|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Max Vogt (* 29. Januar 1925 in Zürich) ist ein Schweizer Architekt, der als Hofarchitekt der SBB unzählige Bahnbetriebsgebäude entworfen hat. Bauten wie der Bahnhof Altstetten oder das Stellwerk beim Zürcher Hauptbahnhof haben massgeblich dazu beigetragen, dass die SBB 2005 den Wakkerpreis für beispielhafte Ortsbilder erhalten haben.
Inhaltsverzeichnis |
Max Vogt studierte Architektur an der ETH Zürich. Anschliessend arbeitete er fünf Jahre im Büro von Robert Winkler. Fünf weitere Jahre verbrachte er im Büro von Belart und Frey in Olten, bevor er 1957 zu den SBB in die Sektion Hochbau der Kreisdirektion III gelangte. Diese zeichnete sich für Hochbauten im Raum Zürich, Ostschweiz und Graubünden verantwortlich. So entstanden im Laufe des Arbeitsverhältnisses über hundert Bauten.[1]
Während es heute üblich ist, öffentliche Bauten gemäss WTO-Regeln auszuschreiben und von Privaten entwerfen zu lassen, beschäftigten die SBB zu Max Vogts Zeiten eigene Architekten für ihre Bauten. Da das Land für Eisenbahntrassees und Betriebsgebäude der Eidgenossenschaft gehört, sind die SBB selbst für die Baubewilligung zuständig, während sonst die Gemeinden Baubewilligungen erteilen. Dies schaffte für die Arbeit Max Vogts einmalige Voraussetzungen: Gelang es ihm, seine Vorgesetzten von seinen Projekten zu überzeugen, hatte er freie Hand. Damit wurden Werke ermöglicht, die es in einem kommunalen Bewilligungsverfahren vielleicht schwer gehabt hätten. Man denke an das Hochhaus in Altstetten oder das Stellwerk beim Zürcher Hauptbahnhof.
Gegenüber einem Redaktor der NZZ kommentierte er seine beiden Hauptwerke in Altstetten und beim HB als «monolithische Betonschröppen ohne Dilatationsfugen»[2]. In der Tat ist Sichtbeton charakteristisch für Vogts Bauten. Häufig kontrastiert eine massive Betonbauweise mit den aus technischen Gründen notwendigen Masten, Fahr- und Freileitungen. Anderswo wird der Beton spielerisch eingesetzt, so beim Zürcher Hochhaus-Bahnhof Altstetten: Mit etwas Fantasie lässt sich in der Südfassade ein Bahnhof voller Züge von oben erkennen: Die Brüstungen bilden die Perrondächer, die Balkone und die Fenster bilden abwechslungsweise Wagen.
1989 wurde Max Vogt pensioniert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vogt, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Architekt |
| GEBURTSDATUM | 29. Januar 1925 |
| GEBURTSORT | Zürich |