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Maotai (chinesisch 茅台酒 Máotái jiǔ) ist ein chinesischer Schnaps, der aus Hirse (Sorghum) und Weizen gebrannt wird. Er ist benannt nach dem Städtchen Maotai mit etwa 10.000 Einwohnern in der gebirgigen südchinesischen Provinz Guizhou. Durch Mehrfachbrennung erreicht der Maotai einen Spitzenwert von 70 Prozent Alkohol. Ein bedeutender chinesischer Produzent des Maotai ist das Unternehmen Kweichow Moutai.
Bereits während der Qing-Dynastie (1644-1911), wurde Maotai zum ersten chinesischen Branntwein, der in großem Maßstab hergestellt wurde. Die jährliche Produktionsmenge belief sich auf 170 Tonnen.[1] 2007 kam die Verkaufsmenge bereits auf 6800 Tonnen.[2]
Der Maotai-Schnaps bekam erstmals internationales Renommee durch die Goldmedaille der Panama-Pazifik Ausstellung 1915 in San Francisco. Auch auf den Pariser Weltausstellungen 1985 und 1986 gab es Goldmedaillen für den Hochprozentigen.[3] Insgesamt hat Maotai 14 internationale und 20 chinesische Auszeichnungen seit 1949 erhalten.[4]
Maotai ist das einzige alkoholische Getränk Chinas, das als offizielles Geschenk chinesischer Botschaften in anderen Ländern gilt. Auf chinesischen Staatsbanquetten wurde es ebenfalls verwendet. Neben Whisky und Cognac gilt Maotai als Luxus-Markengetränk. In der französischen Presse wurde der Maotai als „chinesisches Nationalgetränk“ bezeichnet.[5]
Die Bedeutung als internationales Handelsgut steigt an. Maotai verkauft gegenwärtig (2011) mehr als 200 Tonnen in 100 Ländern weltweit.[3] 2006 entsprach der Wert der Maotai-Exporte 5.3 Milliarden Yuan, verglichen mit 4.2 Mrd. Yuan im Vorjahr.[6]
In den Kriminalromanen des auslandschinesischen Schriftstellers Qiu Xiaolong spielt dieser Schnaps eine gewisse Rolle.[7]