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| Louny | ||||
|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Tschechien | |||
| Region: | Ústecký kraj | |||
| Bezirk: | Louny | |||
| Fläche: | 2427 ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 21′ N, 13° 48′ O50.355833333313.8052777778185Koordinaten: 50° 21′ 21″ N, 13° 48′ 19″ O | |||
| Höhe: | 185 m n.m. | |||
| Einwohner: | 18.832 (1. Jan. 2011) [1] | |||
| Postleitzahl: | 440 01 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | U | |||
| Verkehr | ||||
| Bahnanschluss: | Praha–Most Lovosice–Louny Rakovník–Louny Postoloprty–Louny | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Stadt | |||
| Ortsteile: | 3 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Radovan Šabata (Stand: 2012) | |||
| Adresse: | Mírové nám. 35 440 23 Louny | |||
| Gemeindenummer: | 565971 | |||
| Website: | www.mulouny.cz | |||
Louny (deutsch Laun) ist eine Stadt in der nordböhmischen Region Ústecký. Die Bezirksstadt am Ufer der Eger hat 19.157 Einwohner (2006).
Inhaltsverzeichnis |
Anhand von Ausgrabungen im östlichen Gebiet der Stadt befand sich dort eine keltische Ansiedlung. Später siedelten sich Markomannen in dem Gebiet der heutigen Stadt an. Ausgrabungen, sowie Fundstücke belegen ihre Ansiedlung. Die ersten Nachweise einer slawischen Besiedlung stammen aus dem 6. Jahrhundert. Der Name der Stadt soll sich von einem Vornamen Loun oder Luni/Louni herleiten.
Louny wurde erstmals 1088 in einem Besitzverzeichnis des Königs Vratislav I. aufgeführt. 1115 wurde die Stadt, als Eigentum des Klosters Kladruby erwähnt. 1186 wurde die Stadt in einem Dokument des Fürsten Friedrich aufgeführt. Die Königsstadt wurde von Přemysl Ottokar II. in den 1260er Jahren östlich der ursprünglichen Siedlung gegründet.
Die Stadt befand sich am Handelsweg von Prag nach Dresden und Nürnberg nach Dresden. Die Reisenden mussten die gesicherten Straßen benutzen und in den jeweiligen Städten übernachten sowie Wegezoll bezahlen. Es bestand eine Furt durch die Eger, die bis auf die Hochwasserzeiten benutzbar war. Später wurde eine Brücke über die Eger und den Polder errichtet. Diese diente, als gesicherte Einnahmequelle für den König und die Stadt, denn Handelsreisende mussten mit ihren Waren auf den Handelsstraßen verkehren. Der von Ottokar II. gegründete Stadtteil befindet sich auf einem natürlichen Hügel, denn es kam vor und ist auch noch heute der Fall, dass Hochwasser den noch bestehenden Polder, heute Park und Ausstellungsgelände, flutet.
Der zuvor bestehende ältere Siedlungsbereich der Vorstadt wurde in den 1970er Jahren abgerissen. An Stelle der alten Siedlung stehen heute Plattenbauten. Lediglich die älteste Kirche der Stadt nebst Friedhof sind erhalten geblieben. Es wurden viele Gebäude aus dem 14. bis 16. Jahrhundert abgerissen, darunter auch das Badehaus mit eigener Mineralquelle. Diese befindet sich heute unter einer Straße und ist unzugänglich, das Quellwasser wird in die Eger geleitet.
Während der Hussitenbewegung war die Stadt einer der Rückhalte der Hussiten, wobei in dieser Zeit viele katholische Einrichtungen, wie ein Kloster in der Stadt, zerstört wurden. Teilweise sind die Mauern des Klosters erhalten und dienen heute als Mauern für andere Bauten. Der verbliebene historische Stadtkern ist trotz der vielen Brände und Zerstörungen der Vergangenheit erhalten geblieben.
1813 während der Schlacht von Dresden war Louny eine Lazarettstadt. Das noch bestehende Spital sowie alle Hotels und Herbergen dienten als Lazarette. Vornehmlich wurden in Louny die Soldaten und Offiziere des russischen Zaren behandelt. Der Sage nach kam Zar Alexander I. persönlich nach Louny, um Abbitte bei Jean-Victor-Marie Moreau zu leisten.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Staatsbahnlinien Prag-Brüx, Laun-Rakonitz-Beraun, Laun-Postelberg und Laun-Libochowitz gebaut. Die Stadt wurde Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts. Um 1900 lebten in der Bezirksstadt 10.212 Einwohner. Es gab Zuckerfabriken, eine Bierbrauerei, eine Metallwarenfabrik, eine Tonwarenfabrik und Eisenbahnreparaturwerkstätten.
Zur Stadt Louny gehören die Ortsteile Brloh (Bierloch) und Nečichy (Netschich).
In der Stadt Louny wie auch in der näheren Umgebung haben sich neben den bestehenden tschechischen Unternehmen vornehmlich japanische Unternehmen angesiedelt. Diese gelten mit ca. 3.500 Arbeitsplätzen als die größten Arbeitgeber und Investoren der Region. Auch ausländische Spezialisten und Arbeitskräfte zogen nach Louny und Umgebung. Damit einhergehend entstand ein Wirtschaftstourismus, vornehmlich aus Japan, Italien und Deutschland.
Parallel nimmt der Erholungstourismus in der Stadt zu. Den größten Zuwachs haben die Gästezahlen aus Russland. Der steigende Wirtschafts- und Erholungstourismus führte dazu, dass Hotels, Pensionen sowie Restaurants gegründet wurden. So gibt es heute etwa 80 Restaurants, Pubs, Weinlokale und Cafés.
Landwirtschaftlich ist die Stadt und ihre Umgebung (Okres Louny) traditionell bekannt für den Anbau von Hopfen hoher Qualität. In Louny gab es mit der Pivovar Louny auch eine bekannte Bierbrauerei, die 2008 von Heiniken übernommen und Ende 2010 geschlossen wurde.
An Louny grenzt ein Naturschutzgebiet an.
Vor Ort wirkten:
Bitozeves | Blatno | Blažim | Blšany | Blšany u Loun | Brodec | Břvany | Cítoliby | Čeradice | Černčice | Deštnice | Dobroměřice | Domoušice | Holedeč | Hříškov | Hřivice | Chlumčany | Chožov | Chraberce | Jimlín | Koštice | Kozly | Krásný Dvůr | Kryry | Lenešice | Libčeves | Liběšice | Libočany | Libořice | Lipno | Lišany | Líšťany | Louny | Lubenec | Měcholupy | Nepomyšl | Nová Ves | Nové Sedlo | Obora | Očihov | Opočno | Panenský Týnec | Peruc | Petrohrad | Pnětluky | Počedělice | Podbořanský Rohozec | Podbořany | Postoloprty | Raná | Ročov | Slavětín | Smolnice | Staňkovice | Toužetín | Tuchořice | Úherce | Velemyšleves | Veltěže | Vinařice | Vrbno nad Lesy | Vroutek | Vršovice | Výškov | Zálužice | Zbrašín | Žatec | Želkovice | Žerotín | Žiželice