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Martin Geier

Martin Geier (auch: Geryer; * 24. April 1614 in Leipzig; † 12. September 1680 in Freiberg) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Als Sohn des gleichnamigen Leipziger Kauf- und Handelsmannes und dessen Frau Sabina Fischer († 27. Juli 1615 in Leipzig) geboren, besuchte er die Leipziger Nikolaischule und das Gymnasium in Torgau. So vorgebildet immatrikulierte er sich 1628 an der Universität Leipzig, wechselte 1631 an die Universität Straßburg, dann an die Universität Jena und 1633 an die Universität Wittenberg. Zurückgekehrt nach Leipzig erwarb er 1633 den akademischen Grad eines Magisters, übernahm dann Privatvorlesungen und wurde 1639 Professor der Hebräischen Sprache.

Geier wollte jedoch eine theologische Laufbahn einschlagen, so wurde er in Leipzig 1643 Subdiakon, 1645 Diakon, 1657 Archidiakon und stieg 1659 zum Pfarrer an der Leipziger Thomaskirche auf. Nachdem er zum Lizentiaten und Doktor der Theologie promoviert hatte, wurde er 1661 Professor der Theologie und zugleich Superintendent von Leipzig. Während seiner Leipziger Zeit richtete er unter anderem das Collegium Gellianum ein. Nachdem Jakob Weller gestorben war, berief ihn 1665 der Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen als Oberhofprediger und Kirchenrat nach Dresden.

Obwohl er zunächst das Amt nicht ausführen wollte, konnte ihn jedoch der Kurfürst durch Zureden dazu bewegen. Geier galt als theologischer Eiferer, der auch vor Strafen nicht zurücksteckte. Zudem ist er als geistlicher Liederdichter, alttestamentlicher Exeget und Erbauungsschriftsteller hervorgetreten.

Werke (Auswahl)

  • Traktat von der Allgegenwart Gottes, Dresden 1674
  • de Luctu Ebraeorum, Leipzig 1665
  • Commentari über den Psalter, Dresden 1666

Literatur

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Jakob Weller Oberhofprediger in Dresden
1665–1680
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