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Das Max-Flow-Min-Cut-Theorem ist ein Satz der Graphentheorie über den maximalen Fluss in Flussnetzwerken. Er leitet sich aus Mengers Theorem ab. Er besagt:
Anders gesagt, wird der Fluss durch ein Netzwerk durch dessen Flaschenhals beschränkt - auch wenn an anderen Stellen ein größerer Fluss möglich wäre, so ist der Gesamtfluss durch die Engstelle limitiert.
Inhaltsverzeichnis |
Sei <math>G(V,E)</math> ein endlicher gerichteter Graph und jede Kante <math>(u,v)</math> habe eine zugewiesene nichtnegative Kapazität <math>c(u,v)</math>. Des Weiteren gibt es eine Quelle <math>s</math>, in der der Fluss beginnt, und eine Senke <math>t</math>, in der er endet.
Ein Schnitt ist eine Aufteilung der Knoten in zwei disjunkte Teilmengen <math>S</math> und <math>T</math>. Die Kapazität eines Schnittes <math>(S,T)</math> ist die Summe aller Kantenkapazitäten von <math>S</math> nach <math>T</math>, also
Die folgenden drei Aussagen sind äquivalent:
Insbesondere zeigt dies, dass der maximale Fluss gleich dem minimalen Schnitt ist: Wegen 3. hat er die Größe mindestens eines Schnitts, also mindestens des kleinsten, und wegen 2. auch höchstens diesen Wert, weil das Residualnetzwerk bereits wenn <math>|f|</math> die Größe des kleinsten Schnitts erreicht hat, keinen augmentierenden Pfad mehr enthalten kann.
Sei das Flussnetzwerk mit den Knoten <math>V=\{s,o,p,q,r,t\}</math> gegeben, und ein maximaler Fluss von der Quelle <math>s</math> zur Senke <math>t</math> der Größe 5.
Es gibt drei minimale Schnitte in diesem Netzwerk:
| Schnitt | Kapazität |
|---|---|
| <math>S=\{s,p\},T=\{o,q,r,t\}</math> | <math>c(s,o)+c(p,r)=3+2=5</math> |
| <math>S=\{s,o,p\},T=\{q,r,t\}</math> | <math>c(o,q)+c(p,r)=3+2=5</math> |
| <math>S=\{s,o,p,q,r\},T=\{t\}</math> | <math>c(q,t)+c(r,t)=2+3=5</math> |
Anmerkung: <math>S=\{s,o,p,r\},T=\{q,t\}</math> ist kein minimaler Schnitt, obwohl <math>(o,q)</math> und <math>(r,t)</math> voll genutzt werden; denn es gibt im Residualnetzwerk <math>G_f</math> noch eine Kante (r,q) der Restkapazität <math>c_f(r,q) = c(r,q)-f(r,q)=0-(-1)=1</math>.
Das Theorem wurde 1956 von Peter Elias, Amiel Feinstein und Claude Elwood Shannon bewiesen, und unabhängig davon auch von Lester Randolph Ford junior und Delbert Ray Fulkerson im selben Jahr.