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| Málaga | ||
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| Wappen | Karte von Spanien | |
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| Basisdaten | ||
| Autonome Gemeinschaft: | Andalusien | |
| Provinz: | Málaga | |
| Comarca: | Metropolitana de Málaga | |
| Koordinaten | 36° 43′ N, 4° 25′ W36.72-4.428Koordinaten: 36° 43′ N, 4° 25′ W | |
| Höhe: | 8 msnm | |
| Fläche: | 398,25 km² | |
| Einwohner: | 568.030 (1. Jan. 2011)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1.426,32 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 29001– 29018 | |
| Gemeindenummer (INE): | 29067 | |
| Nächster Flughafen: | Aeropuerto de Málaga (8 km vom Stadtzentrum) | |
| Verwaltung | ||
| Amtssprache: | Kastilisch | |
| Bürgermeister: | Francisco de la Torre Prados (PP) | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Avenida de Cervantes, 4 29016 Málaga | |
| Offizielle Webpräsenz | ||
| Lage der Stadt | ||
| Provinz Málaga | ||
Málaga [ˈmalaɣa] ist nach Sevilla die zweitgrößte Stadt in Andalusien, Hauptstadt der Provinz Málaga und die sechstgrößte Stadt Spaniens. Die Stadt besitzt einen der größten spanischen Flughäfen, einen Handelshafen und eine Universität. Sie ist aufgrund ihres Klimas eines der wichtigsten Urlaubsziele der Iberischen Halbinsel.
Málaga ist in kulinarischer Hinsicht bekannt für Rosinen, Wein (Muskateller), Eis und frittierten Fisch, besonders typisch: frittierte Sardellen. Die Stadt bewirbt sich derzeit als Europäische Kulturhauptstadt für das Jahr 2016.
Inhaltsverzeichnis |
Málaga liegt am westlichen Teil des Mittelmeers, an der Costa del Sol. Die Stadt in der gleichnamigen Bucht ist umgeben von den Gebirgen Sierra de Mijas und Montes de Málaga. Durch die Stadt fließen der Guadalmedina und der Guadalhorce, die beide in Málaga ins Mittelmeer münden.
Die Stadt wird an einer Nord-Süd-Achse durch den Fluss Guadalmedina geteilt, die Altstadt mit den meisten Sehenswürdigkeiten liegt östlich des Flusses, das sogenannte neue Zentrum mit Einkaufszentren und Hauptbahnhof westlich des Guadalmedina.
Màlaga ist in 10 größere Viertel (distritos) aufgeteilt[2], Centro, Este (mit Pedregalejo, El Palo und Cerrado de Calderón), Ciudad Jardín, Bailén/Miraflores, Palma/Palmilla, Cruz de Humilladero, Carretera de Cádiz, Churriana (1905 eingemeindet), Campanillas und Puerto de la Torre, die sich wiederum in hunderte kleinere Barrios, dies sind Wohn- und Industrieflächen, aufteilen.
Das Klima in Málaga ist mediterran, das Wetter über die meiste Zeit des Jahres sonnig. Die relative Nähe der Berge beeinflusst das Küstenklima durch das Zusammentreffen verschieden temperierter Luftmassen mit, so dass die Winter in Málaga mild bleiben.
Die Sommer sind überdurchschnittlich trocken und heiß, die Temperaturen liegen oft deutlich über 30 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist im Jahresverlauf gering, so dass es in der Regel nicht stickig oder schwül wird, die Sommermonate Juli und August ausgenommen. Dort kommt es auch regelmäßig zu Terral-Einfluss. Terral ist ein Föhnwind, der von Norden in das Zentrum und die östlich angrenzenden Stadtteile eindringt und für eine Temperaturerhöhung von ca. 10 °C sorgt, bei sehr trockener Luft. Der Terraleinfluss dauert bis zu drei Tage und klingt meist mit einem kühleren Levante-Einfluss (Ostwind) aus. Im Juli und August sind acht Terraltage mit Temperaturen von über 35 °C die Regel. Im Juli und August 2008 wurden 23 Terraltage gezählt, die teilweise Temperaturen von über 40 °C bis spät in den Nachmittag hineinreichend mit sich brachten.
Das Wetter in Málaga ist im Winterhalbjahr sehr wechselhaft mit längeren Regenperioden, die meistens um den Jahreswechsel auftreten, jedoch in der Regel nicht über einen längeren Zeitraum. Davon abgesehen ist der Winter für europäische Verhältnisse von frühlingshaften bzw. frühsommerlichen Temperaturen begleitet, die zwei bis drei Tage dauernden Polarluftwellen ausgenommen, die für Tagestemperaturen von nur etwa 15 °C sorgen, während dann jedoch der Rest Europas weit unter dem Gefrierpunkt liegt. Im Sommerhalbjahr sind mehrwöchige Perioden ohne jegliche Niederschläge die Regel.
| Málaga | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Málaga
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Málaga wurde ca. im 8. Jahrhundert vor Christus von den seefahrenden Phöniziern gegründet, die die Stadt „Malaka“ nannten. Aufgrund der in der Region in der Antike üblichen Garumfabrikation gehen deshalb einige Forscher davon aus, dass das Toponym etwas mit der semitischen Wurzel für Salz zu tun hat (hebräisch מלח mélaḥ, arabisch ملح milḥ). Dagegen spricht allerdings der Konsonant ḥ, wo in den griechischen und lateinischen Quellen, aber auch auf punischen Münzen ein c/k angegeben wird. Die Wurzel m-l-k dagegen, die sich auf phönizischen Münzen wiederfindet, trägt die Bedeutung König. In Anbetracht des Münzbildes eines Tetrastyls (ein Tempel mit vier Säulen davor) wird daher der Stadtname auch auf den Gott Melkart der auch in Cádiz verehrt wurde, zurückgeführt. Melqart, aus Milk (König) und Qart (Stadt zusammengesetzt), ist der Herr der Stadt.[3]
Strabon schreibt in seiner Geographie (3, 4) über die Stadt, dass sie ein Handelsplatz (emporium) für die Nomaden der gegenüberliegenden Küste sei und dass sie über große Anlagen zur Fabrikation von Salzfisch verfüge. Noch zu seiner Zeit trage die Stadt Züge einer phönizischen Stadt. In den Ora Maritima des Avienus, die auf den massaliotischen Seefahrer Euktemon zurückgehen, wird Málaga als Hafen der Semiten bezeichnet (portum semitam), der fünf Tagesreisen per Schiff vom mare nostrum, gemeint sind hier wohl die Gewässer um Marseille, entfernt liegt. Von der Bedeutung der Stadt in römischer Zeit zeugt heute noch das römische Theater unterhalb der Alcazaba.
Die Völkerwanderungszeit bedeutete für die Baetica, und damit für Málaga, wechselhafte Jahre mit einigen Herrscherwechseln: Nach Vandalen und Alanen stritten Westgoten und Byzantiner um die Herrschaft. 571 wurde die Stadt schließlich von dem westgotischen König Leovigild besetzt.
Die Mauren eroberten Málaga, das sie Mālaqa nannten, 711. Bedeutung erlangte die Stadt dann im frühen 11. Jahrhundert, als die Hammudiden, die sich als rechtmäßige Erben des Kalifats von Córdoba verstanden, hier eine ihrer Residenzen errichteten. Sie erreichten nie mehr als eine Akzeptanz von Seiten der Berber, unter anderem der Zīrīden von Granada welche de facto aber mehr Macht innehatten, als ihre Kalifen. 1053 ließ dann der König von Granada, der Zīrīde Bādīs ibn Habbus den letzten Hammudiden-Kalifen Muḥammad ibn Idrīs ibn 'Alī al-Mahdī vergiften und eroberte die Stadt. Nach seinem Tod reagierte hier sein Enkel Tamīn ibn Buluggīn in Konkurrenz zu seinem Bruder 'Abdallāh ibn Buluggīn, dem König von Granada. 'Abdallāh berichtet im Zusammenhang mit den Kämpfen gegen seinen Bruder, dass die Gebiete um Málaga insbesondere von Christen bewohnt worden seien. Tamīn ibn Buluggīn war der erste andalusische Kleinkönig, der von den Almoraviden entmachtet wurde. Nach den Almoraviden kamen die Almohaden, bis Málaga schließlich ins naṣridische Emirat von Granada inkorporiert wurde. Nach der Eroberung durch die Katholischen Könige im Zuge der Reconquista am 18. August 1487 begannen die „Reformen“, um die Stadt in eine neue christliche Ansiedlung zu verwandeln.
Seit Beginn des 15. Jahrhunderts war Málaga ein Titularbistum. Im Zuge seiner Eroberung des Königreiches Granada durch die Katholischen Könige, wurde das alte Bistum Málaga ab 1485 wiederbelebt. Zunächst residierte der Bischof von Málaga, da die Stadt erst 1487 erobert wurde, in Ronda.
Zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs konnten sich die Republikaner gegen die aufständischen Militärs zunächst durchsetzen. Málaga war allerdings von Beginn an Frontstadt, und nur über die Küstenstraße nach Almería mit dem von der Republik gehaltenen Territorium verbunden. Als Hafen der republiktreuen spanischen Marine war die Stadt ein wichtiges strategisches Ziel für beide Bürgerkriegsparteien und so fand 1937 die Schlacht von Málaga statt. Dabei kam es zum Massaker von Málaga, bei dem bis zu 10.000 Menschen starben.
| 1842 | 1877 | 1900 | 1920 | 1940 | 1960 | 1981 | 2001 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 68.271 | 116.143 | 131.063 | 150.258 | 235.355 | 296.432 | 502.232 | 524.414 | 561.250 |
Die ersten demokratischen Wahlen gab es 1979.
| Periode | Name | Partei |
|---|---|---|
| 1970–1977 | Cayetano Utrera Ravassa | Movimiento Nacional |
| 1977–1979 | Luis Merino Bayona | Movimiento Nacional |
| 1979–1983 | Pedro Aparicio Sánchez | PSOE |
| 1983–1987 | Pedro Aparicio Sánchez | PSOE |
| 1987–1995 | Pedro Aparicio Sánchez | PSOE |
| 1995–1999 | Celia Villalobos Talero | PP |
| 1999–2003 | Celia Villalobos Talero und Francisco de la Torre Prados (2000) | PP |
| 2003–2007 | Francisco de la Torre Prados | PP |
| 2007–2011 | Francisco de la Torre Prados | PP |
| 2011– | Francisco de la Torre Prados | PP |
Málaga besitzt einen der wichtigsten und größten Flughäfen in Südspanien und ist Ankunftsort für fast alle Urlauber an der Costa del Sol, aber auch Drehkreuz zu anderen Zielen. Der Flughafen Málaga liegt südwestlich der Innenstadt und ist durch eine Buslinie und eine S-Bahn-Station angebunden.
Der RENFE-Hauptbahnhof Estación de María Zambrano liegt etwas westlich der Innenstadt und ist ein Kopfbahnhof. Seit Ende 2007 besteht eine AVE-Verbindung in Richtung Madrid. Es gibt ferner zwei Vorortbahnlinien: Die S-Bahn-Linie C-1 fährt unterirdisch von der Haltestelle Alameda zum Hauptbahnhof und dann weiter oberirdisch an der Küste entlang bis nach Fuengirola. Seit April 2008 wird in dem Abschnitt von der Haltestelle Alameda bis zum Hauptbahnhof gebaut und die Linie C-1 beginnt erst ab dem Hauptbahnhof. Die Linie C-2 führt vom Hauptbahnhof weiter nördlich nach Álora.
In der Nähe des Hauptbahnhofs befindet sich auch der Busbahnhof mit Linien in die Umgebung und Fernbussen. Málaga verfügt über ein gut ausgebautes Netz des ÖPNV mit der Alameda als Zentralhaltestelle. Seit 2005 ist die Metro Málaga im Bau, die vor allem den Verkehr in der Innenstadt entlasten und Sportstätten, Universität und Wohnbezirke besser und schneller anbinden soll.
Mit dem Auto ist Málaga über Autobahnen aus dem Norden (A-45 von Antequera), Nordosten und Südwesten (A7 - Küsten-Autobahn, z.T. mautpflichtig) zu erreichen. Die Verkehrssituation ist jedoch sehr angespannt, da sich der gesamte Verkehrsfluss stadteinwärts wie stadtauswärts auf wenige Ausfallstraßen reduziert, die regelmäßig überlastet sind.
Die wichtigste Tageszeitung in Málaga ist Diario Sur. Die kostenlos überall ausliegende Zeitung Que pasa aus derselben Verlagsgruppe informiert weiterhin über regionale Neuigkeiten und Termine.
Málaga besitzt eine Universität mit Schwerpunkten in Wirtschaft und Medizin. Etwa 40000 Studenten studieren dort. Der Campus befindet sich im Nordwesten der Stadt.
Die Alcazaba von Málaga, eine maurische Festung aus dem 11. Jahrhundert, wurde auf den Resten einer phönizischen Palastanlage für die maurischen Könige von Granada errichtet und im 14. Jahrhundert weiter ausgebaut. Eine Doppelmauer schuf ursprünglich die Verbindung zwischen dem Palastbereich der Alcazaba und der oberhalb der Festung bestehenden Burganlage des Castillo de Gibralfaro. Am Fuße der Alcazaba befinden sich die Ruinen eines aus der Zeit des Römischen Reiches stammenden Amphitheaters, die teilweise besichtigt werden können.
Die Kathedrale Catedral de la Encarnación, die von den christlichen Eroberern ab 1528 über der Großmoschee erbaut wurde, liegt nahe dem Hafen in der Innenstadt. Sie wird auch La Manquita (‚die Einarmige‘) genannt, da der zweite Turm aus Geldmangel nie vollendet wurde.
Ein Großteil der Sehenswürdigkeiten werden durch sogenannte Sightseeing-Busse angesteuert. In Málaga ist dafür die Buslinie der Firma City Sightseeing Worldwide verbreitet. Während der rund 90 minütigen Fahrt werden 14 Stationen angefahren. [6]
Der Fußballverein Málaga CF spielt ab der Saison 2008/2009 wieder in der Primera División, nachdem 2008 der Wiederaufstieg aus der 2. Liga gelang. Heimstätte des Vereins ist das Stadion La Rosaleda im Norden der Stadt.
Der Basketballclub Unicaja Málaga ist spanischer Meister (2005/06) und Pokalsieger des Vorjahres (Copa del Rey; 2004/05). Außerdem spielt der Klub regelmäßig in der Europaliga.
Vom 4. Juli bis 13. Juli 2008 fand die Wasserball-Europameisterschaft in Málaga statt.
Eine S-Bahn (Cercanía) fährt von der Innenstadt aus in die nahegelegenen Touristenzentren Fuengirola und Torremolinos. Wer Erholung innerhalb der Stadt sucht, fährt zumeist mit der Buslinie 11 zu den Vierteln Pedregalejo oder El Palo, die neben belebten Stränden auch gute (Fisch-)Restaurants zu bieten haben.
Alhaurín de la Torre | Alhaurín el Grande | Antequera | Benalmádena | Coín | Estepona | Frigiliana | Fuengirola | Marbella | Málaga | Mijas | Nerja | Rincón de la Victoria | Ronda | Torremolinos | Vélez-Málaga