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Mühlenkopfschanze

Große Mühlenkopfschanze[1]
Große Mühlenkopfschanze[1]
Mühlenkopfschanze (Hessen)
Red pog.svg
Standort
Stadt Willingen
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Verein SC Willingen
Zuschauerplätze 35.000
Baujahr 1951
Umgebaut 2000
Schanzenrekord 152,0 m FinnlandFinnland Janne Ahonen (2005)
Daten
Aufsprung
Hillsize HS 145
Konstruktionspunkt 130 m
Weitere Schanzen
  • K 89 (abgerissen 2000)
51.2758.61527777778Koordinaten: 51° 16′ 30″ N, 8° 36′ 55″ O
Mühlenkopfschanze
Anlauf
Anlauflänge 107 m
Neigung des Anlaufs (γ) 35°
Schanzentisch
Tischhöhe 3,25 m
Tischlänge 6,7 m
Neigung des Schanzentisches (α) 11°
Aufsprung
Hillsize 145 m
Konstruktionspunkt 130 m
Höhendifferenz Tischkante bis K-Punkt (h) 65,73 m
Längendifferenz Tischkante bis K-Punkt (n) 111,41 m
Verhältnis Höhen- zu Längendifferenz (h/n) 0,590
Auslauf
Länge des Auslaufs 118 m

Die Mühlenkopfschanze ist eine im Ortsteil Stryck in Willingen stehende Skisprungschanze. Die heutige Mühlenkopfschanze ist eine Großschanze der Kategorie K 130 und die größte Großschanze der Welt. Bis zum Jahr 2000 existierten am heutigen Standort zwei Schanzen, eine Normalschanze K 89 und Großschanze K 120.

Etwa zwei Kilometer nördlich stehen am Orenberg drei kleinere Schanzen der Kategorien K 12, K 20 und K 45. Nur diese drei Schanzen sind mit Matten belegt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1951–2000

Die Mühlenkopfschanze wurde im Jahr 1951 errichtet. 1995, 1997 und seit 1999 findet jährlich ein Weltcup-Skispringen statt, welches großen Zuschauerzuspruch findet; im Jahr 2003 kamen an drei Tagen 90.000 Besucher an die Großschanze.

Umbau

Nachdem das Schanzenzertifikat abgelaufen und von der FIS nicht verlängert worden war, wurde ein Umbau nötig. Die alten Schanzen K 89 und K 120 wurden nach Ostern 2000 abgerissen. Die K-89-Schanze wurde nicht wieder neu aufgebaut. Der Umbau der K-120-Schanze zur Großschanze kostete 10 Millionen D-Mark. Die Tribünenflächen wurden auf rund 38.000 Plätze erweitert. Insgesamt wurden rund 3300 Meter Versorgungsleitungen unter anderem für die Kunstschneeproduktion verlegt. Des Weiteren wurde ein neues Funktionsgebäude errichtet. Architekt des Umbaus war Burkhard Pahl.

Seit dem Umbau erreichen die Skispringer die Schanze mit einer Kabinenbahn und einem Aufzug. Der neue Adlerhorst, das „Ufo“, das am Schanzenkopf als Aufwärmraum für die Springer dient und der neue Auslauf waren im November 2000 fertig gestellt. Im Februar 2001 fand der erste Weltcup auf der umgebauten Anlage statt.

Technisches

Die Mühlenkopfschanze wird gegenwärtig nur einmal im Jahr für das Weltcup-Springen präpariert. Die Anlage kann ganzjährig außerhalb der Weltcup-Veranstaltungen besichtigt werden. Eine Kleinkabinenbahn führt vom Auslauf bis hoch zum Anlaufturm. In der warmen Jahreszeit wird das Skisprungstadion auch als Veranstaltungsort für Freiluftkonzerte verwendet.

Bilder

Internationale Wettbewerbe

Genannt werden alle von der FIS organisierten Sprungwettbewerbe[2]

Datum Kategorie Schanze 1. Platz 2. Platz 3. Platz
8. Januar 1995 Weltcup K120 OsterreichÖsterreich Andreas Goldberger JapanJapan Kazuyoshi Funaki DeutschlandDeutschland Dieter Thoma
1. Februar 1997 Weltcup K120 OsterreichÖsterreich Martin Höllwarth DeutschlandDeutschland Dieter Thoma SlowenienSlowenien Primož Peterka
2. Februar 1997 Weltcup K120 JapanJapan Hiroya Saitō DeutschlandDeutschland Dieter Thoma NorwegenNorwegen Roar Ljøkelsøy
29. Januar 1999 Weltcup K120 JapanJapan Noriaki Kasai DeutschlandDeutschland Martin Schmitt JapanJapan Kazuyoshi Funaki
30. Januar 1999 Weltcup K120 JapanJapan Japan
Kazuyoshi Funaki
Noriaki Kasai
Hideharu Miyahira
Kazuya Yoshioka
</dd>
OsterreichÖsterreich Österreich
Reinhard Schwarzenberger
Wolfgang Loitzl
Stefan Horngacher
Andreas Widhölzl
</dd>
DeutschlandDeutschland Deutschland
Sven Hannawald
Hansjörg Jäkle
Martin Schmitt
Dieter Thoma
</dd>
31. Januar 1999 Weltcup K120 JapanJapan Noriaki Kasai OsterreichÖsterreich Andreas Widhölzl JapanJapan Kazuyoshi Funaki
5. Februar 2000 Weltcup K120 OsterreichÖsterreich Andreas Widhölzl FinnlandFinnland Janne Ahonen DeutschlandDeutschland Martin Schmitt
6. Februar 2000 Weltcup K120 OsterreichÖsterreich Andreas Widhölzl DeutschlandDeutschland Martin Schmitt FinnlandFinnland Janne Ahonen
2. Februar 2001 Weltcup K130 FinnlandFinnland Finnland
Ville Kantee
Jussi Hautamäki
Jani Soininen
Risto Jussilainen
</dd>
OsterreichÖsterreich Österreich
Martin Höllwarth
Stefan Horngacher
Wolfgang Loitzl
Andreas Widhölzl
</dd>
JapanJapan Japan
Kazuyoshi Funaki
Kazuya Yoshioka
Hideharu Miyahira
Noriaki Kasai
</dd>
3. Februar 2001 Weltcup K130 FinnlandFinnland Ville Kantee PolenPolen Adam Małysz FinnlandFinnland Risto Jussilainen
4. Februar 2001 Weltcup K130 PolenPolen Adam Małysz FinnlandFinnland Risto Jussilainen FinnlandFinnland Matti Hautamäki
12. Januar 2002 Weltcup K130 DeutschlandDeutschland Sven Hannawald FinnlandFinnland Matti Hautamäki FinnlandFinnland Veli-Matti Lindström
13. Januar 2002 Weltcup K130 OsterreichÖsterreich Österreich
Martin Höllwarth
Andreas Goldberger
Stefan Horngacher
Andreas Widhölzl
</dd>
FinnlandFinnland Finnland
Veli-Matti Lindström
Tami Kiuru
Janne Ahonen
Matti Hautamäki
</dd>
DeutschlandDeutschland Deutschland
Christof Duffner
Stephan Hocke
Sven Hannawald
Martin Schmitt
</dd>
5. Februar 2003 Continentalcup K130 DeutschlandDeutschland Michael Möllinger OsterreichÖsterreich Stefan Thurnbichler DeutschlandDeutschland Maximilian Mechler
8. Februar 2003 Weltcup K130 DeutschlandDeutschland Sven Hannawald OsterreichÖsterreich Andreas Widhölzl OsterreichÖsterreich Florian Liegl
9. Februar 2003 Weltcup K130 JapanJapan Noriaki Kasai JapanJapan Hideharu Miyahira SlowenienSlowenien Robert Kranjec
14. Februar 2004 Weltcup K130 FinnlandFinnland Janne Ahonen DeutschlandDeutschland Georg Späth NorwegenNorwegen Roar Ljøkelsøy
15. Februar 2004 Weltcup K130 NorwegenNorwegen Norwegen
Tommy Ingebrigtsen
Sigurd Pettersen
Bjørn Einar Romøren
Roar Ljøkelsøy
</dd>
FinnlandFinnland Finnland
Tami Kiuru
Matti Hautamäki
Jussi Hautamäki
Janne Ahonen
</dd>
DeutschlandDeutschland Deutschland
Michael Uhrmann
Martin Schmitt
Alexander Herr
Georg Späth
</dd>
8. Januar 2005 Weltcup HS145 DeutschlandDeutschland Deutschland
Maximilian Mechler
Michael Uhrmann
Alexander Herr
Georg Späth
</dd>
FinnlandFinnland Finnland
Matti Hautamäki
Risto Jussilainen
Tami Kiuru
Janne Ahonen
</dd>
OsterreichÖsterreich Österreich
Andreas Widhölzl
Wolfgang Loitzl
Thomas Morgenstern
Martin Höllwarth
</dd>
9. Januar 2005 Weltcup HS145 FinnlandFinnland Janne Ahonen OsterreichÖsterreich Martin Höllwarth SchweizSchweiz Andreas Küttel
4. Februar 2006 Weltcup HS145 OsterreichÖsterreich Andreas Kofler OsterreichÖsterreich Thomas Morgenstern SchweizSchweiz Andreas Küttel
5. Februar 2006 Weltcup HS145 FinnlandFinnland Finnland
Tami Kiuru
Janne Happonen
Matti Hautamäki
Janne Ahonen
</dd>
OsterreichÖsterreich Österreich
Andreas Kofler
Andreas Widhölzl
Martin Koch
Thomas Morgenstern
</dd>
NorwegenNorwegen Norwegen
Bjørn Einar Romøren
Lars Bystøl
Sigurd Pettersen
Roar Ljøkelsøy
</dd>
10. Februar 2007 Weltcup HS145 NorwegenNorwegen Anders Jacobsen DeutschlandDeutschland Michael Uhrmann SlowenienSlowenien Jernej Damjan
11. Februar 2007 Weltcup HS145 OsterreichÖsterreich Österreich
Wolfgang Loitzl
Andreas Kofler
Arthur Pauli
Gregor Schlierenzauer
</dd>
NorwegenNorwegen Norwegen
Tom Hilde
Anders Bardal
Anders Jacobsen
Roar Ljøkelsøy
</dd>
DeutschlandDeutschland Deutschland
Stephan Hocke
Tobias Bogner
Jörg Ritzerfeld
Michael Uhrmann
</dd>
16. Februar 2008 Weltcup HS145 NorwegenNorwegen Norwegen
Bjørn Einar Romøren
Anders Bardal
Tom Hilde
Anders Jacobsen
</dd>
FinnlandFinnland Finnland
Janne Happonen
Harri Olli
Matti Hautamäki
Janne Ahonen
</dd>
OsterreichÖsterreich Österreich
Andreas Kofler
Martin Koch
Gregor Schlierenzauer
Thomas Morgenstern
</dd>
17. Februar 2008 Weltcup HS145 NorwegenNorwegen Bjørn Einar Romøren SlowenienSlowenien Jernej Damjan NorwegenNorwegen Anders Bardal
7. Februar 2009 Weltcup HS145 OsterreichÖsterreich Österreich
Thomas Morgenstern
Markus Eggenhofer
Andreas Kofler
Wolfgang Loitzl
</dd>
NorwegenNorwegen Norwegen
Roar Ljøkelsøy
Tom Hilde
Anders Bardal
Anders Jacobsen
</dd>
FinnlandFinnland Finnland
Ville Larinto
Kalle Keituri
Matti Hautamäki
Harri Olli
</dd>
8. Februar 2009 Weltcup HS145 OsterreichÖsterreich Gregor Schlierenzauer SchweizSchweiz Simon Ammann JapanJapan Noriaki Kasai
6. Februar 2010 Weltcup HS145 OsterreichÖsterreich Gregor Schlierenzauer NorwegenNorwegen Anders Jacobsen DeutschlandDeutschland Michael Neumayer
7. Februar 2010 Weltcup HS145 DeutschlandDeutschland Deutschland
Michael Neumayer
Pascal Bodmer
Martin Schmitt
Michael Uhrmann
</dd>
NorwegenNorwegen Norwegen
Johan Remen Evensen
Tom Hilde
Anders Jacobsen
Bjørn Einar Romøren
</dd>
OsterreichÖsterreich Österreich
Florian Schabereiter
Michael Hayböck
Stefan Thurnbichler
David Zauner
</dd>
29. Januar 2011 Weltcup HS145 OsterreichÖsterreich Österreich
Gregor Schlierenzauer
Martin Koch
Andreas Kofler
Thomas Morgenstern
</dd>
DeutschlandDeutschland Deutschland
Michael Uhrmann
Martin Schmitt
Michael Neumayer
Severin Freund
</dd>
PolenPolen Polen
Kamil Stoch
Piotr Żyła
Stefan Hula
Adam Małysz
</dd>
30. Januar 2011 Weltcup HS145 DeutschlandDeutschland Severin Freund OsterreichÖsterreich Martin Koch SchweizSchweiz Simon Amman
11. Februar 2012 Weltcup HS145 NorwegenNorwegen Norwegen
Anders Fannemel
Rune Velta
Vegard Sklett
Anders Bardal
</dd>
OsterreichÖsterreich Österreich
Martin Koch
Andreas Kofler
Thomas Morgenstern
Gregor Schlierenzauer
</dd>
DeutschlandDeutschland Deutschland
Maximilian Mechler
Andreas Wank
Severin Freund
Richard Freitag
</dd>
12. Februar 2012 Weltcup HS145 NorwegenNorwegen Anders Bardal TschechienTschechien Roman Koudelka JapanJapan Daiki Itō

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Mühlenkopfschanze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Ausschreibung 2007 und Schanzenprofilbestätigung
  2. FIS Results Willingen. Abgerufen am 16. März 2012.
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