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| Lowetsch (Ловеч) | |||
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| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Bulgarien | ||
| Oblast: | Lowetsch | ||
| Einwohner: | 40.824 (31. Dez. 2005) | ||
| Koordinaten: | 43° 8′ N, 24° 43′ O43.133333333324.7166666667200Koordinaten: 43° 8′ 0″ N, 24° 43′ 0″ O | ||
| Höhe: | 200 m | ||
| Postleitzahl: | 5500 | ||
| Telefonvorwahl: | (+359) 068 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | OB | ||
| Verwaltung | |||
| Bürgermeister: | Mintscho Kasandschiew | ||
| Webpräsenz: | www.lovech.bg | ||
Lowetsch oder Lovech ([ˈɫɔvɛtʃ], bulgarisch Ловеч) ist eine Bezirksstadt in Bulgarien mit 41.476 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2004). Die Stadt die zu beiden Seiten des Flusses Osam in den nördlichen Regionen des Balkangebirges liegt ist ein Industrie- und Weinanbauzentrum sowie Metropolitensitz der Bulgarische Orthodoxe Kirche. Im Mittelalter trug die Stadt den Namen Owetsch.
Inhaltsverzeichnis |
Wegen der bedeutenden strategischen Lage errichteten die Römern das Kastell Melta. Im Mittelalter war die Festung Sitz der späteren bulgarischen Herrscher Iwan Asen I. und Theodor Peter. Im Jahre 1187 wurde hier der Friedensvertrag mit Byzanz unterzeichnet, womit das Bestehen des Zweiten bulgarischen Reiches besiegelt wurde.
Während der osmanischen Fremdherrschaft war die Stadt bedeutendes Handwerker- und Handelszentrum und wurde wegen ihres Wohlstandes Altan Lowetsch ("goldenes Lowetsch") genannt. Der Revolutionär Wassil Lewski (1837-1873) wählte die Stadt als Sitz des inneren Widerstandes und Kampfes um die Befreiung Bulgariens von der türkischen Besatzung.
In der Nähe von Lowetsch existierte während der kommunistischen Herrschaft ein Arbeitslager in dem viele Regimegegner ermordet wurden. Die Einweisung in das Lager war meist politisch motiviert, Gründe dafür konnten sein: die Zerstörung von Stalindenkmälern, Hilfeleistung für feindliche (deutsche) Soldaten, die Zugehörigkeit zur römisch-katholischen Kirche in Bulgarien oder zum Bauernverband, eine im nicht-kommunistischen Ausland absolvierte Ausbildung[1], Spionage für den „anglo-amerikanischen Kapitalismus“ oder Kritik an der Anwesenheit der Roten Armee in Bulgarien etc.[2]
Der aufstrebende chinesische Automobilkonzern Great Wall wird im Februar 2012 ein Montagewerk in Lowetsch eröffnen. Es ist das erste Montagewerk eines chinesischen Autokonzerns in der Europäischen Union. Im ersten Jahr sollen 8.000 Fahrzeuge hergestellt werden.[3]
Bekannt ist Lovech auch durch seinen Fußballverein Litex Lovech. Der Fußballclub nahm im Jahr 2007 am UEFA-Pokal teil. So fand am 18. September 2007 das Spiel Litex Lovech gegen den Hamburger SV im Gradski Stadion statt. Es endete 0:1 für den Hamburger SV. Das Rückspiel entschied der HSV mit 3:1 für sich.