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Marion Walsmann

Marion Walsmann, 2009

Marion Erika Walsmann (* 17. März 1963 in Erfurt) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Sie gehört seit 2004 als Abgeordnete dem Thüringer Landtag an und ist seit dem 8. Dezember 2010 Thüringer Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chefin der Staatskanzlei. Zuvor war sie bereits als Justizministerin und später als Finanzministerin Mitglied der Thüringer Landesregierung.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

Walsmann wuchs in Bischleben auf. Nach dem Abitur am Heinrich-Mann-Gymnasium Erfurt studierte sie von 1981 bis 1985 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig, kehrte dann aber wieder nach Erfurt zurück und arbeitete dort zunächst als Juristin des VEB Robotron-Vertrieb. 1986 wechselte sie als Justitiarin in das Stadtbauamt Erfurt. 1990 war sie kurzzeitig Amtsleiterin des Rechtsamts der Stadt Erfurt, übernahm aber noch im gleichen Jahr nach der Wiedergründung des Bundeslandes Thüringen federführend den Aufbau des Thüringer Justizministeriums. Später stand sie innerhalb des Ministeriums in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Leiterin des Referats Verfassungsrecht. Zuletzt war sie als stellvertretende Abteilungsleiterin und Referatsleiterin Personal in der Abteilung Justizvollzug tätig.

Walsmann ist evangelisch, verheiratet und hat zwei Kinder.

Politik

Bereits in der DDR übte Walsmann ein erstes politisches Mandat aus. Von 1986 bis 1990 war sie Abgeordnete der DDR-Blockpartei CDU in der Volkskammer.

Nach der politischen Wende war sie Vertreterin der CDU der DDR beim Zentralen Runden Tisch. Nach der Wiedervereinigung wurde sie 1990 zur Vorsitzenden des Landesarbeitskreises Christlich-Demokratischer Juristen in Thüringen gewählt. 1995 übernahm sie den Kreisvorsitz der CDU Erfurt. Nach der Landtagswahl am 13. Juni 2004 zog sie als Direktkandidatin im Wahlkreis Erfurt III erstmals in den Thüringer Landtag ein. Bei der Landtagswahl 2009 verlor sie ihr Direktmandat, da sie mit 26,6 % der Erststimmen knapp hinter dem Ministerpräsidentenkandidaten der Linkspartei, Bodo Ramelow (26,8 %) lag. Als eine von zwei CDU-Abgeordneten gelang ihr jedoch der Wiedereinzug in den Landtag über die Landesliste.

Am 23. April 2008 kündigte Ministerpräsident Dieter Althaus im Rahmen einer Kabinettsumbildung Walsmann als Nachfolgerin des krankheitsbedingt aus dem Kabinett Althaus II ausscheidenden Justizministers Harald Schliemann an. Ihre Vereidigung fand am 8. Mai 2008 statt. Nach den Landtagswahlen 2009 wurde sie am 4. November 2009 Finanzministerin im Kabinett Lieberknecht. Am 8. Dezember 2010 übernahm sie im Rahmen einer Kabinettsumbildung die Leitung der Staatskanzlei.[1]

Einzelnachweise

  1. Ministerpräsidentin Lieberknecht ernennt neue Minister, Pressemitteilung vom 8. Dezember 2010

Weblinks

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