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Mayday (Veranstaltung)

Halle 1, Mayday 2009
Halle 2, Mayday 2009
Tom Novy auf der Mayday 2009
Sven Väth auf der Mayday 2009
Mayday 2007

Die Mayday ist eine Veranstaltung der elektronischen Tanzmusik, die jedes Jahr in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai in den Westfalenhallen in Dortmund stattfindet. Sie gilt mit 20.000 bis 25.000 Besuchern pro Jahr als der größte Indoor-Rave Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste Mayday fand am 14. Dezember 1991 in der Halle Weißensee in Berlin statt. Mit der Veranstaltung wollte man den durch die Wende vor dem Aus stehenden Radiosender DT64 unterstützen, bei dem Marusha eine wöchentlichen Sendung ausstrahlte. Der Name Mayday leitet sich vom internationalen Notrufsignal im Sprechfunk ab. Die Idee zur Party kam von Fabian Lenz (DJ Dick) und fand schnell Unterstützung von seinem Bruder Maximilian (WestBam) und der Szene-Zeitschrift Frontpage. Der Radiosender wurde jedoch trotz des Erfolges der Veranstaltung im Raum Berlin-Brandenburg innerhalb eines halben Jahres vom neuen ORB-Jugendsender Rockradio B abgelöst. Da die Veranstaltung mit etwa 5.000 Besuchern sehr erfolgreich angenommen wurde, entschloss man sich, am 30. April 1992 erneut eine Mayday zu feiern, diesmal im Eisstadion in Köln. Die Mayday fand so von 1992 bis 1996 zweimal pro Jahr statt – einmal am 30. April und noch einmal zwischen Ende November und Mitte Dezember. 1993 feierte man die Mai-Mayday dann erstmals in den Westfalenhallen in Dortmund. Die Winter-Mayday blieb zunächst in Berlin und wurde auch einmal in Frankfurt am Main veranstaltet. Ab 1997 gab man die Winter-Mayday auf, für die man jedes Jahr nach einer neuen Halle hatte suchen müssen, und konzentrierte sich ganz auf die Mai-Mayday in den Westfalenhallen.

Besonderheiten

1994 fand die Winter-Mayday unter dem Motto „The Raving Society“ aufgrund der großen Nachfrage gleich an zwei aufeinander folgenden Abenden mit dem gleichen Line-up an DJs als so genannte „Twin-Mayday“ statt. Für die eigentlich geplante Veranstaltung am 26. November waren nämlich bereits vor Veröffentlichung der Werbung keine Karten mehr erhältlich gewesen. Daher wurde eine zweite Veranstaltung mit dem gleichen Line-up am Vortag geplant. Was den Machern als tolle Idee erschien, um möglichst vielen Fans zu einem Mayday-Besuch zu verhelfen und das Maximum an Einnahmen aus der Veranstaltung heraus zu holen, stieß in der Szene auf große Kritik: Von „Ausverkauf“ und „Abzocke“ war die Rede und der Ruf der Mayday – bis dahin Vorzeige-Rave – litt nachhaltig. Weiterer Kritikpunkt an der „Raving Society“: Die CD-Compilation zur Veranstaltung bot mit nur 17 Liedern auf zwei CDs ein vergleichsweise schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis – auf dem Vorgänger „Rave Olympia“ bekamen die Käufer noch 23 Songs geboten. Die „Twin-Mayday“ blieb daher ein einmaliges Experiment.

Seit 2000 wird versucht, die Mayday auch in andere Länder zu exportieren. Es existieren nun auch regelmäßige Mayday-Raves in Polen, Russland und Ungarn; weitere Ableger sind in Planung.

2011 feierte die Mayday ihren zwanzigsten Geburtstag unter dem Motto "Twenty Young". Das besondere war, dass es einen fünften Floor, den "Twenty Young Dome" gab, auf dem ausschließlich DJs aus den Anfangsjahren auftraten. Des Weiteren wurde dort keine moderne Event-Technik eingesetzt, sondern ebenfalls die aus den Anfangsjahren. Außerdem wurde ein neuer Besucherrekord mit 27.000 Besuchern aufgestellt.[1]

Mottos

Jedes Jahr findet die Mayday unter einem anderen Motto statt:

Datum Motto Ort Bemerkung
14. Dezember 1991 Best of House & Techno ’91 Berlin
30. April 1992 A New Chapter of House and Techno Köln einzige Mayday in Köln
12. Dezember 1992 Forward Ever, Backward Never Berlin
30. April 1993 Judgement Day Dortmund
11. Dezember 1993 The Religion Berlin
30. April 1994 Rave Olympia Dortmund
25.–26. November 1994 The Raving Society (sog. Twin-Mayday) Berlin einzige mehrtägige Mayday
30. April 1995 Bells of Reformation Dortmund
16. Dezember 1995 The Great Coalition Frankfurt am Main einzige Mayday in Frankfurt
30. April 1996 X Dortmund
14. Dezember 1996 Life on Mars Berlin letzte Mayday in Berlin
30. April 1997 Sonic Empire Dortmund
30. April 1998 Save the Robots Dortmund
30. April 1999 Soundtropolis Dortmund
30. April 2000 Datapop Dortmund
30. April 2001 10 in 01 Dortmund
30. April 2002 Culture Flash Dortmund
30. April 2003 Troopa of Tomorrow Dortmund
30. April 2004 Team X-Treme Dortmund
30. April 2005 Prototypes Dortmund
30. April 2006 Worldclub Dortmund
30. April 2007 New Euphoria Dortmund
30. April 2008 Reflect Yourself Dortmund
30. April 2009 Massive Moments Dortmund
30. April 2010 You make my day Dortmund
30. April 2011 Twenty Young Dortmund neuer Besucherrekord: 27.000 Besucher
30. April 2012 Made in Germany Dortmund

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Mayday – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Nächtliche MAYDAY in Dortmund bricht alle Rekorde music-liveandmore.com
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