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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Breisgau-Hochschwarzwald | |
| Höhe: | 201 m ü. NN | |
| Fläche: | 17,78 km² | |
| Einwohner: |
8.754 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 492 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79232 | |
| Vorwahl: | 07665 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FR | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 15 132 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Am Felsenkeller 2 79232 March | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Hügele (CDU) | |
| Lage der Gemeinde March im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | ||
March ist eine Gemeinde im Südwesten Baden-Württembergs. Sie liegt innerhalb der südlichen Oberrheinebene in der Region Breisgau, etwa acht Kilometer nordwestlich von Freiburg im Breisgau am Nimberg (meist „Marchhügel“ genannt).
Inhaltsverzeichnis |
Das Gebiet der Gemeinde March liegt in der sogenannten Mooswaldzone, also zwischen Kaiserstuhl und Tuniberg einerseits und Schwarzwälder Vorbergzone andererseits. Die Mosswaldzone wiederum liegt innerhalb der Freiburger Bucht. Quer durch das Gemeindegebiet zieht sich der Nimberg (meist „Marchhügel“ genannt), einem welligen, knapp 7 km langgestreckten, lößbedeckten Hügelrücken mit 25 bis 65 m Höhenunterschied. Sein höchster Punkt mit 253,6 m ü. NN liegt auf Gemarkung Nimburg-Bottingen. Geologisch-tektonisch ist der Nimberg eine aus verschiedenen Teilen bestehende, von verdeckten Verwerfungen bzw. Erosionsrändern begrenzte, isolierte Vorbergscholle von Tertiär und Mesozoikum. Charakteristisch ist die vielgewannige, schmalstreifig parzellierte und intensiv genutzte Ackerbaulandschaft mit Streuobstbeständen und sogar Weinbau – übrigens auch auf Marcher Gebiet.
Der höchst- und tiefstgelegene Punkt des Gemeindegebiets liegt jeweils auf Gemarkung Neuershausen: der höchste Punkt ist mit 248 m.ü.NN. im Gewann „Alter Kolben“ auf dem Nimberg direkt an der Gemarkungsgrenze zu Nimburg (ca. 80 m südlich der auf der Bergkuppe verlaufenen 220-KV-Hochspannungsleitungen); der niedrigste Punkt der Gemeinde ist mit 188 m.ü.NN., ebenfalls an der Grenze zu Nimburg, das Flussbett der Dreisam im Gewann „Tobismatt“.
Der rheinnahe Breisgau zählt zu den sonnigsten und wärmsten Gebieten Deutschlands – mit durchschnittlich 5,1 Stunden Sonnenschein täglich. Auf dem „Hölgacker“ (230 m hoher Punkt des Marchhügels bei Holzhausen) befindet sich beim Wasserhochbehälter seit einigen Jahren eine Wetterstation der Meteomedia AG, deren Messwerte im Internet abrufbar sind, sowie ein von weitem sichtbarer, ca. 20 m hoher unbeleuchteter Fernmeldeturm. Direkt daneben, im Dachstuhl des Wasserhochbehälters, wurde im Mai 2008 von der Volkshochschule March die einzige Sternwarte im Rheintal zwischen Karlsruhe und Basel eröffnet. Bei Betrachtung des Nimbergs auf Landkarten oder Luftaufnahmen fallen besonders auf:
Wie March gehören Umkirch, Gottenheim, Bötzingen und Eichstetten dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an.
Die Gemeinde March besteht aus den Ortsteilen Buchheim, Holzhausen, Hugstetten und Neuershausen, zu denen jeweils nur die gleichnamigen Dörfer gehören. Die vier Ortsteile bilden zugleich Wohnbezirke und Ortschaften mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender. Im Ortsteil Holzhausen liegt die abgegangene Ortschaft Buchsweiler (nördlich von Holzhausen, Gewann Oberer Kapellenacker) und im Ortsteil Hugstetten liegt die abgegangene Ortschaft Hagenbuch (westlich von Hugstetten, Gewann Steinacker/Hagenbuch).
March liegt in einer Zone mit warm- und feucht-gemäßigtem Klima mit vergleichsweise milden Wintern und warmen bis heißen Sommern, die teilweise sogar Durchschnittstemperaturen von über 20 °C in den Monaten Juli und August aufweisen können. Aufgrund der vorherrschenden Süd-Westwinde – Einfluss der Burgundischen Pforte – überwiegen in der Freiburger Bucht atlantisch-ozeanische Klimaeinflüsse. Durch diesen ozeanischen Einfluss und die Lage im Rheintal liegt March auch im Regenschatten der Vogesen. Die Oberrheinische Tiefebene weist Jahresmitteltemperaturen von etwas über 10 °C auf und gehört damit zu den wärmsten Gebieten Deutschlands. Teile des Gemeindegebiets, welche klimatisch dem Kaiserstuhl zuzuordnen sind, weisen stellenweise sogar mediterranes Klima auf.
| March (2011) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm (Erklärung) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für March (2011)
Quelle: Meteomedia AG
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Die jährliche Durchschnittstemperatur von March liegt bei 10,2 °C. 2011 gab es in March 15 „Heiße Tage“ mit mehr als 30 °C. Am 22. August 2011 kletterte das Thermometer auf dem Marchhügel sogar auf 34,3 °C – am 22. Januar 2011 fiel es dagegen auf -7,6 °C. 2011 wurden 47 Frosttage sowie auch 84 Sommertage mit mehr als 25,0 °C registriert. Was wohl die allerwenigsten wissen: In March wurde am 13. August 2003 mit 40,2 °C die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur registriert. Diesen Wert teilt sich March noch mit Gärmersdorf bei Amberg, Freiburg und Karlsruhe.
Auch mit etwa 1.800 Sonnenstunden pro Jahr nimmt March einen vorderen Platz im Bundesgebiet ein (2011: 2.041,7). Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge ist mit 772 mm etwas niedriger als der bundesweite Durchschnitt von zirka 800 mm (2011: 640,5 l). Der meiste Niederschlag fällt im Sommer mit einem Spitzenwert von 103 mm im Juli (2011: 91). Im Januar fällt der geringste Niederschlag mit 25 mm (2011: 32). Im Jahr 2011 gab es in March 137 Regentage, der meiste Regen fiel dabei am 12. Juli mit 23,8 l/m². Der hohe Niederschlag in der Sommerzeit ist mit der bundesweit größten Anzahl an Gewittern zu erklären, die im Bereich des benachbarten Schwarzwaldes bzw. der Vogesen entstehen. Außergewöhnlich wenig Regen ist im November 2011 gefallen: An zwei Tagen fielen gerade einmal 0,5 Liter! Eine geringere Niederschlagsmenge ist in dieser Gegend historisch nicht bekannt. Selbst im August des "Jahrhundertsommers 2003" ist fast 50-mal mehr Regen gefallen als im November 2011. [2]
Aus der jüngeren Steinzeit (zwischen 4.000 und 2.000 v. Chr.) gibt es verstreute Funde im ganzen Gemeindegebiet von March. Aus der späten Hallstatt-Periode (800–450 v. Chr.) existiert heute noch in Buchheim ein Grabhügel („Bürgle“) als Überrest einer ganzen Gruppe. Hinsichtlich seines Durchmessers von 120 Metern ist er der größte Grabhügel im sog. Westhallstattkreis. Heute erhebt er sich noch knapp 4 Meter aus der Ebene. Nach der Zeitenwende besteht zwischen Hugstetten und Hochdorf vermutlich eine römische Villa rustica, von der ein Ziegelbrennofen aufgefunden wurde. Der dazugehörige Wohnplatz konnte allerdings noch nicht geortet werden. Römische Ziegelreste als auch römische Münzen fanden sich auch am Platz des im Spätmittelalter abgegangenen Ortes Buchsweiler nördlich von Holzhausen. Es ist wahrscheinlich, dass diese Siedlung bis in die Römerzeit zurückreicht. Zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert lassen sich einwandernde Alemannen bei Buchheim und Hugstetten nieder. Bemerkenswerte, historische Funde aus dieser Zeit zeugen davon und deuten darüber hinaus an, dass es seit dem 6./7. Jahrhundert eine dauerhafte Besiedlung der March gab, die aber nicht unbedingt mit den heutigen Ortslagen übereinstimmten. Oberhalb von Hugstetten, nach Hochdorf hin im Gewann Degental, entstand ein bis heute nur ansatzweise ergrabener alemannischer Reihengräberfriedhof, aus dem bei einer Grabung im Jahre 1952/53 viele eindrucksvolle Fundstücke geborgen wurden. Diese Fundstücke – z.B. eine filigrane "Fibel" (Kleiderspange), Waffen oder ein eindrucksvolles Keramik-Drillingsgefäß – sind heute im Colombischlössle (ehemals Museum für Ur- und Frühgeschichte) in Freiburg zu sehen.
March ist eine junge Gemeinde mit alter Tradition, sind doch die Ortschaften von March sehr alt, großenteils älter als die nahegelegene Stadt Freiburg (1120 gegründet). Erstmals urkundlich erwähnt werden: Buchheim im Jahr 769 (gehört damit zu den ältesten Orten im Breisgau überhaupt), Neuershausen etwas später im Jahr 789, Holzhausen im Jahr 849 und Hugstetten 1291. Aus der Endung "heim" des Ortes Buchheim lässt sich sogar vermuten, dass der Ort bereits um 500 n.Chr. bestand. Diese Vermutung wird auch durch die oben erwähnten Funde untermauert. Sicherlich ist aber auch Hugstetten wesentlich älter, als es die erste schriftliche Erwähnung erzählt, denn auch hier gibt es zahlreiche Hinweise und Funde die darauf hindeuten.
Der 1430 überlieferte Marchbrief ist das erste Zeugnis der Markgenossenschaft der Marchdörfer Benzhausen, Buchheim, Hochdorf, Holzhausen, Hugstetten und Neuershausen mit dem sie im Marchwald, um den südlichen Nimberg herum, die Nutzungsrechte festschrieben. Wegerechte, Weidgang und Holzversorgung wurden vereinbarlich geregelt, ebenso die gelegentlich fälligen Strafgelder und ihre Verwendung. Somit waren bei der Namensgebung der Gemeinde March auch keine künstlichen Verrenkungen nötig, denn die Mark („umgrenztes Gebiet“) und ihre Dörfer gab es bereits im Mittelalter und man sprach damals vermutlich bereits mundartlich von der March – selbst bei der Ersterwähnung Buchheims im Jahr 769 wurde im Lorscher Codex bereits von der Bucheimer Marca gesprochen.
Um 1491 kauft Konrad Stürtzel, der Hofkanzler des römisch-deutschen Königs Maximilians I., von David Landeck zu Wiesneck die Dörfer Benzhausen, Buchheim, Hochdorf, Holzhausen und Hugstetten. Die Familie führt nach ihrer Adelserhebung den Namen „Stürtzel von Buchheim“ und besitzt seit dem 16. Jahrhundert in Buchheim ein Wasserschloss. Dr. Stürtzel war es auch, der im Jahre 1506 in Holzhausen die Pfarrei „St. Pankratius“ stiftete.
Alle Marchdörfer gehörten zur damaligen Zeit dem Herrschaftsbereich Vorderösterreichs an und waren daher rein katholische Orte. Die Nachbarorte Bötzingen, Eichstetten, Nimburg und Vörstetten gehörten dagegen zur evangelischen Markgrafschaft Baden – worauf auch heute noch der badische Schrägbalken in ihren jeweiligen Gemeindewappen hindeutet. Als katholische Exklave gehörte Reute ebenso wie die Marchorte zu Vorderösterreich (auch hier ist die Herkunft im Gemeindewappen durch den österreichischen Balken abzulesen). Zu Reute bestanden damals sehr enge Kontakte vor allem zu Holzhausen. Somit verlief an den Gemarkungen der hier genannten Orte auch die Territorialgrenze zwischen den Badischen und den Vorderösterreichischen Landesteilen. Die Markgrafschaft Baden als auch Vorderösterreich waren vom 14. bis 19. Jahrhundert beiderseits Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches (Deutscher Nation).
Wenn es auch im Laufe der Jahrhunderte nicht ohne Spannungen und Streitigkeiten abging, die Dörfer der March bildeten doch immer eine gewisse Einheit. Dies blieb auch so, nachdem 1766 die Markgenossenschaft aufgelöst worden war und jede Gemeinde ihren Anteil an der Allmend als Eigentum erhalten hatte. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass zu dieser Zeit für die Dörfer erstmals Gemarkungspläne angefertigt wurden.
Die Revolutionsbewegung in Baden 1848/49 ist in vollem Gang: Der Buchheimer Bierwirt Johann Baptist Müller tritt als Anführer in der March auf. In Neuershausen versucht die Gemeinde einen an den Freiherrn von Falkenstein verkauften Wald zu enteignen. Hugstetten und sein Schloss werden von dem später in Freiburg erschossenen Revolutionär Johann Maximilian Dortu mit Requisitionen heimgesucht.
Kriegszustand, preußische Besatzung, Revolutionskosten, aber auch Missernten und Versorgungsprobleme zwischen 1850 und 1865 veranlassten wieder viele Bürger und ganze Familien ihr Heil u.a. in Amerika, Ungarn oder Algerien zu versuchen und wanderten aus. Nach 1860 verbesserte sich die wirtschaftliche Lage in den Marchorten zusehends und langsam wurde auch hier das Gewerbe belebt; besonders in Neuershausen und Hugstetten wo es nun kleinere Fabriken gab. Hugstetten profitierte nicht zuletzt auch nachdem es 1871 Bahnstation an der Linie Freiburg-Breisach (ab 1887 bis Colmar) wurde. Doch 1882 zeigten sich zunächst die Gefahren des damals hochmodernen Massenverkehrs im Zugunglück von Hugstetten durch das Hugstetten traurige Berühmtheit erlangte.
Die Marchorte erhielten zwischen 1906 und 1919 flächendeckend elektrischen Strom, welcher damals fast ausschließlich zur Beleuchtung benötigt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs, im Frühjahr 1945, wurden bei Luftangriffen auf Holzhausen und Neuershausen elf bzw. sechs Menschen getötet und zahlreiche Gebäude zerstört. Ab dem 20. April marschierten französische Truppen in den Marchorten ein und beendeten dort den Krieg. Ende der 1950er/Anfang 1960er Jahre wurden in den Dörfern Trinkwassernetze verlegt, rund ein Jahrzehnt später schließlich die Abwassernetze.
Die Einwohnerzahlen, die einige Jahrhunderte lang jeweils bei rund 500 Seelen lag (mit gelegentlichen Schwankungen), stiegen nach 1945 in allen vier Marchorten teilweise erheblich an: in Buchheim von 627 auf 1216, in Holzhausen von 565 auf 873, in Hugstetten von 672 auf 1602 und in Neuershausen von 582 auf 766. In den 1960er Jahren entstanden die ersten Neubau- und Gewerbegebiete.
Die heutige Gemeinde entstand im Rahmen der Gemeindereform durch den Fusionsvertrag vom 1. Dezember 1973 durch Zusammenschluss der Gemeinden Buchheim, Holzhausen, Hugstetten und Neuershausen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg, denn zunächst wollten alle Orte ihre Selbständigkeit bewahren. Hugstetten und Hochdorf strebten zunächst eine eigene „Trabantenstadt“ mit Hochhäusern, eigener Infrastruktur und ca. 20.000 Einwohnern an. Holzhausen versuchte, durch Ausweisung neuer Baugebiete und den Bau von fünf „Hochhäusern“, die Einwohnerzahl derart aufzubauen, dass eine Eingemeindung vom Tisch wäre, was letztlich erfolglos blieb und zur Befürwortung einer neuen Einheitsgemeinde „March“ führte – wie auch in Buchheim. Einzig Neuershausen liebäugelte mit einer Eingemeindung nach Freiburg. Erst als Hochdorf sich in zwei Bürgerentscheiden für die Eingemeindung zu Freiburg entschied, war auch für Neuershausen und Hugstetten der Weg zur neuen Gemeinde March vorgezeichnet.
Zum 1. Bürgermeister der Gemeinde March wurde Rudolf Sontheimer gewählt. Sein Nachfolger wurde 1982 der damals 30-jährige Rechnungsamtsleiter Josef Hügele.
Mit der Nachbargemeinde Umkirch hat March den Gemeindeverwaltungsverband „March-Umkirch“ mit Sitz in March, gegründet. Verbandsvorsitzender ist Josef Hügele (CDU), Stv. Verbandsvorsitzender ist Walter Laub.
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgendes Ergebnis (Angaben in Klammern: Vergleich zur Wahl 2004):
| CDU | 36,8% (-13,9) | 7 Sitze (-2) |
| SPD | 15,5% (-11,9) | 2 Sitze (-3) |
| Die Grünen | 19,0% (-2,9) | 3 Sitze (0) |
| Unabhängige Bürgerliste March | 28,7% (+28,7) | 5 Sitze (+5) |
An der Spitze der Gemeindeverwaltung sowie des Gemeinderats steht als Bürgermeister Dipl. Verwaltungswirt (FH) Josef Hügele (CDU). Dieses Amt übt er seit 1982 ununterbrochen aus und ist somit erst der zweite Bürgermeister der Gemeinde March. Zuvor war er acht Jahre lang Rechnungsamtsleiter der Gemeinde sowie fünf Jahre Ortsvorsteher im Ortsteil Hugstetten. Seit 1984 ist Hügele auch Mitglied des Kreisrates des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und seit 2006 Vorsitzender des Bürgermeistersprengels Kaiserstuhl-Tuniberg. Darüber hinaus ist er seit vielen Jahren als Mitglied in zahlreichen Gremien und Ausschüssen sowohl auf Landes-, Kreis, und Gemeindeebene aktiv. In Anerkennung seiner zahlreichen Verdienste wurde ihm im Jahr 2008 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Hügele ist verheiratet und hat drei Kinder.
Das Haushaltsvolumen vom Rechnungsjahr 2011:
(Stand 30. Juni 2011)
Seit 1975 führt die Gemeinde das Gemeindewappen, das (in anderen Farben) auf die frühesten Grundherrschaften hinweist: In gespaltenem Schild heraldisch rechts ein geschliffenes rotes Nagelkreuz auf weißem Grund für das Kloster Lorsch und heraldisch links auf rotem Grund ein silberner Bär für das Kloster St. Gallen.
Bis 1974 führte jeder der vier Ortsteile sein jeweiliges Wappen als Gemeindewappen. Diese sind:
| Buchheim | Holzhausen | Hugstetten | Neuershausen |
Partnergemeinde von March ist das etwa 6.500 Einwohner zählende Holzhausen in Sachsen, das 1999 nach Leipzig eingemeindet wurde.
In allen Teilorten gibt es je ein Schloss. Diese Gebäude sind aufwändige Herrensitze von Adelsfamilien, heute alle in Privatbesitz und der Öffentlichkeit nicht zugänglich:
Am Standort des heutigen Schlosses stand mutmaßlich eine Burg, siehe auch Burg Hugstetten. Das es in Hugstetten einmal eine Burg gab, drauf deutet auch die Symbolik des Zinnenturms im Ortswappen hin.
Der Öffentliche Personenverkehr in March zeichnet sich durch ein gutes Zusammenspiel der örtlichen Verkehrsunternehmen aus. Tagsüber bedient die SüdbadenBus GmbH direkt vom Freiburger Hauptbahnhof über die Stadtbahnübergangshaltestelle Freiburg-Moosweiher und den Bahnhof in March-Hugstetten, March alle 30 Minuten. Ebenso die Breisgau-S-Bahn, die vom Bahnhof in March-Hugstetten halbstündlich in Richtung Freiburg und Gottenheim/Breisach abfährt. Besonders attraktiv ist hierbei die kurze Fahrtzeit von 8 Minuten bis Freiburg Hauptbahnhof, während der Omnibus auf gleicher Strecke etwa 20 Minuten benötigt.
Die Kooperationsvereinbarung zwischen RVF und NVBW vom 11. März 2009 beinhaltet die Elektrifizierung der Breisgau-S-Bahn bis zum Jahr 2018. Ein zweigleisiger Ausbau der Strecke ist ebenfalls im Gespräch. Dann sollen über Hugstetten alle 15 Minuten S-Bahnen von Freiburg nach Gottenheim bzw. Breisach fahren, jedoch hängt dies auch vom Ausbau des 3. und 4. Gleises der Rheintalbahn ab.
Zusätzlich werden die Ortsteile Neuershausen, Buchheim und Hugstetten von den Linien 295/297/299 der Firma Schmitt Reisen bedient. Diese Fahrten sind allerdings nur Einzelverbindungen zum Kaiserstuhl und bewähren sich nur bei Direktfahrten in diese Richtung ohne lästiges Umsteigen und lange Wartezeiten. Die Firma Binninger bietet an Schultagen mit der Linie 204 auch eine Verbindung Richtung Umkirch bzw. Gundelfingen (über Holzhausen) zum Bildungszentrum für Schüler an. Seit 2003 ist die hinzugekommene Buslinie 25 der Freiburger Verkehrs AG ab Bahnhof Hugstetten eingerichtet, die March mit Hochdorf und dem Industriegebiet Nord in den Hauptverkehrszeiten werktags verbindet.
Die nächstgelegenen Flughäfen sind der Flugplatz Freiburg (6 km) und die internationalen Flughäfen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg (70 km), Straßburg (75 km), Baden-Baden (83 km), Zürich-Kloten (110 km) und Flughafen Stuttgart (155 km).
Der Bundesverkehrswegeplan der deutschen Bundesregierung sieht den viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn der Deutschen Bahn AG bis 2020, dem geplanten Zeitpunkt der Fertigstellung des Gotthard-Basistunnels vor. Die beiden neuen Gleise, das dritte und vierte Gleis der Rheintalbahn die nach bisheriger Planung dem Güterverkehr vorbehalten sein sollen, sollen östlich direkt an die A 5 gebaut werden. Somit würde diese Bahnstrecke zu einem kleinen Teil auf Marcher Gebiet verlaufen. Ein Baubeginn des Bauabschnitts 8.1 Riegel - March steht bisher allerdings noch nicht fest. Laut Pressemeldungen (Stand März 2012) hält die Bundesregierung aber ausdrücklich an einer Fertigstellung der gesamten Trasse bis 2020 fest.
Am 3. September 1882 ereignete sich ein großes Eisenbahnunglück im Mooswald nahe Hugstetten (heute Tierhygienisches Institut). Das Zugunglück von Hugstetten, bei dem der Sonderzug Freiburg - Colmar aus den Schienen sprang und 64 Tote sowie über 200 Verletzte forderte, war das schwerste und folgenreichste Eisenbahnunglück im Deutschen Reich und behielt diesen Titel bis zur Kollision zweier D-Züge im Bahnhof Genthin am 21. Dezember 1939 mit damals ca. 180 Todesopfern.
An folgende Fernstraßen ist die Gemeinde March direkt oder indirekt angeschlossen:
Die Gemeinde betreibt alle Tageseinrichtungen für Kinder in eigener Regie, es gibt keine konfessionell orientierten oder freien Träger. In jedem Ortsteil ist eine Einrichtung, dazu gibt es übergreifend das Kinderhaus „Am Bürgle“ mit seinen vielfältigen Betreuungsformen. Alle Einrichtungen haben flexible Öffnungszeiten, bieten flexible Abholzeiten und verlängerte Kindergartenbetreuung an. Eine frühzeitige Anmeldung der Kinder bei der Gemeinde ist erforderlich. Die Einrichtungen im Einzelnen:
Folgende Schulen sind in March vertreten:
Ein weiteres Bildungsangebot ist die Gemeindebücherei, im Gebäude der Werkrealschule (Sportplatzstraße). Das Angebot umfasst neben ca. 15.000 Büchern für Kinder und Erwachsene auch Gesellschaftsspiele, Zeitschriften, Musik-CDs/DVDs, Kassetten. Die Ausleihe ist kostenlos (es wird allerdings eine geringe Jahresgebühr erhoben).
Die Freiwillige Feuerwehr March besteht aus vier Abteilungen, die jeweils in den Ortsteilen Buchheim, Holzhausen, Hugstetten und Neuershausen mit je einem Feuerwehrhaus stationiert sind. Obwohl ihr Löschwesen bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgt werden kann, wurden die damals noch selbstständigen Gemeindefeuerwehren erst Mitte des 20. Jahrhunderts gegründet. Der Fuhrpark der Marcher Feuerwehr besteht aus einem Mannschaftstransportfahrzeug (auch Führungsfahrzeug), zwei Löschgruppenfahrzeugen LF 8/6, einem Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 (allerdings mit derselben Ausstattung/Leistung wie ein HLF 20/16), einem Tanklöschfahrzeug TLF 8/18, einem Tragkraftspritzenfahrzeug TSF sowie einem Gerätewagen-Öl.
Etwa 90 ehrenamtliche Kräfte (darunter eine Frau) engagieren sich in ihrer Freizeit unentgeltlich für das Marcher Feuerwehrwesen und bewältigen rund 50 Feuerwehreinsätze im Jahr (2011: 60). Bis zur Aussetzung der Wehrpflicht leisteten etwa zehn junge Feuerwehrangehörige hier statt Wehrdienst oder Zivildienst ihren Ersatzdienst im Rahmen des Katastrophenschutzes beim ABC-Zug des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald. Dieser ist in Ihringen stationiert.
Am 17. Dezember 2007 beschloss der Gemeinderat March, auf Vorschlag der Feuerwehr March, in der nächsten Zeit ein zentrales Feuerwehrhaus, bestehend aus sechs Fahrzeugboxen zu bauen. Die vier vorhandenen Feuerwehrhäuser werden nach Errichtung des Neubaus aufgegeben und die vier Abteilungen aufgelöst. Ab diesem Zeitpunkt wird in der Feuerwehr March dann nur noch eine Abteilung vorhanden sein, die aus mehreren Löschzügen bestehen wird. In seiner Sitzung vom 15. Dezember 2008 legte der Gemeinderat den zukünftigen Standort fest. Das zentrale Feuerwehrhaus der Feuerwehr March wird bis ca. Ende 2012 im Ortsteil Buchheim an der Sportplatzstraße, in direkter Nachbarschaft zur Ampelkreuzung der Landesstraßen L116/L187 errichtet. Der Erste Spatenstich des Neubaus fand am 10. November 2011 statt.
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