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Maurits Christopher Hansen (* 5. Juli 1794 in Modum; † 16. März 1852 in Kongsberg) war ein norwegischer Schullehrer, Rektor, Lehrbuchverfasser, Schriftsteller der Spätaufklärung und Romantik
Inhaltsverzeichnis |
Seine Eltern waren der Kaplan und spätere Pfarrer Carl Hansen (1757–1826) und dessen Frau Abigael Wulfsberg (1758–1823). Am 20. Oktober 1816 heiratete er die Lehrerin Helvig Leschly (23. April 1789–26. Februar 1874), Tochter des Zollkassierers und Reservemajors Mauritz Leschly (1758–1820) und dessen Frau Elen Marie Bergwitz (1760–1823).
Hansen wuchs in Porsgrunn und Skedsmo auf. 1809 besuchte er das Gymnasium Kristiania katedralskole, wo er seine Schulausbildung 1814 beendete.
Er schrieb sich danach bei der Universität Kristiania für Philologie und Ästhetik ein. Seine wirtschaftlich engen Verhältnisse zwangen ihn, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, so dass er sein Studium vernachlässigte. 1815 wurde er Lehrer an der Bürgerschule[1] in Christiania, 1816 Lehrer an der Kriegsschule. 1817 gründete er mit seiner Frau eine Höherer Mädchenschule, die die beiden bis 1820 betrieben. Dann kam er an die Realschule in Trondheim. 1825 wurde er Hilfslehrer an der Kathedralschule in Trondheim und von 1826 Rektor bei Kongsberg middelskole bis zu seinem Tod im Jahr 1842. Auch hier betrieb er mit seiner Frau eine Mädchenschule.
Als Lehrbuchautor verfasste er eine große norwegische Grammatik, in der fünften Auflage allerdings in einer radikal vereinfachten Orthographie, wie sie sich erst um 1900 durchsetzte. Sie kam daher damals nicht zur Anwendung. Aber die vierte Auflage wurde bis 1858 nachgedruckt. Eine Zeit lang war er auch Redakteur von Morgenbladets „Ästhetischer Sonntagsnummer“, später des Magazins Den norske Huusven (Der norwegische Hausfreund) und des Bildermagazins für Kinder.
Als Dichter begründete er durch Digtninger (1816) seinen Ruf. Ihnen folgten novellistische Arbeiten, die sich durch Phantasie und realistische Auffassung des Volkslebens auszeichnen, wie:
Auch als Lyriker und Idyllendichter, z. B. im Norsk Idylkrands (Christiana, 1831), nimmt Hansen einen ehrenvollen Platz ein. Eine Sammlung seiner Schriften erschien zu Bergen 1841-1843. Seine Noveller og Fortællinger gab Schwach (Christiana 1855-1858, 8 Bände) heraus.
Hansen gilt als einer der ersten Verfasser norwegischer Romane. Er schrieb in verschiedenen Genren, unter anderem schuf er die erste norwegische Bauernerzählungen und publizierte die Kriminalerzählung Mordet på Maskinbygger Roolfsen. Kriminalanekdote fra Kongsberg (1839, „Der Mord an Maschinenhersteller Roolfsen. Kriminalanektote aus Kongsberg“), zwei Jahren vor Edgar Allan Poes The Murders in the Rue Morgue (1841) erschien.
Bekannt wurde Maurits Hansen vor allem durch seine Novellen, wovon viele Kriminalerzählungen sind. Er schrieb innerhalb von 20 Jahren 80 Novellen. Er war beeinflusst durch Friedrich de la Motte Fouqué, sir Walter Scott. Henrik Ibsen lernte seine rückschauende Enthüllungstechnik von den Werken Hansens.[2][3][4]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hansen, Maurits Christopher |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegischer Dichter |
| GEBURTSDATUM | 5. Juli 1794 |
| GEBURTSORT | Modum |
| STERBEDATUM | 16. März 1852 |
| STERBEORT | Kongsberg |
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