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| Mülheim (Ruhr) Hauptbahnhof | |
|---|---|
| Empfangsgebäude | |
| Daten | |
| Kategorie | 3 |
| Betriebsart | Durchgangsbahnhof |
| Bauform | ehem. Keilbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 4 |
| Abkürzung | EMLR |
| Eröffnung | 1862 |
| Lage | |
| Stadt | Mülheim an der Ruhr |
| Land | Nordrhein-Westfalen |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 51° 25′ 53″ N, 6° 53′ 11″ O51.43138888896.88638888889Koordinaten: 51° 25′ 53″ N, 6° 53′ 11″ O |
| Eisenbahnstrecken | |
| Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen | |
Mülheim (Ruhr) Hauptbahnhof ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Mülheim an der Ruhr. Seinen heutigen Namen erhielt der Bahnhof erst 1974 nach dem Ausbau der Bahnstrecke im Zuge der Einrichtung der S-Bahn Rhein-Ruhr.
Der ehemalige Berührungsbahnhof liegt in der Gabelung zwischen den Ruhrgebietsstrecken von zwei der größten ehemaligen privaten Bahngesellschaften, der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (kurz RhE) und der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (kurz BME).
Inhaltsverzeichnis |
Die RhE baute 1866 an ihrer Ruhrgebietstrecke von Osterath nach Dortmund RhE den Bahnhof „Mülheim RhE“. Unmittelbar nördlich angrenzend an den bestehenden Bahnhof errichtete die BME 1867 einen eigenen Haltepunkt „Mülheim-Eppinghofen BME“ an ihrer eigenen, bereits seit 1862 bestehenden Ruhrgebietstrecke von Witten oder Dortmund nach Oberhausen oder Duisburg.
Nach der Verstaatlichung und Zusammenführung der beiden Eisenbahn-Gesellschaften in den Preußischen Staatseisenbahnen wurden beide Strecken aber nicht verknüpft.
Am 1. Juni 1888 wurde der Bahnhof das erste Mal umbenannt in „Mülheim (Ruhr)“, nur vier Jahre danach am 11. August 1892 dann wieder in „Mülheim-Eppinghofen“. In den Jahren 1905 bis 1910 wurde der Eppinghofer Bahnhof mit der Unterführung der Eppinghofer Straße in einem gemeinsamen Gebäude nun auch für die Fahrgäste erkennbar zwischen den Gleisen neu errichtet. Das Spitzdach des Gebäudes wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut.
Der betriebstechnisch bedeutendere Bahnhof Mülheims war aber immer noch der bereits 1862 von der BME weiter westlich errichtete größere Bahnhof „Mülheim (Ruhr) BME“ (ab 1892 „Mülheim (Ruhr)“), welcher aber wegen der größeren Entfernung zur Stadtmitte von der Mülheimer Bevölkerung nicht entsprechend angenommen wurde. Das in der Nähe der Industrieanlagen der Friedrich Wilhelms-Hütte gelegene große Bahnhofsgebäude wurde 1975 abgerissen, der dazugehörige Bahnhof trägt heute die Bezeichnung „Mülheim (Ruhr) West“.
Mit der Elektrifizierung der Strecke Köln–Hamm in den 1950er Jahren wurden die Halte der Fernzüge zum Eppinghofer Bahnhof – am 22. Mai 1955 umbenannt in „Mülheim (Ruhr) Stadt“ – verlegt, der 1974 mit der Eröffnung der S-Bahn Rhein-Ruhr die bis heute gültige Bezeichnung „Mülheim (Ruhr) Hbf“ erhielt.
Mülheim (Ruhr) Hbf hat heute an der ehemals Bergisch-Märkischen Bahn zwei Bahnsteige mit je zwei Gleisen, also vier Gleise zum Ein- und Ausstieg. Die Strecke der ehemaligen Rheinischen Bahn ist derzeit stillgelegt, die Oberleitungen wurden demontiert. Darüber hinaus wurden alle Abstellgleise an den Bahnhofsausfahrten, sowie fast sämtliche Weichen entfernt. Nur noch ein Weichenpaar zwischen Fernstrecke und S-Bahnstrecke in östlicher Fahrtrichtung unterscheidet den Bahnhof betrieblich von einem Haltepunkt.
Durch die Renovierung in den Jahren 2010 und 2011 wurde das Hauptgebäude fast vollständig saniert, sowie die Personentunnel neu gestaltet und der Bahnhofsvorplatz modernisiert.
Im Schienenpersonenfernverkehr bestehen direkte Verbindungen mit Intercity und EuroCity nach Berlin und Leipzig über Dortmund und Hannover sowie nach Passau und Klagenfurt über Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main. Insgesamt halten zirka 15 IC-Züge pro Tag an diesem Bahnhof.
| Linie | Zuglauf | Takt |
|---|---|---|
| IC/EC 32 | (Fr/So: Berlin – Hannover – Bielefeld – Hamm –) Dortmund – Essen – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Koblenz – Mainz – Mannheim – Heidelberg – Stuttgart (ein Zugpaar Ulm – Augsburg – München – Salzburg – Klagenfurt, ein Zugpaar Ulm – Lindau – Innsbruck, ein Zugpaar Reutlingen – Tübingen) | Zweistundentakt |
| IC 55 | Leipzig – Halle/Saale – Magdeburg – Braunschweig – Hannover – Bielefeld – Hamm – Dortmund – (Essen – Duisburg – Düsseldorf) oder (Hagen – Wuppertal – Solingen) – Köln (ein Zugpaar Bonn – Koblenz – Mainz – Mannheim – Heidelberg – Stuttgart – Ulm – Oberstdorf) | Zweistundentakt |
Montags (zwischen 2 und 3 Uhr) hält der Intercity-Express ICE 949 (Köln - Berlin) in Mülheim (Ruhr) Hauptbahnhof.[1]
Im Schienenpersonennahverkehr ist Mülheim (Ruhr) Hauptbahnhof Halt mehrerer Regional- und S-Bahn-Linien:
| Linie | Linienverlauf | Takt |
|---|---|---|
| RE 1 NRW-Express | (Paderborn –) Hamm (Westf) – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Aachen | 60 min |
| RE 2 Rhein-Haard-Express | Münster (Westf) – Recklinghausen – Gelsenkirchen – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf | 60 min |
| RE 6 Westfalen-Express | Minden (Westf) – Bielefeld – Hamm (Westf) – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf | 60 min |
| RE 11 Rhein-Hellweg-Express | Hamm (Westf) – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Krefeld – Mönchengladbach | 60 min |
| S 1 S-Bahn Rhein-Ruhr | Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf – Hilden – Solingen | 20 min |
| S 3 S-Bahn Rhein-Ruhr | Hattingen (Ruhr) – Essen – Mülheim (Ruhr) – Oberhausen | 20 min |
Unter dem eigentlichen Hauptbahnhof befindet sich eine Stadtbahnstation. Diese ist ebenfalls viergleisig mit zwei Bahnsteigen ausgelegt und wird von drei Stadtbahnlinien von drei Verkehrsgesellschaften bedient. In Betrieb ging der U-Bahnhof am 28. Mai 1977 im Rahmen der Inbetriebnahme der Stadtbahnstrecke Essen-Mülheim. Diese löste die Straßenbahnstrecke Essen-Mülheim (Linien 8 und 18) ab. Später in den 1980er kam die Linie 102 dazu, die durch die unterirdische Streckenführung am Hauptbahnhof eine schnellere Anbindung an den Stadtteil Dümpten erreicht. Als dritte und zuletzt hinzugefügte Linie kam in den frühen 1990er die Duisburger Stadtbahnlinie 901, die zuvor an der Haltestelle Mülheim Stadtmitte endete. Die Bahnsteige für die Linien 102 und 901 sind niederflurig, der Bahnsteig für die Linie U18 hingegen ist hochflurig. Die Linien U18 und 901 verkehren auf Normalspur, die Linie 102 wird auf Meterspur geführt. Der gemeinsame Streckenabschnitt der Linien 102 und 901 in westlicher Richtung ist daher doppelspurig ausgebaut und trennt sich unmittelbar nach Verlassen der Rampe an der Duisburger Straße. Es bestehen Verbindungen zu den Nachbarstädten Duisburg und Essen.
| Linie | Linienverlauf |
|---|---|
| U18 | Mülheim Hbf − Heißen Kirche − Rhein-Ruhr-Zentrum − Essen Hbf − Berliner Platz |
| 102 | Uhlenhorst − Stadtmitte − Mülheim Hbf − Oberdümpten |
| 901 | DU-Obermarxloh − Marxloh − Beeck − Laar − Ruhrort − DU-Stadtmitte − Mülheim Hbf |
Mit der Aufnahme in das Rhein-Ruhr-Express-Programm der Deutschen Bahn soll der Hauptbahnhof ebenfalls eine Sanierung der Gleise erfahren.
NRWbahnarchiv von André Joost:
Aktienstraße | Christianstraße | Eichbaum | Gracht | Heißen Kirche | Mühlenfeld | Mülheim (Ruhr) Hauptbahnhof | Mülheim Stadtmitte | Rhein-Ruhr-Zentrum | Rosendeller Straße | Schloß Broich | Von-Bock-Straße