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| MDR FERNSEHEN | |
|---|---|
| Senderlogo | |
| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | Kabel, Satellit & Antenne, DVB-C, DVB-S, DVB-T und IPTV |
| Länder: | Sachsen, Sachsen-Anhalt & Thüringen |
| Sendeanstalt: | Mitteldeutscher Rundfunk |
| Intendant: | Karola Wille |
| Sendebeginn: | 1. Januar 1992 |
| Rechtsform: | Öffentlich-rechtlich |
| Programmtyp: | Vollprogramm |
| Website: | www.mdr.de/tv |
| Liste von Fernsehsendern | |
MDR Fernsehen (Eigenschreibweise MDR FERNSEHEN) ist seit 1992 das regionale Fernsehprogramm des Mitteldeutschen Rundfunks für die drei Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Das MDR-Fernsehen ist seit 1996 das meistgesehene dritte Fernsehprogramm Deutschlands; 2006 lag der Marktanteil im zuständigen Sendegebiet bei 9,3 %.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Bereits weit vor Sendebeginn im Jahre 1992 gab es rechtliche Vorgängerunternehmen, aus denen sich nach und nach der Mitteldeutsche Rundfunk und schließlich auch das MDR-Fernsehen entwickelte. Hauptsächlich wurde über diese verschiedenen Unternehmen Rundfunk im Bereich des Hörfunks verbreitet. Schon in den Jahren 1924 bis 1933 gab es die anfangs private, danach halbstaatliche MIRAG (Mitteldeutsche Rundfunk AG). Danach zeichnete in den Jahren 1933 bis 1934 die voll verstaatlichte Mitteldeutsche Rundfunk GmbH verantwortlich. Die darauffolgenden Jahre von 1934 bis 1945 gab es für die Rundfunkverbreitung den Reichssender Leipzig, danach von 1945 bis 1952 den Landessender Leipzig/Mitteldeutscher Rundfunk. Zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik von 1952 bis 1990 gab es jedoch keine eigenständige Organisation innerhalb des zentralistischen Rundfunksystems der DDR. Namentlich hießen die ausgestrahlten Programme kurz vor 1990 bis 1991 Radio Sachsen-Anhalt, Sachsen Radio und Thüringer Rundfunk.
Rechtsgrundlage für den Mitteldeutschen Rundfunk ist der Staatsvertrag über den Mitteldeutschen Rundfunk vom 30. Mai 1991. Damit wird der Landesrundfunkanstalt die Aufgabe der Veranstaltung von Rundfunk auferlegt und niedergeschrieben. Konkret bedeutet dies, dass der MDR programminhaltlich Information und Bildung sowie Beratung und Unterhaltung integrieren muss und die Gliederung des Sendegebiets in Länder angemessen berücksichtigen soll. Die Programmgrundsätze verpflichten den MDR explizit, die Zusammengehörigkeit im vereinigten Deutschland zu fördern.
Für die einzelnen Länder gibt es ein eigenes drittes Fernsehprogramm - das in diesem Artikel behandelte MDR-Fernsehen mit einem eigenen Videotext, auch genannt MDR-Text - sowie einem Internetangebot, MDR.de. Der Mitteldeutsche Rundfunk produziert einen 11,45-Prozent-Anteil am ARD-Gemeinschaftsprogramm "Das Erste". Des Weiteren ist die Rundfunkanstalt an den Satellitenprogrammen 3sat, ARTE, KI.KA und PHOENIX beteiligt. Zu empfangen ist das Programm des MDR-Fernsehens außerdem im digitalen Programmbouquet von ARD Digital. Im Freistaat Thüringen am dortigen MDR-Standort in Erfurt befinden sich angesiedelt der Kinderkanal von ARD und ZDF unter der Federführung des MDR; zudem wird an den jeweiligen Landesrundfunkstandorten (Magdeburg, Dresden und Erfurt) ein Regionalprogramm jeweils länderspezifisch dem MDR-Fernsehen als Hauptprogramm beigesteuert. Enthalten sind hier regionale, aktuelle Informationen, Nachrichten und Berichte.
Das wichtigste Aufsichtsorgan für den MDR ist der 43-köpfige Rundfunkrat, der die Interessen der Allgemeinheit vertritt. Er setzt sich aus je einem Vertreter der Landesregierungen, Vertretern von mindestens zwei Landtagen vertretenen Parteien und Repräsentanten bestimmter, proportional auf die Staatsvertragsländer verteilter »gesellschaftlich bedeutsamer Organisationen und Gruppen« zusammen. Das zweite Aufsichtsgremium, der primär mit ökonomischen Kontrollbefugnissen ausgestattete Verwaltungsrat, zählt sieben Mitglieder, drei aus Sachsen und jeweils zwei aus Sachsen-Anhalt und Thüringen. Verantwortlich für den Betrieb und die Programmgestaltung trägt ein vom Rundfunkrat auf Vorschlag des Verwaltungsrats für sechs Jahre gewählter Intendant. Darunter gliedert der MDR sich in ein Justiziariat, Programmdirektionen für Hörfunk und Fernsehen, eine Verwaltungs- und eine Betriebsdirektion sowie drei Landesfunkhäuser.
Das MDR-Fernsehen wird verbreitet über das terrestrische Sendernetz als auch Satelliten- und Kabelnetze, sowie via das Internet über Zattoo.
Cafe Trend ist eine Lifestyle-Sendung, die sich mit aktuellen Themen aus Kultur, Gesellschaft und dem Leben beschäftigt. Jeden Sonnabend um 16:00 Uhr führt Katrin Huß durch die 30-minütige Sendung und geht dabei Trends auf die Spur. Tipps und jede Menge andere Ratschläge werden in der Sendung ebenfalls präsentiert.
Jeden ersten und dritten Dienstag im Monat wird das Wissenschaftsmagazin im Abendprogramm gesendet und wird von Sven Voss moderiert. Die Sendung geht ganz vielfältig auf naturwissenschaftliche und wissenschaftliche Erkenntnisse ein und vermittelt dem Zuschauer ein interessantes und umfassendes Wissen aus Forschung, Wissenschaft und Technik. Zuweilen wird in der Sendung auch das beliebte Echt-Experiment durchgeführt und genaustens analysiert.
Dieses Magazin ist als Nachrichtenmagazin gedacht und behandelt spezielle Themen oder Schwerpunkte aus unterschiedlichen Schichten der Gesellschaft. Hier finden sich auch aktuelle Beiträge und solche, die mitten aus dem Leben aufgegriffen werden. So zum Beispiel über Eintreiben von Schulden, Kinderarmut etc. Die Sendung wird jeden zweiten Dienstag im Abendprogramm gesendet und von Annett Glatz moderiert.
Diese Sendung bringt Geschichte aus dem Sendegebiet auf den Bildschirm. Dabei werden Personen, Schauplätze und Ereignisse aus der historischen Vergangenheit der Region aufgearbeitet und in einem dokumentarähnlichen Film mit nachweislich belegten Fakten und Quellen, Schriften und Deutungen näher gebracht. Die Sendung hat keinen festen Sendeplatz, wird aber meist im Abendprogramm gezeigt. Sie ist in Staffeln untergliedert.
Das Magazin wird ebenfalls von Schauspieler und Grimme-Preisträger Gunter Schoß moderiert. Es wird 14-täglich, Dienstagabend um 21:15 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt. Es ist das einzige Geschichtsmagazin im Bereich der Rundfunkanstalten der ARD und neben der Fernsehsendung ZDF-History eines der beiden einzigen Geschichtsmagazine im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Montags bis Sonntags in der Zeit von 19:00 bis 19:30 Uhr werden die regionalen Magazine Sachsenspiegel, Sachsen-Anhalt heute und Thüringen Journal ausgestrahlt. Zuschauer, die den MDR über Satellit (analog) empfangen, sehen in dieser Zeit das Länder-übergreifende Magazin Länderzeit. Die genannten Regionalprogramme werden über Kabel, terrestrisch und DVB-S ausgestrahlt.
Die Magazine berichten über Geschehnisse im Sendegebiet in meist vier Berichten ausführlich. Daneben gibt es einen Kurznachrichtenblock. Am Ende der Sendung werden meist die Nachrichten und Ergebnisse aus dem Sportbereich ausgestrahlt. Die Sendungen werden zum Ende hin mit den Wettervorhersagen abgeschlossen. Dabei kommen Informationen von verschiedenen Wetteranbietern sowie unterschiedliche Wetteransager zum Einsatz.
Die Sendung, die einmal am Sonnabend im Vormittagsprogramm läuft, befasst sich mit dem Leben behinderter Menschen. Sie zeigt Menschen mit ihren Behinderungen im normalen alltäglichen Leben, sei es im Job, in der Freizeit oder mit ihren Problemen in der Gesellschaft. Sie gibt Unterstützung und Hilfestellungen, aber auch Rat und Tipps in allen Bereichen und Lebenslagen. Die Sendung bietet Service und Informationen auch für nichtbehinderte Menschen. Moderiert wird diese knapp 30-minütige Sendung von Elke Bitterhof, die bereits im Fernsehen der DDR tätig war.
Das Filmmagazin zeigt einmal monatlich studentische Filme der Medien- und Gestaltungsstudiengänge des Sendegebietes. Die Beiträge der nicht moderierten 45-minütigen Sendung werden durch ein von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar entwickeltes Design verbunden. Unicato wird von einem akademischen Fachbeirat begleitet. Die Zusammenstellung erfolgt an der Bauhaus-Universität in Weimar, die Endabnahme im MDR-Landesfunkhaus Thüringen in Erfurt. Unicato ging das erste Mal im Oktober 2006 auf Sendung.
Das MDR-Logo generell ist aus einer Schrift von Phil Baines (Fuse) gesetzt, die »FF You can read me« heißt. Zum 15-jährigen Bestehen des MDR-Fernsehens erhielt der Sender eine der bedeutendste Designauszeichnung Europas, den silbernen ISIS Award. Vergeben wurde die Auszeichnung am 20. April 2007 in Berlin im Rahmen der PROMAX & BDA Europe Conference. In der Kategorie "Best On Air Branding" wurde das MDR-Fernsehen für das neue TV-Design 2007 geehrt.
Fernsehprogramm: MDR Fernsehen
Hörfunkprogramme:
MDR 1 Radio Sachsen |
MDR 1 Radio Sachsen-Anhalt |
MDR 1 Radio Thüringen |
MDR Jump |
MDR Figaro |
MDR Info |
MDR Sputnik |
MDR Klassik |
Sorbischer Rundfunk
ehemalig:
MDR Kultur |
MDR Life |
DT64
Einrichtungen: MDR Sinfonieorchester | MDR Rundfunkchor Leipzig | MDR Kinderchor
ARD: DW (TV) | LRAs: BR (Fs | α) | HR (Fs) | MDR (Fs) | NDR (Fs) | Radio Bremen (TV) | RBB (Fs) | SR (Fs) | SWR (Fs) | WDR (Fs)
Gemeinsame Fernsehprogramme der ARD: Das Erste | ex. ARD 2 | ex. Eins Plus | EinsExtra | EinsPlus | Einsfestival
Programme des ZDF: ZDF | ZDFinfo | ZDFkultur | ZDFneo | ex. ZDFdokukanal | ex. ZDFtheaterkanal
Gemeinsame Programme von ARD und ZDF: 3sat | ARTE | KiKA | Phoenix
Programme des Deutschlandradios: DLF | DKultur | DRadio Wissen | Dok&Deb | ex. D-Plus