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Malcolm Earl Waldron (* 16. August 1925[1] in New York City, New York; † 2. Dezember 2002 in Brüssel, Belgien) war ein US-amerikanischer Pianist des Modern Jazz, der ab 1965 in Europa lebte.
Inhaltsverzeichnis |
Nach dem Studium des klassischen Klavierspiels und einem Bachelor in Komposition am Queens College, begann er mit dem Jazz. Ursprünglich Alt-Saxophonist, wechselte er zum Klavier, da ihm die Pianisten seiner Umgebung zu schlecht waren. Sein Klavierspiel ist durch die repetitiven perkussiven Muster unverkennbar.
Von 1950 bis 1953 gehörte er der Band von Ike Quebec an. Von 1954 bis 1957 spielte er vor allem mit Charles Mingus (Pithecanthropus Erectus), aber auch mit Teo Macero und Teddy Charles. Als Hauspianist von Prestige Records arbeitete er unter anderem mit John Coltrane, Gene Ammons, Jackie McLean und Kenny Burrell. 1958/1959 begleitete er die Sängerin Billie Holiday (u. a. in Europa). Diese Zusammenarbeit spiegelt nach Holidays Tod seine Platte Left Alone (mit Jackie McLean) wider, die ihm letztlich große Anerkennung in Japan verschaffte. Die Jahre darauf machte er viel beachtete Aufnahmen mit Abbey Lincoln und Max Roach (Percussion Bitter Sweet) sowie mit Eric Dolphy und Booker Ervin. Durch den starken wirtschaftlichen Druck, dem Jazzmusiker in dieser Zeit oft ausgesetzt waren, erlitt er 1963 einen schweren Nervenzusammenbruch. Nach einem Jahr in der Klinik musste er einen großen Teil seines Klavierspiels wieder neu erlernen.
Ab 1965 lebte er in Europa. Von 1967 bis in die 1990er Jahre wohnte er in München, danach zog er nach Brüssel. Ab den 1970er Jahren wurde er vor allem in Japan, aber auch in Europa sehr bekannt. Seit den 1980er Jahren trat er auch wieder regelmäßig in den USA auf. In den letzten 30 Jahren spielte er u. a. mit Jim Pepper, Chico Freeman, Marion Brown, Jeanne Lee, Steve Lacy, Embryo, Manfred Schoof, David Friesen, Archie Shepp und David Murray. Besonders hervorzuheben ist seine Zusammenarbeit mit dem Sopran-Saxofonisten Steve Lacy. Sie trafen sich das erste Mal 1958, um Stücke von Thelonious Monk einzuspielen. Ab den 1970er Jahren arbeiteten sie intensiv zusammen und veröffentlichten zahlreiche Duo-Aufnahmen.
Waldrons Duoplatte mit Judi Silvano enthält mit dem Titel Mal Waldron eine berührende musikhistorische Würdigung durch die Sängerin. Die Pianistin Mala Waldron ist seine Tochter. 2002 erlag Waldron einem Krebsleiden.
Mal Waldron gebührt das Verdienst, 1969 mit Free at Last die allererste Veröffentlichung des renommierten Labels ECM eingespielt zu haben; begleitet wurde er vom Bassisten Isla Eckinger und dem Schlagzeuger Clarence Becton. Es blieb sein einziges Album bei diesem Label.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Waldron, Mal |
| ALTERNATIVNAMEN | Waldron, Malcolm Earl |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Jazzpianist |
| GEBURTSDATUM | 16. August 1925 |
| GEBURTSORT | New York City, New York |
| STERBEDATUM | 2. Dezember 2002 |
| STERBEORT | Brüssel, Belgien |