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Mario Vargas Llosa

Dieser Artikel behandelt den peruanisch-spanischen Schriftsteller, Politiker und LiteraturnobelpreistrĂ€ger Mario Vargas Llosa. FĂŒr seinen Sohn, den peruanischen Schriftsteller und Publizisten, siehe Álvaro Vargas Llosa.
Mario Vargas Llosa (2011)

Jorge Mario Pedro Vargas Llosa (* 28. MĂ€rz 1936 in Arequipa, Peru), seit 2011: MarquĂ©s (Markgraf) de Vargas Llosa[1], ist ein peruanisch-spanischer Schriftsteller und Politiker. Er ist einer der fĂŒhrenden lateinamerikanischen Romanciers und Essayisten. Vargas Llosa bezeichnete sich im Jahr 2001 als „liberalen Demokraten“.[2] Im Dezember 2010 wurde er mit dem Nobelpreis fĂŒr Literatur ausgezeichnet.[3]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Mario Vargas Llosa (1985)

Die Eltern von Mario Vargas Llosa, die sich schon vor seiner Geburt trennten, sind Ernesto Vargas Maldonado, Telegraphist und Flugplatzfunker der Panagra-Gesellschaft in Tacna, sowie Dora Llosa Ureta. Seine Mutter entstammt einer aus Spanien stammenden Mittelschichtfamilie. Nicht zuletzt wegen ihrer schwierigen Situation als Alleinerziehende ĂŒbersiedelte sie mit ihren Eltern und ihrem damals einjĂ€hrigen Sohn nach Cochabamba in Bolivien. Dort verbrachte Vargas Llosa seine Kindheit, absolvierte die Grundschule am katholischen Colegio La Salle. Unter der Regierung von JosĂ© Luis Bustamante y Rivero wurde sein Großvater mĂŒtterlicherseits PrĂ€fekt in der nordperuanischen Stadt Piura, weshalb sich die gesamte Familie dort niederließ. 1946 lernte er seinen Vater kennen, worauf er zusammen mit seiner Mutter zu ihm nach Lima zog.

In Piura und Lima besuchte Vargas Llosa weiterhin Schulen der Salesianer Don Boscos,[4] bevor er auf Betreiben seines Vaters fĂŒr zwei Jahre an eine MilitĂ€rschule in Callao wechselte. Das letzte Jahr seiner Schulausbildung verbrachte er wieder in Piura, wo er, wie bereits zuvor in Lima, nebenbei in der Redaktion einer Lokalzeitung mitarbeitete und sein erstes TheaterstĂŒck Die Flucht des Inka zur AuffĂŒhrung brachte.

Nach dem Schulabschluss begann Vargas Llosa in Lima gleichzeitig ein Jura- und Literaturstudium an der HauptnationaluniversitĂ€t San Marcos; letzteres schloss er ab. Seine schriftstellerische BetĂ€tigung nahm in dem Maße zu, wie seine TĂ€tigkeit als Journalist nachließ.

In Lima heiratete er mit 19 Jahren Julia Urquidi Illanes, die Schwester einer SchwĂ€gerin der Mutter. Die Ehe blieb kinderlos und wurde 1964 wieder geschieden. Mit dem Stipendium Javier Prado promovierte er in Philosophie und Literatur ab 1959 an der UniversitĂ€t Complutense Madrid. Im selben Jahr erhielt er fĂŒr die ErzĂ€hlungen Die AnfĂŒhrer den Leopoldo-Alas-Preis, ließ sich in Paris nieder und arbeitete zusammen mit seiner damaligen Frau fĂŒr die französische Rundfunk- und Fernsehanstalt sowie als Journalist fĂŒr die Nachrichtenagentur Agence France-Presse.

Erstes Aufsehen als Schriftsteller erregte Vargas Llosa mit dem Roman Die Stadt und die Hunde (La ciudad y los perros).

1965 heiratete er in Lima seine Cousine Patricia Llosa, die er an der Pariser Sorbonne kennengelernt hatte und mit der er drei Kinder hat: Álvaro Vargas Llosa, Schriftsteller, Gonzalo und Morgana, Fotografin. Kurz nach der Heirat zog er mit seiner Frau nach Europa, wo er in Paris, London und Barcelona lebte. 1974 kehrte er nach Peru zurĂŒck und wurde im Fernsehen Leiter und Moderator eines politischen Programms.

Von anfÀnglich linken Positionen distanzierte sich Vargas Llosa ab den 1960er Jahren.[5]

In den 1980er Jahren wandte sich Vargas Llosa der Politik zu. Im Unterschied zu den meist linksgerichteten anderen sĂŒdamerikanischen Intellektuellen jener Zeit vertrat Vargas Llosa, selbst ursprĂŒnglich links, ĂŒberzeugt liberale Positionen.[6] In seiner autobiographischen Schrift Der Fisch im Wasser – Erinnerungen schildert er diese Entwicklung vom Linken zum ĂŒberzeugten „Neoliberalen“, wie es Dieter Plehwe ausdrĂŒckt.[7] Den Ausdruck Neoliberalismus bewertet Vargas Llosa allerdings als eine „von Feinden des Liberalismus kreierte Karikatur“.[8] Vargas Llosa sieht sich selbst, so sein Biograf Juan JosĂ© Armas Marcelo, als „liberal ohne weitere ZusĂ€tze, mit allem, was der Begriff traditionell bedeutet, politisch und intellektuell.“[9] 1986 kritisierte er in Bezug auf Gabriel GarcĂ­a MĂĄrquez die seiner Ansicht nach einseitige und kritiklose Überbewertung des sozialistischen Modells durch einige lateinamerikanische Intellektuelle[10] mit folgenden Worten:

Daß ein Schriftsteller in dieser Weise den FĂŒhrer eines Regimes beweihrĂ€uchert, in dem es viele politische Gefangene – darunter mehrere Schriftsteller – gibt, das eine rigorose intellektuelle Zensur praktiziert, nicht die mindeste Kritik duldet und Dutzende Intellektuelle ins Exil gezwungen hat, ist etwas, das mich, wie wir im Spanischen sagen, mit fremder Scham erfĂŒllt.[11]

Im Fall Uchuraccay, der irrtĂŒmlichen Ermordung von acht Journalisten durch indianische Bauern, ĂŒbertrug ihm der peruanische PrĂ€sident Fernando Belaunde den Vorsitz der Untersuchungskommission. Als die von der linksgerichteten Partei APRA gebildete Regierung unter Alan GarcĂ­a PĂ©rez 1987 das peruanische Bankenwesen verstaatlichen wollte, fĂŒhrte er den Protest dagegen an. 1987 war Vargas Llosa MitbegrĂŒnder und bald darauf Vorsitzender des liberalen Movimiento Libertad. 1988 bildete die Partei mit den zwei großen peruanischen konservativen Parteien eine Allianz, die Frente DemocrĂĄtico (FREDEMO). 1990 bewarb sich Vargas Llosa fĂŒr die FREDEMO um das peruanische PrĂ€sidentenamt. Er trat fĂŒr die Privatisierung von Staatseigentum und eine freie Marktwirtschaft ein. WĂ€hrend des Wahlkampfes galt er als Favorit und erhielt im ersten Wahlgang mit 34 Prozent die meisten Stimmen. In der Stichwahl siegte allerdings der Außenseiter Alberto Fujimori mit 56,5 Prozent.

Nach der verlorenen Wahl wandte sich Vargas Llosa wieder der Literatur zu und wurde Dozent fĂŒr lateinamerikanische Literatur an mehreren US-amerikanischen UniversitĂ€ten. Er schrieb Essays fĂŒr die spanische Tageszeitung El PaĂ­s. SpĂ€ter verließ er Peru und wechselte nach Madrid, wo er 1993 die spanische StaatsbĂŒrgerschaft erhielt und 1995 Mitglied der Real Academia Española (Königlich Spanische Akademie [fĂŒr Sprache]) wurde. Zur Zeit lebt er in London.

Am 7. Oktober 2010 wurde bekanntgegeben, dass Vargas Llosa den Nobelpreis fĂŒr Literatur 2010 „fĂŒr seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage“ erhĂ€lt.[12] Die Preisverleihung erfolgte am 10. Dezember 2010 in Stockholm.

Im Zusammenhang mit den peruanischen PrĂ€sidentschaftswahlen 2011 sorgte Vargas Llosa fĂŒr nationales und internationales Aufsehen, da er die sich abzeichnende Entscheidung zwischen den Kandidaten Ollanta Humala und Keiko Fujimori mit der Wahl zwischen „Aids und Krebs im Endstadium“ verglich.[13][14] Als es nach dem ersten Wahlgang vom 10. April 2011 tatsĂ€chlich zur Stichwahl zwischen diesen beiden Politikern kam, sprach er aber gegen Ende Mai Ollanta Humala öffentlich seine UnterstĂŒtzung aus und bat alle „peruanischen Demokraten“ (Zitat) fĂŒr diesen Kandidaten zu stimmen.

Seine Nichte ist die peruanische Filmregisseurin Claudia Llosa, sein Cousin der peruanische Filmregisseur Luis Llosa.

Im Januar 2012 lehnte der 75-JĂ€hrige das Angebot des neu ins Amt gekommenen spanischen Regierungschefs Rajoy ab, die Leitung des dem Goetheinstitut vergleichbaren spanischen Cervantes-Instituts zu ĂŒbernehmen. Die Tageszeitung El PaĂ­s gab an, dass Vargas Llosa den angebotenen Posten als „unvereinbar“ mit seiner Schriftsteller-TĂ€tigkeit ansehe.[15]

Werk

Viele von Vargas Llosas Werken spielen in Peru und thematisieren dessen Gesellschaft. Er kritisiert hĂ€ufig undemokratische und korrupte links- oder rechtsgerichtete Systeme, die niedrige Schwelle zur Gewaltbereitschaft, und die teilweise rassistische Klassenordnung in Peru und allgemein in Lateinamerika. SpĂ€tere Werke spielen – da er nun durch vermehrte ReisetĂ€tigkeit als anerkannter Autor auch verstĂ€rkt Auslandserfahrungen sammelte – auch in anderen LĂ€ndern Lateinamerikas wie Brasilien oder der Dominikanischen Republik. Vargas Llosas Werk greift aber auch davon ausgehend universelle, ĂŒber Lateinamerika hinausgehende Themen auf.

Sein Schaffen umfasst neben dem „Standardroman“ auch die Genres der Kriminalgeschichte, des Politischen Thrillers, des Historischen Romans, der Komödie, sowie TheaterstĂŒcke, Essays, politische Schriften und literaturwissenschaftliche Abhandlungen. Viele seiner Schriften haben autobiographischen Charakter.

Aufgrund der seinen Werken inhĂ€renten, ideologieunabhĂ€ngigen Kritik gegenĂŒber allen antidemokratischen und die Menschenrechte missachtenden Regierungen setzte sich Vargas Llosa „zwischen alle StĂŒhle“ und wurde sowohl von links- wie rechtsgerichteten Vertretern und Staaten seines Heimatlandes, in anderen lateinamerikanischen Staaten sowie zum Teil in der westlichen Öffentlichkeit scharf angegriffen. Dem stehen zahlreiche Ehrungen fĂŒr sein Schaffen durch Organisationen gegenĂŒber, die der Demokratie und dem Humanismus verpflichtet sind.

Die BĂŒcher Vargas Llosas werden in deutscher Übersetzung vom Suhrkamp Verlag herausgegeben. Ein von der spanischen Agentur des Autors organisierter und im November 2010 angekĂŒndigter Verlagswechsel zu Rowohlt fĂŒr das neue Buch El sueño del celta wurde nach einer Intervention des Autors rĂŒckgĂ€ngig gemacht. Die deutsche Übersetzung mit dem Titel Der Traum des Kelten ist am 12. September 2011 bei Suhrkamp erschienen.[16] Das Buch zeichnet die Lebensgeschichte des irischen FreiheitskĂ€mpfers Roger Casement nach.

Einige seiner Werke und die in ihnen verwendeten Motive und literarischen Techniken werden im Folgenden exemplarisch behandelt.

Die AnfĂŒhrer und Die Stadt und die Hunde

In der ErzĂ€hlsammlung (Die AnfĂŒhrer) Los jefes von 1959 und im Roman Die Stadt und die Hunde (La ciudad y los perros) von 1963, durch den er erstmals einem breiteren Publikum bekannt wurde, verarbeitet Vargas Llosa autobiographische Erfahrungen aus der Kadettenanstalt. In diesem Roman wird gezeigt, wie eine von einem AnfĂŒhrer, genannt Jaguar, autoritĂ€r angefĂŒhrte Clique die MachtverhĂ€ltnisse innerhalb der Kadettenanstalt regelt. Ein MitschĂŒler, der den Diebstahl eines Examenstextes aufdeckt, wird erschossen, und andere an der AufklĂ€rung interessierte Personen werden durch Druck zum Schweigen gebracht. Die Welt der Kadettenanstalt erweist sich als paradigmatisch fĂŒr durch Machismo, MachtkĂ€mpfe und Großspurigkeit geprĂ€gte Gesellschaftsstrukturen, in der der StĂ€rkere sich mittels mafiaĂ€hnlicher Strukturen durchsetzt. Das Buch wurde 1964 in Lima öffentlich verbrannt.

In Die jungen Hunde. Schwanz Cuellar (Los cachorros. Pichula Cuellar) von 1967 beschreibt Vargas Llosa Frustration als Resultat eines sozialen Determinismus, dessen Kompensation durch waghalsiges Machogehabe und den letztendlich scheiternden Versuch sozialer Integration.[17]

Das Konzept der novela total

Die Werke von La ciudad y los perros bis Conversaciones en La Catedral von 1969 sind geprĂ€gt von Vargas Llosas eigener Literaturtheorie des totalen Romans (novela total oder totalizante), nach welcher dieser das nicht bescheidene Ziel verfolgen solle, ein möglichst vollstĂ€ndiges, mimetisches Abbild der RealitĂ€t zu schaffen, das alle Facetten der Wirklichkeit abbilde und damit eine autonome und selbststĂ€ndige Welt bilde. Vargas Llosa sieht dies in Tolstois Krieg und Frieden, Thomas Manns Der Zauberberg, sowie im von ihm bewunderten Ritterroman Tirant lo Blanc von Joanot Martorell verwirklicht.[18] Als wesentliches Kriterium des Totalen Romans kann dabei die Darstellung der Zersplitterung der frĂŒher vorgeblich einheitlich wahrgenommenen Welt und die Erarbeitung einer kĂŒnstlerischen, einheitsstiftenden Synthese gesehen werden. Lateinamerikanische VorlĂ€ufer von Vargas Llosas Konzept des Totalen Romans waren Ciro AlegrĂ­a und JosĂ© MarĂ­a Arguedas.[19]

Das grĂŒne Haus

Sein 1965 erschienener Roman Das grĂŒne Haus (La casa verde) gewann 1967 den Literaturpreis Premio Internacional de Novela RĂłmulo Gallegos. Einige Kritiker, wie zum Beispiel der auf lateinamerikanische Literatur spezialisierte Gerald Martin, sieht ihn als Vargas Llosas wichtigstes Werk und einen der bedeutendsten lateinamerikanischen Romane ĂŒberhaupt.[20] Das grĂŒne Haus kann als „Vargas Llosas komplexestes Werk gesehen werden, in dem die spezifisch lateinamerikanische Lebenserfahrung des Autors am reichsten Gestalten und Geschichten hervorgetrieben hat“.[21]In diesem Roman werden fĂŒnf kunstvoll parallel gefĂŒhrte HandlungsstrĂ€nge, in denen Personen und Motive zum Teil aufeinander bezogen sind, zu einem Ganzen zusammengefĂŒhrt. Fragmente der fĂŒnf HandlungsstrĂ€nge werden in den einzelnen Kapiteln zunĂ€chst systematisch und spĂ€ter sporadisch aneinandergefĂŒgt, so dass sich der Eindruck einer SimultanbĂŒhne mit fĂŒnf StĂŒcken ergibt. Der Schauplatz einer vom Urwald geprĂ€gten, steinzeitlich wirkenden und dĂŒnn besiedelten Amazonasregion mit Missionsstation und einer Garnison kontrastiert mit einer europĂ€isch beeinflussten Kleinstadt an der KĂŒste mit Oberschicht, KleinbĂŒrgertum, Elendsvierteln und dem außerhalb liegenden Bordell namens casa verde. Die HandlungsstrĂ€nge umfassen einen Zeitraum vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre:

  • Die Missionsstation und das Schicksal eines geraubten, missionierten und spĂ€ter verstoßenen IndiomĂ€dchens namens Bonifacia, welches spĂ€ter im Bordell casa verde arbeitet.
  • Die Geschichte des japanischen Abenteurers Fushia, der sich ein Urwaldimperium errichtet hat.
  • Das Schicksal des reichen BegrĂŒnders des Bordells casa verde Don Anselmo und seiner Tochter Chunga.
  • Die Machenschaften der KautschukhĂ€ndler, die Indios und Soldaten gleichermaßen zum Spielball ihrer Interessen machen.
  • Die Beschreibung von vier StammgĂ€sten des Bordells, den Unbezwingbaren und der Beziehung ihres AnfĂŒhrers Lituma zu der Prostituierten Bonifacia (in diesem Handlungsstrang meist Selvatica genannt).

Literarische „Desorientierungstechniken“

Anhand der Entstehung von La casa verde beschrieb Vargas Llosa 1971 in Historia secreta de una novela seine Techniken und Vorstellungen in Bezug auf die Form des Romans. Er ziele darauf ab, beim Leser dieselbe Desorientierung hervorzurufen, die auch die Sinnsuche der Romanfiguren charakterisiere. DafĂŒr setze er Techniken ein wie die Fragmentierung der Handlung, die bewusste Verwendung von HandlungslĂŒcken, die plötzliche und unvorbereitete EinfĂŒhrung neuer Situationen, das EinfĂŒgen von Fragmenten anderer ErzĂ€hlungen,[22] die Ineinanderschachtelung bzw. VerschrĂ€nkung von RahmenerzĂ€hlungen, mythische Elemente, sowie die Verschiebung, Überblendung und Vermischung von ErzĂ€hlperspektiven.[23]

GesprĂ€ch in der „Kathedrale“

Das 1969 erschienene GesprĂ€ch in der „Kathedrale“ (ConversaciĂłn en la catedral) ist Vargas Llosas wohl komplexester Roman. Anhand eines GesprĂ€chs von Santiago Zavala, des Sohnes eines Ministers, mit Ambrosio, dem ehemaligen Chauffeur seines Vaters, in der Bar La catedral werden mehr als 70 Einzelschicksale ĂŒber einen Zeitraum von 14 Jahren beschrieben. Dabei reprĂ€sentiert Santiago, der die Wahrheit ĂŒber die Verstrickungen seines Vaters in Machenschaften des diktatorischen Regimes von Manuel Apolinario OdrĂ­a Amoretti herausfinden möchte, die Ohnmacht der lateinamerikanischen Intellektuellen. Der aus dem kriminellen Milieu stammende ehemalige Diener Ambrosio mit seiner gemischtrassigen Herkunft (seine Mutter ist indigen indianisch und sein Vater ein Schwarzer) steht fĂŒr das „einfache Volk“. Vargas Llosa gelingt hier eine relativ umfassende Darstellung der peruanischen Gesellschaft, und er entwirft das Bild einer korrupten und unfĂ€higen einheimischen Bourgeoisie.[24]

Verwendung originÀr peruanischer Idiome

Vargas Llosa folgt in diesem wie auch anderen Romanen einer Tendenz der lateinamerikanischen Literatur – beispielsweise bei Cabrera Infante oder JosĂ© Donoso -, die Protagonisten in der im jeweiligen Land gesprochenen SprachvarietĂ€t und nicht der Hochsprache (hier Spanisch) direkt zu Wort kommen zu lassen. Hierdurch soll dem Leser ohne Intervention des ErzĂ€hlers ein direkterer und authentischerer Eindruck der Personen und deren Lebenswirklichkeit, der SpontaneitĂ€t und ExpressivitĂ€t der wirklichen Sprache des Landes vermittelt werden.[25] Die hispanische Literaturwissenschaft diskutiert diese Tendenz auch in Bezug auf Vargas Llosa oft unter dem Terminus oralidad.

Neuer Stil ab 1973

Nach ConversaciĂłn en la catedral rĂŒckt Vargas Llosa von seinem Konzept des Totalen Romans und teilweise auch von seinen bisherigen Themenschwerpunkten ab. Der Hauptmann und sein Frauenbataillon (PantaleĂłn y las visitadoras) von 1973 und das auch als Julia und ihre Liebhaber 1990 verfilmte Tante Julia und der Kunstschreiber (La tĂ­a Julia y el escribidor) von 1977 sind eher humoristisch und erotisch geprĂ€gte, leichter lesbare Texte.

Dennoch tauchen gesellschaftlich-politische Themen in Vargas Llosas Schaffen wieder auf. Die Schwierigkeit, in der modernen medialen Welt zwischen subjektiver Perspektive und objektiver RealitĂ€t oder Fiktion und FĂ€lschung zu unterscheiden, bilden ein neues, zentrales Thema seiner folgenden Werke. Im historischen Roman Der Krieg am Ende der Welt (La guerra del fin del mundo) von 1981 geht es um die Zerschlagung einer von Staat und gelenkter Presse zur nationalen Bedrohung hochstilisierten religiösen Sekte. Vargas Llosas durch die Zerschlagung des Prager FrĂŒhlings endgĂŒltig bedingte Abkehr vom Sozialismus hat eine verstĂ€rkte Kritik der Praktiken sozialistischer, lateinamerikanischer Regime und Terrororganisationen in seinen Werken zur Folge. Maytas Geschichte (Historia de Mayta) von 1984 beschĂ€ftigt sich zum Beispiel mit einem aus einer kommunistischen Gruppierung (wohl Sendero Luminoso) ausgeschlossenen RevolutionĂ€r, der danach als Eisdieleninhaber seinen Lebensunterhalt verdient. Auch hier ist die Schwierigkeit und FragwĂŒrdigkeit der Rekonstruktion von Wahrheit durch aufwĂ€ndige Reisen und Recherchen ein zentraler Topos.[26]

Der GeschichtenerzÀhler

In dem Roman Der GeschichtenerzĂ€hler (El hablador) berichtet ein Ich-ErzĂ€hler, der deutliche ZĂŒge des Autors Vargas Llosa trĂ€gt, die Geschichte eines Freundes, des jĂŒdischstĂ€mmigen SaĂșl Zuratas, der von den peruanischen Urwaldindianern der Machiguenga fasziniert seine IdentitĂ€t aufgibt und sich in das Nomadenvolk integriert. SaĂșl wird zu einem GeschichtenerzĂ€hler, einer Institution dieses Volkes und gibt die Mythen des Volkes weiter, indem er durch den Urwald zieht und die versprengten Gruppen und Familien der Machiguenga aufsucht, um sie mit Geschichten zu unterhalten. Auf diesem Weg bewahren sie ihre Traditionen, die sie vor der westlichen Zivilisation abschotten und ihre NĂ€he zur Natur erhalten. In dieser Dialektik von NaturnĂ€he und Zerstörung durch die Industriegesellschaft ist die erzĂ€hlerische Absicht des Buches zu finden: „Die Vorstellung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur, das Bewusstsein der Umweltzerstörung durch die Industriegesellschaft und die moderne Technologie, die Aufwertung des Wissens des Primitiven, der gezwungen ist, seinen Lebensraum zu respektieren, wenn er nicht untergehen will, ist eine Anschauung, die in jenen Jahren zwar noch keine intellektuelle Mode darstellte, aber doch schon allenthalben, selbst in Peru, Wurzeln zu schlagen begann.“[27]

Je 100.000 Taschenbuchausgaben des Buches wurden im Rahmen der Aktion „Eine Stadt. Ein Buch.“ im Oktober 2011 in Wien und Berlin verschenkt.[28]

Kriminalromane

In seinen beiden an das Genre des Kriminalromans angelehnten Werken Wer hat Palomino Molero umgebracht? (¿Quién mató a Palomino Molero?) von 1986 und Tod in den Anden (Lituma en los Andes) von 1993 eliminiert Vargas Llosa viele inhaltlich und sprachlich entbehrliche Elemente.

In Wer hat Palomino Molero umgebracht? ist die Hauptfigur ein ermordeter mestizischer Soldat. Die geschilderten Nachforschungen ergeben nur, dass er nach seiner Flucht mit der Tochter eines Oberst von diesem anscheinend zu Tode gefoltert wurde. Auch hier bleibt, wie in vielen Werken Vargas Llosas ab den 1970er Jahren, die wirkliche Beziehung zwischen dem Oberst, der Tochter und dem Soldaten letztlich ungeklÀrt.

In Tod in den Anden von 1993 versuchen die beiden Polizisten einer abgelegenen Straßenbausiedlung, Korporal Lituma und sein Gehilfe Tomasito, das rĂ€tselhafte Verschwinden dreier Menschen aufzuklĂ€ren. Der Roman ist von einer allgegenwĂ€rtigen Gewalt und BrutalitĂ€t geprĂ€gt, ob von Seiten der Terroristen des Leuchtenden Pfades, der diese bekĂ€mpfenden Polizei, der Unterwelt einer KĂŒstenstadt, den animistischen Vorstellungen und Riten der Indios und Bauarbeiter, oder der mit ihren Unwettern und BergstĂŒrzen bedrohlichen Natur selbst. Dem Autor gelingt es, die aktuelle peruanische Gewaltbereitschaft und gesellschaftliche Verrohung mit vorkolumbianischen Opferriten zu verbinden und einen (zum Beispiel in den Figuren des Kantinenwirts Dionisio und seiner Frau personifizierten) dionysischen, ĂŒber Peru und die heutige Zeit hinausweisenden Urgrund von Gewalt und InhumanitĂ€t anzudeuten. Vargas Llosa selbst interpretiert seinen Roman in einem Interview mit der Zeitschrift Der Spiegel von 1996 fast identisch.[29] Der Literaturkritiker Gustav Seibt rezensierte in der FAZ:

„Der Tod in den Anden ist ein strenges und lehrhaftes Buch, seine Sprache und ErzĂ€hlweise sind so klar, hart und rĂ€tselhaft wie die Landschaft, in der es spielt.“[30]

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Die AnfĂŒhrer (Los jefes, 1959, ĂŒbersetzt von Elke Wehr). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-38948-3 (2. Auflage)
  • Die Stadt und die Hunde (La ciudad y los perros, 1963, ĂŒbersetzt von Wolfgang Alexander Luchting)
  • Das grĂŒne Haus (La casa verde, 1965, ĂŒbersetzt von Wolfgang Alexander Luchting)
  • Die jungen Hunde (Los cachorros (Pichulla CuĂ©llar), 1967, ĂŒbersetzt von Wolfgang Alexander Luchting und Michi Strausfeld), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-38341-8.
  • GesprĂ€ch in der „Kathedrale“ (ConversaciĂłn en La Catedral, 1969, ĂŒbersetzt von Wolfgang Alexander Luchting)
  • Der Hauptmann und sein Frauenbataillon (PantaleĂłn y las visitadoras, 1973, ĂŒbersetzt von Heidrun Adler)
  • Flaubert und „Madame Bovary“: Die ewige Orgie (La orgĂ­a perpetua: Flaubert y Madame Bovary, 1975, ĂŒbersetzt von Maralde Meyer-Minnemann). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-518-40841-0
  • Tante Julia und der Kunstschreiber (La tĂ­a Julia y el escribidor, 1977, neu ĂŒbersetzt von Thomas Brovot). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-518-42255-7
  • Der Krieg am Ende der Welt (La guerra del fin del mundo, 1981, ĂŒbersetzt von Anneliese Botond). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-39566-1
  • Maytas Geschichte (Historia de Mayta, 1984, ĂŒbersetzt von Elke Wehr). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-518-38105-9
  • Wer hat Palomino Molero umgebracht? (ÂżQuiĂ©n matĂł a Palomino Molero?, 1986, ĂŒbersetzt von Elke Wehr). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988
  • Der GeschichtenerzĂ€hler (El hablador, 1987, ĂŒbersetzt von Elke Wehr)
  • Lob der Stiefmutter (Elogio de la madrastra, 1988, ĂŒbersetzt von Elke Wehr), Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-45723-3
  • Tod in den Anden (Lituma en los Andes, 1993, ĂŒbersetzt von Elke Wehr), Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-40775-9 (5. Auflage)
  • Der Fisch im Wasser. (El pez en el agua, 1993, ĂŒbersetzt von Elke Wehr) Suhrkamp, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-518-40733-3
  • Briefe an einen jungen Schriftsteller (Cartas a un novelista, 1997, ĂŒbersetzt von Clementine KĂŒgler)
  • Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto (Los cuadernos de don Rigoberto, 1997, ĂŒbersetzt von Elke Wehr). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-41198-5
  • Das Fest des Ziegenbocks (La fiesta del chivo, 2000, ĂŒbersetzt von Elke Wehr), Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-41232-9
  • Das Paradies ist anderswo (El paraĂ­so en la otra esquina, 2003, ĂŒbersetzt von Elke Wehr), Suhrkamp, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-518-41600-6
  • Victor Hugo und die Versuchung des Unmöglichen. (La tentaciĂłn de lo imposible, 2004, ĂŒbersetzt von Angelica Ammar.) Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-41761-4
  • Das böse MĂ€dchen (Travesuras de la niña mala, 2006, ĂŒbersetzt von Elke Wehr). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-518-41832-7
  • Der Traum des Kelten. (El sueño del celta. 2010, ĂŒbersetzt von Angelica Ammar). Suhrkamp, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-518-42270-0.

Verfilmungen

  • 1985: Die Stadt und die Hunde (La ciudad y los perros)
  • 1987: Der Jaguar (Jaguar)
  • 1991: Julia und ihre Liebhaber (La tĂ­a Julia y el escribidor)
  • 2000: PantaleĂłn y las visitadoras
  • 2006: Das Fest des Ziegenbocks (La fiesta del chivo)

Hörspiel

  • 2010: Tante Julia und der Kunstschreiber. Bearbeitung: Daniel Howald, Regie: Claude Pierre Salmony, Sprecher: AndrĂ© Jung, Christoph Bantzer u.a., Schweizer Radio DRS/Der Hörbuchverlag, MĂŒnchen (10 CD)

Literatur

  • Thomas M. Scheerer: Mario Vargas Llosa, Leben und Werk. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-38289-6
  • Sabine Köllmann: Literatur und Politik – Mario Vargas Llosa. Lang, Bern 1996, ISBN 3-906756-47-5

Weblinks

 Commons: Mario Vargas Llosa â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Interviews
Biographien

Einzelnachweise

  1. ↑ VerkĂŒndung im spanischen Staatsanzeiger vom 3. Februar 2011: http://www.boe.es/aeboe/consultas/bases_datos/doc.php?id=BOE-A-2011-2137
  2. ↑ Ich bin ein liberaler Demokrat – Mario Vargas Llosa ĂŒber seinen Roman Das Fest des Ziegenbocks, den dominikanischen Diktator Rafael Leonidas Trujillo und seine politischen PrĂ€ferenzen in Europa
  3. ↑ Der Nobelpreis in Literatur des Jahres 2010: Mario Vargas Llosa, nobelprize.org, 7. Oktober 2010: „Der Nobelpreis fĂŒr Literatur 2010 wird an Mario Vargas Llosa verliehen ‚fĂŒr seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage‘.“ (abgerufen am 7. Februar 2011) (Link nicht mehr abrufbar)
  4. ↑ Raymond L. Williams: Vargas Llosa – Otra historia de un deicidio, Taurus, 2001, ISBN 968-19-0814-7, S. 30.
  5. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Barbara Lich: Mario Vargas Llosa zĂ€hlt seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Schriftstellern und Intellektuellen Lateinamerikas
  6. ↑ Bericht zum, Literaturnobelpreis fĂŒr Vargas Llosa
  7. ↑ Dieter Plehwe: Neoliberale Ideen aus der nationalen Peripherie ins Zentrum gerĂŒckt. In: UTOPIEkreativ, Juli/August 2001, S. 634–643.
  8. ↑ „Quienes colmaban la sala del Cervantes no perdieron ni una palabra del elocuente discurso de Vargas Llosa, quien defendió en todo momento el liberalismo en sus distintas variantes: político, económico, cultural, aunque calificó la noción de ‘neoliberalismo’ como "una caricatura creada por los enemigos del liberalismo". En su opinión, decir neo en este caso equivale a pseudo, es decir, falso.“ http://www.sololiteratura.com/var/camaraargentina.html
  9. ↑ J. J. Armas Marcelo: Vargas Llosa: el vicio de escribir. Band 212 von Literatura (Nuevas Ediciones de Bolsillo), Verlag DEBOLSILLO, 2008, ISBN 978-84-8346-725-1, S. 445.
  10. ↑ Peter Brockmeier, Gerhard R. Kaiser: Zensur und Selbstzensur in der Literatur. Königshausen & Neumann, 2001, S. 256.
  11. ↑ Mario Vargas Llosa: Gegen Wind und Wetter – Literatur und Politik, Suhrkamp, Frankfurt a. M., 1988, S. 254.
  12. ↑ Der Nobelpreis in Literatur 2010. Pressemitteilung.
  13. ↑ MVLL no se arrepiente de haber comparado a Humala y Keiko con cĂĄncer y sida. El Comercio.pe. Abgerufen am 6. Juni 2011.
  14. ↑ Peru will die Entscheidung zwischen den Extremen. Zeit Online. Abgerufen am 6. Juni 2011.
  15. ↑ Focus vom 20. Januar 2012: Kulturpolitik: Vargas Llosa lehnt Vorsitz des Cervantes-Instituts ab
  16. ↑ SĂŒddeutsche Zeitung: Neues Buch von Vargas Llosa nun doch bei Suhrkamp, 23. MĂ€rz 2011.
  17. ↑ Christoph Strosetzki: Kleine Geschichte der lateinamerikanischen Literatur im 20. Jahrhundert. Beck, MĂŒnchen, 1994, S. 178–179.
  18. ↑ Britt Diegner: KontinuitĂ€ten und (Auf)brĂŒche – Der peruanische Roman der 1990er Jahre. Martin Meidenbauer Verlagsbuchhandlung, 2007, S. 143 ff.
  19. ↑ Carlos Schwalb: La narrativa totalizadora de Jose Maria Arguedas, Julio Ramon Riberyo y Mario Vargas Llosa, New York, 2001, S. 16 ff.
  20. ↑ M. Keith Booker: Vargas Llosa Among the Postmodernists. Gainsville, University Press of Florida, 1994, S. 6.
  21. ↑ Klappentext der Ausgabe: Llosa, Das grĂŒne Haus, Übers. Wolfgang A. Luchting, 1. Auflage. Suhrkamp, 1992. AusfĂŒhrlichere Zusammenfassung an folgendem Ort: separates BEIHEFT (sog. "Fibel") zur Ausg. Das grĂŒne Haus bei Bertelsmann Club, GĂŒtersloh 1991, Verf. Inge Hillmann, Reihe "Jahrhundert-Edition" S. 12 - 14. In diesem Beiheft gibt es etliche Fotos von Llosa aus versch. Jahren, sowie eine erlĂ€uterte Zeittafel zu seinem Leben bis 1990
  22. ↑ Anm.: So taucht beispielsweise der AnfĂŒhrer der Unbezwingbaren aus La casa verde, Korporal Lituma, fast 30 Jahre spĂ€ter in Vargas Llosas Roman Tod in den Anden (Lituma en los Andes) auf. Dabei werden bereits 1965 beschriebene Erlebnisse Litumas aus dem casa verde aufgegriffen.
  23. ↑ Strosetzki: Kleine Geschichte der lateinamerikanischen Literatur im 20. Jahrhundert, Beck, MĂŒnchen 1994, S. 180.
  24. ↑ Sara Castro-KlarĂ©n: Understanding Mario Vargas Llosa. University of South Carolina Press, 1990, S. 105 ff.
  25. ↑ Susanne M. Cadera: Dargestellte MĂŒndlichkeit in Romanen von Mario Vargas Llosa. Romanisches Seminar der UniversitĂ€t Köln, 2002, S. 12. (Kölner Romanistische Arbeiten, neue Folge – Heft 80)
  26. ↑ Strosetzki: Kleine Geschichte der lateinamerikanischen Literatur im 20. Jahrhundert. Beck, MĂŒnchen 1994, S. 181 u. 182.
  27. ↑ Mario Vargas Llosa: Der GeschichtenerzĂ€hler. Zweite Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1990, S. 282–283.
  28. ↑ Eine Stadt. Ein Buch. Je 100.000 GratisbĂŒcher von Mario Vargas Llosa in Wien und Berlin, abgerufen am 21. Oktober 2011
  29. ↑ Interview Vargas Llosas mit Hannes Stein und Helene Zuber in der der Zeitschrift Der Spiegel No. 15 / 1996
  30. ↑ Aus dem Vorspann zu Mario Vargas Llosa: Tod in den Anden. Roman, aus dem Spanischen von Elke Wehr. 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt a. M. 1997. (suhrkamp taschenbuch 2774)
  31. ↑ [1]
  32. ↑ [2]
  33. ↑ http://www.freiheit.org/webcom/show_uebersicht_veranstaltungen.php/_c-28/_lkm-7/vname-1885/vid-4/i.html
  34. ↑ VerkĂŒndung im spanischen Staatsanzeiger vom 3. Februar 2011: http://www.boe.es/aeboe/consultas/bases_datos/doc.php?id=BOE-A-2011-2137 (spanisch); Pressemeldung vom 4. Februar 2011: http://www.elpais.com/articulo/gente/tv/Vargas/Llosa/Bosque/marqueses/elpepugen/20110204elpepuage_1/Tes (spanisch)
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