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Mantawitze sind spezielle Witze, die auf die angeblichen Charaktereigenschaften typischer Mantafahrer, das Image des Opel Manta und teilweise auch auf die angeblich typische Partnerin des typischen Mantafahrers, eine (blonde bzw. blondierte) Friseuse, abzielen.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Der Manta war ein erfolgreiches Modell der Automarke Opel, das insbesondere in der späteren Phase seines Produktionszyklus' und der Zeit danach einen Kultstatus erreichte.[2] Dieser Status ist bei Manta-Liebhabern positiv, bei großen Bevölkerungsteilen jedoch extrem negativ besetzt. Der Manta gilt als billiges Möchtegern-Sportvehikel, den Besitzern wird geringer sozialer Status und niedrige Intelligenz unterstellt, und die Neigung der Mantafahrer zum Basteln an ihren Fahrzeugen wird negativ gesehen.
Opel hielt lange am Heckantrieb fest und die damaligen Opel waren weitgehend robust und zuverlässig gebaut, konnte aber nie die sportliche Leistung erreichen, die sein Design nahelegte. In der Folge wurde dieser Differenz zwischen dem, was das Aussehen versprach und der tatsächlichen Leistung durch Aufmotzen und Basteln entgegengearbeitet. Beim Aufarbeiten wurden die Mantas häufig mit Tuning-Kits nachgerüstet, oft angelehnt an die damaligen Rallye-Opel (z. B. mit Walter Röhrl). So wurden Mantafahrer zum idealen Spottobjekt und es entstanden eine große Anzahl von Mantawitzen.[3]
Die Gruppe Norbert und die Feiglinge hatten mit ihrem Lied Manta ab 1989 erheblichen Erfolg.[4] In den frühen 1990ern waren Mantawitze zeitweise derart in Mode, dass sogar Kinofilme erschienen, die das in den Witzen gängige Klischee vom Mantafahrer auf Spielfilmlänge ausleuchteten (Manta, Manta und Manta – Der Film).[5] Beide Filme waren große Erfolge an den Kinokassen.
Der typische Mantafahrer in diesen Witzen spricht Ruhrpott-Slang, trägt den Namen „Manni“, als Schuhe „Mantaletten“ (Cowboystiefel) und auf dem Kopf eine Vokuhila-Frisur. Er lässt beim Fahren den Ellenbogen durch das geöffnete Seitenfenster ragen, hat eine blonde Friseuse auf dem Beifahrersitz, und sein Auto ist getunt, verspoilert, tiefer gelegt und dekoriert (Plüschwürfel am Rückspiegel, Fuchsschwanz an der Antenne, „Kenwood“-Aufkleber auf der Heckscheibe, …). Er war höchstens auf der Hauptschule und bedient sich gern der Interjektionen „ey!“ und „boah!“. Bei Frauen zeigt er ein äußerst direktes Flirtverhalten („Ey, ficken?“).