Suche im Lexikon
Lexikon auf Ihrer Homepage Lexikon als Lesezeichen hinzufügen

Mezzocorona

Mezzocorona
Kein Wappen vorhanden.
Mezzocorona (Italien)
Mezzocorona
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Trient (TN)
Koordinaten: 46° 13′ N, 11° 7′ O46.216666666711.1166666667200Koordinaten: 46° 13′ 0″ N, 11° 7′ 0″ O
Höhe: 200 m s.l.m.
Fläche: 25 km²
Einwohner: 5179 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 207 Einw./km²
Postleitzahl: 38016
Vorwahl: 0461
ISTAT-Nummer: 022116
Demonym: brusacristi
Schutzpatron: Gotthard
Website: Offizielle Website

Mezzocorona (deutsch Kronmetz), bis 1902 Mezzotedesco (deutsch Deutschmetz), ist eine Gemeinde mit 5179 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) der Provinz Trient in Italien. Sie liegt im Etschtal etwa 20 Kilometer nördlich von Trient auf einer leichten Anhöhe von 219 Metern unter den hohen Felswänden des Monte di Mezzocorona. Corona ist ein altes Wort für Fels, Felsband oder auch Felsenhöhle (heute noch im lokalen Dialekt mit "la crona" bezeichnet).

Der Ort liegt an der italienischen Brennerautobahn (A 22), an der Bahnlinie Bozen-Trient und an der Nonstalbahn. Mezzocorona ist eine Wein- und Obstbaugemeinde. Im Weinbau dominiert die Rebsorte Teroldego.

Die fruchtbare Rotaliana-Ebene am Ausfluss des Flusses Noce vom Nonstal in das Etschtal war schon in prähistorischer Zeit besiedelt, wie Funde aus dem Mesolithikum zeigen. In römischer Zeit war der Ort bedeutend als Wegpunkt an der Via Claudia Augusta. Die Kirchengemeinde ist erstmals 1199 datiert. Mezzotedesco war bis zum 14. Jahrhundert Gerichtssitz. 1902 wurde die Stadt in Mezzocorona umbenannt, da die einheimische italienische Bevölkerung Anstoß an dem alten Namen nahm. Nach dem Anschluss der Stadt an Italien wurde der neue Name 1924 auch von italienischer Seite bestätigt.

Höhlenburg von Mezzocorona

In der hohen Felswand, an die sich Mezzocorona gleichsam lehnt, befindet sich in mäßiger Höhe das Castello di San Gottardo (deutsch Burg Kronmetz), das schon mit den US-amerikanischen Cliff Dwellings verglichen worden ist. Die Anlage ist auf steilem Weg zugänglich, wird aber von den lokalen Behörden wegen der Gefahr des Steinschlags nicht als touristische Attraktion herausgestellt. Der Aufstieg beginnt am Eingang zum Castello Firmian am westlichen Ortsrand auf einem kaum sichtbaren Pfad gleich rechts hinter dem Tor und dauert in etwa eine halbe Stunde.

Partnergemeinde ist Dußlingen in Baden-Württemberg.

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
Impressum AGB Datenschutz KundenserviceMediadatenfreenet AGJobsSitemap
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.