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| Medal of Honor | |
|---|---|
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| Verliehen von Vereinigte Staaten von Amerika | |
| Art | Orden |
| Voraussetzung | Angehörige der amerikanischen Streitkräfte |
| Verliehen für | auffallenden Heldenmut |
| Status | Wird verliehen |
| Daten | |
| Stiftungsjahr | 1862 |
| Stifter | Abraham Lincoln |
| Erstmals verliehen | Amerikanischer Bürgerkrieg |
| Letzte Verleihung | 15. September 2011 |
| Verleihungen | 3.475[1] |
| Postum verliehen | 627 |
| Unterschiedliche Personen | 3.456[1] |
| Rangfolge | |
| Nächste niedrigere Auszeichnung | Distinguished Service Cross Navy Cross Air Force Cross |
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Die Medal of Honor (dt. Ehrenmedaille) ist die höchste militärische Auszeichnung der amerikanischen Regierung. Das Ehrenzeichen wird vom Präsidenten der Vereinigten Staaten im Namen des Kongresses an Mitglieder der amerikanischen Streitkräfte verliehen, die sich durch
“conspicuous gallantry and intrepidity at the risk of his or her life above and beyond the call of duty while engaged in an action against an enemy of the United States”
„auffallende Tapferkeit und Furchtlosigkeit bei Lebensgefahr weit über die Pflichterfüllung hinaus bei einer Handlung gegen einen Feind der Vereinigten Staaten“
– United States Department of the Army[2]
ausgezeichnet haben. Durch diese Verleihungsbestimmungen wird die Medal of Honor häufig posthum verliehen (mehr als die Hälfte der Verleihungen seit 1941).
Mitglieder aller Teilstreitkräfte sind berechtigt, die Medaille zu empfangen, und es gibt drei Versionen (jeweils eine für Heer und Luftwaffe sowie eine gemeinsame für Marine, Marine Corps und Küstenwache). Der Ehrung mit der Tapferkeitsmedaille geht ein gemeinsamer Beschluss im Kongress voraus. Dann wird die Medaille dem Empfänger, oder im Falle einer posthum verliehenen Ehrung, dem nächsten Verwandten, vom Präsidenten der Vereinigten Staaten präsentiert. Dieser tut dies im Auftrag des Kongresses und soll die Dankbarkeit der amerikanischen Bürger darstellen. Wegen ihres besonderen Status wird der Medaille besonderer Schutz nach amerikanischem Recht gewährt.[3]
Da das Ehrenzeichen im Namen des Kongresses verliehen wird, wird es manchmal auch fälschlicherweise Congressional Medal of Honor genannt.[4]
Inhaltsverzeichnis |
Die Medaille wurde erstmals am 21. Dezember 1861 durch Genehmigung von Abraham Lincoln im amerikanischen Bürgerkrieg eingeführt und war die erste Auszeichnung, die ohne britisches Vorbild war. Sie sollte die Moral von Marinesoldaten heben und wurde damals auch nur an solche vergeben. Eine Medal of Honor erhielt derjenige, „der sich selbst durch seine Tapferkeit im Einsatz von den anderen abhob“. Wenig später wurde die Medaille auch von der US Army eingeführt und 1904 durch ein eigenes Band ergänzt, welches ihre Waffengattung kennzeichnete. Die US Air Force erhielt ebenfalls ein eigenes Band, jedoch erst im Jahre 1965. Die erste militärische Aktion, die mit einer Medal of Honor ausgezeichnet wurde, ereignete sich am 13. Februar 1861 in Arizona. Colonel Bernard John Dowling Irwin hatte mit lediglich 14 Mann eine Übermacht von Indianern in die Flucht geschlagen und dabei noch 60 Kameraden aus der Gefangenschaft befreit. 1865 wurde Dr. Mary Edwards Walker für ihren Einsatz als Sanitäterin während der Ersten Schlacht am Bull Run als bis heute einzige Frau mit der Medal of Honor ausgezeichnet.
Die Kriterien für die Vergabe der Auszeichnung wurden nach dem Ende des Ersten Weltkrieges verschärft. Die Auszeichnung wird seitdem nur noch an Soldaten verliehen, die extremen Heldenmut zeigten, der über die normale Pflichterfüllung weit hinausgeht. Dieses Kriterium wird zumeist erst dann als erfüllt betrachtet, wenn ein Soldat im Kampf gegen den Feind die Erfüllung des Auftrags oder die Sicherheit seiner Kameraden vor den Erhalt des eigenen Lebens setzt („at the risk of his life above and beyond the call of duty“). Durch dieses Kriterium wird die Medaille überdurchschnittlich oft, jedoch nicht immer, postum verliehen. Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden rund 62 % aller Medals of Honor an gefallene Soldaten verliehen.
Seit 2003 wird zusätzlich zur Medaille auch die Medal of Honor Flag verliehen, eine Flagge mit himmelblauem Hintergrund, goldenem Rand und dreizehn weißen fünfzackigen Sternen. Sie soll das geflossene Blut getöteter ausgezeichneter Soldaten versinnbildlichen und die Ehre einer solchen höchsten Auszeichnung zusätzlich unterstreichen. Die erste derartige Flagge wurde 2005 an die Familie des im Irak getöteten Paul Ray Smith zusammen mit der Medal of Honor übergeben.
Die letzte Verleihung fand am 15. September 2011 statt. Corporal Dakota L. Meyer des US Marine Corps wurde für seinen Einsatz in Afghanistan ausgezeichnet. Er ist damit der erste lebende US-Marine seit 41 Jahren, dem die Medal of Honor verliehen wurde.
Seit der Einführung 1862 hat die Medal of Honor einen stetigen Wandel im Aussehen erfahren. Die gegenwärtige Armeemedaille besteht aus einem Goldstern der von einen Kranz umgeben ist. Darüber ist ein Balken mit einem Adler und dem Wort "Valor" (engl. Mut). Die Medaille wird durch einen Haken einem hellblauen Seidenhalsband angehängt, das 30 mm breit und 552 mm lang ist.
Es gibt eine Version der Medaille für jede Teilstreitkraft des Verteidigungsministeriums: die Armee, Marine und Marineinfanterie sowie Luftwaffe. Vor 1965 erhielten Mitglieder des U.S. Army Air Corps, U.S. Army Air Forces und der U.S. Air Force die Armeeversion der Medaille, da das Luftwaffendesign erst dann eingeführt wurde.
Generell gilt für die Verleihung das Kriterium, dass der Empfänger sich durch außergewöhnliche Tapferkeit ausgezeichnet haben muss, genauer:
"Conspicuous gallantry and intrepidity at the risk of his or her life above and beyond the call of duty while engaged in an action against any enemy of the United States; while engaged in military operations involving conflict with an opposing foreign force; or while serving with friendly foreign forces engaged in an armed conflict against an opposing armed force in which the United States is not a belligerent party."
„Auffallende Tapferkeit und Furchtlosigkeit bei Lebensgefahr weit über die Pflichterfüllung hinaus bei einer Handlung gegen einen Feind der Vereinigten Staaten; während die Person in Militäreinsätzen beschäftigt ist, eingeschlossen Konflikte mit einer gegnerischen fremden Macht; oder indem die Person mit verbündeten Auslandskräften dient, die in einer bewaffneten Auseinandersetzung mit einer bewaffneten Macht sind, mit der die Vereinigten Staaten sich nicht im Krieg befinden.“
– United States Department of the Army, festgelegt am 25. Juli 1963[2]
Zusammengefasst hat der US-Kongress im Juli 1963 folgende Kriterien festgelegt, nach denen eine Verleihung der Medaille beschlossen wird:
In jedem Fall muss der Soldat dem US-Militär angehören. Staatsangehörigkeit ist dabei jedoch nicht von Belang.
Es gibt zwei Wege, für die Ehrenmedaille nominiert zu werden: Zum einen kann ein Vorgesetzter den jeweiligen Soldaten für eine Auszeichnung vorschlagen, was der Regelfall ist. Zum anderen kann auch ein Mitglied des Kongresses eine Verleihung vorschlagen.
Unabhängig von diesen rechtlich verbrieften Sonderrechten werden Inhaber des Ordens nach amerikanischer militärischer Tradition von allen Soldaten der Streitkräfte – unabhängig von Rang und Dienstgrad – zuerst gegrüßt. Diese militärische Tradition der US-Streitkräfte entspricht vergleichbaren Traditionen in europäischen Armeen, z. B. dem Brauch in der alten deutschen Armee, nach dem die Träger des Pour le Mérite oder des Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes grundsätzlich und ohne Ansehen von Rang und Dienstgrad Anspruch auf militärische Ehrenbezeugung hatten.
Insgesamt wurden bis heute 3.475 Medaillen an 3.456 verschiedene Personen verliehen, 627 davon posthum. 19 Soldaten erhielten die Auszeichnung zweimal; 14 von ihnen für zwei verschiedene Kampfhandlungen, die fünf anderen erhielten sowohl die Army als auch die Navy Medal of Honor. Seit Ende des Vietnamkrieges wurden bis heute vierzehn Medaillen verliehen, darunter elf posthum. Von den 193 in Friedenszeiten verliehenen Medaillen wurden 187 an Soldaten der Navy, fünf an Soldaten des Marine Corps und eine an den Air Corps-Reservisten Charles Lindbergh vergeben.
Verleihungen in Konflikten und im Frieden
Truppengattung
Folgende 19 Personen erhielten die Medal of Honor zweimal:
| Name | Gattung | Rang | Hintergrund |
|---|---|---|---|
| Frank Baldwin | Army | First Lieutenant, Captain | Amerikanischer Bürgerkrieg, Indianerkriege |
| Smedley D. Butler | Marine Corps | Major | Besetzung von Veracruz, Haiti |
| John Cooper | Navy | Steuermann | Amerikanischer Bürgerkrieg |
| Louis Cukela | US Army/Marine Corps | Sergeant | Erster Weltkrieg |
| Thomas Custer | Army | Second Lieutenant | Amerikanischer Bürgerkrieg |
| Daniel Daly | Marine Corps | Private, Gunnery Sergeant | Boxeraufstand, Haiti |
| Henry Hogan | Army | First Sergeant | Indianerkriege |
| Ernest A. Janson | Marine Corps | Gunnery Sergeant | Erster Weltkrieg |
| John J. Kelly | Marine Corps | Private | Erster Weltkrieg |
| John King | Navy | Water tender, Feuerwehrmann an Bord eines Schiffes | In Friedenszeiten |
| Matej Kocak | Marine Corps | Sergeant | Erster Weltkrieg |
| John Lafferty | Navy | First Class Fireman | Amerikanischer Bürgerkrieg, in Friedenszeiten |
| John C. McCloy | Navy | Steuermann | Boxeraufstand, Veracruz |
| Patrick Mullen | Navy | Matrose | Amerikanischer Bürgerkrieg |
| John H. Pruitt | Marine Corps | Corporal | Erster Weltkrieg |
| Robert Sweeney | Navy | Matrose | In Friedenszeiten |
| Albert Weisbogel | Navy | Captain of the Mizzen Top | In Friedenszeiten |
| Louis Williams | Navy | Captain of the Hold | In Friedenszeiten |
| William Wilson | Army | Sergeant | Indianerkriege |
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