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Marlene Dietrich

Marlene Dietrich, 1933

Marlene Dietrich (* 27. Dezember 1901 in Schöneberg (jetzt Ortsteil von Berlin); † 6. Mai 1992 in Paris; eigentlich Marie Magdalene Dietrich)[1] war eine gebĂŒrtige deutsche Schauspielerin und SĂ€ngerin, die 1939 die US-amerikanische StaatsbĂŒrgerschaft annahm.[2][3]

Sie zĂ€hlt neben Hildegard Knef und Romy Schneider zu den grĂ¶ĂŸten weiblichen Leinwandlegenden, die der deutsche Film hervorgebracht hat und die auch international zu Ruhm und Erfolg gelangten. Zu ihren Markenzeichen wurden ihre langen Beine, ihre tiefe, rauchig-erotische Stimme und die von ihr getragenen HosenanzĂŒge, wodurch diese in den 1930ern fĂŒr Frauen salonfĂ€hig wurden.

Marlene Dietrich begann ihre Karriere als Schauspielerin am Theater und in Stummfilmen in den „goldenen Zwanzigern“ in Berlin. Der Aufstieg zur international berĂŒhmten KĂŒnstlerin gelang ihr 1930 durch die Hauptrolle in Regisseur Josef von Sternbergs Film Der Blaue Engel. Gemeinsam mit von Sternberg ging sie Anfang der 1930er in die USA, wo sie unter seiner Regie und an der Seite von Gary Cooper das Drama Marokko (1930) drehte, fĂŒr das sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin erhielt. Mit Filmen wie Shanghai-Express (1932) und Der große Bluff (1939) etablierte sie sich als erster deutscher Filmstar in Hollywood.

WĂ€hrend des Nationalsozialismus in Deutschland weigerte sich die Schauspielerin, die NS-Propaganda zu unterstĂŒtzen. Stattdessen engagierte sie sich wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs bei der US-Truppenbetreuung, indem sie fĂŒr die amerikanischen Soldaten sang und Verwundete in Lazaretten besuchte. Nach Kriegsende wurde ihr fĂŒr ihren Einsatz u. a. die Freiheitsmedaille durch den PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten verliehen.

Ab den 1950er Jahren stand sie ĂŒberwiegend als SĂ€ngerin auf der BĂŒhne und feierte weltweit Erfolge. Zu ihren berĂŒhmtesten Liedern zĂ€hlen Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt, Lili Marleen, Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin und Sag mir, wo die Blumen sind.

Anerkennung fĂŒr ihre schauspielerischen Leistungen erhielt sie in diesen Jahren fĂŒr Zeugin der Anklage (1957) unter der Regie von Billy Wilder und fĂŒr Das Urteil von NĂŒrnberg (1961) an der Seite von Spencer Tracy. Nach den Dreharbeiten zu ihrem letzten Film Schöner Gigolo, armer Gigolo (1978) beendete die KĂŒnstlerin ihre Karriere aus gesundheitlichen GrĂŒnden. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1992 lebte sie zurĂŒckgezogen in ihrer Pariser Wohnung.

Inhaltsverzeichnis

Biografie

FrĂŒhe Jahre

Gedenktafel am Geburtshaus Leberstraße 65 im Kiez Rote Insel in Berlin-Schöneberg
Berliner Gedenktafel am Haus Leberstraße 65, Berlin-Schöneberg

Marie Magdalene Dietrich, die sich mit etwa elf Jahren den Namen Marlene gab, kam am 27. Dezember 1901 in der Sedanstraße (ab 1938 Leberstraße 65) in Schöneberg im heutigen Berlin zur Welt. Ihre Eltern waren Louis Erich Otto Dietrich (* 1868), ein Polizeileutnant der kaiserlichen Elitetruppe[4] und Wilhelmine Elisabeth Josephine (* 1876; geb. Felsing), die Tochter eines Berliner Juweliers.[5] Marlene und ihre zwei Jahre Ă€ltere Schwester Elisabeth[6] verbrachten ihre ersten Lebensjahre in einem als „gutbĂŒrgerlich“ zu bezeichnenden Elternhaus auf der so genannten Roten Insel, zeitweise wohnte die Familie auch in der Kaiserallee (der heutigen Bundesallee) in Berlin.

Schon frĂŒh nahm Marlene Geigen- und Klavierstunden und lernte Französisch sowie Englisch.[7] Über ihre Kindheit schrieb sie spĂ€ter in ihren Memoiren: „Meine Eltern waren wohlhabend, ich habe die denkbar beste Erziehung genossen.“[8] In einer psychiatrischen Heilanstalt erlag Marlenes Vater 1908 einem Nervenleiden, wahrscheinlich der Syphilis, die er sich durch seinen promiskuitiven Lebenswandel eingefangen hatte. [9] Ihre Mutter heiratete 1914 den Leutnant Eduard von Losch, der 1917 an einer Kriegsverletzung verstarb. Zu einer Adoption der beiden Töchter war es nicht gekommen.

Dietrich besuchte die Auguste-Viktoria-Schule in der NĂŒrnberger Straße und vom 13. April 1917 bis Ostern 1918 die Victoria-Luisen-Schule (heute Goethe-Gymnasium). 1918 begann sie an der Musikhochschule Weimar eine Ausbildung zur Konzertgeigerin. Die hier erworbenen Fertigkeiten ermöglichten Marlene spĂ€ter – lĂ€ngst zum Filmstar avanciert – das virtuose Spiel auf der „Singenden SĂ€ge“, mit dem sie wĂ€hrend Drehpausen ihre Kollegen zu unterhalten pflegte.[10] 1921 setzte sie ihr Studium in Berlin fort, musste es aber im Jahr darauf wegen einer SehnenentzĂŒndung abbrechen, woraufhin sie beschloss, Schauspielerin zu werden.

ZunĂ€chst schloss sie sich einer Girl-Truppe an und tingelte mit ihr singend und tanzend durch die VarietĂ©s Deutschland.[11] Ihre ersten BĂŒhnenerfahrungen stellten Marlene jedoch nicht zufrieden, sie wollte ans Theater: „Das Theater war der einzige Ort, wo man schöne Texte und schöne Verse vortragen konnte wie die von Rilke, die mir das Herz brachen und doch zugleich auch wieder Mut machten.“[12]

AnfÀnge der Karriere in den 1920ern

Nach einem Vorsprechen am Deutschen Theater erhielt sie 1922 ihre erste Theaterrolle in dem von Max Reinhardt inszenierten Shakespeare-StĂŒck Der Widerspenstigen ZĂ€hmung.[13] FĂ€lschlicherweise wird deshalb hĂ€ufig angenommen, dass Marlene Dietrich auch ihre Schauspielausbildung an Reinhardts Schauspielschule in Berlin absolviert hĂ€tte.
  Marlene Dietrich
in Ich kĂŒsse Ihre Hand, Madame
mit Harry Liedtke (links)
und Richard Tauber, 1929
TatsĂ€chlich nahm sie jedoch zusammen mit Grete Mosheim privaten Unterricht bei Mitgliedern des Reinhardt-Ensembles, wo sie in rhythmischer Bewegung und Gymnastik, im Fechten sowie in der Stimmbildung geschult wurde.[14] Von September 1922 bis April 1923 spielte sie – meist als Statistin – in 92 TheaterauffĂŒhrungen.[15]

Ihr Onkel Willi Felsing vermittelt Marlene den ersten Kontakt zu einem Filmregisseur und sie wird zu Probeaufnahmen geladen. Ihr LeinwanddebĂŒt gab Dietrich bald darauf in der Rolle einer Zofe in So sind die MĂ€nner (1922) unter der Regie von Georg Jacoby. SpĂ€ter bezeichnete sie sich selbst in dem Film als „eine Kartoffel mit Haaren“.[16]

Bei den Arbeiten an ihrem dritten Film, Tragödie der Liebe (1923) unter der Regie von Joe May, lernte Marlene ihren kĂŒnftigen Ehemann Rudolf Sieber (* 1897; † 1976) kennen, einen Produktionsassistenten, mit dem sie ĂŒber 50 Jahre verheiratet blieb. 1924 kam am 13. Dezember das einzige gemeinsame Kind Maria Elisabeth zur Welt.

Nach mittleren bis großen BĂŒhnenparts und tragenden Filmnebenrollen,[17] wurde Dietrich ab 1927 auch mit Hauptrollen in Filmprojekten betraut. So engagierte sie der Wiener Filmproduzent Sascha Kolowrat-Krakowsky als Erni Göttlinger in Gustav Ucickys CafĂ© Elektric, in dem sie neben dem Publikumsliebling Willi Forst spielen durfte. 1928 bekam Marlene eine weitere Hauptrolle in dem Harry-Liedtke-Film Ich kĂŒsse Ihre Hand, Madame von Regisseur Robert Land. Trotzdem verleugnete sie ihre frĂŒhen Rollen in spĂ€teren Jahren hĂ€ufig und stufte ihr deutsches BĂŒhnen- und Filmschaffen auf reine Komparserie zurĂŒck. „Fragen sie mich nicht ĂŒber die Zwanziger Jahre. Ich war in den Zwanziger Jahren ĂŒberhaupt nichts,“ sagte Marlene Dietrich in einem Interview mit Maximilian Schell in Die Zeit vom 25. MĂ€rz 1984. Gesichert ist jedoch ihre Mitwirkung bei immerhin 16 Stummfilmen in den „Goldenen Zwanzigern“.

Durchbruch mit dem „Blauen Engel“

1929 erhielt Marlene Dietrich dann die Rolle, die ihr zum internationalen Durchbruch verhalf: Die „femme fatale“ Lola Lola in Der blaue Engel (1930) nach der Romanvorlage Professor Unrat von Heinrich Mann. Der Ufa-Filmproduzent Erich Pommer hatte den österreichisch-US-amerikanischen Regisseur Josef von Sternberg fĂŒr die Produktion engagiert und es sollte nach Melodie des Herzens (1929) mit Willy Fritsch der zweite deutsche Tonfilm werden.[18]

Marlene Dietrich

Drehbuchautor Karl Vollmoeller machte von Sternberg, der auf der Suche nach einer geeigneten Hauptdarstellerin fĂŒr die Romanverfilmung war, auf Marlene Dietrich aufmerksam, die zu diesem Zeitpunkt in der Spoliansky-Kaiser-Revue Zwei Krawatten auftrat. Da von Sternberg nach dem Besuch der Revue skeptisch blieb, setzte Vollmoeller einen Probeaufnahmetermin fĂŒr Dietrich durch. „I urged Mr. von Sternberg to cast for the starring role Miss Marlene Dietrich, a young actress who was as yet unknown, but who, I believed, had all potentialities of a great star. Mr. von Sternberg respected my opinion about such matters â€Šâ€œ, erinnerte sich Vollmoeller in seinen autobiographischen Notizen. (s. Weblink) Die Probeaufnahmen ĂŒberzeugten von Sternberg schließlich, so dass er sich fĂŒr Dietrich und gegen die von Pommer favorisierte Lucie Mannheim oder weit bekanntere Schauspielerinnen wie Blandine Ebinger, Brigitte Helm und KĂ€te Haack entschied.[17] Auch Hans Albers, Marlenes Revue-Partner in Zwei Krawatten wurde fĂŒr den Film engagiert.

Am 9. Oktober 1929 unterzeichnete Marlene Dietrich den Vertrag, der ihr pauschal 20.000 Reichsmark zusicherte, zuzĂŒglich 5.000 RM fĂŒr die parallel gedrehte englischsprachige Fassung. Zum Vergleich: ihr Filmpartner Emil Jannings, als internationaler Star, erhielt eine Gage von 200.000 RM.[17][19] Mit der Rolle der Lola Lola initiierte Josef von Sternberg jedoch Marlene Dietrichs Aufstieg zu einem neuen Weltstar binnen weniger Jahre; sein starkes Interesse an der jungen Darstellerin fiel Jannings auf und missfiel ihm sehr. Die Dreharbeiten liefen daher unter Spannungen zwischen Altstar und Newcomerin; gut 30 Jahre spĂ€ter beschrieb Marlene Dietrich in einem Interview ihre Stellung im Produktionsteam so: „Albers war immer nett zu mir, Jannings dagegen lehnte mich bis zum letzten Drehtag (
) ab, wie viele, die den Regisseur Sternberg fĂŒr verrĂŒckt hielten, weil er mich engagierte. Sehen Sie, man fragt mich immer nach meinen Schauspieler-Kollegen von damals, aber schließlich war ich doch ein Nichts. Eine kleine Komparsin, die in Reinhardts verschiedenen Theatern – mit dem Bus von einem zum anderen eilend â€“ je einen Satz in verschiedenen StĂŒcken am selben Abend sprechen durfte, die Komparserie in ein paar Filmen machte. Und an die niemand glaubte, als Sternberg mir die Rolle im Blauen Engel gab â€Šâ€œ.[20]

Der blaue Engel feierte seine Weltpremiere am 1. April 1930 in Berlin; die US-Premiere fand am 5. Dezember 1930 statt.[21] Das im Film von Marlene Dietrich gesungene Lied Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt (engl: Falling In Love Again)[22] wurde ein Welthit.

Emigration und Hollywood-Karriere in den 1930ern

Nach Dietrichs großem Erfolg als Lola Lola folgte sie Regisseur Josef von Sternberg nach Hollywood, wo sie sich dem Starsystem unterwarf: sie unterschrieb einen Siebenjahresvertrag bei Paramount Pictures, der ihr ein Anfangsgehalt von 1.750 US-Dollar pro Woche zusicherte.[23] Gleichzeitig begann ihre Inszenierung als Sexsymbol und Hollywood-Diva: sie nahm 30 Pfund ab,[24] trug die feinste Garderobe und achtete bei Dreharbeiten stets auf das richtige Licht und Make-up.

Ihren ersten Hollywood-Film mit dem Titel Marokko (1930) drehte sie an der Seite von Gary Cooper und unter der Anweisung von Sternberg. Dietrich spielt darin eine NachtclubsĂ€ngerin, die sich zwischen zwei MĂ€nnern entscheiden muss. In der berĂŒhmtesten Szene des Films kĂŒsst Marlene Dietrich als Mann gekleidet eine andere Frau. Die Szene, die auf Vorschlag der Schauspielerin ins Drehbuch geschrieben wurde, wĂ€re wegen der strengen US-Zensur jedoch beinahe der Schere zum Opfer gefallen. Um dies zu verhindern, kam Dietrich auf die Idee, in der Szene eine Blume der gekĂŒssten Frau anzunehmen, die sie dann ihrem Filmpartner Gary Cooper ĂŒberreichte. Mit diesem „Trick“ konnte sie die Zensoren von der Notwendigkeit des Filmkusses ĂŒberzeugen, da die Blume in der Hand der Hauptdarstellerin sonst keinen Sinn mehr gehabt hĂ€tte.[25] FĂŒr ihre Rolle in dem Liebesdrama erhielt sie eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin. Es blieb ihre einzige Nominierung fĂŒr den Preis.

In dem Kriegsdrama Entehrt (1931) spielte Dietrich zum dritten Mal unter der Regie Sternbergs eine Spionin. Ein Jahr spÀter folgte die vierte und kommerziell erfolgreichste Zusammenarbeit des Regisseurs und der Schauspielerin: Shanghai-Express. Nach dem Drama Blonde Venus (1932) mit Cary Grant und dem Historienfilm Die scharlachrote Kaiserin (1934) war Der Teufel ist eine Frau (1935) der letzte gemeinsame Film von Dietrich und Sternberg.

1936 lehnte sie ein Angebot Goebbels’ ab, der ihr hohe Gagen und freie Wahl bei Drehbuch und Mitarbeitern fĂŒr in Deutschland gedrehte Filme zusicherte. Dietrich drehte weiterhin in den USA, unter anderem unter Hitchcock, Lubitsch, Welles und Wilder.

Mitte der 1930er Jahre wurde sie neben Greta Garbo oder Katharine Hepburn von der Filmpresse zum „Kassengift“ erklĂ€rt. Ihre Filme erfĂŒllten nicht die Erwartungen bei den Einspielergebnissen. Aus der Sackgasse verhalf ihr ein Imagewandel, den sie im Film Der große Bluff (1939) vollzog. Von der unnahbaren Göttin wurde sie zur sich prĂŒgelnden Barfrau, die schlĂŒpfrige Lieder mit rauchiger Stimme zum Besten gibt.

Truppenbetreuung im Zweiten Weltkrieg

Ein Jahr vor Kriegsausbruch verlegte Marlene Dietrich ihren europĂ€ischen Hauptwohnsitz nach Paris,[26] von wo aus sie begann, FlĂŒchtlinge aus Deutschland und emigrierende KĂŒnstler aktiv und finanziell zu unterstĂŒtzen. Am 9. Juni 1939 legte Marlene Dietrich die deutsche StaatsbĂŒrgerschaft ab und nahm die US-amerikanische an.[27]

Nachdem sich ihr Geliebter Jean Gabin in Amerika freiwillig zu den französischen BefreiungsstreitkrĂ€ften gemeldet hatte, brannte Marlene Dietrich ebenfalls darauf, ihren Anteil fĂŒr den Kampf gegen den Hitlerfaschismus zu leisten. Sie entschloss sich, wenn sie schon nicht wie ein Mann kĂ€mpfen durfte, dann doch als SĂ€ngerin fĂŒr die GIs möglichst nahe der Front aufzutreten. Beim Vormarsch nach Deutschland wollte sie möglichst frĂŒh in Deutschland sein. WĂ€hrend der Ardennenoffensive entkam sie knapp einer Gefangennahme. Wegen ihrer bedingungslosen SolidaritĂ€t fĂŒr die kĂ€mpfenden „Boys“ wurde sie eine der beliebtesten und begehrtesten Akteurinnen der amerikanischen Truppenbetreuung in Afrika und Europa. SpĂ€ter resĂŒmierte sie, nie wieder solch einen intensiven Kontakt zu ihrem Publikum gehabt zu haben.

In Stolberg hinter der deutsch-belgischen Grenze bei Aachen wurde sie von einer Deutschen erkannt und zu ihrer großen Überraschung mit Freude begrĂŒĂŸt. Diese unerwartete Reaktion sollte kein Einzelfall bleiben, andere Frauen des Ortes sammelten Zutaten fĂŒr einen Willkommenskuchen, der nach ihren Angaben die köstlichste Speise ihres Lebens war.

Marlene Dietrich gibt einem verletzten US-Soldaten ein Autogramm (Belgien 1944)

Bei der Durchquerung SĂŒddeutschlands mit den amerikanischen Truppen erhielt sie nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen durch die Briten am 15. MĂ€rz 1945 Nachricht von ihrer Schwester Elisabeth. Diese hatte gemeinsam mit ihrem Mann Georg Will wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs in einer Kaserne in Bergen in der LĂŒneburger Heide nahe dem KZ Bergen-Belsen ein hauptsĂ€chlich von SS-Mannschaften besuchtes Kasino und Kino betrieben. Marlene Dietrich besuchte ihre Schwester noch vor Kriegsende und unterstĂŒtzte sie, indem sie sich bei der Besatzungsmacht fĂŒr sie verwandte. Auch in spĂ€teren Jahren wurde Elisabeth von Marlene finanziell unterstĂŒtzt, allerdings stets verleugnet, um sie aus den Schlagzeilen zu halten. Der einzige Sohn der Wills, Hans Georg, arbeitete spĂ€ter fĂŒr die UFA in der BRD.

Das Kriegsende erlebte sie mit den amerikanischen Truppen im tschechischen Pilsen. In den nachfolgenden Maitagen gelang es ihr, die Verwandten ihres Mannes in Aussig im sowjetisch besetzten Teil Böhmens aufzusuchen, die allerdings kurze Zeit spÀter vertrieben wurden.

WĂ€hrend Marlene im FrĂŒhsommer 1945 nach New York zurĂŒckkehrte, konnte Marlenes Mutter von den sowjetischen Truppen im besetzten Berlin ausfindig gemacht werden, die ihre amerikanischen Alliierten hiervon unterrichteten. Als die Amerikaner im Juli 1945 in Berlin einrĂŒckten, konnte Marlene per MilitĂ€rfunk kurz mit ihrer Mutter sprechen und sie einige Wochen spĂ€ter, Ende September, anlĂ€sslich einer weiteren USO-Konzertreise in Berlin wiedersehen. Ihre Mutter, die sich geschworen hatte, Adolf Hitler zu ĂŒberleben, starb im November 1945. Marlene gelang es, zu der Beisetzung auf dem Friedhof an der Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau rechtzeitig einzufliegen.

Ihr politisches und soziales Engagement gegen das NS-Regime fand international deutlich frĂŒher eine WĂŒrdigung als in ihrem Heimatland Deutschland, wo ihr Handeln bei vielen auf UnverstĂ€ndnis stieß. Durch ihr Handeln sei sie nicht nur gegen Hitler aufgetreten, sondern auch gegen viele Millionen einfacher deutscher Soldaten. Der Begriff der „VerrĂ€terin“ wurde (auch heute noch) vielfach publiziert und diskutiert.[28] Schon 1947 erhielt Marlene Dietrich die Medal of Freedom, den höchsten Orden der USA fĂŒr Zivilisten. 1950 folgte die Verleihung des Titels »Chevalier de la Legion d'Honneur« (Ritter der Ehrenlegion) durch die französische Regierung. Die französischen PrĂ€sidenten Pompidou und Mitterrand beförderten sie fĂŒr ihre Verdienste spĂ€ter zum „Officier“ und schließlich zum „Commandeur“ der Ehrenlegion.

Mit dem Beginn des Kalten Krieges wurde ihr Engagement zunehmend pazifistisch. Am deutlichsten machte sie dies mit dem Lied Sag mir, wo die Blumen sind von Pete Seeger.

RĂŒckkehr in der Nachkriegszeit

Ab 1953 stand sie fast ausschließlich als SĂ€ngerin auf der BĂŒhne und feierte mit ihrem „sprechenden Gesang“ und Liedern wie Lili Marleen, das jedoch vor allem durch Lale Andersen bekannt wurde, weltweit Erfolge. Von 1953 bis 1954 gab sie BĂŒhnenshows in Las Vegas im Sahara Hotel und in London im CafĂ© de Paris. Ihr musikalischer Begleiter wurde ab 1955 fĂŒr ca. zehn Jahre Burt Bacharach, der ihr half, ihr Image von der Nachtclub-SĂ€ngerin in das einer ausdrucksstarken KĂŒnstlerin zu wandeln; sie trat nun nicht mehr in Clubs, sondern nur noch in Theatern auf. Sie entwickelte in den ersten zehn Jahren ihrer Auftritte ihre berĂŒhmte „One-Woman-Show“. Bis zu ihrem 75. Lebensjahr tourte sie durch die ganze Welt. Sie war die erste deutsche KĂŒnstlerin, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Russland auftrat.

Marlene Dietrich, Karikatur von Hans PfannmĂŒller (1954)

FĂŒr großes Aufsehen haben ihre BĂŒhnenkleider gesorgt, die die Londoner Presse als „die höchste Errungenschaft der Theaterwelt seit der Erfindung der FalltĂŒr“ feierte. Mit dem begabten und von ihr geschĂ€tzten KostĂŒmdesigner der Columbia, Jean Louis, kreierte sie beeindruckende KostĂŒme fĂŒr ihre Shows. Aus einem eigens fĂŒr sie in Italien gefertigten Gewebe namens „Souffle“, das in ihrem Hautton eingefĂ€rbt wurde, wurde in gleichem Schnitt wie ihr geheimes Mieder, ein enges, bodenlanges Kleid genĂ€ht, in dem sie nur noch trippeln konnte. In diesem Kleid stand sie dann stundenlang vor einem Spiegel und ließ sich von Stickerinnen aus amerikanischen Filmstudios Pailletten, Perlen, Tasseln oder Kristallsteine auf das Kleid applizieren, die nicht selten bis zu fĂŒnfzig mal versetzt wurden, damit Dietrich mit der optischen Wirkung zufrieden war. Mit winzigen roten FĂ€dchen wurden die Steine, Tasseln und Perlen auf dem Kleid markiert und Dietrich arbeitete mit den Stickerinnen dann oft mehrere Monate an der Umsetzung. Eine bekannte amerikanische KostĂŒmdesignerin sagte: „Man macht keine Kleider fĂŒr ‚die Dietrich‘, man macht sie mit ihr.“ In diesen Kleidern, von denen Dietrich mehrere Dutzend hat anfertigen lassen, war sie elegant angezogen, aber wirkte doch nackt und wie mit „Sternen ĂŒbersĂ€t“. Sie sagte ĂŒber sich selbst: „Ich kann nicht singen. Also muß das, was ich trage, eine Sensation sein.“

Sehr kunstvoll war die Fertigung ihres BĂŒhnenmantels. Mit einer drei Meter langen, runden Schleppe, spiralförmigen Ärmeln und einem rundem Kragen. der ihr oft auf der BĂŒhne ĂŒber die Schultern rutschte, aus Brustdaunen von SchwĂ€nen, die in konzentrischen, engen Kreisen auf einem Grundmantel aus Souffle aufgenĂ€ht wurden und kostbarerer als weißer Pelz wirkte. Manche Zeitungen verstiegen sich in die Annahme, er wĂŒrde aus außerirdischem Material bestehen. Dietrich reiste immer mit zwei solcher MĂ€nteln, die vor dem Auftritt mehrere Minuten lang aufgeschĂŒttelt werden mussten, um ihr volles Volumen zu entfalten. Es sollen 3000 SchwĂ€ne fĂŒr diese MĂ€ntel ihr Leben gelassen haben. Ein anderes Prinzip ihrer „Nacktkleider“ wandte sie bei ihren „Windkleidern“ an, bei dem der Souffle an ihr Mieder, auch aus Souffle, drapiert und vernĂ€ht wurde und in langen Schleiern durch eine Windmaschine gegen und von ihrem Körper weggeweht wurde, fest vernĂ€ht und scheinbar nur von einem SchmuckstĂŒck in Höhe der HĂŒfte gehalten, damit ihre Beine zur Geltung kamen.

In einem Film ĂŒber das Berlin der unmittelbaren Nachkriegszeit[29] geißelte sie unter anderem mit dem Lied Black Market das damalige Schwarzmarktwesen.

Bei Konzerten in Polen, in Russland und in Israel wurde sie begeistert empfangen. In Israel verbot ihr Manager ausdrĂŒcklich, auf der BĂŒhne Lieder mit deutschen Texten vorzutragen, was nach dem Zweiten Weltkrieg verboten war. Gleichwohl widersetzte sie sich spontan seiner Anordnung: „Ich singe nicht ein Lied auf Deutsch – sondern neun!“. ZunĂ€chst war das Publikum schockiert, doch dann brach das Eis und man applaudierte ihr bewegt, beeindruckt von ihrem Mut und ihrer Ehrlichkeit. Damit war sie auch die erste SĂ€ngerin, die in Israel deutsche Texte auf der BĂŒhne singen durfte. Dietrich hatte auf dem Flug nach Israel von einer Stewardess ein israelisches Volkslied gelernt, das sie als Zugabe sang, wofĂŒr das israelische Publikum sie liebte.[30]

Auf einer Europatournee kehrte sie 1960 nach Deutschland und Berlin zurĂŒck. Wie sie selbst betonte, war ihr Publikum in Deutschland begeistert von ihrer Show. Allerdings traf sie in Deutschland nicht nur auf ein freundliches Publikum, sondern sah sich als angebliche „VaterlandsverrĂ€terin“ auch Anfeindungen von Teilen der Bevölkerung und der Presse ausgesetzt.

In DĂŒsseldorf wurde sie von einem jungen MĂ€dchen angespuckt und auf einer BĂŒhne warf jemand mit einem Ei und traf sie am Kopf. Sie weigerte sich allerdings energisch, „sich von einem blonden Nazi von der BĂŒhne vertreiben zu lassen“, der „Werfer“ wurde vom Theater-Publikum fast gelyncht und musste unter Schutz aus dem Theater gebracht werden. Bei einem Interview nach diesem Vorfall antwortete sie auf die Frage, ob sie Angst vor einem Anschlag hĂ€tte, lakonisch: „Angst? Nein, ich habe keine Angst. Nicht vor den Deutschen, nur um meinen Schwanenmantel, aus dem ich Eier oder Tomatenflecken kaum herausbekommen wĂŒrde, um den habe ich etwas Angst.“ Ihre Verletzung ob dieser Anfeindungen verbarg sie sorgfĂ€ltig, war danach allerdings nicht mehr zu einer Reise nach Deutschland, geschweige denn zu Auftritten zu bewegen. 1961 drehte sie ihren letzten großen Film, Das Urteil von NĂŒrnberg, in dem es um die NĂŒrnberger Prozesse und eine der Kernfragen der Nachkriegszeit geht: Was habt ihr gewusst? Dabei spricht sie als Schauspielerin Texte, von deren Wahrheit sie nicht ĂŒberzeugt war. In ihren letzten Rollen widerlegte Dietrich die Meinung, dass sie als Schauspielerin nur mĂ€ĂŸig begabt war, keine GefĂŒhlsausbrĂŒche spielen konnte und erntete großen Beifall fĂŒr ihre Darstellung, die ihr beinahe den Oscar fĂŒr ihre Rolle in Zeugin der Anklage einbrachte.

1962 trat Marlene Dietrich in DĂŒsseldorf bei der UNICEF-Gala auf. 1963 folgte in Baden-Baden ein Auftritt beim Deutschen Schlager-Festival.

Als Marlene im Jahr 1964 in der Warschauer Kongresshalle auftrat, begleitete sie dabei der polnische Musiker CzesƂaw Niemen mit der Gruppe Niebiesko-Czarni. Marlene hörte dabei sein Lied Czy mnie jeszcze pamiętasz, was ihr so gut gefiel, dass sie schon bald eine eigene Version aufnahm (Mutter, hast du mir vergeben).[31]

RĂŒckzug in Paris

Mit Hildegard Knef verband sie ĂŒber Jahrzehnte eine fast mĂŒtterliche Freundschaft. Marlene Dietrich bekam zunehmend Alkoholprobleme und beendete ihre BĂŒhnenkarriere nach einem Oberschenkelhalsbruch bei einem Auftritt in Australien im Jahr 1975. Drei Jahre spĂ€ter trat sie letztmals fĂŒr den Film Schöner Gigolo, armer Gigolo (1979) – u. a. neben David Bowie â€“ vor die Kamera. Nach den Dreharbeiten zog sie sich vollstĂ€ndig aus der Öffentlichkeit zurĂŒck und lebte abgeschieden in ihrem Pariser Appartement in der Avenue Montaigne 12, dessen Bett sie in den letzten elf Jahren bis zu ihrem Tod nicht mehr verließ. Ihre Tochter Maria kĂŒmmerte sich hier um ihre mittlerweile tablettensĂŒchtige und alkoholkranke Mutter, welche sich mittels eines speziell angefertigten Greifarmes alle Dinge zu sich holte, die sie um ihr Bett aufgestellt hatte. Sie beschĂ€ftigte eine SekretĂ€rin und eine Hausangestellte und ließ sich hĂ€ufig fĂŒr sie gekochte Speisen von einem deutschen SpezialitĂ€ten-Restaurant liefern. Bis auf die Angestellten und ihre enge Familie durfte niemand ihre Wohnung betreten. Sie hielt mit den „Großen der Welt“ telefonisch Kontakt sowie mit Freunden und ihrer Familie, die sie bis zu dreißig mal am Tag anrief, vor allem ihre Tochter. Das Telefon war die einzige Verbindung von Marlene Dietrich zur Außenwelt, die ĂŒber dieses Medium aber immer noch großen Einfluss auf ihre Umwelt nahm.

Jahre spĂ€ter willigte sie ein, an einem Dokumentarfilm ĂŒber sich mitzuwirken. Der Regisseur Maximilian Schell erhielt die Zustimmung Marlene Dietrichs, sie zu filmen. Kurz vor Beginn der Dreharbeiten zog sie diese Einwilligung jedoch zurĂŒck und gestattete lediglich Tonbandaufnahmen. Als Schell sie wĂ€hrend des Interviews darauf ansprach, Ă€ußerte sie: „I’ve been photographed to death
“ (Ich bin zu Tode fotografiert worden â€Š). Schell, mit dem Scheitern seiner Vorstellung des Projektes konfrontiert, entschloss sich, den Film als Collage zu gestalten und unterlegte die Tonbandaufnahmen mit Fotos und Ausschnitten aus Dietrichs Filmen. Der Film endet mit der Rezitation des Gedichts „O Lieb, solang du lieben kannst“ von Ferdinand Freiligrath, die die Dietrich zu TrĂ€nen rĂŒhrte. Der Film Marlene (1984) wurde als bester Dokumentarfilm fĂŒr einen Oscar nominiert und hat mehrere europĂ€ische Preise gewonnen.

Nachdem 1963 ihr erstes Buch mit dem Titel ABC meines Lebens erschien, wurde 1979 ihre Autobiografie veröffentlicht: Nehmt nur mein Leben. 1987 erschien eine etwas abgewandelte Version dieser Autobiografie mit dem Titel Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin. Die Dietrich bat ihre Tochter Maria Riva: „Schreib ein Buch ĂŒber mich. Nur Du kannst es. Die ganze Wahrheit. Aber erst nach meinem Tod.“

Tod und zögerliche Anerkennung in ihrer Heimatstadt

    Ehrengrab in Berlin-Friedenau mit der Inschrift:
Hier steh ich an den Marken meiner Tage (Theodor Körner)
    Nahegelegenes Grab von Marlene Dietrichs Mutter Josefine von Losch

1992 starb Marlene Dietrich in Paris – offiziell – an Herz- und Nierenversagen. Marlene Dietrichs SekretĂ€rin und Freundin Norma Bosquet, die sie in den letzten Wochen ihres Lebens fast tĂ€glich in ihrer Pariser Wohnung besuchte, erklĂ€rte, dass sich die Schauspielerin wahrscheinlich mit einer Überdosis Schlaftabletten das Leben genommen habe, nachdem sie zwei Tage zuvor einen zweiten Schlaganfall erlitten hatte. Marlene Dietrich wurde nach einer großen Trauerfeier in Paris in Berlin mit hoher Anteilnahme der Bevölkerung auf dem III. StĂ€dtischen Friedhof Stubenrauchstraße in einem schlichten Grab nahe der GrabstĂ€tte ihrer Mutter beigesetzt. Die GrabstĂ€tte gehört zu den EhrengrĂ€bern des Landes Berlin.

In den Tagen nach ihrem Tod war sie nur noch bei wenigen als „VaterlandsverrĂ€terin“ umstritten. Leserbriefschreiber und die Schauspielerin Evelyn KĂŒnneke kritisieren sie, eine geplante Gedenkveranstaltung wird –  offiziell aus organisatorischen GrĂŒnden â€“ abgesagt. Noch 1996 gab es in Berlin Kontroversen um die Benennung einer Straße nach ihr.

Der damalige Berliner Bezirk Tiergarten gab 1997 dem zentralen Platz zwischen den neu erbauten Potsdamer-Platz-Arkaden, Hotel Grand Hyatt und Musicaltheater/Casino den Namen Marlene-Dietrich-Platz.[32] Die Widmung lautet: „Berliner Weltstar des Films und des Chansons. Einsatz fĂŒr Freiheit und Demokratie, fĂŒr Berlin und Deutschland“. Zu ihrem 100. Geburtstag im Jahr 2001 entschuldigte sich das Land Berlin offiziell fĂŒr die Anfeindungen. Postum erhielt sie am 16. Mai 2002 die EhrenbĂŒrgerschaft Berlins (unter nach wie vor heftiger Kritik von Teilen der Berliner Bevölkerung).

Dietrich hatte eine androgyne Ausstrahlung, von der sich Frauen und MĂ€nner gleichermaßen angezogen fĂŒhlten. Sie trat oft in Herrenkleidung auf, was fĂŒr die damalige Zeit revolutionĂ€r war. Im Paris der 1930er Jahre sollte ihr das Betreten der Innenstadt in MĂ€nnerkleidung verwehrt werden, was natĂŒrlich nicht durchgehalten werden konnte. So wurde sie auch zu einem Idol der Frauenbewegung zwischen den beiden Weltkriegen und zu einer Schwulenikone. Kenneth Tynan, einer ihrer Freunde, schrieb ĂŒber sie: „Sie hat Sex, aber kein Geschlecht.“ (She has sex but no positive gender.)[33]

Filmografie

Stern von Marlene Dietrich auf dem Boulevard der Stars in Berlin

Stummfilme

Tonfilme

Dokumentarfilme

Lieder (Auswahl)

  • Nimm dich in Acht vor blonden Frau’n
  • Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
  • Wenn die beste Freundin
  • Quand l’Amour meurt
  • Wenn ich mir was wĂŒnschen dĂŒrfte
  • Die Welt war jung
  • Ich hab noch einen Koffer in Berlin
  • Es liegt in der Luft
  • Ich bin die fesche Lola
  • Give Me the Man
  • Falling in Love Again
  • Kinder, heut’ abend, da such ich mir was aus
  • Johnny, wenn du Geburtstag hast
  • Paff, der Zauberdrachen (auch englisch Puff, the Magic Dragon)
  • Leben ohne Liebe kannst du nicht
  • Cherche la Rose
  • Sag mir, wo die Blumen sind
  • Du hast ja keine Ahnung, wie schön du bist, Berlin
  • Die Antwort weiß ganz allein der Wind
  • Wo hast du nur die schönen blauen Augen her
Chartplatzierungen
ErklÀrung der Daten
Singles
Ich bin die fesche Lola
  DE 1930 [34]
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
  DE 1930 [34]
Sag mir, wo die Blumen sind
  DE 20 03.11.1962 (33 Wo.) [34]
Die Antwort weiß ganz allein der Wind
  DE 32 11.01.1964 (4 Wo.) [34]
[34]
  • Lili Marleen
  • The Boys in the Backroom'
  • Awake in a Dream
  • Illusions
  • The Laziest Gal in Town
  • I May Never Go Home Anymore
  • Allein in einer großen Stadt
  • Bitte geh nicht fort (Ne me quitte pas)
  • Mein blondes Baby
  • Blond Woman
  • You’ve Got That Look
  • Peter
  • Hot Voodoo
  • Lieber Leierkastenmann
  • Untern Linden
 untern Linden
  • Das war in Schöneberg
  • Das war sein Milljöh
  • Wenn du einmal eine Braut hast
  • Mein Mann ist verhindert

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)

Marlene-Dietrich-Briefmarke (1997) in der Serie Frauen der deutschen Geschichte

Auszeichnungen der Showbranche

Sonstige Ehrungen

  • Der 1923 entdeckte Asteroid (1010) Marlene ist nach ihr benannt.
  • 1947: Auszeichnung mit der Freiheitsmedaille (Medal of Freedom), der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Staaten von Amerika
  • 1950: Ernennung zum Ritter der französischen Ehrenlegion (Chevalier de la LĂ©gion d’Honneur)
  • 31. Oktober 1960: Auszeichnung des Staates Israel
  • 16. MĂ€rz 1963: Verleihung des belgischen Leopoldsorden durch den belgischen König
  • 1971: Ernennung zum Offizier der französischen Ehrenlegion (Officier de la LĂ©gion d’Honneur)
  • 1972: Medaille der Freiheit der US-FrontkĂ€mpfervereinigung
  • 1989: Ernennung zum Kommandeur der französischen Ehrenlegion (Commandeur de la LĂ©gion d’Honneur)
  • Am 14. August 1997 erschien Marlene Dietrich auf einer deutschen Briefmarke in der Dauermarkenserie Frauen der deutschen Geschichte.
  • 16. Mai 2002: Postume Verleihung der EhrenbĂŒrgerschaft von Berlin

Werke ĂŒber Marlene Dietrich

Literatur

Autobiografien

  • ABC meines Lebens. Blanvalet, Berlin 1963
  • Nehmt nur mein Leben 
: Reflexionen. 351 S., Bertelsmann Verlag, MĂŒnchen 1979, ISBN 3-570-02311-7
  • My Life. (Originaltitel: Nehmt nur mein Leben 
: Reflexionen.) 243 S., Weidenfeld & Nicholson, London 1989, ISBN 0-297-79536-8 (englisch)
  • Some Facts about myself. von Marlene Dietrich und Gottfried Helnwein (helnwein.de), 64 S., Edition Cantz, Stuttgart 1990, ISBN 3-89322-226-X (englisch)
  • Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin. Ullstein, Berlin 1998; Ullstein-TB, ISBN 3-548-24537-4 (mit jeweils anderen Übersetzungen)
  • Nachtgedanken. C. Bertelsmann Verlag, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-570-00874-6

Biografien

  • Maria Riva: Meine Mutter Marlene. Goldmann, MĂŒnchen 1994; RM-Buchvertrieb, Rheda-WiedenbrĂŒck 2000, 894 Seiten, ISBN 3-442-72653-0
  • Janet Flanner: LegendĂ€re Frauen und ein Mann. Übers. aus dem am. Englisch. Antje Kunstmann Verlag, MĂŒnchen 1993, 200 S., ISBN 3-88897-078-4
  • Leslie Frewin: Blonde Venus: A Life of Marlene Dietrich. Macgibbon & Kee, London 1955. Dt: Marlene Dietrich. Heyne, MĂŒnchen 1967.
  • Franz Hessel: Marlene Dietrich. Kindt & Bucher, Berlin 1931.
  • Sheridan Morley: Marlene Dietrich. Bildbiographie. KrĂŒger, Frankfurt am Main 1977.
  • Helma Sanders-Brahms: Marlene [Dietrich] und Jo [Josef von Sternberg]. Argon, Berlin 2000.
  • Werner Sudendorf: Marlene Dietrich. Dokumente, Essays, Filme. (Internationale Filmfestspiele Berlin. Stiftung Deutsche Kinemathek. Retrospektive 1977) Hanser, MĂŒnchen (Band 1: 1977, Band 2: 1978).
  • Frederik D. Tunnat: Karl Vollmoeller: Dichter und Kulturmanager; eine Biographie. tredition, [Hamburg] 2008, ISBN 978-3-86850-000-4 (Über die Entdeckung Marlene Dietrichs und die Entstehung des Drehbuchs Der blaue Engel in Verbindung mit Karl Vollmoeller)
  • Weitere Buchtipps, Literaturangaben: Auf der Diskussionsseite gibt es eine ausfĂŒhrlichere Liste, in die auch Neuerscheinungen gerne aufgenommen werden. Bitte dort nachsehen.

Tondokumente

  • Marlene-Songs. Mit Judy Winter im Renaissance-Theater Berlin. duo-phon records, Berliner Musenkinder spezial 1998, Produktion: Volker KĂŒhn
  • Sag mir, dass du mich liebst – Zeugnisse einer Leidenschaft. Marlene Dietrich und Erich Maria Remarque. Hörspiel, 2002, 105 Min., Autorin: Evelyn Dörr, Produktion: NDR, Ausstrahlung: 16. April 2004
  • Judy meets Marlene. Judy Winter liest und singt Marlene Dietrich. duo-phon records, Berliner Musenkinder spezial 2003, Hörbuch und Produktion: Volker KĂŒhn

Verfilmungen und Filmdokumentationen

  • Marlene, Dokumentarfilm von 1984 ĂŒber und mit der KĂŒnstlerin, Regie: Maximilian Schell
  • Joseph Vilsmaier verfilmte 1999/2000 das Leben von Marlene Dietrich mit fiktiven EinschĂŒben. Der Film erhielt den Titel Marlene und Katja Flint ĂŒbernahm die Titelrolle.
  • Marlene Dietrich – Her own song. Dokumentarfilm, 100 Min., Regie: David Riva, Buch: Karin Kearns, Deutschland 2001[30]
  • Hitlers Frauen. Marlene Dietrich, die Gegnerin. Dokumentarfilm, 2001, 45 Min., Regie: Matthias Unterburg, Produktion: ZDF, arte

BĂŒhneninszenierungen

  • Friedrich Kurz verfasste 1993 unter dem Titel Sag mir wo die Blumen sind ein Musical ĂŒber ihr Leben.
  • Marlene. Drama von Pam Gems (Großbritannien). Deutschsprachige ErstauffĂŒhrung inszeniert von Volker KĂŒhn mit Judy Winter als Marlene Dietrich, UA: 28. Juni 1998, Renaissance-Theater Berlin, ĂŒber 500 Mal bis 12. April 2004

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Marlene Dietrich â€“ Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Marlene Dietrich â€“ Zitate
Portale
Filmografien

Biografien

Einzelnachweise

  1. ↑ „LS Marlene4ever“, Marlene-Dietrich-Fanseite, zitiert den Geburtsregister-Eintrag Nr. 7 vom 2. Januar 1902 im Standesamt Schöneberg
  2. ↑ Marlene Dietrich Biografie Prisma TV Guide, abgerufen am 28. September 2011.
  3. ↑ Abrechnung einer Tochter aliceschwarzer.de, abgerufen am 28. September 2011.
  4. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 158.
  5. ↑ Marlene Dietrich Biografie Laut.de, abgerufen am 26. September 2011.
  6. ↑ Die verleugnete Schwester Der Spiegel, abgerufen am 26. September 2011.
  7. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 158.
  8. ↑ Marlene Dietrich: Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin. Memoiren, Berlin 1997, S.11.
  9. ↑ Dietrich & Riefenstahl: Der Traum von der neuen Frau, Karin Wieland, S. 13
  10. ↑ Hermann G. Weinberg in:  Werner Sudendorf, Stiftung Deutsche Kinemathek (Hrsg.): Marlene Dietrich. Dokumente, Essays, Filme. Hanser, MĂŒnchen 1977, ISBN 3-446-12463-2.</span>
  11. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 167.
  12. ↑ Marlene Dietrich: Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin. Memoiren, Berlin 1997, S.59.
  13. ↑ Biografie Marlene Dietrich Berlin.de, abgerufen am 27. September 2011.
  14. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 167.
  15. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 168.
  16. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 163.
  17. ↑ a b c  Werner Sudendorf, Stiftung Deutsche Kinemathek (Hrsg.): Marlene Dietrich. Dokumente, Essays, Filme. Hanser, MĂŒnchen 1977, ISBN 3-446-12463-2.</span>, Bd. 1, S. 85.
  18. ↑ Der erste Tonfilm in Deutschland: Melodie des Herzens NRW 2000 – Eine virtuelle Zeitreise, abgerufen am 28. September 2011.
  19. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 187.
  20. ↑  Sabine Michael: Marlene in MĂŒnchen.</span> in: Abendzeitung, MĂŒnchen, Nr. 127, 27. Mai 1960
  21. ↑ Der blaue Engel-Premierendaten IMDb.com, abgerufen am 1. Oktober 2011. (englisch)
  22. ↑ Musik und Text: Friedrich Hollaender. Siehe Friedrich Hollaender und seine Jazz-Symphoniker; Electrola EG 1770 (Matr.: BLR 6033-1), 6. Februar 1930, aufgenommen in der Sing-Akademie zu Berlin.
  23. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 187.
  24. ↑ Birgit Haustedt: Die wilden Jahre in Berlin, Kapitel: Leni und Marlene, S. 192.
  25. ↑ Morocco Trivia IMDb.com, abgerufen am 1. Oktober 2011. (englisch)
  26. ↑ Suite 45 – Marlene Dietrichs Hotelwohnung in Paris Welt Online, abgerufen am 30. September 2011.
  27. ↑ KĂŒhle Quickies Spiegel Online, abgerufen am 1. Oktober 2011.
  28. ↑ Werner Sudendorf: Marlene Dietrich. Dokumente, Essays, Filme. Hanser, MĂŒnchen 1977, ISBN 3-423-31053-7, S.15ff.
  29. ↑ Eine auswĂ€rtige AffĂ€re, Regie Billy Wilder, 1948
  30. ↑ a b „Marlene Dietrich - Her own song. Emigration aus Liebe zu Deutschland“, Regie: David Riva, MDR, Sendung vom 10. MĂ€rz 2004
  31. ↑ Niemen, CzesƂaw, Biografie (polnisch)
  32. ↑ Marlene-Dietrich-Platz. In: Straßennamenlexikon des LuisenstĂ€dtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  33. ↑ Peter B. Flint: „Marlene Dietrich, 90, Symbol of Glamour, Dies“. In: New York Times, 7. Mai 1992
  34. ↑ a b c d e Hit-Bilanz, deutsche Chart-Singles auf CD-ROM, Taurus Press
  35. ↑ Ehrung fĂŒr Marlene Dietrich Focus, abgerufen am 27. September 2011.
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