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| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| __ Mg2+ __ Fâ | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Magnesiumfluorid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
Sellait | |||||||||||||||
| VerhÀltnisformel | MgF2 | |||||||||||||||
| CAS-Nummer | 7783-40-6 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose geruchlose tetragonale Kristalle[1] | |||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 62,31 g·molâ1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Dichte |
3,13 g·cmâ3 [2] | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||
| Siedepunkt |
2260 °C [2] | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
schlecht (0,13 g·lâ1) in Wasser [2] | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| MAK |
1 mg·mâ3 [5] | |||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||
Magnesiumfluorid ist eine chemische Verbindung aus Magnesium und Fluor. Es gehört zu den Salzen und kommt als weiĂes Pulver oder als farblose Kristalle vor.
Inhaltsverzeichnis |
Magnesiumfluorid wurde als Mineral erstmals 1868 von dem italienischen Bergbauingenieur Quintino Sella (1827â1884) beschrieben. Nach ihm trĂ€gt es den Namen Sellait. Die natĂŒrlichen Vorkommen haben keinerlei wirtschaftliche Bedeutung.
Im Unterschied zum Magnesiumfluorid ist Magnesiumchlorid gut wasserlöslich. Die einfachste und wirtschaftlichste Art der Herstellung des Fluorids ist daher, es aus einer Lösung von Magnesiumchlorid mit FlusssÀure auszufÀllen.
DarĂŒber hinaus kann Magnesiumfluorid auch durch Auflösen von metallischem Magnesium oder Magnesiumcarbonat in FlusssĂ€ure oder direkt aus den Elementen Magnesium und Fluor gewonnen werden, wobei letztere Reaktion stark exotherm ist.[6]
Magnesiumfluorid bildet farb- und geruchlose unbrennbare Kristalle, die tetragonal in der Rutilstruktur kristallisieren. Die Mohssche HĂ€rte betrĂ€gt 6. Die Standardbildungsenthalpie betrĂ€gt -1124 kJ/mol. Chemisch ist MgF2 sehr stabil und wird nur von heiĂer SchwefelsĂ€ure angegriffen.
Magnesiumfluorid hat einige optische Eigenschaften, die es fĂŒr technische Anwendungen interessant machen. So ist es in einem auĂergewöhnlich weiten WellenlĂ€ngenbereich transparent. Dieser Bereich reicht von etwa 120 nm (VUV-Strahlung) bis zu etwa 8,0 ”m (Infrarot). AuĂerdem hat es im sichtbaren Bereich des Spektrums relativ niedrige Brechzahlen von ca. 1,38. Ferner zeigt MgF2 eine positive Doppelbrechung.
Die optischen Eigenschaften von Magnesiumfluorid machen es zusammen mit seiner chemischen StabilitĂ€t zu einem wichtigen Werkstoff fĂŒr optische Anwendungen. So ist es durch die niedrige Brechzahl gut fĂŒr die Herstellung von Antireflexbeschichtungen geeignet, also um z. B. BrillenglĂ€ser oder Fotooptiken zu entspiegeln. Wegen der bis weit in den UV-Bereich reichenden Transmission wird MgF2 auch zur Versiegelung von mit Aluminium bedampften Spiegeln verwendet, die in diesem Bereich arbeiten. Als Einkristall findet Magnesiumfluorid Einsatz fĂŒr optische Fenster, die einen breiten Transparenzbereich benötigen.
Auch auĂerhalb der optischen Industrie gibt es eine Reihe von Anwendungen, unter anderem als Zusatz fĂŒr Keramiken und als Katalysator in der chemischen Industrie, in der Metallurgie als Schweissmitteln fĂŒr Leichtmetalle, als TrĂ€ger fĂŒr Katalysatoren und fĂŒr Erhöhung der WiderstandsfĂ€higkeit und Gasdichtigkeit von Formkörpern aus Aluminiumoxid.[5]
Magnesiumfluorid | Magnesiumchlorid | Magnesiumbromid | Magnesiumiodid
Berylliumfluorid | Magnesiumfluorid | Calciumfluorid | Strontiumfluorid | Bariumfluorid | Radiumfluorid