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| MĂĽrzzuschlag | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Ă–sterreich | |
| Bundesland: | Steiermark | |
| Politischer Bezirk: | MĂĽrzzuschlag | |
| Kfz-Kennzeichen: | MZ | |
| Fläche: | 19,21 km² | |
| Koordinaten: | 47° 36′ N, 15° 40′ O47.607515.6730555556670Koordinaten: 47° 36′ 27″ N, 15° 40′ 23″ O | |
| Höhe: | 670 m ü. A. | |
| Einwohner: | 8.745 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 455,23 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 8680 | |
| Vorwahl: | 03852 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 13 11 | |
| NUTS-Region | AT223 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Wiener StraĂźe 9 8680 MĂĽrzzuschlag | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| BĂĽrgermeister: | Karl Rudischer (SPĂ–) | |
| Gemeinderat: (2010) (25 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt MĂĽrzzuschlag im Bezirk MĂĽrzzuschlag | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Mürzzuschlag ist die Bezirkshauptstadt des gleichnamigen Bezirks im Nordosten der Steiermark (Österreich) mit 8745 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011). Sie wurde 1227 erstmals urkundlich erwähnt. Der Minnesänger Ulrich von Liechtenstein hat auf einer Fahrt von Venedig nach Böhmen den Begriff „murzuslage“ in seinem Gedicht Frauendienst erwähnt.
Inhaltsverzeichnis |
Mürzzuschlag ist eine kleine Stadt am Fluss Mürz auf 670 Meter Seehöhe. Mürzzuschlag ist die letzte Stadt vor der natürlichen Grenze zu Niederösterreich, dem Semmering. Im Nordosten befindet sich der Stadtteil Edlach, im Südwesten Hönigsberg. Weite Teile der umliegenden Fläche gehören zur Gemeinde Ganz.
Mürzzuschlag erhielt 1923 das Stadtrecht. Der Name stammt der Volksetymologie zufolge daher, dass die Mürz in Richtung unteres Mürztal zuschlägt (einen Knick macht), in Wirklichkeit leitet er sich aber wohl eher vom slawischen Flurnamen Muriza Slaka her.[1] 1360 erhielt Mürzzuschlag von Herzog Rudolf das Eisenrecht. Dieses garantierte das Recht auf alleinige Produktion von Kleineisen zwischen Leoben und Semmering. Johann H. A. Bleckmann kaufte 1862 die alten Hammerwerke und gründete die Phönix-Stahlwerke, dann Schoeller-Bleckmann Stahlwerke, die heutige Böhler Bleche GmbH. Der erste rostfreie Stahl der Welt wurde 1912 von Ingenieur Max Mauermann in den Bleckmannwerken entwickelt.
Viktor Kaplan, der Erfinder der Kaplan- und Schnellläuferturbine, wurde 1876 hier geboren, die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek im Jahr 1946. Mürzzuschlag ist seit jeher eine Arbeiterstadt. Seit dem Rückgang der Stahlindustrie werden von der Gemeinde zahlreiche kulturelle Initiativen gesetzt.
Johannes Brahms schrieb von 1884 bis 1885 in Mürzzuschlag seine vierte Symphonie, daher gibt es dort heute ein Brahms-Museum. Toni Schruf, einer der ersten Skiläufer in Mitteleuropa und Wirt des Hotel Post, wuchs in Mürzzuschlag auf. Eugenie Walter, besser bekannt als die Schauspielerin und Charakterdarstellerin Jenny Jugo wurde am 14. Juni 1905 hier geboren. Unter anderem spielte sie 1938 die Rolle der Queen Viktoria in Mädchenjahre einer Königin.
Vom 5. bis 8. Februar 1931 fand in Mürzzuschlag die einzige Arbeiter-Wintersport-Olympiade statt. An den vom Österreichischem Arbeitersportverband organisierten Wettbewerben nahmen nach jetzigem Forschungsstand über 560 Arbeitersportler teil. Wettbewerbe wurden im Skilanglauf, Abfahrtski, Eishockey, Eisstockschießen, Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Eistanz, Geländelauf und Hindernislauf ausgetragen.
Nach den Plänen des Konstrukteurs Carl Ritter von Ghega konnte die Bergbahn von Gloggnitz nach Mürzzuschlag über den Semmering 1854 in Betrieb genommen werden. Die Semmeringbahn ist heute UNESCO-Weltkulturerbe. Um die Verbundenheit der Stadt mit dieser wichtigen Strecke zu dokumentieren, wurde in einer ehemaligen Montierung der Zugförderung Mürzzuschlag am 19. Juni 2004 der Südbahn-Kulturbahnhof Mürzzuschlag und das Südbahnmuseum eröffnet.
Bürgermeister der Stadtgemeinde Mürzzuschlag ist Karl Rudischer (SPÖ). Erster Vizebürgermeister ist Manfred Juricek (SPÖ), zweiter Vizebürgermeister ist Franz Gstättner (ÖVP). Stadträte sind Karl Heinz Baumer (SPÖ) und Arnd Meissl (FPÖ).
Stadtamtsdirektor ist Friedrich Lang.
Der Gemeinderat setzt sich aus 25 Sitzen zusammen, von denen 14 die SPĂ–, 4 die Ă–VP, 4 die FPĂ–, 2 die KPĂ– und einen die GrĂĽnen stellen.
Im Jahre 1893 wurde auf Initiative des Gastwirts Toni Schruf der erste alpine Skiwettlauf in Mitteleuropa auf dem in der Nähe gelegenen Stuhleck ausgetragen.
Die Ganzsteinschanzen sind die ältesten Anlagen dieser Art in Mitteleuropa.
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