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Luigi Einaudi

Luigi Einaudi
Signatur

Luigi Numa Lorenzo Einaudi (* 24. März 1874 in Carrù/Piemont; † 30. Oktober 1961 in Rom) war ein italienischer Staatspräsident und Finanzwissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Einaudi beendete 1895 das Jurastudium an der Universität Turin. Er lehrte von 1903 bis 1949 als Professor für Finanzwissenschaften in Turin und war Lehrbeauftragter am Polytechnikum in Turin und der Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi in Mailand. Bis 1926 war er Redakteur bei La Stampa und dem Corriere della Sera sowie Korrespondent der britischen Wochenzeitschrift The Economist. Einaudi war Herausgeber der Zeitschriften La Riforma Sociale (1900–1935) und Rivista di Storia Economica (1936–1943).

Politik

Als Mitglied des Senates (ab 1919) setzte er sich für eine liberale Wirtschaftspolitik ein und war ein Gegner des Protektionismus. Als Gegner des Faschismus floh er 1943 in die Schweiz. Er kehrte 1945 nach Italien zurück und war von 1945–1948 Gouverneur der Bank von Italien. Von 1946 bis 1948 war er Abgeordneter der verfassunggebenden Versammlung und ab 1948 Mitglied des Senates. Er war stellvertretender Ministerpräsident und Haushaltsminister im 4. Kabinett De Gasperi 1947/48. Am 11. Mai 1948 wurde er im vierten Wahlgang zum Staatspräsidenten gewählt, seine Amtszeit endete 1955.

Einaudi befürwortete eine politische Union Europas durch eine Verteidigungsgemeinschaft. Von der Notenbank finanzierte Budgetdefizite bekämpfte er. Die Sanierung des Staatshaushaltes und die Stabilisierung der Lira gelang ihm auf dem erreichten Inflationsniveau ohne Währungsreform. Ähnlich wie Jacques Rueff, Ludwig Erhard und Reinhard Kamitz konnte er als Professor sein Konzept mit großem Erfolg praktisch anwenden und den Wiederaufbau entschlossen vorantreiben.[1]

Trivia

Einaudi war verheiratet mit Ida Pellegrini. Sie haben drei Söhne, darunter den Verleger Giulio Einaudi. Der Komponist und Pianist Ludovico Einaudi ist ein Enkel Luigi Einaudis.

Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Hans Willgerodt, Einaudi, Luigi, in: Lexikon der Sozialen Marktwirtschaft (Freiburg: UTB, 2002), S. 29.

Weblinks

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