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| Aolepān Aorōkin M̧ajeļ (marshallesisch)Republic of the Marshall Islands (englisch) | |||||
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| Wahlspruch: Jepilpilin ke ejukaan (marshallesisch)</br> (Vollendung durch gemeinsames Wirken) | |||||
| Amtssprache | Marshallesisch und Englisch | ||||
| Hauptstadt | Majuro | ||||
| Staatsform | Republik | ||||
| Regierungsform | Präsidentielles Regierungssystem | ||||
| Staatsoberhaupt und Regierungschef | Präsident Christopher Loeak | ||||
| Fläche | 181,42 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 54.600 (Stand Dez. 2011) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 301,0 Einwohner pro km² | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 2.500 US-$ (2008) | ||||
| Währung | US-Dollar | ||||
| Unabhängigkeit | 21. Oktober 1986 | ||||
| Nationalhymne | Forever Marshall Islands | ||||
| Zeitzone | UTC +12h | ||||
| Kfz-Kennzeichen | MH | ||||
| Internet-TLD | .mh | ||||
| Telefonvorwahl | + 692 | ||||
Die Republik Marshallinseln (marshallesisch Aolepān Aorōkin M̧ajeļ) ist ein ozeanischer Inselstaat im westlichen Pazifischen Ozean. Der Staat umfasst die gleichnamige Inselgruppe, die zu Mikronesien gehört.
Inhaltsverzeichnis |
Die Marshallinseln bestehen aus zwei fast parallel verlaufenden Insel- beziehungsweise Atollketten: Die Ratak-Kette (Sonnenaufgangsinseln) mit 14 Atollen und 2 Inseln im Osten sowie die Ralik-Kette (Sonnenuntergangsinseln) mit 15 Atollen und 3 Inseln im Westen.
Zu den Inselketten gehören zusammen rund 1.225 größere und kleinere Inseln sowie 870 Riffe, die sich über ein Gebiet von knapp 2 Mio. km² im mittleren Pazifik erstrecken. Die Landfläche von insgesamt 181 km² ragt im Mittel rund 2 Meter über den Meeresspiegel hinaus.[1]
Das Klima ist feucht und heiß mit einer Regenzeit von Mai bis November. Die Inseln werden gelegentlich von Taifunen erfasst.
Zwei Drittel der Bevölkerung leben auf den Inseln des Majuro-Atolls und auf Ebeye. Die anderen Inseln sind wegen fehlender Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten nur dünn besiedelt oder unbewohnt.
Hauptstadt ist die Gemeinde Majuro im Südosten des gleichnamigen Atolls.
Amtssprachen sind Marshallesisch und Englisch.
90 Prozent der Bevölkerung gehören der Unabhängigen Protestantischen Kirche der Marshallinseln an, 8,5 Prozent sind römisch-katholisch.
Die Republik Marshallinseln betreibt zusammen mit elf weiteren Inselstaaten die University of the South Pacific.
Außer der Tatsache, dass sie im 2. Jahrtausend vor Christus von Mikronesien aus besiedelt wurden, ist über die Frühgeschichte der Inseln wenig bekannt. Als erster Europäer fuhr der spanische Entdecker Alonso de Salazar 1526 die Inseln an, 1529 erreichte sie der spanische Seefahrer Alvaro de Saavedra. Die Spanier machten jedoch keine weiteren Ansprüche auf die Inseln geltend, die für weitere zwei Jahrhunderte von den Europäern unbeachtet blieben, bis sie der englische Kapitän John Marshall 1788 besuchte. Nach ihm wurden die Inseln später benannt. Anfang des 19. Jahrhunderts kartographierte sie der deutschbaltische Entdecker Otto von Kotzebue als Offizier der russischen Marine erstmals.
In den 1850er Jahren entstanden durch Missionare erste Schulen auf den Inseln. In der Folge legten deutsche Kaufleute Kokosplantagen zur Gewinnung von Kopra an.[2] Nachdem 1885 eine deutsche Handelsgesellschaft auf den Inseln errichtet worden war, übernahm 1886 der erste Kaiserliche Kommissar Wilhelm Knappe die Hoheitsrechte für Deutschland. 1906 wurden die Inseln offiziell Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea.
Japanische Soldaten eroberten sie 1914 während des Ersten Weltkrieges und errichtete auf ihr Militärbasen. Nach dem Krieg wurde Japan im Rahmen des japanischen Südseemandats vom Völkerbund offiziell mit der Verwaltung der Inseln betraut.
Am 31. Januar 1944 wurde das Kwajalein-Atoll im Zweiten Weltkrieg wegen der strategisch guten Lage des Archipels von den USA angegriffen und nach der Schlacht um Kwajalein am 3. Februar eingenommen, der ersten Schlacht um die Marshallinseln. Innerhalb weniger Wochen fielen 30 weitere Inseln an die USA. Sie errichteten in Majuro eine Militärbasis.
Nach dem Krieg gehörten die Inseln zum Treuhandgebiet Pazifische Inseln der USA im Auftrag der Vereinten Nationen. Die USA führten bis in die 1960er Jahre Atom- und Wasserstoffbombentests auf dem Bikini-Atoll und Eniwetok durch. Nach der Rücksiedelung der ursprünglichen Einwohner wurde eine erhöhte Radioaktivität festgestellt, so dass die Einwohner erneut umgesiedelt werden mussten.
1979 wurden die Marshallinseln als Republik unabhängig und schlossen ein Assoziierungsabkommen mit den USA, das 1986 in Kraft trat. Vollständige formale Unabhängigkeit erreichten sie nach internationalem Recht 1990, nachdem der Schutzauftrag durch die UN an die USA offiziell endete (UN-Treuhandrat). Die Marshallinseln, Mikronesien und Palau gehören zu den wenigen Staaten, die in der UN-Generalversammlung konsequent auf Seiten der USA gegen Kuba und für Israel stimmen.[3][4][5]
Die Geschichte der Marshallinseln, beginnend mit der deutschen Kolonie, kann auf Briefmarken des Postgebiets, zu dem unter anderem die Marken und Stempel von Nauru gehören, verfolgt werden. Insbesondere die modernen Ausgaben der Marshallinseln bilden Szenen aus der Geschichte des Inselstaates ab.[6]
Die heutige Republik Marshallinseln besteht seit 1990, die Verfassung stammt aus dem Jahr 1979 (letzte Änderungen 1990). Gesetzgebende Organe sind das Parlament („Nitijela“) mit 33 Abgeordneten, die alle 4 Jahre neu gewählt werden, und der „Rat der Stammesführer“ („Council of Iroij“) mit 12 Mitgliedern. Das Parlament wählt den Präsidenten, während der Council of Iroij sich mit Dingen befasst, die das Land, die Sitten und die Tradition betreffen. Wird dem Kabinett zweimal hintereinander das Misstrauen ausgesprochen, kann der Präsident das Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen. Staats- und Regierungschef ist seit 2009 Jurelang Zedkaia. Die Gesetzgebung ist dem Parlament vorbehalten, denn Staaten und Provinzen bestehen nicht. Jede der 24 bewohnten Inseln und Atolle hat jedoch eine eigene Verwaltung.[7]
Seit 1983 besteht ein freier Assoziierungsvertrag mit den USA, die mit der Verteidigungspolitik betraut sind.
Im zurückliegenden Jahrzehnt wuchs das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 1 % p.a. Dieses eher geringe Wachstum geht im Wesentlichen auf einen Personalabbau in der öffentlichen Verwaltung, auf Dürreperioden, einen Umsatzeinbruch im Baugewerbe und einen Rückgang des Tourismus zurück. Auch die Auslandsinvestitionen waren infolge der Finanzkrise in Asien rückläufig. Schließlich nahmen auch die Einnahmen aus der Erneuerung von Fischereilizenzen ab. In der Ausgabe 2007 des von der Weltbank editierten „Doing Business“, werden die Marshallinseln hinsichtlich der dort vorherrschenden rechtlichen Rahmenbedingungen und der geringen Kosten bei der Einstellung und Entlassung von Arbeitnehmer als „Best Performer“ unter den dargestellten Wirtschaftsgebieten bezeichnet.[8] In Bezug auf Investitionssicherheit und der Durchsetzungsmöglichkeiten von Vertragsrechten erhielten die Marshallinseln in der gleichen Studie ein äußerst schlechtes Rating. Im „Länderranking“ des Reports aus dem Jahre 2010 (Datenbasis 2008) liegen die Marshallinseln im gewichteten Mittel aller herangezogenen Kriterien auf Platz 98 von 183 gelisteten Staaten.[9]
Im Jahre 2007 sind die Marshallinseln der Internationalen Arbeitsorganisation beigetreten. Damit gelten auch hier arbeitsrechtliche Bedingungen, die einen internationalen Mindeststandard erfüllen[10].
Die Einkommensteuer beträgt, je nach Höhe des Einkommens, 8 % oder 14 %, die Körperschaftsteuer beläuft sich auf 11,5 %, die Umsatzsteuer auf 6 %. Eine Grundsteuer wird nicht erhoben.
Eine Säule der Wirtschaft des Landes ist die Unterstützung aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Rahmen der Vereinbarungen des freiwilligen Zusammenschlusses Compact of Free Association stellen die USA bis zum Jahre 2013 jährlich 57,7 Millionen US $ Unterstützungsleistungen und ab 2014 bis 2023 jährlich 62,7 Millionen US $ für die Marshallinseln bereit. Danach wird aus einem gemeinsam von den USA und der Republik Marshallinseln gebildeten Treuhandfonds unbefristet eine jährliche Zahlung fließen.[11]
Die Ronald Reagan Ballistic Missile Defense Test Site, besser bekannt als Kwajalein Missile Range oder Reagan Test Site, ist eine Raketen-Teststation mit Raketenabschussanlagen unter anderem auf dem zu den Marshallinseln gehörenden Kwajalein-Atoll. Die Vereinigten Staaten entrichten hierfür Zahlungen an die Marshallinseln. Außerdem sind zahlreiche einheimische Arbeitskräfte auf der Basis beschäftigt.
Die Marshallinseln haben formal eine Dollar-Währung. Im Umlauf sind jedoch nur Banknoten, keine eigenen Kursmünzen. Münzen mit der Marshall-Dollar-Währung existieren ausschließlich für den Sammlermarkt in Form von Gedenkmünzen.
Die landwirtschaftliche Produktion konzentriert sich auf kleine Betriebe, in denen hauptsächlich Kokosnüsse, Tomaten, Melonen und Brotfrüchte angebaut werden.
Industriebetriebe sind auf den Marschall-Inseln nicht vertreten. Verschiedene Handwerksbetriebe, Fischverarbeitungsbetriebe und die Kopragewinnung sind aber in dem Inselstaat weit verbreitet. Im Jahre 1999 entstand zwar ein Unternehmen zur Filetierung von Thunfisch, in dem mehr als 400 Mitarbeiter, meist Frauen, beschäftigt wurden. Die Anlage wurde allerdings bereits im Jahre 2005 wieder geschlossen, nachdem vergeblich versucht wurde, die Produktion auf Thunfisch-Steaks umzustellen, ein Produktionsvorgang, bei dem kaum die Hälfte des beschäftigten Personals noch benötigt wurde. Dadurch überschritten die Kosten bei weitem die Erlöse. Auch die Bemühungen der Eigner des Unternehmens um eine staatliche Beteiligung scheiterten.
Im Tourismus, eine der wenigen Deviseneinnahmequellen, sind weniger als 10 % der Arbeitnehmer beschäftigt. Die Inseln verfügen nur über geringe Ressourcen, aus denen Exporte generiert werden können, so dass ein beträchtlicher Nettoimport verbleibt.
Die nationale Fluggesellschaft ist die Air Marshall Islands.
Der Staatshaushalt machte im Jahre 2006 rund ein Drittel des Inlandproduktes aus (ca. 40 Millionen US-Dollar Ausgaben). Im gleichen Jahr betrug die das Land erreichende Internationale Hilfe etwa 69 Millionen US-Dollar.[12][13]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
Die Marshallinseln wurden in den 1950er-Jahren durch Atombombentests der USA bekannt, die auf dem Bikini-Atoll und auf Eniwetok durchgeführt wurden.[16] 1966 wurden zwar die Inseln von den Amerikanern wieder als bewohnbar freigegeben, die Inseln mussten jedoch Mitte der 1970er erneut evakuiert werden, da die Strahlenbelastung wieder zugenommen hatte. Nach heutigen Erkenntnissen wird das Gebiet frühestens 2010 bis 2040 wieder bewohnbar sein. Einige Gebiete sind für 24.000 Jahre zum Sperrgebiet erklärt worden.
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7.06666666667171.266666667Koordinaten: 7° N, 171° O
14 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Australien |
Fidschi |
Kiribati |
Marshallinseln |
Mikronesien |
Nauru |
Neuseeland |
Palau |
Papua-Neuguinea |
Salomonen |
Samoa |
Tonga |
Tuvalu |
Vanuatu
Andere Gebiete
Amerikanisch-Samoa (US) |
Bakerinsel (US) |
Cookinseln (NZ) |
Französisch-Polynesien (FR) |
Guam (US) |
Hawaii (US) |
Howlandinsel (US) |
Jarvisinsel (US) |
Johnstoninsel (US) |
Kingmanriff (US) |
Korallenmeerinseln (AU) |
Midwayinseln (US) |
Neukaledonien (FR) |
Niue (NZ) |
Nördliche Marianen (US) |
Norfolkinsel (AU) |
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Pitcairninseln (UK) |
Tokelau (NZ) |
Wake (US) |
Wallis und Futuna (FR) |
West-Neuguinea (ID)
Australien | Cookinseln | Fidschi | Föderierte Staaten von Mikronesien | Kiribati | Republik Marshallinseln | Nauru | Neuseeland | Niue | Palau | Papua-Neuguinea | Salomonen | Samoa | Tonga | Tuvalu | Vanuatu
Assoziierte Mitglieder: Neukaledonien | Französisch-Polynesien
Beobachter: Osttimor | Tokelau | Wallis und Futuna | Asiatische Entwicklungsbank | Commonwealth Secretariat | Vereinte Nationen | Western and Central Pacific Fisheries Commission
Ratak-Kette:
Ailuk |
Arno-Atoll |
Aur |
Bikar † |
Bokak † |
Erikub † |
Knox-Atoll † |
Likiep |
Majuro-Atoll |
Maloelap |
Mili |
Toke † |
Utirik |
Wotje
Keinem Atoll zugehörige Inseln:
Jemo † | Mejit
Ralik-Kette:
Ailinginae † |
Ailinglapalap |
Bikini-Atoll † |
Ebon-Atoll |
Eniwetok |
Jaluit |
Kwajalein |
Lae-Atoll |
Namorik |
Namu |
Rongdrik † |
Rongelap-Atoll |
Ujae |
Ujelang † |
Wotho
Keinem Atoll zugehörige Inseln:
Jabwot |
Kili |
Lib
Mit † gekennzeichnete Atolle sind unbewohnt.<i/>
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