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Marradi

Marradi
Wappen
Marradi (Italien)
Marradi
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Florenz (FI)
Koordinaten: 44° 5′ N, 11° 37′ O44.083333333311.6166666667328Koordinaten: 44° 5′ 0″ N, 11° 37′ 0″ O
Höhe: 328 m s.l.m.
Fläche: 154,1 km²
Einwohner: 3303 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einw./km²
Postleitzahl: 50034
Vorwahl: 055
ISTAT-Nummer: 048026
Demonym: Marradesi
Schutzpatron: San Lorenzo (10. August)
Website: Gemeinde Marradi

Marradi (Maré im romagnolischen Dialekt) ist eine toskanische Gemeinde mit 3303 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). Das Dorf verfügt über einen mittelalterlichen Ortskern.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Häuser am Lamone
Lage von Marradi in der Provinz Florenz

Der Ort erstreckt sich über ca. 154 km², die Einwohnerdichte beträgt etwa 22 Einwohner/km². Er liegt ca. 90 km nordöstlich von Florenz am Lamone am nördlichen Rand der Provinz Florenz an der Grenze zur Emilia-Romagna.

Zu den Ortsteilen zählen Abeto, Badia del Borgo, Biforco, Campigno, Crespino, Gamberaldi, Popolano, Sant’Adriano und Val della Meta.

Die Nachbargemeinden sind Borgo San Lorenzo, Brisighella (RA), Dicomano, Modigliana (FC), Palazzuolo sul Senio, Portico e San Benedetto (FC), San Godenzo, Tredozio (FC) und Vicchio.

Geschichte

Im 11. Jahrhundert wurde Marradi das erste Mal erwähnt. Es kam unter die Herrschaft der Grafen Guidi di Modigliana. Im 15. Jahrhundert war Marradi im Besitz der Republik Florenz. Es entstand ein wichtiger Wochenmarkt. Von 1885 bis 1932 war Marradi Heimat des Poeten Dino Campana.

Im Sommer 1944 wurden im Zuge der deutschen Rückzugsgefechte 42 Einwohner Marradis von deutschen Soldaten als Geiseln ermordet.

Sehenswürdigkeiten

Die Badia di Santa Reparata

Zentrum des Dorfes ist die Piazza delle Scalelle, welche zur Erinnerung an den Kampf gegen Corrado Lando (1358) gebaut wurde.

Am Platz befinden sich der Palazzo comunale aus dem 14. Jahrhundert. An der Fassade befindet sich das Wappen der Familie Torriani. Weiterhin findet man hier z. B. den Palast des Credito Romagnolo und den Palazzo Fabbroni.

2,1 km nach Osten befindet sich die Badia del Borgo oder Badia di Santa Reparata. Dokumentiert ist dieses Kloster seit 1025. 1090 übernahmen die Vallombrosaner bis zum 19. Jahrhundert dieses Kloster.

Es gibt zahlreiche weitere religiöse Gebäude:

  • Chiesa di Santa Maria Nascente, bereits 1097 erwähnte Kirche und seit 1112 im Besitz der Vallombrosaner.
  • Chiesa di San Ruffillo, bereits 1022 erwähnte Kirche.
  • Eremo di San Pier Damiani, auch Eremo di Gamogna genannt, 1053 von Petrus Damiani gegründet.
  • Chiesa di San Lorenzo: Ursprünglich wurde diese Kirche von den Römern gegründet. Das jetzige Gebäude stammt von der starken Rekonstruktion aus dem Jahre 1785.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Gemeindepartnerschaften

Weblinks

Literatur

  • Guida d'Italia: Firenze e Provincia Touring Club Italiano Mondadori 2007, Italienisch

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
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