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Das Maderanertal (französisch: Val de Fier; rätoromanisch:
Val da Fier?/i) ist ein östliches Seitental des Reusstals. Es liegt in der Innerschweiz im Kanton Uri, am nördlichen Fusse des Gotthardmassivs. Es verläuft von Nordost nach West. Im Talgrund fliesst der Chärstelenbach, welcher aus dem am Fuße des Hüfigletschers gelegenen Hüfisee (1'634 m) entspringt. Er fliesst nach Westen, bis er nach etwa zwölf Kilometer bei Amsteg auf etwa 500 m in die Reuss mündet. Nördlich wird das Tal vom Gross Ruchen (3'138 m) und vom Gross und Chli Windgällen (3'187 m) begrenzt, südlich liegt der 3'328 m hohe Oberalpstock. Nach Osten wird es vom Gross Düssi (3'256 m) abgeschlossen.
Von Amsteg kommend führt eine schmale und spektakuläre Strasse nach Bristen, sie bietet kaum Möglichkeiten zum Ausweichen. Von der Talstation der Luftseilbahn Bristen-Golzern aus, hinter Bristen, ist das hintere Maderanertal zu Fuss oder mit einem Offroad-Taxi zu erreichen.
Das Tal ist ein Stück intakter Natur in den Schweizer Alpen und ein beliebtes Urlaubsziel für Wanderer.
Inhaltsverzeichnis |
Ursprünglich hiess das Maderanertal Kerstelental. Der heutige Name ist auf die Familie Madran zurückzuführen, welche aus dem Dörfchen Madrano in der Leventiner Gemeinde Airolo stammte und im 15. Jahrhundert nach Altdorf auswanderte.
Die beiden wichtigsten Seitentäler des Maderanertals sind das Etzlital und das Brunnital (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Seitental des Schächentals).
Das Etzlital zweigt beim Cholplatz in Bristen nach Süden vom Maderanertal ab und hat eine Länge von rund 8 km. Am Talende des Eztlitals liegt die Etzlihütte des Schweizer Alpen-Clubs, von welcher aus man über den Chrüzlipass ins Val Strem im Bündnerland gelangt.
Durch das rund 12 km lange Brunnital fliesst der Brunnibach, welcher seinen Ursprung im Brunnifirn (oder Brunnigletscher) hat. In diesem Tal liegt auch die Hinterbalmhütte und durch das Brunnital führt der Aufstieg zur Cavardirashütte. Letzterer führte bis vor einigen Jahren noch über den Brunnifirn, ist heute aber wegen des Rückzugs des Gletschers im Sommer eisfrei. (Das Seitental des Maderanertals ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls Brunnital genannten Seitental des Schächentals.)
Zwischen Etzlital und Brunnital gibt's noch 4 weitere kleinere Täler: Lungental, Grieserental, Staldental mit dem Staldenfirn sowie das Chästal. Auffallend ist, dass sämtliche Seitentäler des Maderanertales südlich desselben liegen.
Wanderkarte des Kantons Uri, 1:60'000, Hersg: Kümmerli+Frey, ISBN 3-259-00873-X
46.77333333338.74805555556Koordinaten: 46° 46′ 24″ N, 8° 44′ 53″ O; CH1903: 700006 / 181074