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Majuskel (Plural Majuskeln, von lateinisch maiusculus ‚etwas größer‘) ist in der Typografie ein Fachbegriff für die Großbuchstaben des Alphabets und gleichzeitig eine Auszeichnungsart für Buchstaben. Ein Schriftsatz aus Majuskeln ist eine Majuskelschrift bzw eine Kapitalschrift [1] [2].
Der synonyme Gebrauch der Bezeichnung Versalbuchstabe oder Versal (Pl. Versalien) ist gängige Druckersprache, aber etymologisch betrachtet ungenau. Versal ist von lateinisch versus ‚Zeile, Absatz‘ abgeleitet und bezeichnet eigentlich die großen, in alten Handschriften und frühen Drucken nicht selten ausgeschmückten Anfangsbuchstaben (Initialen) von Absätzen und Verszeilen.
In der Paläografie bezeichnet man allgemeiner diejenigen Alphabete als Majuskel, die sich vorwiegend auf ein Zweilinienschema beschränken (z. B. Capitalis, Unziale).
Einen Großbuchstaben mitten im Wort nennt man Binnenmajuskel. Das Gegenteil einer Majuskel ist eine Minuskel, ein Kleinbuchstabe des Alphabets.
Inhaltsverzeichnis |
Majuskeln werden in vier Zeitepochen eingeteilt:
Eine Majuskel- oder Versalschrift ist eine Schrift des Druckwesens, in der alle Buchstaben Majuskeln sind. Im Gegensatz zu Kapitälchen ist die Buchstabenhöhe dabei konstant. Als Schreibschrift ist sie eine Form der Blockschrift. Damit Majuskelschrift gut lesbar ist, sollte sie um etwa zehn Prozent kleiner als Majuskeln des normalen Textes und leicht gesperrt sein. Damit erreicht man einen gleichmäßigeren Grauwert auf der Textseite. Ein Beispiel für Majuskelschrift ist die Capitalis Monumentalis, die sich in Rom bis etwa 100 v. Chr. ausbildete. Sie diente als Grundlage für die Entwicklung unserer heutigen Großbuchstaben.