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Lotte Pritzel (* 1887; †1952) war eine deutsche Puppenmacherin, Kostümbildnerin und Zeichnerin.
Sie gehörte zur Münchner Bohème und verkehrte in den Künstlerkreisen, die der Simplicissimus versammelte, ehe sie nach Berlin umzog.
Carl Zuckmayer berichtet in Als wär’s ein Stück von mir über einen Aufenthalt bei Lotte Pritzel und ihrem Mann, Dr. Gerhard Pagel:
Von Lotte Pritzels Puppen, die bis in die USA verkauft wurden, sind nicht sehr viele Exemplare erhalten. Vier Werbefiguren, die sie etwa 1912 im Auftrag Hermann Bahlsens anfertigte, gehören zu den Werken Pritzels, die nicht verloren gegangen sind. Sie waren im Rahmen der Ausstellung „Die Puppenkünstlerin und Kostümbildnerin Lotte Pritzel“ 2002/2003 in Berlin zu sehen.
Ihr Lithographienzyklus „Tanz – Bewegungen und Kostüme“ von 1919 inspirierte Tänzerinnen wie Anita Berber oder Niddy Impekoven; als Kostümbildnerin trat sie vor allem in den 1920er Jahren in Erscheinung. So stattete sie 1925 etwa die Schauspieler in Klabunds „Kreidekreis“ und in Heinrich von Kleists Das Käthchen von Heilbronn aus.
Auch Rainer Maria Rilkes Text „Über die Puppen der Lotte Pritzel“, 1921 mit Illustrationen der Künstlerin publiziert, gehört zu den überlieferten Zeugnissen zum Schaffen Lotte Pritzels.
1923 drehte die UFA einen Dokumentarfilm mit dem Titel Die Pritzelpuppe.
Informationen auch unter http://www.lotte-pritzel.de
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pritzel, Lotte |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Puppenmacherin, Kostümbildnerin, Zeichnerin |
| GEBURTSDATUM | 1887 |
| STERBEDATUM | 1952 |