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| Melilla (kast.) Melilla | |||
|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||
| Land: | Spanien | ||
| Verwaltungssitz: | Melilla | ||
| Fläche: | 13,4 km² | ||
| Einwohner: | 78.476 (1. Januar 2011)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 5.856,4 Einw./km² | ||
| Ausdehnung: | Nord-Süd: ca. 8 km West-Ost: ca. 4 km | ||
| ISO 3166-2: | ES-ML | ||
| Website: | www.melilla.es | ||
| Politik und Verwaltung | |||
| Amtssprache: | Spanisch | ||
| Autonomie seit: | 14. März 1995 | ||
| Präsident: | Juan José Imbroda (PP) | ||
| Vertretung in den Cortes Generales: |
Kongress: 1 Sitze Senat: 2 Sitze | ||
| Gliederung: | – | ||
| Karte | |||
Melilla [meˈliʎa] (auf Tamazight Mrič) ist eine spanische Stadt, die an der nordafrikanischen Küste liegt und somit eine Exklave bildet, die an das Mittelmeer und an Marokko grenzt. Das Gebiet umfasst 13,4 km², auf denen 68.795 Einwohner leben.
Melilla ist seit 1497 in spanischem Besitz; auch 1956 nach der Unabhängigkeit Marokkos von Frankreich blieben Melilla und das ebenfalls in Marokko gelegene Ceuta spanisch. Von marokkanischer Seite wird der Gebietsanspruch auf die beiden Städte grundsätzlich betont; konkrete Schritte zu dessen Durchsetzung werden aber nicht unternommen. Seit 1995 verfügen Ceuta und Melilla jeweils über den Status einer „autonomen Stadt“ (ciudad autónoma), der ihnen einige der Befugnisse der autonomen Gemeinschaften verleiht. Melilla ist somit integraler Bestandteil des spanischen Staatsgebiets, der Europäischen Union und der NATO, verfügt aber über einige Sonderrechte. Insbesondere gehört es gem. Art. 3 Abs. 1 Zollkodex nicht zum Zollgebiet der Europäischen Union.
Als Exklave (im weiteren Sinne) der Europäischen Union auf dem afrikanischen Kontinent ist Melilla ein begehrtes Ziel illegaler Einwanderer, die sich zumeist eine Weiterreise nach Europa erhoffen. In den vergangenen Jahren wurde deshalb seitens der spanischen und der marokkanischen Behörden die Befestigung und Überwachung der Grenze massiv verstärkt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt auf einer Halbinsel des afrikanischen Kontinents und ist von Wallanlagen umgeben.
Melilla wird in acht Stadtbezirke (barrios) gegliedert:
Die wichtigsten Industriezweige Melillas sind die Fischverarbeitung und der Schiffbau. Vom Freihafen aus werden vor allem Fisch, Obst, Eisen und Blei exportiert. Der grenzübergreifende Handel sowie finanzielle Transfers aus dem spanischen Festland oder der restlichen EU sind weitere wirtschaftliche Stützen der Stadt. Die einzige offizielle Währung ist der Euro.
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Melilla einen Index von 95 (EU-27:100) (2006). [2]
Melilla besitzt einen Hafen mit Fährverbindungen nach Spanien, hauptsächlich Malaga und einen Flughafen. Flughafen Melilla liegt 4 km südwestlich des Stadtzentrums nahe der Grenze zu Marokko. Sein Kürzel ist MLN. Er wurde 1969 eröffnet.
Melilla geht auf eine Gründung der Phönizier zurück (Rusadir). Die Stadt war zunächst Grenzbefestigung des Königreichs von Tlemcen und des Königreichs von Fès. 1497 wurde die Stadt von Spanien erobert. Seit der Staatsgründung im Jahr 1956 beansprucht Marokko Melilla, das benachbarte Ceuta, sowie einige kleine spanische Inseln vor der afrikanischen Küste, die auch zur Gruppe der Plazas de soberanía gehören.
Migranten aus Subsahara-Afrika versuchen immer wieder, über Algerien und Marokko nach Melilla zu gelangen, um nach Spanien oder in andere Länder der Europäischen Union einzureisen. Die Stadt ist zum Schutz vor illegaler Einwanderung mit drei bis zu sechs Meter hohen Zäunen ("Perímetro" genannt) sowie mit Bewegungsmeldern, Nachtsichtgeräten und Kameras gesichert, außerdem patrouilliert die Guardia Civil. Die Situation verschärfte sich erstmals Ende September 2005, nachdem bekannt wurde, dass die spanische Regierung die Sicherungsanlagen verstärken ließ. Während der Grenzübertritte kam es seitdem zu insgesamt 14 Todesfällen. Marokko schob Flüchtlinge, die an den Grenzanlagen von Melilla abgewiesen wurden, in die südlichen Nachbarländer ab. Dabei wurde Marokko von internationalen Hilfsorganisationen beschuldigt, Flüchtlinge in der Wüste ausgesetzt zu haben.[3] Die marokkanische Regierung bestritt dies jedoch.
Im Juni 2008 stürmten in zwei Wellen erneut Dutzende afrikanischer Flüchtlinge die Enklave. Dabei sollen auch mehrere Grenzpolizisten verletzt worden sein. Nur wenige Flüchtlinge gelangten in die Stadt, 50 Menschen wurden aufgegriffen und in Abschiebelager gebracht.[4]
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1 Liegt zum Teil auch in Asien.
35.2825-2.9475Koordinaten: 35° 17′ N, 2° 57′ W