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Melchior Acontius (weitere Namensformen Melchior Volz, Melchior Foltze, Melchior Foltz; * um 1515 in Oberursel; † 22. Juni 1569 in Allstedt) war ein deutscher Humanist und Lyriker.
Acontius immatrikulierte sich am 4. Juni 1533 an der Universität Heidelberg, 1534 wechselt er an die Universität Wittenberg. In Wittenberg gehörte er dem Poetenkreis an und zählte zu seinen Freunden Georg Aemilius, Georg Sabinus, Johannes Stigel und Johannes Gigas. Als erstes trat er 1536 mit einem Gedicht zum Tode von Erasmus von Rotterdam hervor, den er offensichtlich sehr verehrte. Philipp Melanchthon - so scheint es - verlieh ihm sein Humanistennamen Acontius, welches die Übersetzung zu Volz = Bolz, Wurfspieß oder Bolzen heißt.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass Acontius zur Hochzeit seines Freundes Sabinus mit der Tochter Melanchthons seine Epithalmen widmete. Diese Weihe Geschichte hat Sabinus unter seine eigenen Gedichte aufgenommen.
1540 begab sich Acontius nach Königstein wo er in die Dienste des Grafen Ludwig von Stolberg trat. Zum Rat des Grafen ernannt, nahm er 1549 teil an den Verhandlungen in Speyer über eine Neuerung im Münzwesen teil. Auch am Kaiserhof soll er den Grafen vertreten haben.
Seine Werke stammen zum größten Teil, aus der Wittenberger Zeit.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Acontius, Melchior |
| ALTERNATIVNAMEN | Acontius, Melchior; Volz, Melchior; Foltze, Melchior; Foltz, Melchior |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Humanist und Lyriker |
| GEBURTSDATUM | um 1515 |
| GEBURTSORT | Oberursel (Taunus) |
| STERBEDATUM | 22. Juni 1569 |
| STERBEORT | Allstedt |