto Schmidt-Hannover, ehemaliger Fraktionsvorsitzender der DNVP im Reichstag, floh vor dem Eintreffen eines Festnahmekommandos aus seiner Breslauer Heimat an die Küste, nachdem General von Kleist ihn gewarnt hatte.[43]
  • Johannes Ludwig Schmitt, Arzt und Klinikbesitzer in München; geriet wahrscheinlich auf die Mordliste, weil er Hitlers Erzfeind Otto Strasser zur Flucht ins Ausland verholfen hatte. Er entkam, weil das Gestapo-Kommando, das am 30. Juni zu seiner Ermordung ausgeschickt wurde, nicht wusste, dass er bereits seit April verhaftet war und im Gefängnis Stadelheim einsaß. Er wurde dort bis zum 2. Juli von einem Hausmeister in einem Holzverschlag vor der SS versteckt.
  • Walther Schotte, konservativer Publizist und Redenschreiber von Papens. Schotte wurde verschiedentlich fälschlich als ermordet gemeldet, kam nach Angaben eines Freundes „gerade noch so eben mit dem Leben davon“.[44]
  • Paul Schulz, ehemaliger Reichsinspektor der NSDAP und enger Mitarbeiter von Gregor Strasser, wurde von der Gestapo durch Schüsse schwer verletzt, stellte sich tot und konnte entfliehen.
  • Roderich Graf von Thun, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Deutscher. am 1. Juli vorübergehend verhaftet und im Geheimen Staatspolizeiamt gefangen gehalten
  • Gottfried Treviranus, konservativer Politiker, entkam der Gestapo, indem er bei ihrer Ankunft – im Tennis-Dress – über seine Gartenmauer sprang und durch die angrenzenden Gärten floh.
  • Fritz Günther von Tschirschky, Mitarbeiter der Vizekanzlei, entging der Ermordung, da zwei verschiedene Mordkommandos sich nicht einigen konnten, wer für ihn zuständig sei, dann durch Intervention Papens und des niederländischen Botschafters gerettet
  • Wilhelm von Preußen, ehemaliger Kronprinz des deutschen Reiches, auf Görings Veranlassung von der Mordliste gestrichen
  • Prinz Ernst Heinrich von Sachsen, dritter Sohn des letzten Königs von Sachsen[45]

Siehe auch

Literatur

  • Heinz Höhne: Mordsache Röhm. Hitlers Durchbruch zur Alleinherrschaft, 1933–1934, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1984. (Amtliche Totenliste von 1934 im Anhang)

Einzelnachweise

  1. Weissbuch, S. 69 gibt an, es sei den Verfassern „gelungen 115 Personen [die ermordet wurden] namentlich festzustellen“. Beim Nachzählen kommt man auf 113 namentlich genannte Personen sowie zwei Personen die mit ihrer Tätigkeit (Kellner und Zapfmeister) benannt werden.
  2. Wolfgang Sauer in 'Die nationalsozialistische Machtergreifung: Studien z. Errichtung der totalitären Herrschaftssystems in Deutschland 1933/34. Karl Dietrich Bracher; Wolfgang Sauer; Gerhard Schulz, Köln 1960. S. 963.
  3. Karl Martin Grass: Edgar Jung, Papenkreis und Röhmkrise, S. 292.
  4. Charles Bloch: Die SA und die Krise des NS-Regimes 1934, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1970, S. 104
  5. Peter Longerich: Die braunen Bataillone. Geschichte der SA, Beck, München 2003, S. 219 .
  6. Otto Gritschneder: „Der Führer hat Sie zum Tode verurteilt...“, Hitlers „Röhm-Putsch“-Morde vor Gericht, München 1993, S. 60f.
  7. Rainer Orth: Der SD-Mann Johannes Schmidt, S. 102-111.
  8. Aufschlüsselung: Die 19 höheren SA-Führer waren Detten, Ernst, Falkenhausen, Hayn, Heines, Heydebreck, Klemm, Koch, Kraußer, Ramshorn, Röhm, Sander, Schmid, Schneidhuber, Schragmüller, Schröder, Schulze, Stucken und Wechmar. Die 31 SA-Führer und SA-Angehörige waren Belding, Beulwitz, Bittmaier, Bläsner, Ender, Engels, Engelhardt, Gerth, Oskar Heines, König, Krause, Langer, Lipinsky, Mohrenschildt, Neumayer, Nixdorf, Ostendorp, Pietrzok, Schätzl, Schieweck, Hans Walter Schmidt, Theodor Schmidt, Schuldt, Schulz, Schweighart, Sembach [Falschzuordnung der Gestapo-Liste, tatsächlich SS-Mitglied], Spreti, Uhl, Villain, Vogel und Voss. Die drei SS-Führer waren Hohberg, Mattheis und Toifl. Die 13 Personen, die angeblich wegen Widerstand gegen ihre Verhaftung umkamen, waren Ballerstedt, Beck, Bredow, Gerlich, Jung, Kahr, Lämmermann, Lindemann, Probst, Röhrbein, Schleicher und Frau sowie Zoref. Die drei angeblichen Selbstmörder waren Bose, Klausener und Strasser. Die fünf Nicht-SA-Angehörigen aber Parteimitglieder, die erschossen wurden, waren Glaser, Kessel (tatsächlich auch SA-Mitglied), Martin, Stempfle und Zehnter. Die drei SS-Angehörigen, die angeblich wegen Misshandlungen ums Leben kamen, waren Fink, Hoffmann und Pleines.
  9. a b c d e  Heinz Höhne: Mordsache Röhm. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1984, S. 122–141 ({{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, online).
  10. Helmut Heiber/ Peter Longerich: Akten der Parteikanzlei der NSDAP. 1992, S. 167. Bittmanns Vater in Badewitz erhielt später zur Entschädigung eine Monatsrente von 150 Reichsmark aus Reichsmitteln
  11. Der Vorname und das Geburtsdatum von Charig fehlen in der amtlichen Totenliste. Hier wurden sie ergänzt laut Angaben bei Orth: Der SD-Mann Johannes Schmidt. S. 111.
  12. a b c d e f g Das deutsche Volk klagt an: Hitlers Krieg gegen die Friedenskämpfer in Deutschland. 1936, S. 271. Reprint: Laika, Hamburg, 2012, ISBN 9783942281201
  13. Sozialdemokratische Partei Deutschlands: Deutschlandbericht der Sopade. 1934, S. 303.
  14. Hans-Otto Meissner: Junge Jahre im Reichspräsidentenpalais. München 1988, S. 378, ISBN 3762804699.
  15. Das deutsche Volk klagt an: Hitlers Krieg gegen die Friedenskämpfer in Deutschland. 1936, S. 271., gibt an dass er zum Zeitpunkt seines Todes 25 Jahre gewesen sei.
  16. Erwin Aretin: Fritz Michael Gerlich. Ein Martyrer unserer Tage. 1949, S. 143. Hans-Günther Richardi: Schule der Gewalt. Die Anfänge des Konzentrationslagers Dachau 1933–1934. S. 280, 1983.
  17. Erwin Aretin: Fritz Michael Gerlich. Ein Martyrer unserer Tage. 1949, S. 143.
  18. Karl Martin Grass: Edgar Jung, Papenkreis und Röhmkrise 1933–34. 1966, S. 287.
  19. Andreas Dornheim: Röhms Mann fürs Ausland. Politik und Ermordung des SA-Agenten Georg Bell. 1998, S. 190. Auch Erwein Aretin: Fritz Gerlich. Ein Märtyrer unsrer Tage. 1949, S. 142.
  20. a b Amtliche Totenliste, IfZ-Archiv.
  21. Karl Martin Grass: Edgar Jung, Papenkreis und Röhm-Putsch, Teilband II, S. 88.
  22. Dietmar Schulze: „Der ‚Röhm-Putsch‘ in der Provinz Sachsen“, in: Hallische Beiträge zur Zeitgeschichte Nr. 15, 2005, S. 9-34.
  23. Johannes Tuchel: Konzentrationslager. Organisationsgeschichte und Funktion der „Inspektion der Konzentrationslager“ 1934–1938. 1991, S. 180.
  24. Karl Martin Grass: Edgar Jung. Papenkreis. Röhm-Krise. 1966, S. 83. Nixdorf wurde, wie Belding, vorgeworfen, am 19. Juni 1934 in der Schorfheide ein Attentat auf Himmler verübt zu haben. Tatsächlich hatte es – obwohl Himmler daran glaubte – kein Attentat gegeben: Der vermeintliche Beschuss von Himmlers Fahrzeug erwies sich bei der kriminalistischen Untersuchung des Vorfalls als Ergebnis des Aufschlagens von mit hoher Geschwindigkeit aufgewirbelten Kieselsteinen gegen die Fahrzeugkarosserie. Nixdorf und Belding wurden nach Breslau versetzt und dort am 30. Juni erschossen.
  25. Orth: Der SD-Mann Johannes Schmidt. S. 125.
  26. Lothar Gruchmann: Justiz im Dritten Reich 1933–1940. 2001, ISBN 3486538330, S. 440. Die Leiche wurde am nächsten Tag entdeckt und obduziert. Ein Untersuchungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hirschberg wurde eingeleitet und später abgebrochen.
  27. Erwein Aretin: Fritz Gerlich. Ein Märtyrer Unsrer Tage. 1949, S. 142. Andreas Dornheim: Röhms Mann fürs Ausland: Politik und Ermordung des SA-Agenten Georg Bell. 1998, S. 190, ISBN 3825835960.
  28. Orth: Der SD-Mann Johannes Schmidt, S. 108. Dort auch der Hinweis, dass die Schreibweise «Schieweck» in der amtlichen Todesliste der Gestapo falsch sei.
  29. Hans-Günter Richardi: Schule der Gewalt Die Anfänge des Konzentrationalagers Dachau 1933–1934. 1983, S. 314.
  30. Bennecke: Reichswehr, Anhang 1.
  31. Hans-Günter Richardi: Schule der Gewalt. Die Anfänge des Konzentrationalagers Dachau 1933–1934. S. 314 gibt den 12. Juli 1894 als Geburtsdatum an, Andreas Dornheim: Röhms Mann fürs Ausland. Politik und Ermordung des SA-Agenten georg Bell. 1998, S. 265, hingegen den 17. Juli 1894.
  32. Max Hirschberg/ Reinhard Weber:Jude und Demokrat. Erinnerungen eines Münchener Rechtsanwalts 1883 bis 1939. 1998, ISBN 348656367X, S. 196. Nach dem Krieg gehörte er der Münchener Einwohnerwehr an. Nach Andreas Dornheim: Röhms Mann fürs Ausland. Politik und Ermordung des SA-Agenten Georg Bell. S. 265 wurde er bereits Anfang des Jahres 1921 verdächtigt, den bayerischen USPD-Abgeordneten Karl Gareis ermordet zu haben. Nach Röhms Erinnerungen eines Hochverräters. S. 142 verbrachte Schweighart 776 Tage in Untersuchungshaft, bevor das Verfahren gegen ihn 1925 – wohl durch Verschleppung Dank Pöhner und anderer – zum Erliegen kam und man ihn frei ließ. Seit den frühen 1920er Jahren ein enger Duzfreund von Ernst Röhm machte er Karriere in der SA, in der der „Homosexuellen-Clique“ um Röhm zugerechnet wurde. Den Auftrag auf Aufnahme in die NSDAP stellte Schweighart, trotz langjähriger Mitgliedschaft in der SA, erst am 2. Januar 1932.
  33. Uwe Backes: Reichstagsbrand, Aufklärung einer historischen Legende. 1986, ISBN 3492030270, S. 142 und 279; Klaus Drobisch/ Günther Wieland: System der NS-Konzentrationslager, 1933–1939. 1993, ISBN 3050008237, S. 67; Walther Hofer: Der Reichstagsbrand. Eine wissenschaftliche Dokumentation. 1978, ISBN 3598046049, S. 329.Kurt Schilde/ Johannes Tuchel: Columbia-Haus. Berliner Konzentrationslager 1933–1936. 1990, ISBN 3926175966, S. 30.
  34. Hans-Günter Richardi: Schule der Gewalt Die Anfänge des Konzentrationalagers Dachau 1933–1934. 1983, S. 314.
  35.  Joseph Goebbels: Der Pest den Kopf abgehauen. In: Der Spiegel. Nr. 31, 1992, S. 111c ({{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, online).
  36. Auf der Seite wird der Musikkritiker als Willy Schmidt in der Rubrik der "aus Versehen erschossenen" aufgeführt und dann noch einmal ein Dr. Willy Schmidt in der Aufzählung "weitere Opfer" aufgeführt.
  37. Hans Peter Mensing (Hrsg.): Adenauer im Dritten Reich. 1991, S. 219. 1947 gab Adenauer an, dass zusammen mit ihm ein Major Jenö von Egan-Krieger verhaftet worden sei.
  38. Friedrich Glum: Zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. 1964, S. 456.
  39. Rudolf Diels: Lucifer ante Portas. 1949.
  40. Ernst von Salomon, Der Fragebogen, Rowohlt, Hamburg 1951, S. 439–441.
  41. a b Eduard Calic: Reinhard Heydrich, S. 155.
  42. NDB. Bd. 19, Berlin 1999, S. 649 f.
  43. Otto Schmidt-Hannover: Umbruch oder Anarchie. 1959. Seinem Biographen Terhalle zufolge ist nicht eindeutig zu klären, ob Schmidt-Hannover nur verhaftet oder auch getötet werden sollte (vgl. Maximilian Terhalle: Otto Schmidt (1888–1971). 2006, S. 380.).
  44. Henry Bernhard: Finis Germaniae. Aufzeichnungen und Betrachtungen. 1947, S. 41.
  45. Prinz Ernst Heinrich von Sachsen: Mein Lebensweg. Vom Königsschloß zum Bauernhof. Verlag der Kunst Dresden, 2004, ISBN 3-86530-015-4
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.