Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Lothar Streit

Lothar Streit

Lothar Ottokar Wilhelm Streit (* 6. Februar 1823 in Gera; † 2. Juni 1898 in Zwickau) war ein Politiker der Deutschen Fortschrittspartei. Er war der erste Oberbürgermeister von Zwickau sowie Abgeordneter des Sächsischen Landtags und des Deutschen Reichstags.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Der Sohn des Fürstlich Schönburgischen Hofrats und Leibarztes Ernst Friedrich Wilhelm Streit (1785–1871) verbrachte seine Kindheit in Waldenburg. Von 1834 bis 1841 besuchte er das Gymnasium in Altenburg und schloss ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig an, das er 1845 erfolgreich abschloss. Nachdem er kurzzeitig als Rechtskandidat in Waldenburg tätig war, schloss er eine praktische Ausbildung bei verschiedenen Advokaten (u.a. in Leisnig, Kamenz und Plauen sowie bei Wilhelm Schaffrath in Neustadt in Sachsen) an. 1849 wurde er zum Bürgermeister von Auerbach ernannt, wo er sich als Rechtskandidat niederließ. Im März 1851 siedelte er als Rechtsanwalt nach Zwickau über. 1860 wurde er dort zum Bürgermeister gewählt und wurde 1874 zum ersten Oberbürgermeister der westsächsischen Stadt ernannt. Dieses Amt behielt er bis zum 1. Mai 1898 inne. Wenige Wochen später verstarb er

Streit war eine der führenden Persönlichkeiten der Deutschen Fortschrittspartei im Königreich Sachsen. Als Vertreter des die Stadt Zwickau umfassenden Wahlkreises war er von 1869 bis 1898 Mitglied der II. Kammer des Sächsischen Landtags. In dieser Zeit fungierte er durchgängig als Vizepräsident der Kammer. Zudem war er von Juli 1878 bis Oktober 1881 als Abgeordneter des 18. sächsischen Wahlkreises Mitglied des Reichstags.

Ehrungen

1885 wurde er zum Ehrenbürger von Zwickau ernannt. 1897 erhielt er die Ehrendoktorwürde (Dr. h.c.) verliehen.

Literatur

  • Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte – Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. Sächsischer Landtag, Dresden 2001, S. 130.
  • Elvira Döscher, Wolfgang Schröder: Sächsische Parlamentarier 1869–1918. Die Abgeordneten der II. Kammer des Königreichs Sachsen im Spiegel historischer Photographien. Droste, Düsseldorf 2001, ISBN 3-7700-5236-6, S. 477f. (Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien 5).

Weblinks

Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.