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Die europäische Metropolregion Hamburg ist eine von elf Metropolregionen in Deutschland. Sie erstreckt sich über Hamburg sowie über Teile der Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen.
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Die Metropolregion Hamburg umfasst die Freie und Hansestadt Hamburg, die niedersächsischen Landkreise Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg, Stade und Uelzen und die schleswig-holsteinischen Kreise Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Steinburg, Stormarn, Pinneberg und Dithmarschen. Insgesamt umfasst die Metropolregion damit etwa 4,266 Millionen Einwohner.
Grundlage der Zusammenarbeit der drei Bundesländer unter Beteiligung der Kreise und Gemeinden ist das regionale Entwicklungskonzept der Metropolregion Hamburg (1996/Fortschreibung 2001). 1997 wurden die beiden Mitte der 1950er Jahre gegründeten Gemeinsamen Landesplanungen Hamburg/Schleswig-Holstein und Hamburg/Niedersachsen zur Gemeinsamen Landesplanung Metropolregion Hamburg zusammengefasst. Ihre Gremien sind der Planungsrat, die Regionalkonferenz, der Lenkungsausschuss und die beiden Förderausschüsse Hamburg/Niedersachsen und Hamburg/Schleswig-Holstein (gemeinsame Förderfonds). Unterorganisationen sind die regionalen Arbeitsgemeinschaften der niedersächsischen und der schleswig-holsteinischen Kreise (Arbeitsgemeinschaft der Hamburg-Randkreise) sowie der Verein Naherholung im Umland Hamburg. Auch der in die Nachbarländer hineinreichende Hamburger Verkehrsverbund mit seiner Metropolcard ist eine Ausprägung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Metropolregion.
Die Hansestadt Lübeck und die Landkreise Ludwigslust und Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) sind seit 2003 Kooperationspartner der Metropolregion Hamburg.
Die Metropolregion Hamburg gehört zu den ersten sieben europäischen Metropolregionen in Deutschland, die auf Bundesebene aufgrund ihrer Vorgeschichte definiert wurden. (weitere Metropolregionen sind Berlin/Brandenburg, München, Nürnberg, das Rhein-Main-Gebiet, Rhein-Ruhr, Stuttgart und das Sachsendreieck). Seit 2005 ist Hamburgs hanseatische Schwesterstadt Bremen Mittelpunkt der Metropolregion Bremen/Oldenburg. Südlich Hamburgs entstand 2005 die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.
Über die Vogelfluglinie und Lübecks Fährhäfen, wie den Skandinavienkai, besteht auf dieser Verkehrsachse eine enge Beziehung zur benachbarten Öresundregion, einer transnationalen Europäischen Metropolregion bestehend aus den Großräumen Kopenhagen und Malmö, die durch den Bau der Öresundbrücke initiiert wurde. Durch den Bau der geplanten festen Fehmarnbelt-Querung würden sich die Zukunftsoptionen der Metropolregion Hamburg noch verbessern.
Westliche Randgebiete des Landkreises Rotenburg sind traditionell eher nach Bremen/Bremerhaven als nach Hamburg orientiert. Ähnliches gilt für den Altkreis Wesermünde des Landkreises Cuxhaven, der auch Mitglied der Metropolregion Bremen/Oldenburg ist.
Der sehr ländliche Landkreis Heidekreis in der Lüneburger Heide gehört sowohl der Metropolregion Hamburg als auch der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg an. Hier lässt sich – im Gegensatz zum benachbarten Landkreis Rotenburg (Wümme) – relativ klar definieren, welche Teile des Landkreises in welche Richtung tendieren, da der Landkreis aus dem in Richtung Hamburg orientierten Altkreis Soltau und dem in Richtung Hannover orientierten Altkreis Fallingbostel zusammengesetzt ist.
Obwohl Lübeck an einer der Hauptverkehrsachsen der Metropolregion liegt, verschärft sich aktuell die politische Diskussion um die Frage der Mitgliedschaft Lübecks in der Metropolregion. Die formelle Aufnahme Lübecks scheitert derzeit zum einen an der negativen Haltung der zwischen Hamburg und Lübeck liegenden Landkreise und dem negativen Votum der Schleswig-Holsteinischen Landesregierung in Kiel, die gemeinsam mit der ehemaligen KERN-Region im Falle der verstärkten Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Lübeck eine Nord-Süd-Spaltung des Landes befürchtet. Entgegen den politischen Erklärungen im Landtagswahlkampf soll damit das Oberzentrum mit in der Agglomeration bis zu 280.000 Einwohnern offiziell aus der Metropolregion herausgehalten werden. Neben der „genehmigten“ besteht daher offensichtlich auch eine „faktische“ Metropolregion. Damit ist der raumordnungspolitische Ansatz der Europäischen Metropolregionen zugunsten handfester wirtschaftlicher Überlegungen und Eigeninteressen Kiels verlassen und der Ansatz aus der Raumordnung ad absurdum geführt.[1] Dieser interessenpolitische Ansatz wird besonders deutlich, als dass Ende 2005 der nördliche Teil Dithmarschens Aufnahme in die Metropolregion gefunden hat, die Umlandkreise Lübecks hingegen eine Verwaltungsgemeinschaft ohne Lübeck planen, das damit expressis verbis auf sein Stadtgebiet reduziert und isoliert werden soll. Im Endeffekt bedeutet diese Haltung den konsequenten Verzicht auf Raumordnung an der Hauptverkehrsachse von Hamburg über den Verkehrsknotenpunkt Lübeck und die Fehmarnbeltregion als Europaregion nach Skandinavien, die eigentlich nach der Theorie als punkt-axiales System und in der Praxis im Hinblick auf die geplante Fehmarnbeltquerung konsequent zu beplanen wäre. Dies besonders vor dem Hintergrund der infrastrukturellen Auswirkungen des neuen Autobahnkreuzes von A1 und A20 verbunden mit dem vielfach ungeliebten, aber aufstrebenden Flughafen Lübeck, der über einen direkten Bahnanschluss verfügt. Mit diesem politischen Ansatz wird auch der ÖPNV zwischen den beiden größten Städten der faktischen Metropolregion aus dem Hamburger Verkehrsverbund ausgegrenzt, obwohl die Trägerunternehmen des HVV schon längst vorausschauend am Stadtverkehr Lübeck als Gesellschafter beteiligt sind und beispielsweise die Bahnverbindung Hamburg Hauptbahnhof–Lübeck Hauptbahnhof die höchste Benutzerfrequenz in Schleswig-Holstein aufweist. Eine ähnliche Ausgrenzung aus dem ÖPNV des Hamburger Verkehrsverbundes und aus der Metropolregion Hamburg betrifft auch die kreisfreie Stadt Neumünster, die allerdings über den Anschluss an den Kreis Segeberg nachdenkt, womit jedoch die KERN-Region aufgebrochen werden würde.
Vergleichbar sind die Departementsgrenzen von Département des Bouches de l'Elbe und Département des Bouches du Weser.