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Maharishi Mahesh Yogi (* 12. Januar 1918[1] in Pounalulla, Indien; â 5. Februar 2008 in Vlodrop, Niederlande), kurz auch Maharishi genannt, war ein indischer Guru, Autor von BĂŒchern ĂŒber vedische Philosophie und BegrĂŒnder der Transzendentalen Meditation.
Inhaltsverzeichnis |
Maharishi wurde als drittes von vier Kindern einer wohlhabenden Hindu-Familie bei der Kleinstadt Chichli in der NÀhe von Gadawara bei Jabalpur, Indien geboren. Sein Geburtsname war Mahesh Verma Shrivastava. Andere Quellen nennen als Geburtsname Mahesh Prasad Varma. Die Familie gehörte der Kayastha(Schreiber)-Kaste an.
An der UniversitÀt von Allahabad studierte er Physik und Mathematik.
Seit 1940 war er SchĂŒler von Swami Brahmananda Saraswati, der von 1941 bis 1953 als geistliches Oberhaupt des indischen Shankara-Ordens der Shankaracharya fĂŒr das nordindische Jyotir Math, Himalaya, gewesen war.[2][3] Swami Brahmananda gab ihm den Namen Bal Brahmachari Mahesh. Der heutige Shankara-Orden lehnt Maharishi allerdings ab[4].
Maharishi trat mit Transzendentaler Meditation (TM) erstmals 1955 an die Ăffentlichkeit. Die TM-Bewegung dokumentiert Maharishis weiteren Lebensweg in einem 20-seitigen pdf-Dokument: "Maharishiâs Achievements 1957â2008".[5]
Im FrĂŒhjahr 1968 versammelte er Pop- und FilmgröĂen wie die Beatles[6], The Beach Boys[7], Donovan, Clint Eastwood[8] und Mia Farrow zu Meditationskursen in Indien. Seit dem Jahr 2000 setzt sich auch Filmregisseur David Lynch fĂŒr Maharishis Anliegen ein.[9] Weltweit haben nach Eigenangaben der Organisation 5 Mio. Menschen Maharishis Transzendentale Meditation erlernt.[10] Neben Transzendentaler Meditation wurde er besonders als Guru der Beatles und zahlreicher Pop- und FilmgröĂen, fĂŒr seine Interpretation altindischer Texte und fĂŒr das kontrovers diskutierte âYogische Fliegenâ bekannt.
Einen Giftanschlag am 1. August 1991 ĂŒberlebte er knapp. Ein TĂ€ter wurde nie ĂŒberfĂŒhrt.[11]
In einer Ansprache am 11. Januar 2008 gab er seinen RĂŒckzug vom TagesgeschĂ€ft bekannt.[12][13] Am 5. Februar 2008 begab er sich, wie ein Zeuge berichtet, âin die perfekte Yoga-Position und ist friedlich eingeschlafenâ.[14][15] Sein Leichnam wurde am 9. Februar nach Allahabad, Indien ĂŒberfĂŒhrt[16], öffentlich ausgestellt und am 11. Februar mit staatlichen Ehren eingeĂ€schert.[17] Zehntausende nahmen Abschied.[18] Die Asche des Verstorbenen wurde mehreren FlĂŒssen Indiens ĂŒbergeben und zusĂ€tzlich in 192 LĂ€ndern verteilt.[19][20]
Nachfolger ist Maharaja Adhiraj Rajaraam, bĂŒrgerlich Tony Nader, ein libanesischer Neurophysiologie-Professor. Nader war 2000 von Maharishi zum âErsten Regenten des Globalen Landes des Weltfriedensâ gekrönt und mit dem Ehrentitel Nader Raam versehen worden. Zum Fortbestand von Maharishis Lehre kĂŒndigte er den Bau von 48 âTĂŒrmen der Unbesiegbarkeitâ in 48 LĂ€ndern an.[21][22][23]
Maharishi wurde vor allem wegen der Beatles zu einer Ikone im Hippie-Mystizismus der 60er Jahre. Seine Lehren gewannen auch medizinische Anerkennung fĂŒr die Wiederbelebung einer alten indischen Yoga-Technik unter dem (neuen) Namen Transzendentale Meditation. Er begann damit 1955 und brachte die Praxis 1959 in die USA. Die Bewegung gewann aber erst an gröĂerer PopularitĂ€t, als die Beatles 1967 eine seiner Vorlesungen in Wales besuchten, um ein Jahr spĂ€ter zu ihm nach Indien zu reisen. Allerdings verlief die Begegnung des âGroĂen Sehersâ mit den Superstars nicht immer problemlos. Es kam zum Streit, nachdem ein Freund John Lennons, âMagic Alexâ das GerĂŒcht verbreitet hatte, Maharishi habe Mia Farrow sexuell belĂ€stigt â eine Anschuldigung, die Farrow nie bestĂ€tigte. George Harrison und Paul McCartney dementierten, Harrison entschuldigte sich spĂ€ter bei Maharishi.[24][25][26]
Buchautor Deepak Chopra nennt ihn rĂŒckblickend âeine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Jahrhundertsâ,[27] Ex-Beatle Ringo Starr âeinen der wirklich weisen MĂ€nner, denen ich im Leben begegnet binâ. FĂŒr Paul McCartney war er âein groĂartiger Mensch, der sich unermĂŒdlich fĂŒr die Menschen und die Sache der Einheit einsetzteâ.[28] Nach Ansicht von Filmregisseur David Lynch habe Maharishi âdas Fundament fĂŒr weltweiten Frieden gelegtâ.[29] Die Zeitschrift Rolling Stone nennt ihn rĂŒckblickend einen âgroĂen spirituellen FĂŒhrerâ. [30]
Im Oktober 2000 grĂŒndete Maharishi das Globale Land des Weltfriedens (Sanskrit: Vishwa Shanti Rashtra) als ein âLand ohne Grenzen fĂŒr alle friedliebenden BĂŒrger der Weltâ. Das Globale Land des Weltfriedens ist kein Land in herkömmlichem Sinne, weil es ĂŒber kein eigenes Territorium verfĂŒgt. Laut Maharishi ist der Zweck dieses Landes, weltumspannenden Frieden zu schaffen, indem es alle Nationen in GlĂŒck, Wohlstand, Unbesiegbarkeit und vollkommener Gesundheit vereint und die reiche Vielfalt in der Völkerfamilie fördert. Das Globale Land solle den Himmel auf Erden schaffen, indem es die LebensqualitĂ€t jedes Einzelnen anhebt und vollstĂ€ndige ErfĂŒllung und Wohlstand in Erleuchtung bringt. Die WĂ€hrung des Globalen Landes des Weltfriedens ist der Raam, der in begrenztem Umfang in den Niederlanden und in den USA in Umlauf ist.
Zu den vielen weiteren von Maharishi gegrĂŒndeten Organisationen zĂ€hlen die Geistige Erneuerungsbewegung (Spiritual Regeneration Movement, 1957), die Students International Meditation Society (SIMS, 1968), die Weltregierung des Zeitalters der Erleuchtung (1976), die ehemals in vielen LĂ€ndern vertretene Naturgesetz Partei (Natural Law Party, 1992) sowie die Globale Administration durch das Naturgesetz (1997).
Es gibt drei wesentliche Kritikpunkte, die Maharishi Mahesh Yogi selbst betreffen:[31][32]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Maharishi Mahesh Yogi |
| ALTERNATIVNAMEN | à€źà€čà€°à„à€·à€ż à€źà€čà„à€¶ à€Żà„à€à„ (Hindi) |
| KURZBESCHREIBUNG | indischer Gelehrter |
| GEBURTSDATUM | 12. Januar 1918 |
| GEBURTSORT | Pounalulla, Indien |
| STERBEDATUM | 5. Februar 2008 |
| STERBEORT | Vlodrop, Niederlande |