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Als Münchner Schule der Sozialgeographie wird eine Schule innerhalb der Sozialgeographie bezeichnet, die Ihren Ursprung am heutigen Seminar für Sozialwissenschaftliche Geographie der Universität München hat. Sie hat die Geographie als sozialwissenschaftliche Disziplin maßgeblich geprägt und ist somit nicht unabhängig von der Entwicklung und Etablierung der Sozialgeographie insgesamt zu denken. Die Münchner Geographie war zunächst an der Polytechnischen Schule (später Technische Universität) angesiedelt. Hier war es vor allem Wolfgang Hartke, der von 1952 bis 1975 ordentlicher Professor am Geographischen Institut der TU war und der
Im Zentrum des Interesses stehen dabei die Daseinsfunktionen der Gesellschaft innerhalb eines bestimmten Raums.
In den folgenden Jahren wurde die Münchner Sozialgeographie v.a. durch Günter Heinritz (1975–2006) und Herbert Popp (1994–1999) geprägt, später mit neueren Ansätzen verknüpft und weiterentwickelt u.a. durch Heinz Fassmann, Claus-Christian Wiegandt und Rainer Kazig. 2002 ging das Geographische Institut in das Seminar für Sozialwissenschaftliche Geographie im Department für Geo- und Umweltwissenschaften der Universität München über.[2] Nach längerer Vakanz der sozialgeographischen Lehrstühle wurde zum WS 2011 eine neue Schwerpunktsetzung auf Mensch-Umwelt-Beziehungen in der Anthropogeographie eingerichtet, die von [Claudia Binder] geleitet wird.