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Der alpine Mannschaftswettbewerb (oder Nationenbewerb, englisch Nations Team Event) ist eine Disziplin im alpinen Skisport, bei der Mannschaften mehrerer Nationen gegeneinander antreten.
Inhaltsverzeichnis |
Seit 2010 wird der Teamwettbewerb im K.-o.-System, und zwar in Form eines Parallel-Riesenslaloms, ausgetragen. Dabei sind die besten 16 Mannschaften im Nationencup der aktuellen Saison startberechtigt. Jedes Land darf maximal sechs Athleten – davon mindestens zwei Frauen und zwei Männer – nominieren. Eine Runde besteht aus vier Läufen, wobei abwechselnd zwei Frauen und zwei Männer gegeneinander antreten. Für jedes gewonnene Duell gibt es einen Punkt. Endet ein Duell unentschieden (gleiche Laufzeiten), so erhalten beide Teams einen Punkt. Kommt es zu einem Punktegleichstand, gibt die Summe der Laufzeiten der schnellsten Dame und des schnellsten Herrn je Team den Ausschlag für den Sieg bzw. den Aufstieg in die nächste Runde.
Im Weltcup werden für die vier bestplatzierten Mannschaften die vierfachen Weltcuppunkte vergeben. Sie werden im Nationencup je zur Hälfte den Frauen und den Männern zugerechnet. Bei Weltmeisterschaften erhalten die Athleten der drei bestplatzierten Nationen je eine Medaille.
Auch im ursprünglichen Wettkampfmodus setzte sich jede teilnehmende Mannschaft aus maximal sechs Aktiven (davon mindestens zwei pro Geschlecht) zusammen. Ein Bewerb bestand aus je vier Super-G- und Slalomläufen. Abwechselnd wurden Läufe der Frauen und Läufe der Männer durchgeführt, wobei in jedem dieser Durchgänge pro Land ein Sportler an den Start geschickt wurde. In jedem Durchgang erhielt die Nation mit der besten Laufzeit einen Punkt, die zweitbeste zwei Punkte usw. Wenn ein ein Athlet in seinem Lauf ausschied, wurde die maximale Punkteanzahl vergeben. Am Ende gewann die Mannschaft mit der geringsten Punktezahl.
Nachdem sich Mannschaftswettbewerbe im nordischen Skisport schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit beim Publikum erfreuen, hat der Internationale Skiverband den alpinen Nationenbewerb ins Leben gerufen.
Am 11. März 2004 wurde der ursprüngliche Modus im Europacup in der Sierra Nevada getestet, allerdings mit je vier Durchgängen im Super-G und Riesenslalom. Es siegte die Mannschaft aus der Schweiz vor Frankreich, Italien und Österreich.[1]
Die Premiere in der absoluten Weltklasse fand am 13. Februar 2005 bei der Weltmeisterschaft in Bormio statt, wobei Deutschland vor Österreich und Frankreich die Goldmedaille gewann.
Zum ersten Mal im Weltcup wurde der Mannschaftswettbewerb am 19. März 2006 zum Abschluss der Saison 2005/2006 in Åre veranstaltet. Hier siegte Österreich vor den USA und Schweden. Seitdem steht jedes Jahr ein Teamwettbewerb auf dem Programm des Weltcupfinales. Die Saison 2010/2011 sollte in Sölden zusätzlich auch mit einem Mannschaftswettbewerb eröffnet werden, dieser wurde aber im September 2010 wieder aus dem Programm genommen.[2]
Ins olympische Programm wurde der Mannschaftswettbewerb bisher nicht aufgenommen.
2005 wurde der alpine Mannschaftswettbewerb erstmals bei Weltmeisterschaften ausgetragen. 2009 musste das Rennen wetterbedingt abgesagt und ersatzlos gestrichen werden. Die folgende Tabelle zeigt die Resultate aller Länder, die bisher an Nationenbewerben bei Weltmeisterschaften teilgenommen haben.
| Nation | 2005 | 2007 | 2011 |
|---|---|---|---|
| |
1. | 7. | 5. |
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2. | 1. | 2. |
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3. | 5. | 1. |
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4. | 11. | 5. |
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5. | 6. | 9. |
| |
6. | 3. | 5. |
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7. | 2. | 3. |
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8. | 8. | 4. |
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9. | 10. | – |
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– | 4. | – |
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– | 9. | 9. |
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– | – | 5. |
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– | – | 9. |
→ Siehe auch: Liste der Weltmeister im alpinen Nationen-Bewerb
Seit 2006 steht pro Saison ein Nationenbewerb beim Weltcupfinale auf dem Programm. 2008 musste das Rennen wegen Schlechtwetters abgesagt werden. Seit der Saison 2009/2010 wird der Wettbewerb als Parallel-Riesenslalom ausgetragen.
| Nation | 2005/2006 | 2006/2007 | 2008/2009 | 2009/2010 | 2010/2011 | 2011/2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| |
1. | 1. | 2. | 3. | 3. | 1. |
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2. | 6. | – | 9. | – | 4. |
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3. | 4. | 4. | 5. | 5. | 3. |
| |
4. | 5. | – | 5. | 5. | – |
| |
5. | 7. | 3. | 2. | 4. | 2. |
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6. | 3. | 5. | 5. | 5. | 5. |
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7. | 2. | 1. | 5. | 2. | 5. |
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8. | – | – | 9. | 1. | 5. |
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– | – | – | 9. | – | 9. |
| |
– | – | – | 1. | 5. | 5. |
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– | – | – | 4. | 9. | – |
| |
– | – | – | 9. | – | – |