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| Mörbisch am See | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Burgenland | |
| Politischer Bezirk: | Eisenstadt-Umgebung | |
| Kfz-Kennzeichen: | EU | |
| Fläche: | 28,01 km² | |
| Koordinaten: | 47° 45′ N, 16° 40′ O47.753333333316.6675122Koordinaten: 47° 45′ 12″ N, 16° 40′ 3″ O | |
| Höhe: | 122 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.325 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 83,01 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 7072 | |
| Vorwahl: | 0 26 85 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 03 07 | |
| NUTS-Region | AT112 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 22 7072 Mörbisch am See | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Peter Vargyas (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2007) (23 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Mörbisch am See im Bezirk Eisenstadt-Umgebung | ||
| Blick auf Mörbisch am See von Westen | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Mörbisch am See (ungarisch: Fertőmeggyes, kroatisch: Merbiš) ist eine österreichische Gemeinde mit 2325 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) am Neusiedler See im nördlichen Burgenland.
Inhaltsverzeichnis |
Mörbisch am See am See liegt im nördlichen Burgenland am südwestlichen Ufer des Neusiedler Sees direkt an der Staatsgrenze zu Ungarn und ca. 70 km südöstlich von Wien.
Der Ort hat einen sehr breiten Schilfgürtel, so dass man den See nur über einen 1950 aufgeschütteten Damm erreichen kann. Am Ende des Dammes befinden sich die Seebühne, das moderne Seebad Mörbisch am See, der Jachthafen, zwei Schifffahrtsunternehmen, die den Fährbetrieb nach Illmitz bedienen, Tennis- und Beachvolleyballplätze, eine Segel- und Surfschule sowie ein Bootsverleih.
Nachbargemeinden von Mörbisch am See sind:
Durch die Lage am Neusiedler See herrscht mildes, pannonisches Klima vor.
Der Name ist zum ersten Mal 1254 als possessio Megyes erwähnt (wörtlich: "der kirschenreiche Ort", zu ungarisch meggy "Kirsche"). Die ersten, ungarischsprachigen Bewohner benannten die Siedlung also entweder nach einem dort befindlichen, auffälligen Kirschbaum oder nach den zahlreich dort wachsenden Kirschbäumen.
Diese ungarische Form Meggyes wurde später leicht abgewandelt ins Deutsche als Mörbisch übernommen; die kroatische Form Merbiš ist aus der deutschen entlehnt.
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
Später unter den Römern lag das heutige Mörbisch am See dann in der Provinz Pannonia.
Mörbisch am See war bereits 5000 v. Chr. besiedelt. Auch die Römer hatten Siedlungen hier. Unmittelbar südlich der Staats- und Gemeindegrenze bei Mörbisch am See ist ein Mithrasrelief aus der römischen Zeit Pannoniens zu sehen.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1921 zu Ungarn, konkret zum Komitat Sopron (Ödenburg). Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain 1919 und Trianon 1920 Österreich zugesprochen. Der Ort gehörte seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes), in der NS-Zeit zu Niederösterreich. Dennoch waren Wirtschaft und Kultur bis 1945 nach Ödenburg ausgerichtet.
1945–1989 lag zwischen Mörbisch am See und Ödenburg der Eiserne Vorhang, seither ist die Grenze wieder offen. Ende 2007 wurden die Grenzkontrollen eingestellt (Schengenabkommen).
Weithin bekannt sind die Seefestspiele Mörbisch. Auf einer im Neusiedlersee aufgebauten Bühne werden jährlich im Juli und August Operetten österreichischer Komponisten gespielt.
Die Veranstaltungsserie 'Musik im Park', bei der Konzertaufzeichnungen auf einer Großbildleinwand vorgeführt werden, findet jährlich im Sommer statt, ebenso regelmäßige Gästekonzerte und Auftritte der Volkstanzgruppe.
Mörbisch am See ist mit seiner Lage im Anbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland ein traditioneller Weinbauort. 500 Hektar Rebfläche werden von 100 Winzern bewirtschaftet; ausgeschenkt wird u. a. in den 15 Heurigenschenken des Ortes.[1]
Mörbisch am See zählt mit rund 113.000 Übernachtungen jährlich (2005)[2] zu den größten Tourismusgemeinden des Burgenlandes. Mit dem Aufschwung des Tourismus im Burgenland hat auch Mörbisch am See profitiert; durch die Seefestspiele Mörbisch wurde dieser Effekt noch verstärkt.
Mörbisch am See ist auf der Straße oder per Schiff erreichbar. Das Straßennetz endet an der Grenze zu Fertőrákos (Kroisbach); der Fahrweg dorthin, in Österreich großzügig ausgebaut, damit man per Autobus den Eisernen Vorhang besichtigen konnte, ist auf ungarischer Seite nur für Radfahrer und Fußgänger geöffnet.
Von anderen Seeanrainergemeinden, vor allem von Illmitz im Seewinkel aus, gibt es fahrplanmäßige Bootsfahrten (Radfähre) nach Mörbisch.
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