Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Mei├čen

Dieser Artikel erl├Ąutert die Stadt Mei├čen; zu anderen Bedeutungen siehe Mei├čen (Begriffskl├Ąrung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Mei├čen
Mei├čen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Mei├čen hervorgehoben
51.16361111111113.4775106Koordinaten: 51┬░ 10ÔÇ▓ N, 13┬░ 29ÔÇ▓ O{{#coordinates:51,163611111111|13,4775|primary
dim= globe= name= region=DE-SN type=city
  }}
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mei├čen
H├Âhe: 106 m ├╝. NHN
Fl├Ąche: 30,9 km┬▓
Einwohner: {{#invoke:FormatNum|format|27098 |format=dewiki}} (31. Dez. 2012)[1]
Bev├Âlkerungsdichte: 877 Einwohner je km┬▓
Postleitzahlen: 01662, 01665 (Proschwitz, Rottewitz, Winkwitz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enth├Ąlt Text
Vorwahl: 03521
Kfz-Kennzeichen: left|14627140|5}} Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enth├Ąlt Kleinbuchstaben
Gemeindeschl├╝ssel: 14 6 27 140
Stadtgliederung: 12 Stadtteile/Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
01662 Mei├čen
Webpr├Ąsenz: www.stadt-meissen.de
Oberb├╝rgermeister: Olaf Raschke (parteilos)
Blick auf Mei├čen mit Burgberg, Dom und Albrechtsburg vom rechten Elbufer aus

Mei├čen (obersorbisch Mi┼íno, lateinisch Misena), benannt nach dem B├Ąchlein Meisa, ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Freistaat Sachsen, hat knapp 28.000 Einwohner und tr├Ągt den Status Gro├če Kreisstadt.

International ber├╝hmt ist die Stadt Mei├čen f├╝r die Herstellung des Meissener Porzellans, das als erstes europ├Ąisches Porzellan seit 1708 hergestellt wird. Der Name der Stadt mit Doppel-s (ÔÇ×MeissenÔÇť) ist ein eingetragenes Markenzeichen der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Mei├čen ÔÇô 25 km nordwestlich von Dresden, 75 km ├Âstlich von Leipzig und 30 km n├Ârdlich von Freiberg ÔÇô liegt am Ausgang des Elbtalkessels an der Elbe und ihrem Nebenfluss, der Triebisch. S├╝d├Âstlich von Mei├čen liegen Coswig und Radebeul. Niedrigster Punkt der Stadt ist der mittlere Wasserspiegel der Elbe bei {{#invoke:FormatNum|format|95 |format=dewiki}} m ├╝. NN. S├╝dlich von Mei├čen liegt das Mei├čner Hochland, nordwestlich der Stadt die Lommatzscher Pflege.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind die Stadt Coswig, Diera-Zehren, K├Ąbsch├╝tztal, Klipphausen, Niederau und Weinb├Âhla im Landkreis Mei├čen.

K├Ąbsch├╝tztal Diera-Zehren Niederau
K├Ąbsch├╝tztal Nachbargemeinden Weinb├Âhla
Klipphausen Klipphausen Coswig

Stadtgliederung

Geschichte

Mei├čen im Jahr 1650
5 RM-Gedenkm├╝nze auf die Jahrtausendfeier von Burg und Stadt Mei├čen. M├╝nzbild links nach Vorbild des st├Ądtischen Siegels von 1352, M├╝nzst├Ątte Muldenh├╝tten
Meissener Porzellan auf DDR-Briefmarken

Ortsgeschichte

Unterhalb der um das Jahr 929 von K├Ânig Heinrich I., dem Burgenbauer, gegr├╝ndeten Burg ÔÇ×MisniaÔÇť entwickelte sich Mei├čen aus dem slawischen Dorf Meisa am gleichnamigen Bach[2] zur Marktsiedlung und schlie├člich Ende des 12. Jahrhunderts zu einer Stadt, deren Stadtrechte f├╝r das Jahr 1332 urkundlich bezeugt sind. Wegen der hier residierenden Bisch├Âfe (Bistum Mei├čen, gegr├╝ndet 968) ist die Stadt f├╝r die kulturelle Entwicklung Sachsens von herausragender Bedeutung gewesen.

Im Zuge der erst 1539 in Mei├čen eingef├╝hrten Reformation wurden die drei Kl├Âster aufgel├Âst und im ehemaligen Franziskanerkloster eine Stadtschule eingerichtet. Seit 1543 befindet sich die F├╝rstenschule im ehemaligen Kloster St. Afra. Wirtschaftlich wurde Mei├čen lange Zeit durch die Tuchmacherei bestimmt, die durch den Drei├čigj├Ąhrigen Krieg aber nahezu zum Erliegen kam. 1710 wurde unter August dem Starken die Porzellanmanufaktur er├Âffnet, die neue Impulse setzte.

Ansicht um 1850

Bis 1423 existierte die Markgrafschaft Mei├čen. Bekannte Markgrafen von Mei├čen waren die Wettiner Konrad der Gro├če, Otto der Reiche, Dietrich der Bedr├Ąngte, Heinrich der Erlauchte und Friedrich der Streitbare, der Kurf├╝rst von Sachsen wurde.

Der Mei├čner Dom und die Albrechtsburg auf dem linkselbischen Burgberg pr├Ągen die Silhouette von Mei├čen. Um 1250 wurde mit dem Bau des Doms begonnen, die beiden markanten Domt├╝rme wurden erst 1909 fertiggestellt, nachdem die Westfront mit ihren beiden ab 1315 gebauten T├╝rmen bereits 1547 durch Blitzschlag zerst├Ârt worden war. Ab 1470 wurde unter Arnold von Westfalen die Albrechtsburg als erstes deutsches Schloss errichtet. Zun├Ąchst als Residenz der beiden regierenden F├╝rsten vorgesehen, kam es jedoch nie zu einer solchen Nutzung, sondern sie stand leer. Von 1710 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts diente die Albrechtsburg als Sitz der Mei├čner Porzellanmanufaktur.

In Mei├čen wurden 1540-1696 Hexenverfolgungen durchgef├╝hrt: Elf Personen gerieten in Hexenprozesse, 1620 wurde eine Frau verbrannt.[3]

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden auch in Mei├čen politische Gegner des NS-Regimes verfolgt. So wurde der sozialdemokratische Arbeiter Max Dietel als Widerstandsk├Ąmpfer 1943 in G├Ârden ermordet. Die in der Stadt lebenden j├╝dischen Familien wurden aus dem Land getrieben oder in Vernichtungslager deportiert. Zu ihnen geh├Ârte das Ehepaar Alex und Else Loewenthal, die in der Elbstra├če 8 ein Kaufhaus betrieben und 1942 ermordet wurden. Ihre ├╝berlebenden Kinder haben 1968 eine Gedenktafel f├╝r die Eltern anbringen lassen.[4] Der damalige Superintendent von Mei├čen, Herbert B├Âhme, der verhindern wollte, dass Mei├čen in den letzten Kriegstagen zur Festung erkl├Ąrt wird und mit allen Mitteln verteidigt, wurde f├╝r seinen mutigen Einspruch bei Gauleiter Mutschmann und dem damaligen B├╝rgermeister zum Tode verurteilt. Es gelang ihm aber zu Kriegsende mit dem Einmarsch der Roten Armee am 7. Mai 1945, aus seiner Todeszelle im Landgericht in Dresden befreit zu werden.[5][6]

W├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs blieb Mei├čen von gr├Â├čeren Zerst├Ârungen bewahrt.

F├╝r das 2. Parlament der Freien Deutschen Jugend (FDJ) 1947 wurde ein Zeltlager der Kinderlandbewegung an der "Rehbocksch├Ąnke" errichtet.[7]

Zu Zeiten der DDR lag angesichts der stetig steigenden Bev├Âlkerungszahl der Schwerpunkt der Baut├Ątigkeit auf der Schaffung neuer Wohnungen vor allem in den Au├čenbezirken. Im Gegenzug verfiel zunehmend die historische Innenstadt. Am 3. Oktober 1990 gr├╝ndete sich in der Albrechtsburg der Freistaat Sachsen neu. Nach der Wiedervereinigung wurde besonders das Stadtzentrum umfassend saniert.

Teile der historischen Innenstadt wurden im August 2002 durch Hochwasser schwer besch├Ądigt. In der Nacht zum 13. August setzte das Triebisch-Hochwasser das Triebischtal und die Altstadt unter Wasser und vier Tage sp├Ąter erreichte der Pegel des Elbhochwassers seinen h├Âchsten Stand, sodass Altstadt und weitere Stadtteile teilweise bis zu 3 Meter in den Fluten versanken. In Dresden lag der Pegel mit 9,40 Meter fast 8 Meter ├╝ber dem Normalpegel dieser Jahreszeit. Unter anderem Kino, Theater, Heinrichsbrunnen und weitere Sehensw├╝rdigkeiten Mei├čens standen zeitweilig unter Wasser. Der erh├Âht liegende Marktplatz mit der Frauenkirche und dem Rathaus blieb hingegen verschont.

Im Juni 2013 wurde Mei├čen erneut von einem Hochwasser getroffen. Am 6. Juni wurde in Dresden ein Pegelwert von 8,76 m gemessen, 64 cm unter dem Wert von 2002. Teile der Mei├čner Altstadt wurden wieder ├╝berflutet, darunter das Theater, das Kino, der Heinrichsplatz, die Neugasse, die Gerbergasse, der Neumarkt und das Buschbad, da das Hochwasser die neu erbauten Flutmauern am Elbufer ├╝berschritt.

Panoramablick von der Albrechtsburg Mei├čen ├╝ber die historische Altstadt in Richtung Elbe

Eingemeindungen

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bohnitzsch (mit Nassau) 1. April 1914
C├Âlln 1. Januar 1901
Dobritz (mit Buschbad) 1. Juli 1950
Fischergasse 1. April 1921  Zusammenschluss mit Hintermauer, Niedermeisa und Obermeisa zu Meisatal
Hintermauer 1. April 1921  Zusammenschluss mit Fischergasse, Niedermeisa und Obermeisa zu Meisatal
Klosterh├Ąuser 1. April 1937
Korbitz 1. April 1923
Lercha 1. April 1928
Meisatal 1. August 1928
Neud├Ârfchen 1. Januar 1914
Niederf├Ąhre 1. Januar 1887  Zusammenschluss mit Vorbr├╝cke zu Niederf├Ąhre-Vorbr├╝cke
Niederf├Ąhre-Vorbr├╝cke 1. Januar 1890  Eingemeindung nach C├Âlln
Niedermeisa 1. April 1921  Zusammenschluss mit Fischergasse, Hintermauer und Obermeisa zu Meisatal
Niederspaar 1. Januar 1908
Obermeisa 1. April 1921  Zusammenschluss mit Fischergasse, Hintermauer und Niedermeisa zu Meisatal
Oberspaar 1. Januar 1912
Proschwitz 1. Oktober 1939  Eingemeindung nach Winkwitz
Siebeneichen 1973 umgemeindung von Bockwen
Vorbr├╝cke 1. Januar 1887  Zusammenschluss mit Niederf├Ąhre zu Niederf├Ąhre-Vorbr├╝cke
Winkwitz 1. Januar 1994
Zaschendorf 1. Januar 1912

Einwohnerentwicklung

Bev├Âlkerungsentwicklung bis 2002

Entwicklung der Einwohnerzahl ab 1834:

1834 bis 1960
  • 1834: 07.738
  • 1875: 13.002
  • 1880: 14.166
  • 1885: 15.474
  • 1933: 46.992
  • 1939: 48.342
  • 1946: 48.348 1)
  • 1950: 49.455 2)
  • 1960: 48.289
1970 bis 2001
  • 1970: 45.175
  • 1981: 39.276
  • 1984: 38.214
  • 1995: 32.200
  • 1997: 30.486
  • 1998: 30.038
  • 1999: 29.604
  • 2000: 29.398
  • 2001: 28.982
2002 bis 2010
  • 2002: 28.780
  • 2003: 28.640
  • 2004: 28.543
  • 2005: 28.435
  • 2006: 28.081 3)
  • 2007: 27.856
  • 2008: 27.736
  • 2009: 27.693
  • 2010: 27.545
2011 bis 2012
  • 2011: 27.112
  • 2012: 27.098

Datenquelle ab 1994: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsens
1) 29. Oktober
2) 31. August
3) 30. November

Dialekt und Sprachgebrauch

In Mei├čen wird eine spezielle Form des s├Ąchsischen Dialektes gesprochen: das S├╝dostmei├čnische, einer der f├╝nf mei├čnischen Dialekte.

Politik

Stadtrat

Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 f├╝hrte bei einer Wahlbeteiligung von 40,4 % zu folgendem Ergebnis:[8]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU 25,9 % 7
U.L.M1 21,0 % 6
Linke 20,6 % 6
FDP 9,4 % 2
FBBM2 9,0 % 2
SPD 7,3 % 2
NPD 4,1 % 1

1 Unabh├Ąngige Liste Mei├čen
2 Freie B├╝rger-Bewegung Mei├čen

Wappen

Gro├čes Wappen der Stadt Mei├čen

Blasonierung: Das Wappen der Stadt Mei├čen zeigt im Wappenschild in Gold rechts einen ├╝ber Eck stehenden gezinnten, vierfenstrigen und mit Tor versehenen roten Turm mit Spitzdach und Knauf, links einen nach rechts hingewendeten rotbewehrten schwarzen L├Âwen mit rotausschlagender Zunge, welcher den Turm mit seinen Vorderpranken ber├╝hrt. Im Oberwappen einen Stechhelm mit silber-roter Helmdecke und den Rumpf eines b├Ąrtigen Mannes mit spitziger, pfauenfedernbesteckter M├╝tze.

Die Verwaltung der Stadt Mei├čen verwendet f├╝r ihre Zwecke ein vereinfachtes Wappen, das nur den Wappenschild enth├Ąlt (siehe Wappen oben).

Der sogenannte Mei├čner L├Âwe ist der L├Âwe der einstigen Markgrafen von Mei├čen, welche die Stadt seit vielen Jahrhunderten regierten und durch das im 12. Jahrhundert verliehene Stadtrecht verwendeten. Der rote Turm symbolisiert vermutlich die durch Mauer und T├╝rme verteidigungsf├Ąhige Stadt. Das ├Ąlteste Siegel der Stadt zeigt einen wehrf├Ąhigen, Schwert tragenden B├╝rger, der die Wappen der Mark- und Burggrafen von Mei├čen tr├Ągt. Er steht vor einer symbolisierten Kathedralfassade. So sind die drei Grundherrschaften der Stadt, zu denen auch der Bischof von Mei├čen z├Ąhlt, vergegenw├Ąrtigt. Das obige kleine Wappen erscheint zun├Ąchst in Siegeln des fr├╝hen 16. Jahrhunderts und hat sich seither kaum ver├Ąndert.

St├Ądtepartnerschaft

Mei├čen ist mit insgesamt sechs St├Ądten weltweit verbunden. Diese sind

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

Bauwerke

Profanbauten

Sakralbauten

Gedenkst├Ątten f├╝r die Opfer des Nationalsozialismus

Ehrenmal auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof Mei├čen-Bohnitzsch.
  • Denkmal von 1958 von dem Bildhauer Werner Hempel an der Kerstingstra├če/K├Ąthe-Kollwitz-Park zur Erinnerung an 26 Mei├čener B├╝rger, die in der NS-Diktatur aus unterschiedlichen Gr├╝nden verfolgt und ermordet wurden, sowie an 224 Personen aus mehreren L├Ąndern, die w├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Ehrenmal und Grabst├Ątten auf dem Soldatenfriedhof Mei├čen-Bohnitzsch f├╝r sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter sowie weitere Kriegsgr├Ąber von gefallenen deutschen Soldaten[9]
  • Ehrenmal auf der S├╝dseite des Neuen Johannesfriedhofs in Mei├čen-Zaschendorf f├╝r 63 umgekommene Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion, Polen und Italien
  • Gedenkstein an der Nikolaikirche Hirschbergstra├če/Ecke Neumarkt f├╝r alle Opfer von Diktatur und Gewalt. Den Opfern des Zweiten Weltkrieges ist auch ein Altartuch dieser Kirche gewidmet, angefertigt von Klaus Urbach
  • Plastik im Verwaltungsgeb├Ąude der Mei├čen Keramik GmbH, das zu DDR-Zeiten seinen Namen trug, zur Erinnerung an den ermordeten Widerstandsk├Ąmpfer Max Dietel

Naturdenkm├Ąler

Blick vom Aussichtspunkt Juchh├Âh im Spaargebirge auf Mei├čen

Regelm├Ą├čige Veranstaltungen

Im Fr├╝hjahr gibt es einen T├Âpfer- und Grafikermarkt sowie das Literaturfest. Vor Beginn der Sommerferien laden die Kultureinrichtungen zur ÔÇ×Langen NachtÔÇť.

Seit dem Jahr 2009 findet j├Ąhrlich im August der Mei├čner City Downhill statt, bei dem eine wachsende Zahl ├╝berregionaler Radsportler teilnimmt.

An einem Wochenende Ende September findet das Weinfest statt, welches einem Stadtfest gleicht und seinen H├Âhepunkt im Umzug am Sonntag findet.

Mit Beginn der Adventszeit ├Âffnet die Mei├čner Weihnacht ihre Tore und l├Ądt bis zum 24. Dezember mit einem breiten Kulturangebot und einem Weihnachtsmarkt Gro├č und Klein ein. Gleichzeitig verwandeln sich die 24 Fenster des Mei├čner Rathauses in Adventskalendert├╝rchen. Verbunden damit ist eine Tombola f├╝r gemeinn├╝tzige Zwecke.

F├╝r Motorsport-Freunde gibt es j├Ąhrlich Motorrad-Speedwayrennen im Speedway-Stadion des MC Meissen.

Tierpark

Am Fu├če von Schloss Siebeneichen befindet sich der Heimattierpark Siebeneichen. Der Bergtierpark beherbergt ├╝ber 400 Tiere in 85 verschiedenen Arten. Gehalten werden viele Haus- und Heimtierarten, aber auch ungew├Âhnlichere Tiere wie Polarf├╝chse und verschiedene Streifenh├Ârnchen.

Kulinarische Spezialit├Ąten

Das Weinanbaugebiet um Mei├čen gilt als das nord├Âstlichste Weinanbaugebiet Europas. Es bringt besonders bei Kennern gesch├Ątzte trockene Weine hervor.

Die Mei├čner Fummel ist ein aufgeblasenes und sehr zerbrechliches Geb├Ąck. Dies wurde angeblich erfunden, um einen der Trunkenheit zugetanen Boten des s├Ąchsischen K├Ânigs zu erziehen: Dieser musste die Fummel nach der Reise unversehrt vorweisen, was bei den damaligen Stra├čenverh├Ąltnissen im trunkenen Zustand unm├Âglich war.

Die Gegend um Mei├čen ist ein Obstanbaugebiet, in dem sich noch einige ├Ąltere Apfelsorten, wie der Borsdorfer Apfel, finden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Das wohl bekannteste Unternehmen Mei├čens ist die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, die handgefertigtes und kostbares Mei├čener Porzellan herstellt. Es erzielt traditionell hohe Marktpreise.

Ans├Ąssige Unternehmen

Verkehr

Hauptbahnhof

Mei├čen liegt an der Hauptbahnstrecke BorsdorfÔÇôCoswig, an der die Bahnh├Âfe Mei├čen Hauptbahnhof, Mei├čen Altstadt und Mei├čen-Triebischtal liegen. Mei├čen-Triebischtal ist der Endpunkt der Dresdner S-Bahn-Linie S1, welche die Relation Mei├čen-TriebischtalÔÇôDresdenÔÇôSch├Âna bedient. In Gegenrichtung bestehen Direktverbindungen nach Leipzig ├╝ber D├Âbeln. Bis 1966 bestanden Schmalspurbahnen nach Wilsdruff und Lommatzsch.

Mei├čen ist ├╝ber die Elbe durch die S├Ąchsische Dampfschiffahrtsgesellschaft unter anderem mit Dresden verbunden. Die B 6 und B 101 f├╝hren durch Mei├čen.

1899 wurde in der Stadt die elektrische Stra├čenbahn Mei├čen er├Âffnet, die bis 1936 Personen und bis 1967 auch G├╝ter bef├Ârderte. Heute wird der regionale Busverkehr durch die Verkehrsgesellschaft Mei├čen organisiert, sie ist Teil des Verkehrsverbunds Oberelbe.

Durch die Stadt verl├Ąuft an beiden Elbufern der Elberadweg.

Br├╝cken und Tunnel

Altstadtbr├╝cke (Vordergrund) und Eisenbahnbr├╝cke (Hintergrund)

In Mei├čen gibt es drei Elbquerungen. Das sind eine kombinierte Eisenbahn- und Fu├čg├Ąngerbr├╝cke, erbaut 1866, die Altstadtbr├╝cke und die Elbtalbr├╝cke (B 101). Seit 2007 f├╝hrt die B 101 nach Nossen durch den 720 Meter langen Schottenbergtunnel, der sich direkt an die Elbtalbr├╝cke anschlie├čt.

Die Altstadtbr├╝cke hatte bis 1866 h├Âlzerne Bogen. Im Juni desselben Jahres wurde sie wegen des Einmarsches der Preu├čen von der s├Ąchsischen Armee gesprengt (Deutscher Krieg). Bei der Wiederherstellung verwendete man eiserne Joche.

Medien

Freiwillige Feuerwehr

Fahrzeuge der Feuerwehr Mei├čen

Die Feuerwehr Mei├čen ist eine Freiwillige Feuerwehr und wurde 1841 auf eine entsprechende Anwerbung von Personal durch den Stadtrat Mei├čens gegr├╝ndet. Als im Juli 1841 die erste Mannschaft verpflichtet wurde, war diese bereits 132 Mann stark.[10] Zuvor bestand in Mei├čen bereits seit dem Mittelalter ein organisiertes L├Âschwesen. So wurden bereits im Hochmittelalter Mannschaften zur Hilfeleistung bei Br├Ąnden verpflichtet, die von der Stadt mit Feuerl├Âschger├Ąten ausgestattet wurden. 1475 wurde das Mitwirken bei der Brandbek├Ąmpfung sogar mit finanziellen Anreizen verbunden. Per Gesetz war jedoch jeder B├╝rger zur Hilfeleistung bei Br├Ąnden verpflichtet ÔÇô ein Widersetzen wurde mit Haftstrafen und mit Stadtbann geahndet. 1570 wurde die erste offizielle Feuerordnung der Stadt Mei├čen erlassen.

1794 wurde in Anbetracht der sich abzeichnenden Industrialisierung die L├Âschordnung Mei├čens erneut ├╝berarbeitet, sodass sie sich nun auch mit Fragen des Brandschutzes, zus├Ątzlich zu den Rechten und Pflichten der B├╝rger bei und nach einem Brand besch├Ąftigte.

Die Freiwillige Feuerwehr Mei├čen z├Ąhlt heute 58 aktive Berufseinsatzkr├Ąfte. Die Fahrzeuge sind auf die zwei Feuerwachen Wache Teichm├╝hle in Mei├čen-C├Âlln und Wache Rote Schule in der Altstadt verteilt.

Bildung

Gymnasium Sankt Afra

Pers├Ânlichkeiten

Zu den bekanntesten S├Âhnen der Stadt Mei├čen geh├Ârt Samuel Hahnemann, Begr├╝nder der Hom├Âopathie. Als Musikgruppe wurde die Stern-Combo Mei├čen bekannt.

Literatur

  • Rolf Schneider: Mei├čen. Sachsens heimliche Hauptstadt. be.bra verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86124-668-8.
  • Elbtal und L├Â├čh├╝gelland bei Mei├čen (= Werte unserer Heimat. Band 32). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1979.
  • Andreas Christl: Der Weg Mei├čens zur B├╝rgerstadt. Das 12./13. Jahrhundert im Spiegel von schriftlichen und materiellen Quellen. in: Yves Hoffmann, Uwe Richter (Hg.): Die Fr├╝hgeschichte Freibergs im ├╝berregionalen Vergleich. St├Ądtische Fr├╝hgeschichte ÔÇô Bergbau ÔÇô fr├╝her Hausbau. Mitteldeutscher Verlag, Halle/Saale 2013, S. 65-76, ISBN 978-3-95462-132-3
  • Paul Gau: Die Hochfluth in Mei├čen 1890 vom 5. bis 9. September 1890. mehrb├Ąndiges Werk, Mei├čen 1890 (Digitalisat)
  • Helmuth Gr├Âger: Tausend Jahre Mei├čen. Mei├čen 1929
  • Hirschberg: Die Verwaltung der Stadt Mei├čen in den letzten 50 Jahren. zur Erinnerung an die daselbst den 31. M├Ąrz 1834 eingef├╝hrte Allgemeine St├Ądte-Ordnung. Klinkicht, Mei├čen 1884 (Digitalisat)
  • Hans-Joachim Mrusek: Mei├čen. Leipzig 1989
  • G├╝nter Naumann: Ansichten von Alt-Mei├čen. Hennecke 1993. ISBN 978-3-927981-30-0
  • Fritz Rauda: Meissen ÔÇô die tausendj├Ąhrige s├Ąchsische Elbstadt. Augsburg 1929
  • Helmut Reibig: Mei├čen. Leipzig 1964
  • Arndt Reichel: Mei├čen (Kunstgeschichtliche St├Ądteb├╝cher). Leipzig 1964
  • Paul Reinhard: Die Stadt Meissen, ihre Geschichte, Merkw├╝rdigkeiten und mahlerische Umgegend. Mei├čen 1829 (Digitalisat)
  • Gerhard Steinecke: Unser Mei├čen ÔÇô 1929ÔÇô2004. Mei├čner Tageblatt, Mei├čen 2004
  • Hans-Joachim B├Âttcher: B├Âttger - Vom Gold- zum Porzellanmacher. Dresdner Buchverlag, 2011. ISBN 978-3-941757-31-8.

Weblinks

 Commons: Mei├čen ÔÇô Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Mei├čen ÔÇô Reisef├╝hrer

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2012 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. ÔćĹ Ernst Eichler, Hans Walther (Hrsg.): Historisches Ortsnamenbuch von Sachsen, Berlin 2001, Band II, Seite 25, ISBN3-05-003728-8
  3. ÔćĹ Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, K├Âln, Weimar, Wien 2003, S. 546-549f
  4. ÔćĹ Gedenkst├Ątten f├╝r die Opfer des NS II, hrsg. von der Bundeszentrale f├╝r politische Bildung, Bonn, S. 711 ff.
  5. ÔćĹ Dubbers, Annette: Die S├╝dvorstadt. Aus der Geschichte eines Dresdner Stadtteils. Eigenverlag Annette Dubbers in Kooperation mit dem Michel Sandstein Verlag, 2004, ISBN 3-937199-32-2, S. 49.
  6. ÔćĹ Alfred Harendt: Zum Tode verurteilt, in: Die Stunde Null, Berlin 1966, S. 67
  7. ÔćĹ Facebook-Eintrag
  8. ÔćĹ Wahlergebnisse Stadt Mei├čen (Version vom 17. August 2009 im Internet Archive).
  9. ÔćĹ Informationen auf krematorium-meissen.de, eingesehen am 30. Oktober 2008.
  10. ÔćĹ Ausf├╝hrlich: Blazek, Matthias: Unter dem Hakenkreuz: Die deutschen Feuerwehren 1933ÔÇô1945. ibidem, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-89821-997-6, S. 9 f.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.