|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Luiz Gonzaga (* 13. Dezember 1912 in Exu, Pernambuco, Brasilien; † 2. August 1989) war Sänger, Akkordeonspieler und Komponist. Sein großes Verdienst war, die typische Musik des Nordostens von Brasilien in ganz Brasilien bekannt zu machen.
Schon in jungen Jahren interessierte er sich für das Akkordeon und die Sanfona, spielte Zabumba (eine Art große Basstrommel) und sang bei Festen und religiösen Zeremonien.
1930 trat er in die Armee ein spielte dort in einer Militär-Band bis 1939. Danach entschied er sich, in Rio de Janeiro zu wohnen und in Bars mit Boleros, Walzern und Tangos seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als er feststellte, dass die Immigranten aus dem Nordosten in der Großstadt ihre heimische Musik vermissten, nahm er die typischen Stile wie Baião, Xaxado, Chamego und Côco in sein Repertoire auf. Nachdem er diese Marktlücke erkannt hatte, bekam er regelmäßige Auftritte im Radio und nahm seine ersten Schallplatten auf.
1941 gewann er mit dem Titel Vira e mexe den ersten Preis bei dem Talentwettbewerb von Ary Barroso.
1943 begann er, bei seinen Auftritten eine typisch nordostbrasilianische Kostümierung zu tragen und wurde so zu einer Art Kultfigur. Bis 1954 arbeitete er beim Radio, erreichte eine große Popularität und setzte viele Trends, was den Musikstil des Baião betrifft. Er gilt als bekanntester Vertreter des Musikstils Forró. Nach dem Aufkommen der Bossa Nova wurde seine Musik in den größeren Städten nicht mehr so oft gespielt, aber seine Bekanntheit in ländlichen Gebieten blieb ungebrochen.
In den 1970er und 1980er Jahren spielte er Stücke der bekannten Komponisten Caetano Veloso, Gilberto Gil, Milton Nascimento sowie seines Sohnes Gonzaguinha. Viele seiner bekannten Erfolgstitel entstanden in der Zusammenarbeit mit Humberto Teixeira.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gonzaga, Luiz |
| KURZBESCHREIBUNG | brasilianischer Sänger, Akkordeonspieler und Komponist |
| GEBURTSDATUM | 13. Dezember 1912 |
| GEBURTSORT | Exu, Brasilien |
| STERBEDATUM | 2. August 1989 |