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| Llullaillaco | ||
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Der Llullaillaco aus nordwestlicher Richtung im Jahr 2002 | ||
| Höhe | 6.739 m | |
| Lage | Argentinien/Chile | |
| Gebirge | Anden | |
| Dominanz | 264,53 km → Tres Cruces | |
| Schartenhöhe | 2.344 m | |
| Geographische Lage | 24° 43′ 12″ S, 68° 32′ 13″ W-24.72-68.53694444446739Koordinaten: 24° 43′ 12″ S, 68° 32′ 13″ W | |
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| Typ | Stratovulkan | |
| Alter des Gesteins | Pleistozän | |
| Letzte Eruption | 1877 | |
| Erstbesteigung | 1. Dezember 1952 durch die Chilenen Bión González León und Juan Harseim | |
| Besonderheiten | Dritthöchster Vulkan der Erde | |
Der Llullaillaco (auch: Llullayllacu) an der Grenze zwischen Argentinien und Chile ist mit 6.739 m nach dem Monte Pissis und dem Ojos del Salado der dritthöchste Vulkan der Erde. Indianische Bauten auf seinem Gipfel gelten als die höchstgelegenen archäologischen Funde der Welt.
Inhaltsverzeichnis |
Der Berg liegt im gleichnamigen Nationalpark in einer abgelegenen Region der Atacamawüste an der Grenze zwischen Argentinien und Chile. Ausgangspunkte für Besteigungen sind die Wüstenoase San Pedro de Atacama in Chile und San Antonio de los Cobres in Argentinien.
Als einer der höchsten Berge der Anden und „Dach der Atacamawüste“ ist der Gipfel des Llullaillaco permanent schneebedeckt, gleichzeitig ist er der höchste nicht vergletscherte Gipfel der Welt.
Die Entwicklung dieses Vulkanes wird in zwei Phasen unterteilt:
Llullaillaco I, der ursprüngliche Vulkan, der seit dem Pleistozän existiert, besteht heute aus zwei stark erodierten Kratern mit zugehörigen Lavaströmen, von denen einige bis zu 20 km Länge erreichen. Die Lavaströme fließen hauptsächlich in westlicher Richtung.
Llullaillaco II ist der heute inaktive und gut erhaltene Vulkankegel, der letztmalig in den Jahren 1854, 1868 und 1877 ausgebrochen ist. Damit gilt der Lullaillaco als höchster in historischer Zeit aktiver Vulkan.
Der Name Llullaillaco bedeutet auf Ketschua „Schmutzige (llullay) Lagune (llaco oder yaco)“, weil der Vulkan, von Osten betrachtet, hinter der sogenannten Salzpfanne aufragt.
Seine Form macht den Llullaillaco zu einer imposanten Erscheinung. Weiterhin ist das aus seinen Flanken austretende Quellwasser eine wichtige Lebensgrundlage in der ansonsten äußerst trockenen Atacamawüste. Der Llullaillaco war daher für die präkolumbianische Bevölkerung ein heiliger Berg, die „Wohnung der Götter“ und Fruchtbarkeitssymbol.[1]
Vermutlich haben die Inkas schon vor 1500 den Llullaillaco bestiegen. Auf seinem Gipfel errichteten sie ausgedehnte Bauten, die zu religiösen Zwecken und Opferungen verwendet wurden. Unter anderem sind eine Treppe, diverse kleine steinerne Häuser und Terrassen bis heute als Ruinen erhalten.
Die erste historische Besteigung erfolge am 1. Dezember 1952 durch die Chilenen Bión González León und Juan Harseim. In den Jahren 1953 und 1954 gelang Hans-Ulrich Rudel gemeinsam mit Karl Morghen und Rolf Dangl die zweite Besteigung, die Rudel anfangs irrtümlich für eine Erstbesteigung gehalten hatte, da er keine von den Erstersteigern hinterlassenen Spuren auf dem Gipfel finden konnte, sowie zwei weitere Begehungen. Dies, obwohl Rudel auf Grund einer Kriegsverletzung nur noch ein Bein hatte und den Berg mit einer Beinprothese bezwang.
1958 und 1961 erkundete der Österreicher Matthias Rebitsch die archäologischen Stätten und unternahm erste Grabungen in den Gebäuderudimenten, ohne deren Zweck und Bedeutung aufklären zu können.
1999 entdeckten hier Archäologen und Bergsteiger der National Geographic Expedition unter Dr. Johan Reinhard drei tiefgefrorene, ca. 500 Jahre alte Kindermumien und damit die höchstgelegene Inka- und archäologische Fundstätte der Welt. Das Team arbeitete 13 Tage unter widrigen Umständen, wie Schneestürmen und Kälte bis -37 °C, an der Bergung der Mumien, zusätzlich legten die erfahrenen Spezialisten zahlreiche Artefakte frei: 20 bekleidete und 16 unbekleidete Kunstfiguren sowie Dutzende anderer Beigaben wie Statuetten, Töpferwaren, Beutel mit Lebensmitteln und Kokabeutel.