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Die mathematische Geographie (auch mathematische Erdkunde) beschäftigt sich mit Berechnungen oder Messungen auf der Erdoberfläche. Geodäsie, Kartographie und Navigation greifen auf die mathematische Geographie zurück.
Der Begriff der mathematischen Geographie wurde vor allem im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwendet, während in der aktuellen Literatur der Begriff kaum mehr zu finden ist. Die behandelten Themen werden heute eher der Kartografie oder Geodäsie zugerechnet. Grundlegend für die mathematische Geographie ist das Geographische Koordinatensystem. Aus der Mathematik findet die Sphärische Geometrie, insbesondere die Sphärische Trigonometrie, Anwendung.
Während die Geographie und Mathematische Kartographie die Berechnungen von Strecken, Winkeln und Flächen für kleine Maßstäbe und geringe Genauigkeiten auf der Kugel durchführt, werden die für großmaßstäbige Karten notwendigen Berechnungen auf dem Ellipsoid der Mathematischen Geodäsie zugeordnet. Die folgenden Artikel zeigen die Berechnungen auf der Erdkugel auf.
Strecken:
Winkel:
Flächen:
Karten werden unter Anwendung entsprechender Abbildungsvorschriften erstellt. Der Bereich der Kartennetzentwurfslehre wird daher auch als Teilgebiet der Kartographie betrachtet. Er stellt die theoretischen Grundlagen für die Abbildung der Erdoberfläche auf eine Karte und beschäftigt sich mit den dabei auftretenden Verzerrungen und deren Minimierung. Für die verschiedenen Kartennetzentwürfe werden verschiedene Abbildungsvorschriften angewandt.